Advertisement

Die Säulenordnungen

  • Ulrich Schütte

Zusammenfassung

Daß die Säule bzw. die Säulenordnung1 an dieser Stelle der Arbeit — nach den Gebäudeteilen und vor den übrigen Bauverzierungen — abgehandelt wird, hat seinen Grund in der Systematik der Arbeit, die die verschiedenen, in den Quellen erwähnten Verzierungsformen zu erfassen und in einen begründbaren Zusammenhang zu einander wie zum Gebäude zu bringen versucht. Damit ist noch nichts über die Bedeutung gesagt, die den einzelnen Verzierungen zugewiesen wird.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literature

  1. 1.
    S. Schütte 1979, S. 251 Anm. 1Google Scholar
  2. 2.
    Dies gilt weitgehend für die gesamte Literatur des 16. und 17. Jahrhunderts; s. Forssman 1956Google Scholar
  3. 3.
    Böckler 1684, 4. S. der Vorr.Google Scholar
  4. 4.
    Daviler 1747, S. 19Google Scholar
  5. 5.
    Böckler 1684, 4. S. der Vorr.Google Scholar
  6. 6.
    Daviler 1747, S. 19. Ähnlich hatte sich Johann Christian Senckeisen um 1700 in seinem Leipziger Architectur-Kunst und Seulenbuch geäußert, als er vorschlug, sich auf das Problem der Anwendung der Ordnungen zu beschränken:... denn ich kan nicht sehen, was es Handwerkern nützet, oh sie wissen, daß die Toscanische aus Italien, die Dorische aus Klein Asien etc. herkommen, oder nicht. Genug, daß wir sie in solcher schönen Maaß und Ordnung haben, zitiert bei Forssman 1956, S. 227Google Scholar
  7. 7.
    Nach Wagner 1728, S. 6Google Scholar
  8. 8.
    Ebenda S. 3; ähnlich argumentiert er gegen Daviler.Google Scholar
  9. 9.
    Ebenda S. 3; wie Böckler und Daviler rekurriert Wagner auf die italienischen Theoretiker des 16. Jahrhunderts: Des Serlio Landes-Leute, Andrea Palladio, Vicenco Scamozzi, und Giacomo Barozzio da Vignola, behalten alle das Wort Ordnung, und ist ietzo schwerlich ein Mahler oder Tischler zu finden, der nicht von den fünff Ordnungen zu reden wüste, ebenda S. 5. Gleiches gilt für den deutschen Ursprung:... das Wort ordnen ist wenigstens den ältern Deutschen Bau-Meistern sehr gewöhnlich, wie aus Speckle, Rivio... Schildknecht und andern zu ersehen; diese mögen es wol von den Welschen gelenet haben..., ebenda S. 8.Google Scholar
  10. 10.
    Ebenda S. 10. Wagner verweist auf Alberti VI.: Columnas, quae ad operis elegantiam facerent, sic instituerunt und Böcklers Anmerkungen zur Palladio-Ausgabe von 1698. Dort heißt es auf S. 29 f., Roland Freart de Chambray habe in seiner Schrift Parallele de l’Architecture antique & moderne festgestellt, es sey ziemlich schwehr zu beschreiben/was das Wort Ordnung bey den Baumeistern bedeute/wiewol es eine Nothwendigkeit ist dasselbige recht zu verstehen. Scamozzis Definition im 2. Teil, 1. Kap. der Idea — Daß es eine sonderbare Art der Vortrefflichkeit seye/welche die Zierlichkeit und Schönheit/sowol geistlicher als weltlicher Gebäue vermehret — sei aber viel zu weitläuffig und mit so schwachem Grund. So wäre es besser gewesen, wann er eben sowohl/als andre darvon geschwiegen hätte. Google Scholar
  11. 11.
    Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 41. Fast wörtlich wird diese Kritik von Cleinow 1797a, S. 754 f. übernommen.Google Scholar
  12. 12.
    Sturm, L.C. 1745, S. 7; vor der deutschen Definition ist jeweils der lateinische, der italienische und der holländische Begriff angeführt.Google Scholar
  13. 13.
    Vignola 1787, S. 7Google Scholar
  14. 14.
    Penther 1749, S. 24Google Scholar
  15. 15.
    S. den Abschnitt ‚Teile und Glieder der Säulenordnungen‘ S. 66 ff.Google Scholar
  16. 16.
    Succov 1751, S. 75Google Scholar
  17. 17.
    Eberenz 1761, S. 33Google Scholar
  18. 18.
    Schauff 1806, S. 26 f.Google Scholar
  19. 19.
