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Die Stellung des Bürgers im Zivil-, Familien- und Arbeitsrecht

  • Ulrich Lohmann

Zusammenfassung

Das Recht, und damit auch die das Leben des einzelnen in besonderem Maße berührenden Rechtsbereiche des Zivil-, Familienund Arbeitsrechts, hat nach der marxistisch-leninistischen Rechtslehre der DDR eine aktiv organisierende, erzieherische, schützende und dann auch konfliktregulierende Funktion. Diese Bestimmung der Rechtsfunktionen setzt sich damit ab von der bürgerlich-liberalen Auffassung, die gerade in den hier behandelten Rechtsbereichen dem Bürger ein an den Erfordernissen des Zusammenlebens orientiertes und auf den allgemeinen Grundüberzeugungen basierendes Instrumentarium zur eigenen Gestaltung des persönlichen Lebens zur Verfügung stellen will. Das Recht ist damit nach der Auffassung in der DDR — etwa neben moralischen oder politischen Mitteln — ein soziales Steuerungsinstrument, das sich von den anderen Mitteln insbesondere durch seine Allgemeinverbindlichkeit und staatliche Erzwingbarkeit unterscheidet. Recht soll, unterschiedlich akzentuiert in den einzelnen Rechtsbereichen, Organisationsstrukturen — Kompetenzen, Rechte, Pflichten — schaffen, das Bewußtsein der Menschen im Sinne der Sozialistisch-kommunistischen Zielstellung beeinflussen, durch Abschreckung, Schadensersatz und Strafe sowie Resozialisierung die Staats- und Gesellschaftsordnung und ihre Einrichtungen einschließlich der verbürgten Rechte der Bürger schützen und aufgetretene Konflikte in Übereinstimmung mit der gegebenen Zielstellung lösen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Ulrich Lohmann

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