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Paris pp 114-117 | Cite as

Rathaus 1931–1933

  • Jean-Karl Niermans
  • Edouard Niermans

Zusammenfassung

Die Tendenz der an der Beaux-Arts ausgebildeten Architekten, zu den akademischen Wertvorstellungen und Vorbildern zurückzukehren, gelangte mit diesem Bauwerk zu einer Vollkommenheit, die auch beim ‹Musée de la France d’Outremer›, das in dieser Hinsicht eine Vorläuferrolle gespielt hatte, nicht erreicht wurde. Eine besondere Rolle spielte der Bau im Zusammenhang mit dem Streben nach Autonomie seitens der Bürgermeisterämter der banlieu parisienne. Man kann die architektonische Sprache der beiden Niermans gewiß nicht mit dem Rationalismus eines Willem M. Dudok, auf den sich Chaussat, Chollet und Jean Mathon bezogen hatten, und auch nicht mit dem Strukturalismus von Tony Garnier vergleichen. Aber das Rathaus von Puteaux steht gleichwohl im Schnittpunkt ideologischer und politischrepräsentativer Problematiken, die ganz ähnlich gelagert sind wie bei den zur selben Zeit entstandenen Rathäusern von Cachan und Boulogne-Billancourt. Nicht zufällig erklärte Henri Sellien der vor allem rationalistische Arbeiten förderte, am Tage der Einweihung: «Rien n’est assez beau pour le peuple» (Für das Volk ist nichts gut genug).

rue del la République, Puteaux

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Jean-Karl Niermans
  • Edouard Niermans

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