    S. Schütte 1979, S. 253 f. Anm. 19; ders. 1984, S. 161 ff. Der Begriff der Architectur für Säulenordnungen findet sich auch bei Heinecken 1727, passim; Penther 1743, S. 18; ders. 1749, S. 11; L.C. Sturm gebraucht auch die Wendung Architectur von Seulen; Sturm, L.C. 1708, S. 121; ähnlich auch ders. 1706, S. 29.Google Scholar
  20. 20.
    So auch Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 145; Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft S. 3Google Scholar
  21. 21.
    Wolff 1750 ff., 1. T. S. 338 und 339; schlecht meint hier einfach und ursprünglich, zierlich spricht den ganzen Komplex der ästhetischen Gestaltung an.Google Scholar
  22. 22.
    Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 281 und 286Google Scholar
  23. 23.
    Büsch 1800, S. 446; man sieht auch hier: ein Postament ist nicht notwendig.Google Scholar
  24. 24.
    Schauff 1806, S. 27Google Scholar
  25. 25.
    Home 1775, 2. Bd. S. 628 Säulenordnungsdefinitionen, in denen der Stützfunktion eine wichtige Rolle zugesprochen wird, auch bei: Böckler 1648, S. 34 und 65; Rohr 1713, S. 7; Sturm, L.C. 1716, 3. S.; Wolff 1759 ff. [1. Ausgabe 1710], 1. T. S. 338 ff.; Anweisung 1752, S. 3 und 64; DeHumbert 1752, S. 392; Eberenz 1761, S. 34; Laugier 1768, S. 180; Mönnich 1784, S. 342; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 375; Helfenzrie-der 1787, S. 570; Erste Linien 1790, S. 164; Canc-rin 1792a, S. 31.Google Scholar
  26. 26.
    Büsch 1800, S. 447; ähnlich auch bei Scheyb 1774, 2. T. S. 256 und Helfenzrieder 1787, S. 571Google Scholar
  27. 27.
    Laugier 1768, S. 88Google Scholar
  28. 28.
    Z.B. bei LeClerc 1759, 2. T. S. 1; Eberenz 1761, S. 32 erwartet von den Gliedern der Ordnungen, daß sie neben der Zierlichkeit auch einen grössern Schein der Stärke mit sich führen, d.h. ihre Tragefunktion verdeutlichen.Google Scholar
  29. 29.
    Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 45Google Scholar
  30. 30.
    S. dazu unten S. 124 ff.Google Scholar
  31. 31.
    Rohr 1713, S. 7Google Scholar
  32. 32.
    Sturm, L.C. 1716, 3. S.Google Scholar
  33. 33.
    Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 146.Google Scholar
  34. 34.
    Cancrin 1792, S. 313Google Scholar
  35. 35.
    Cammermeier 1678, 1. und 2. S. der Widm.Google Scholar
  36. 36.
    S. Abschnitt ‚Neue Säulenordnung‘ S. 116Google Scholar
  37. 37.
    Positiv zur salomonischen Ordnung äußern sich Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740), Sp. 1799 und Rösch 1802, S. 78, 102Google Scholar
  38. 38.
    Anweisung 1752, S. 6 der Vorr.Google Scholar
  39. 39.
    Ebenda 7. S.; ähnlich Milizia 1784, 1. Bd. S. 63 anläßlich der Dorica: Sie ist die älteste Ordnung von allen, aber deswegen weder aus den Wolken herabgestiegen, wie Villalpando geträumt, noch von Salomon bey seinem Pallast gebraucht, wie Sturm ohne Grund versichert. Sie kommt von Dorus, König der Archajer, der sich ihrer zuerst bey einem Tempel der Juno, ohngefehr tausend Jahr von Christi Geburt, bediente. Der letzte Satz verweist auf Vitruv IV, 1 (Vitruv 1976, S. 168) und versucht — wie auch an anderen Stellen (zur Jonica S. 79 ff., zur Corinthia S. 85 f.) — die Entstehung der Ordnungen mit einer bestimmten Zeit und in einer bestimmten Lokalität zu verknüpfen.Google Scholar
  40. 40.
    Anweisung 1752, S. 8 und 9 der Vorr.Google Scholar
  41. 41.
    S. dazu Gaus 1971, Schütte 1979, S. 195 ff.Google Scholar
  42. 42.
    Im Zusammenhang mit der Ableitung der ionischen Volute aus Baumrinde und Haaren macht LeClerc 1759, 1. T. S. 32 einen ähnlichen Einwand: Weil aber die Kenntnis der Ursprungs wenig Nutzen hat, so kan ein jeder davon urtheilen, was er will. Google Scholar
  43. 43.
    Palladio 1696, S. 46; es folgen Bemerkungen zur Imitation der Holzbauteile bei den Steinsäulen.Google Scholar
  44. 44.
    Böckler wendet sich ausdrücklich gegen jene, die wider die Natur lauffende Sachen herfür bringen; s. Böckler 1684, 2. S. der Vorr.; ähnlich ders. 1663, 2. S. der Vorr.; ders. 1648, S. 64Google Scholar
  45. 45.
