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Zusammenfassung

Für das Verständnis der Sozialstruktur einer Gesellschaft ist ihre Gliederung in Klassen und Schichten ein wichtiger Gesichtspunkt. In der DDR ist durch die Umwälzung der Eigentumsverhältnisse eine Klassen- und Schichtstruktur entstanden, die sich grundlegend von der sozialökonomischen Struktur einer bürgerlichen Gesellschaft unterscheidet. Bedeutsame Abschnitte dieses Transformationsprozesses waren die Enteignung des Großgrundbesitzes und die Verstaatlichung der Großindustrie in den ersten Nachkriegsjahren und die Kampagne zur Zusammenfassung der bäuerlichen und handwerklichen Kleinproduzenten in Genossenschaften in den 50er und 60er Jahren. Die letzte, 1972 durchgeführte größere Verstaatlichungsmaßnahme betraf halbstaatliche und private Industrie- und Baubetriebe sowie industriemäßig produzierende Handwerksbetriebe. Die wesentlichen Veränderungen waren aber bereits mit der Kollektivierung der Landwirtschaft im Jahre 1961 abgeschlossen. Die SED sieht ihr Ziel darin, den Einfluß der Arbeiterklasse in allen Lebensbereichen zu stärken, ihr Bündnis mit der Klasse der Genossenschaftsbauern zu vertiefen und eine Annäherung zwischen allen Klassen und Schichten der Gesellschaft zu erreichen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Günter Erbe

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