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Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund

  • Hartmut Zimmermann

Zusammenfassung

Der Freie Deutsche Gewerkschaftsbund (FDGB) wird als die einheitliche Organisation aller Arbeiter, Angestellten und der abhängig tätigen Angehörigen der Intelligenz ausdrücklich in der Verfassung der DDR und im Arbeitsgesetzbuch der DDR (AGB) erwähnt; seine faktische Stellung als einzige Gewerkschaftsorganisation in der DDR ist damit verfassungs- und arbeitsrechtlich abgesichert. Als der „umfassenden Klassenorganisation der Arbeiterklasse“ kommt dem FDGB im Herrschafts- und Gesellschaftssystem zentrale Bedeutung zu. Die Satzung des FDGB bekennt sich sowohl zur „führenden Rolle“ der SED für den eigenen Verband als auch zum Marxismus-Leninismus als der ideologischen Grundlage gewerkschaftlicher Politik und des eigenen Selbstverständnisses. Diese Satzungsbestimmungen bringen die für alle Institutionen und Organisationen des politisch-sozialen Systems in der DDR gültigen Funktionsprinzipien zum Ausdruck; sie bedeuten, daß die im Artikel 44,2 der Verfassung betonte Unabhängigkeit der Gewerkschaften nur als verantwortliche Ausfüllung von prinzipiell bereits vorgeformten Handlungsspielräumen und Aufgaben verstanden werden kann.

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© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

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  • Hartmut Zimmermann

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