    Fünck 1747, S. 412Google Scholar
  46. 46.
    Voch 1778b, S. 8Google Scholar
  47. 47.
    Scheyb 1774, 2. T. S. 261; s. auch Sturm, L.C. 1710, S. 138Google Scholar
  48. 48.
    Dieussart 1697, S. 30Google Scholar
  49. 49.
    Sturm, L.C. 1710, S. 203; ähnlich ebenda S. 138, 212 und ders. 1716, 14. S.Google Scholar
  50. 50.
    Anweisung 1752, S. 13. Zur naturnachahmung bei den Ordnungen s. auch Bergmüller 1752, Taf. Q; Izzo 1773, S. 114, 123; Sendschreiben 1776, S. 160 f.; Voch 1783, S. 40Google Scholar
  51. 51.
    Wagner 1728, S. 159; doch die Kunst birgt auch Gefahren; denn sie bringet, um des guten Ansehens und der Schönheit willen, die Bilder der natürlichen Bau-Stücke offers an einen Ort, wo sie vermöge der Natur gar nicht stehen können. So wird häufig argumentiert, vor allem bei der Kritik an der Rocaille.Google Scholar
  52. 52.
    J. Sturm 1702, S. 1043 erwähnt den seit der Renaissance üblichen Topos der Verbesserung der Natur durch die Kunst: Und wann ja in den Wildnussen einige Nachlassigkeit der Natur hierinnen erscheinet/sollen doch die Künstler selbiger in obgeachter genauer Richtigkeit vielmehr/als in dieser Abweichung nachfolgen/ja die Kunst solle sich befleissen/der Natur Unachtsamkeit zu verbessern/und selbige gleichsam zu übersteigen. Innerhalb der Architekturtheorie wird dieser Gedanke jedoch kaum verarbeitet, was mit dem besonderen Verhältnis der Architektur zur Natur zu tun hat. Der Topos entstammt der Theorie der Malerei. Er wird erst in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts im Zusammenhang mit den Charakter-Theorien auch für die Theorie der Architektur bedeutsam.Google Scholar
  53. 53.
    Schübler 1741, S. 11 und 14. Anknüpfend an den letzten Satz beschreibt und erklärt er Einzelheiten des Portals einer Holzarchitektur:... und demnach habe ich vor dieses Einsiedlers-Portal ein Stück abgezogene Baum-Rinde, als eine Decke aufgehänget, und wegen der damit verknüpfften Bau-Kunst-Begriffe, und der vor diese Rinde gezogenes Spinnen-Gewebe Introitus geschrieben: Massen auf dergleichen Rinde die A ntiquen nicht nur ihre Bau-Netze gerissen, die sie als einen geometrischen Rechen-Tisch, oder Erfindungs-Plan nutzen wollten (von deme auch nach der Zeit die sogenannte Reiß-Bretter mit aufgespannten Papier entstanden seyn mögen); sondern auch in der Spinnen Netze, welche sehr viel geometrische Begriffe eingeschräncket und vor Augen gestellet, mag ebenfalls ein Eingang zur Antiquen Concentrie seyn abgesehen worden. Google Scholar
  54. 54.
    Gegen Ende des Jahrhunderts hat man für seine Spekulationen nichts mehr übrig. Büsch 1800, S. 45: viele seiner Schriften sind eine Art von architektonischer Mystik; an einer anderen Stelle tadelt er dessen übertriebenen Tiefsinn; ebenda S. 552.Google Scholar
  55. 55.
    André 1797, S. 19 f.Google Scholar
  56. 56.
    Laugier (1713 – 1769). Erste Ausgabe des Essai Paris 1753, zweite Auflage ebenda 1755. Zu Laugier s. Herrmann 1962; zur Urhütte ebenda S. 42–50, 215. das hier angegebene Zitat bei Laugier 1768, S. 75; s. auch ebenda S. 83, 99Google Scholar
  57. 57.
    Laugier 1756, S. 8 und S. 10Google Scholar
  58. 58.
    Ebenda S. 10 f. Im französischen Original ist von l’idée des colonnes, l’idée des entablements und l’idée des frontons die Rede; s. Laugier 1755, S. 10.Google Scholar
  59. 59.
    So schreibt ein Rezensent zu Laugier 1768 in der Allgemeinen deutschen Bibliothek 12. Bd. 1. St. (1770), S. 292, das Buch sei für jene bestimmt, die theils den Ursprung und den Zweck der Verzierungen in der Baukunst nicht verstehen, und sie ohne Verstand anbringen, theils der griechischen Proportionen überdrüssig auf neue denken, die die elendeste Wirkung thun, und durch den Flitterputz, mit dem dergleichen Gebäude umgeben werden, nicht verdeckt werden. Laugier geht in seinem Werk ausführlich auf fehlerhafte Verwendungen der Ordnungen ein.Google Scholar
  60. 60.
