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Das allgemeinbildende Schulwesen

  • Irmhild Rudolph

Zusammenfassung

Dem Bildungswesen in der DDR kommt — wie in jedem politischen System — zentrale Bedeutung zu, bildet seine inhaltliche und strukturelle Ausgestaltung doch eine der wichtigsten Voraussetzungen, gesellschaftliche Zielstellungen zu realisieren. In allgemeiner Form heißt das für die DDR: Aufbau des Sozialismus bzw. Kommunismus. In diesem Rahmen ist die Bildungskonzeption am marxistischleninistischen Menschenbild orientiert, das von einer grundsätzlichen Interessenidentität von Individuum und Gesellschaft ausgeht. Bildung und Erziehung sollen verbindlich die Anforderungen der sozialistischen Gesellschaft vermitteln und den einzelnen befähigen, sie zu erfüllen und die Erfüllung als unverzichtbaren Bestandteil seiner Entwicklung zur sozialistischen Persönlichkeit zu begreifen. „Ziel der Erziehung ist … nicht die ‚Sozialisation‘ des Menschen im Sinne einer Einformung in die als unveränderlich betrachteten gesellschaftlichen Verhältnisse, sondern die Erziehung aktiver, für den Sozialismus engagierter Persönlichkeiten, die in Gemeinschaften Gleichberechtigter die gesellschaftliche Entwicklung vorantreiben, sich dabei selbst entwickeln, die verantwortlich und kritisch in den verschiedensten Formen der sozialistischen Demokratie, im Arbeitsprozeß usw. mitplanen, mitarbeiten und mitregieren und ein glückliches, erfülltes Leben führen.“ (Helmut Klein, Die Entwicklung sozialistischer Persönlichkeiten unter dem Aspekt des Verhältnisses von Einheitlichkeit und Differenzierung, in: Einheitlicher Unterricht — individuelle Förderung aller Schüler. Von einem Autorenkollektiv u. Ltg. von M.Berge u.a., Beiträge zur Pädagogik Band 1, [DDR] 1975, S. 21.)

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© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Irmhild Rudolph

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