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Die Gesundheitspolitik der Parteien

  • Joseph Scholmer

Zusammenfassung

»Nicht die Parteien bedienten sich des Sachverstandes ihrer Ärzte, sondern die Ärzte bedienten sich der Parteien, um ihre ärztliche Standespolitik durchzusetzen.« Diese Feststellung Günther Wollnys, von ihm selbst als »überspitzt und verallgemeinernd« bezeichnet, ist das Ergebnis einer Überlegung, aus welchen Gründen »Gesundheitspolitik in der Bundesrepublik … bisher im wesentlichen von den Ärzten formuliert worden (ist), obwohl sie selbst Interessenten sind«. Jede Partei habe eben — so antwortet Wollny auf die selbstgestellte Frage — »einen Gesundheits-, mindestens aber einen Sozialpolitischen Ausschuß. Und in jeder Partei ließen sich jeweils Ärzte in solche Ausschüsse wählen. Sie verstanden ja etwas von der Sache — also gut. Aber sobald es politisch um die Gesundheit ging, übernahmen diese Ärzte — quer durch die Parteien — die Federführung … ein internationaler Vergleich zeigt nur zu deutlich, daß alle jene Gesetze, die Ärzte angehen, in der Bundesrepublik wie in keinem anderen Land der Erde auch nach dem Geschmack der Ärzte sind: teuer, honorarträchtig und für den Arzt praktisch ohne Kontrolle.« (1)

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Anmerkungen

  1. 1.
    Günther Wollny, Kommentar im Bayerischen Rundfunk, 26. 4. 1973Google Scholar
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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH Opladen 1973

Authors and Affiliations

  • Joseph Scholmer

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