    Laugier 1756, S. 49. s. auch das Zitat von Laugier 1768, S. 32 hier S. 88Google Scholar
  61. 61.
    Ebenda S. 8Google Scholar
  62. 62.
    Lodoli (1690–1761); Algarotti (1712–1764); Algarotti, Francesco: Saggio sopra l’Architettura (1756); in ders., Opere del Conte Algarotti, Venezia 1764, Bd. II; ders., Lettere sopra l’Architettura (1742–63), ebenda Bd. VI; Memmo, Andrea: Elementi d’Architettura Lodoliana, Roma 1786 (2. Aufl. Zaza 1834) Zu Lodoli, Algarotti und Memmo s. Kaufmann 1955, S. 95 f.; ders. 1955a; Kauffmann, E. 1964; De Zurko 1957, S. 177 ff.; Herrmann 1962, S. 160 ff.Google Scholar
  63. 63.
    Algarotti 1769, S. 5Google Scholar
  64. 64.
    Ebenda S. 5 und 12Google Scholar
  65. 65.
    Ebenda S. 12Google Scholar
  66. 66.
    Algarotti, Lettere 1764, S. 30 (s. Anm. 62); zitiert bei Kaufmann 1955, S. 28Google Scholar
  67. 67.
    Algarotti 1769, S. 10 f.Google Scholar
  68. 68.
    ebenda S. 12. Völlig unverständlich ist die Beurteilung von Gaus 1971, S. 63 Anm. 95, Algarotti habe die Meinung vertreten, ‚daß die gesamte Baukunst seit der Antike ursprünglich in Holz gedacht und zu Unrecht in Stein übertragen worden sei, dem vielmehr ein anderes Bauen und eine eigene Tektonik entspreche. Algarotti hält die Architektur nicht für eine nachahmende Kunst, sie bleibt vielmehr Geisteswissenschaft und Metaphysik‘. Der letzte Satz gibt eine falsche Wiedergabe der Auffassung Algarottis; und dies auch dann, wenn man unterstellt, Gaus habe hier Algarotti mit Lodoli verwechselt — was im ersten Satz der Fall ist.Google Scholar
  69. 69.
    Algarotti 1769, S. 12 ff. und 21 ff.Google Scholar
  70. 70.
    Ebenda S. 29Google Scholar
  71. 71.
    Ebenda S. 18Google Scholar
  72. 72.
  73. 73.
    Ebenda S. 41. Ähnlich auch S. 11 f., wo Lodoli referiert wird: So aber ists [die Holznachahmung in Stein; U.S.] eine feste Maskerade, ein beständiges Lügenwerk. Hieraus entstehet denn auch das Reißen, Springen und Einstürzen der Gebäude, gleichsam zur offenbaren Strafe des Unrechts, das man die Wahrheit erleiden läßt. Google Scholar
  74. 74.
    Ebenda S. 21Google Scholar
  75. 75.
    Milizia 1784 ff., 1. T. S. 34Google Scholar
  76. 76.
    Milizia (1725 – 1798); zu Milizia und die Urhütte s. Gaus 1971, S. 24 f. und Abb. 12; zum Einfluß von Lodoli und Algarotti auf Milizia s. Kaufmann 1955, S. 95 ff.; Brües 1961, S. 96 f.Google Scholar
  77. 77.
    Milizia 1784 ff., 1. T. S. 25 ff.Google Scholar
  78. 78.
    Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 3 geht dies zu weit. Er meint, Milizia wolle auf einmal gar zu viel reformieren. Google Scholar
  79. 79.
    S. auch das Zitat von Wagner (1728) auf S. 47Google Scholar
  80. 80.
    Algarotti 1769, S. 12Google Scholar
  81. 81.
    Den Adressaten der Briefe nennt Weinlig nicht. Nach Schumann und Klopfer dürfte es sich um Carl Ludwig Stieglitz (1727–1787) handeln. Sie meinen auch, daß die Briefe ursprünglich nicht veröffentlicht werden sollten; s. Klopfer 1905, S. 9 22 ff. Am ergiebigsten über Weinlig informiert immer noch Klopfer 1905. Einiges auch bei Herrmann 1962, S. 185 f. und Gaus 1971, S. 37Google Scholar
  82. 82.
