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Zu einigen Aspekten der innenpolitischen Situation der DDR

  • Hartmut Zimmermann

Zusammenfassung

Der Abschluß des Grundlagenvertrages und der auf ihm beruhenden Folgevereinbarungen zwischen den beiden deutschen Staaten, des Abkommens der vier Mächte über Berlin und die auf sozialpolitische Verbesserungen zielende, sich um „Realismus“ bemühende Wirtschaftspolitik sowie eine im kulturellen Bereich vergleichsweise „offene“ Innenpolitik schienen in der 1. Hälfte der 70er Jahre nicht nur die internationale Position sondern auch die innere Situation der DDR gefestigt zu haben. Dieser Eindruck ist jedoch in der 2. Hälfte der 70er Jahre zunehmend fragwürdig geworden. Eine wesentliche Ursache für die erkennbaren Veränderungen ist sicher in der zunehmend schwieriger werdenden wirtschaftlichen Lage der DDR zu sehen, doch wurden auch aufgestaute soziale und politische Konflikte sichtbar. Sie zeigten sich in der auf die Unterzeichnung der Schlußakte von Helsinki und das Treffen der europäischen kommunistischen Parteien in Ost-Berlin folgenden Welle von Ausreiseanträgen von DDR-Bürgern in die Bundesrepublik ebenso wie in einer zunehmenden Unzufriedenheit und Kritikfreudigkeit des „Mannes auf der Straße“.1 Besondere Aufmerksamkeit fanden in der Bundesrepublik die mit der zwangsweisen Ausbürgerung des kommunistischen Liedermachers Wolf Biermann beginnenden und bis heute währenden Auseinandersetzungen mit kritischen Künstlern, insbesondere Schriftstellern, in der DDR.

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© Westdeutscher Verlag, Opladen 1979

Authors and Affiliations

  • Hartmut Zimmermann

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