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Nationale Front, Blockparteien, Gesellschaftliche Organisationen

  • Walter Völkel

Zusammenfassung

Die Nationale Front des Demokratischen Deutschland ging aus der Volkskongreßbewegung hervor, die 1947 von der SED im Hinblick auf die Staatsgründung als eine Art Vorparlament initiiert wurde. Nachdem bereits seit Mitte 1948 der Demokratische Block der Parteien und Massenorganisationen wirkte, wurde die Nationale Front (weiterhin als NF abgekürzt) am 7.10.1949 als zusätzliches Forum der Bündnispolitik gegründet. Die NF wurde als gesamtdeutsche Bewegung zur „Rettung der deutschen Nation“ konzipiert, der jede Partei, Organisation oder Persönlichkeit in Ost und West sich anschließen konnte. Der gesamtdeutschen Funktion wurde von Anfang an die Aufgabe der wirtschaftlichen Stärkung der DDR zugeordnet, deren Führung sich in eine Verantwortung für Gesamtdeutschland gestellt sah. Ähnlich wie die Volksfront in einigen anderen sozialistischen Staaten gilt die NF als das breiteste und umfassendste Bündnis aller politischen und sozialen Kräfte des Volkes unter der Führung der Arbeiterklasse und deren Partei, der SED. Innerhalb des politischen Systems der DDR wird der NF die Rolle eines wichtigen Bindegliedes zwischen Staat und Gesellschaft zuerkannt, dessen Wirksamkeit aus der Annäherung der Klassen und Schichten an die Arbeiterklasse und der damit verbundenen wachsenden sozialen Homogenität sowie der politisch-moralischen Einheit der Bevölkerung resultieren soll. In der NF spiegelt sich gewissermaßen die organisierte Gesellschaft der DDR.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Walter Völkel

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