    Weinlig 1782 ff., 2. T. S. 12. Algarotti 1769, S. 11 und S. 40 hatte Lodolis Meinung wiedergegeben: Nichts ist abgeschmackter (...) als sich Mühe geben, daß eine Materie sich nicht selbst, sondern eine andre bedeuten solle. So ists eine stete Maskerade, ein beständiges Lügenwerk. Lodoli habe auch gesagt, die Architecten seien Freunde der Unwahrheit. Auch jener Aristarchus (= Kritiker), den Franz Christoph von Scheyb 1774, 2. T. S. 283 sagen läßt; die ganze Kunst der Architectur sey in seinen Augen nichts anders, als eine Maske, oder eine durch unsere größesten Bedürfnissen gezierte Vermummung, ein beständiges, lügenhaftes Verfahren der Architecten, jener Aristarchus dürfte mit Lodoli identisch sein; zumal, da Scheyb in Rom mit Algarotti zusammengetroffen war:... dieser Graf Algarotti, der mich zu Rom durch seine große Einsicht sehr oft erbaute, und seiner Freundschaft würdig achtete, gab mir Anlaß, meine Gesinnungen nach den seinigen zu richten; ebenda S. 213Google Scholar
  83. 83.
    Weinlig 1782 ff., 2. T. S. 12Google Scholar
  84. 84.
    Ebenda S. 56Google Scholar
  85. 85.
    Ebenda S. 60. Weinlig bezieht sich hier auf die Maxentius-Basilika. Nachdem sich seine Haltung gegenüber den Säulenordnungen radikalisiert hat, schreibt er: Überdies beruhen Säulenordnung und Bogenstellung auf ganz verschiedenen Grundsätzen; ebenda 3. T. S. 90. Diese Äußerung kommentiert Huth im Allgemeinen Magazin für die bürgerliche Baukunst 1. Bd. 1. T. (1789), S. 68 f.Google Scholar
  86. 86.
    Weinlig 1782 ff., 3. T. S. 35 (= 29. Brief, Ende November 1768)Google Scholar
  87. 87.
    Ebenda S. 87 (= 35. Brief, Februar 1769)Google Scholar
  88. 88.
    Ebenda S. 43, 88, 93Google Scholar
  89. 89.
    Ebenda S. 94Google Scholar
  90. 90.
    Ebenda S. 95Google Scholar
  91. 91.
    Die zweite Kriterien Lodolis für jede wahre Architektur kommen bei Weinlig voll zur Anwendung. Zur Statik schreibt er z.B.: Es ist eine ausgemachte Sache, daß ein hölzernes Gebäude ohne Streben, das ist, ohne nach einer Diagonal- oder schrägen Linie gestellte Stützen, nicht fest stehen kann. Diese wider den Schuh verwahrende Stützen wären also auch bey diesem Gebäude angebracht worden, gleichwohl finden sich dieselben weder in irgend einem alten noch neuern steinernen Gebäude nachgeahmt; ebenda S. 90 Auch seine Überlegungen zum Material erfordern Konsequenzen: Es ist sehr wahrscheinlich, daß schon lange vor der großen Wasserfluth Ziegel gebrannt und zum Bauen angewendet wurden. Bester Freund, diese Entdeckung mußte schon große Abänderungen in der Anlage menschlicher Wohnungen veranlassen, und machte die Einsetzung der vier Ecksäulen ganz überflüssig; ebenda S. 88.Google Scholar
  92. 92.
    S. Schütte 1979, S. 82 ff., 195 ff.Google Scholar
  93. 93.
    S. dazu Caylus 1768, 1. Bd. S. 66 f.; Pococke 1771, 1. T. S. 320–330; Baumgärtner 1781, S. 14. Schon Schübler 1741, S. 10 schreibt,... der Gebrauch der künstlichen Säulen (ist) viel älter, als er uns von Vitruvio beschrieben. Auch für Winckelmann 1762, S. 22 ist Vitruv nicht verbindlich. Er weigert sich jedoch etwas zum Ursprung der Säulen zu sagen.Google Scholar
  94. 94.
    Vogel 1792; ders. 1790; Stieglitz 1792; ders. 1801Google Scholar
  95. 95.
    Weinlig 1782 ff., 3. T. S. 91; zur Geschichte der Architektur ebenda S. 43 und 91 ff.Google Scholar
  96. 96.
    Ebenda S. 91. Zum Begriff bürgerlich s. Schütte 1979, S. 204 ff.Google Scholar
  97. 97.
    Goethe hatte sich schon 1773 ausdrücklich gegen Laugiers Urhüttenmodell ausgesprochen; s. Goethe 1968, S. 97 Eine Rezension dieser Schrift weist darauf hin, daß Goethe wohl Laugiers Buch gelesen habe. Seine Kritik an den Säulenordnungen wird zurückgewiesen:... es war den Baumeistern schon lange bekannt, wie die Lehre von den Säulenordnungen ein bloßes System, aber das Beste unter allen sey, dessen sich die witzigsten und klügsten Völker in der Welt bedienet haben; s. Neue Bibliothek 14 (1773), S. 287–294 hier S. 290. Keller 1788, S. 93 f. schreibt diese Besprechung F.A. Krubsacius zu. Herrmann 1962, S. 189 f. bezweifelt jedoch dessen Autorschaft. Weitere Hinweise bei Schütte 1979, S. 262 Anm. 103 Zu Goethes Straßburg-Aufsatz von 1773 mit den Bemerkungen zur Urhütte s. DeZurko 1957, S. 185 ff.; Herrmann 1962, S. 187 ff.; Keller 1974; Gaus 1971, S. 33; Knopp 1979Google Scholar
  98. 98.
