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Paris pp 7-13 | Cite as

Einführung

  • Roberto Gargiani

Zusammenfassung

Solange in der Architektur Interpretationsmuster vorherrschten, die von einer Kontinuität der architektonischen Moderne ausgingen, hat die internationale Geschichtsschreibung für die Zeit zwischen 1919 und 1939 ein Bild der französischen Architektur geliefert, in dem die komplexe Vielfalt der Formen vom Interesse für die Arbeiten von Le Corbusier, André Lurçat und Robert Mallet-Stevens überlagert wird. Die Jahreswende 1922/1923 kann als entscheidend für die französische Debatte bezeichnet werden: die Zeit, zu der sich, wenn auch eher auf der Ebene des Entwurfs, eine besondere Richtung der architektonischen Moderne, die nouvelle architecture, durchgesetzt hat. Ihre Besonderheit besteht in einer ganz einzigartigen Nähe zum Kubismus. Den Arbeiten, die man als Ausdruck der Beaux-Arts bezeichnen kann und die die französische Architektur mehrheitlich bestimmten, hat die Baugeschichtsschreibung kaum Aufmerksamkeit geschenkt; oft genug wurden sie sogar mit ganz oberflächlichen Argumenten verworfen. Selbst die Arbeiten von Tony Garnier, Auguste Perret und Henri Sauvage, von denen Anstöße sowohl für die neuen Tendenzen der Beaux-Arts als auch für die nouvelle architecture ausgingen, wurden nur allzu häufig in einer Weise kritisiert, die aus heutiger Sicht nicht mehr vertretbar oder zumindest lückenhaft erscheint.

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Copyright information

© Springer Fachmedien Wiesbaden 1992

Authors and Affiliations

  • Roberto Gargiani

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