    Zur Höhle: Miri 1709, S. 56; Batteux 1762, 1. Bd. S. 42; Algarotti 1769, S. 39; Izzo 1773, S. 123; Steingruber 1773, 1. S. an d. Leser; Paw 1774, 2. Bd. S. 49; Lange 1779, S. 3t; Stieglitz 1792, S. 11 ff.; Vogel 1792, S. 277; Riedel 1797, S. 3 ff.; ders. 1797a, S. 53 ff. zum Zelt: Miri 1709, S. 56; Racknitz 1796, Abt. I Nr. 6, S. 2 f.; Steingruber 1773, 1. S. an d. Leser; Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 87; Stieglitz S. 11 ff.Google Scholar
  99. 99.
    Zur ägyptischen Architektur: Paw 1774, 2. Bd. S. 49; Racknitz 1796, I. Abt. Nr. 6, S. 2 f.; Weinbrenner 1809, S. 4 zur griechischen Architektur: Paw 1774, 2. Bd. S. 49; Racknitz 1796, I. Abt. Nr. 6, S. 2 f.; Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft passim zur chinesischen Architektur: Racknitz 1796, I. Abt. Nr. 6, S. 2 f. Zum Einfluß der entstehenden Ethnologie auf die Theorie der ersten Hütte s. Gaus 1971, S. 31 ff.Google Scholar
  100. 100.
    S. Vitruv II, 1, Vitruv 1976, S. 80 ff.Google Scholar
  101. 101.
    Reinhld 1784a, S. 1Google Scholar
  102. 102.
    Roppelt 1786, S. 9; ähnlich Gedanken 1792, S. 32; Dahlberg 1792, S. 41; Rösch 1800, S. 399; ders. 1802, S. 57, 84; Schauff 1806, S. 51 Riedel 1797a, S. 53 f. leitet zwar einzelne Teile der Ordnungen von Bäumen ab, s. Schütte 1979, S. 202, theoretische Begründungen sind ihm jedoch suspekt, da bisher jeder, so wie auch nur kann, nur von den Ordnungen rückwärts geschlossen hat. Er will nur zeigen, was ihm am natürlichsten zu sein scheint. Im übrigen ist er der Meinung: An die neue [!] Frage, oh nicht früher steinerne als hölzerne Säulen gebraucht worden, kann ich mich gar nicht kehren, indem es mir vorkommt, als wären heyde Erfindungen sehr verschiedenen Ursprungs, und jede derselben ihren eigenen Weg lang fortgegangen, bis endlich bey ausgearbeiteter Bildung die Baukunst der Höhlenbewohner mit der der Waldbewohner zusammengeflossen ist. Google Scholar
  103. 103.
    Hirt 1809, S. 36. Er wendet sich ausdrücklich gegen die Naturimitation; ebenda S. 27. Zu Hirt s. Gaus 1971, S. 37; Germann 1974, S. 31 ff.Google Scholar
  104. 104.
    Hirt 1809, S. 27Google Scholar
  105. 105.
    Ebenda S. 37Google Scholar
  106. 106.
    Böttiger 1811, S. 29; so auch Büsch 1800, S. 440Google Scholar
  107. 107.
    Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 59. Schon 1796 hatte Johann Heinrich Meyer an Goethe geschrieben: Hirt, der arme Hirt wird (wenn ich kein falscher Prophet bin) mit seinem Werk über die Baukunst, an dem er schon Jahr und Tag schreibt und wofür er fleißig zeichnen läßt, seinen Ruhm unwiederbringlich zu Grunde richten: er bemüht sich darin, alle Ordnungen und Glieder der Gebäude aus der uranfänglichen Holzkonstruktion herzuleiten; zitiert bei v. Einem 1972, S. 102 Anm. 66Google Scholar
  108. 108.
    S. Hirt 1803. In diesem Aufsatz wird die entscheidende Stelle — Vitruv IV, 2 — übersetzt und kommentiert.Google Scholar
  109. 109.
    Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 59Google Scholar
  110. 110.
    Von 1821–27 erscheinen die drei Bände von Hirts Geschichte der Baukunst bei den Alten. Auf sie bezieht sich Heinrich Hübsch 1822 mit seiner Schrift Über die griechische Architectur. Er schreibt im Vorwort: Man war bisher immer gewohnt, die griechische Architectur als eine Nachahmung eines früheren Holzbaus anzusehen; und gegen diese allgemein verbreitete Meinung, die meines Wissens nur von Stieglitz und Genelli nicht angenommen wurde, richtet sich meine Schrift. Diese Hypothese ist als ein vorzügliches Hindernis anzusehen, das bisher einer reineren Ansicht über die griechische Architectur entgegenstand... Zur nachfolgenden Diskussion s. auch Schütte 1979, S. 264 Anm. 116Google Scholar
  111. 111.
    Vogel 1792, S. 274Google Scholar
  112. 112.
    Anonyme Rezension von C.G. Hirt Anfangsgründe der schönen Baukunst, Breslau 1804 in: Allgemeine Literatur Zeitung, Juni 1805, Sp. 742. Zur Vorgeschichte dieser Gedanken s. Goethe Einfache Nachahmung der Natur, Manier, Stil in: Teutscher Merkur Febr. 1889, auch in: Berliner Ausgabe Bd. 19 (1973), S. 77–82. Die in diesem Artikel allgemein entwickelten Kriterien werden in der Vorstellung zum Urtempel konkretisiert; s. S. 173, Anm. 97. In einem Manuskript Goethes von 1795 heißt es: Die Baukunst ist keine nachahmende Kunst, sondern eine Kunst für sich; aber sie kann auf ihrer höchsten Stufe der Nachahmung nicht entbehren; sie überträgt die Eigenschaften eines Materials zum Schein auf das andere, wie z.B. bei allen Säulenordnungen die Holzbaukunst nachgeahmt hat; Goethe 1795, S. 108 f. Von Einem weist zurecht auf den Bruch zwischen dieser Auffassung, die auf Goethes Palladio-Erlebnis in Vicenza zurückgeht, und der des frühen Aufsatzes über das Straßburger Münster (1773) hin, in dem er sich gegen die Urhütte und den sich daraus ergebenden Konsequenzen ausgesprochen hatte; s. v. Einem 1972, S. 106; hier S. 173, Anm. 97. Die Architekturtheorie, die die ‚moderne‘, d.h. hier ‚funktionale‘ Architektur vorbereiten hilft, knüpft an dem ersten Aufsatz an. Insofern stellen die Auffassungen von 1789 und 1795 eher eine Regression auf tradierte architekturtheoretische Vorstellungen dar.Google Scholar
  113. 113.
    Goldmann 1696, S. 155Google Scholar
  114. 114.
    Eberenz 1761, S. 33Google Scholar
  115. 115.
    Anfangsgründe 1797, S. 258 ähnlich Scamozzi 1678, S. 3; Palladio 1696, S. 28; Gruber 1697, S. 184; Daviler 1747, 1. S. der Vorr.; LeRoy 1768, S. 283; Izzo 1773, S. 118; Home 1775, S. 640; Anleitung 1776, S. 107; Moritz 1793, S. 18; Büsch 1800, S. 522Google Scholar
  116. 116.
    So fast wortidentisch bei Scamozzi 1698, S. 3; Izzo 1773, S. 118; Anleitung 1776, S. 107; Büsch 1800, S. 522; s. auch das soeben angeführte Zitat von Goldmann (1696). In der Palladio-Ausgabe von 1696 werden die Säulen als Zierrathen begriffen, deren kein Bau keine grössere haben kan/als die ihme die Seulen geben/wann sie anderst an ihre behörige Orter/und mit einer schönen Proportion an den gantzen Bau gesetzet werden; Palladio 1696, S. 28. Für Gruber 1697, S. 184 sind sie eine Auszierung... worinnen auch die meiste Kunst der Architectur beruhet. Daviler 1747, 1. S. der Vorr. spricht von den Ordnungen, welche sonst die vornehmeste Zierath der Bau-Kunst abgeben...Google Scholar
  117. 117.
    Home 1775, 2. Bd. S. 640Google Scholar
  118. 118.
    S. Schütte 1979, S. 266–268 Anm. 124Google Scholar
  119. 119.
    Voch 1779, S. 8Google Scholar
  120. 120.
    S. Schütte 1979, S. 268 Anm. 126Google Scholar
  121. 121.
    S. Forssman 1971, S. 112 ff.Google Scholar
  122. 122.
    S. Vitruv IV, 1 Bis ins 18. Jahrhundert hinein wird diese Meinung Vitruvs referiert: Krammer 1610, S. 7; Böckler 1684, S. 4, 15, 35; Füllisch 1691, S. 1; Goldmann 1696, S. 88, 93, 99; Palladio 1698, S. 37; Sturm, J.C. 1702, S. 1057, 1083; Decker (o.J.), 1. T. S. 8, 11, 14; Anweisung 1752, S. 38 f.; Bergmüller 1752, S. 2; DeHumbert 1752, S. 406 f.; Belidor 1758 f., 5. B. S. 5 f.; LeClerc 1759, 1. T. S. 7; Paw 1774, 2. Bd. S. 80Google Scholar
  123. 123.
    Vignola 1739, S. 9; ders. 1735, S. 2; ders. 1787, S. 12 Die Toscana wird bei Vitruv IV, 1 nicht genannt. Auf die Differenz zwischen toskanischem Tempel und toskanischer Ordnung weist Wagner 1728, S. 94 hin. Er meint, Serlio sei der erste gewesen, der von einem toscanischen Genus gesprochen habe; s. auch Rösch 1802, S. 55.Google Scholar
  124. 124.
    Diese Ordnung wird von Unterschiedenen mit unterschiedlichen Nahmen beleget/als die Italiänische/Lateinische/und bißweilen die Gemischte und Zusammen gesetzte; Seyler 1696, S. 45. Die Composita als Romana und als römische Erfindung s. Schütte 1979, S. 269 Anm. 130Google Scholar
  125. 125.
    quae isdem columnis inponuntur, capitolorum genera variis vocabulis nominata; Vitruv IV, 2; Vitruv 1976, S. 174.Google Scholar
  126. 126.
    S. unten S. 122, 124 ff.Google Scholar
  127. 127.
    S. dazu die Tabellen bei Schütte 1979, nach S. 469Google Scholar
  128. 128.
    Die Corinthia, bzw. Composita als höchstes Genus s. Schütte 1979, S. 269 Anm. 134Google Scholar
  129. 129.
    Belidor 1757 f. 5. B. S. 31Google Scholar
  130. 130.
    Goldmann 1696, S. 77Google Scholar
  131. 131.
    Sturm, L.C. 1716, 11. S.; Penther 1749, S. 45Google Scholar
  132. 132.
    Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740), Sp. 1800 so auch bei Seyler 1696, S. 25; Sturm, J.C. 1702, S. 1060; Cleinow 1797a, S. 756; Büsch 1800, S. 457Google Scholar
  133. 133.
    S. dazu Penther 1745, S. 45; Succov 1751, S. 76; Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 146 f.; Erste Linien 1790, S. 171Google Scholar
  134. 134.
    Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 331Google Scholar
  135. 135.
    Home 1775, 2. Bd. S. 571Google Scholar
  136. 136.
    Stieglitz 1820b, S. 38Google Scholar
  137. 137.
    Büsch 1800, S. 440Google Scholar
  138. 138.
    Rohr 1713, S. 7Google Scholar
  139. 139.
    Büsch 1800, S. 440Google Scholar
  140. 140.
    Stieglitz 1801, 1. T. S. 262Google Scholar
  141. 141.
    Ebenda S. 139; s. auch Stieglitz 1788, S. 29 und Anfangsgründe 1797, S. 258Google Scholar
  142. 142.
    Büsch 1800, S. 440 und ähnlich S. 444. Auch für Weinbrenner 1809, S. 15 sind sie bei den Griechen überhaupt bloss für Unterstützung vorhanden.Google Scholar
  143. 143.
    Stieglitz 1801, 1. T. S. 139Google Scholar
  144. 144.
    Anfangsgründe 1797, S. 258Google Scholar
  145. 145.
  146. 146.
    Büsch 1800, S. 444Google Scholar
  147. 147.
    Stieglitz 1801, 1. T. S. 140Google Scholar
  148. 148.
    Ders. 1788, S. 9; ähnlich ders. 1792, S. VIIGoogle Scholar
  149. 149.
    Ders. 1788, S. 10Google Scholar
  150. 150.
    Brydone 1777, 2. T. S. 8. Auch für Wolzogen 1798, S. 79 sind die ältesten Tempel der Griechen durch Stärke und Einfachheit charakterisiert.Google Scholar
  151. 151.
    Stieglitz 1788, S. 30Google Scholar
  152. 152.
    Ders. 1792, S. VIIGoogle Scholar
  153. 153.
    Ders. 1788, S. 30Google Scholar
  154. 154.
    Palladio 1698, 6. S. der Vorr.Google Scholar
  155. 155.
    Ebenda; ähnlich Böckler 1684, 3. S. der Vorr.; Sandrart 1675, S. 16 meint, Vitruv habe sie nicht in seinen Kanon übernommen, weil er sie für etwas zu frech und leicht gehalten. Google Scholar
  156. 156.
    Hirt 1799, S. 12Google Scholar
  157. 157.
    Weinbrenner 1809, S. 15 Schon Laugier 1756, S. 50 f. hatte in der Toscana nichts als eine grobe dorische gesehen. Der gleichen Meinung ist Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 107. Und auch Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 13 will in ihr das Abbild der alten Dorica erkennen. Sturm, L.C. 1710, S. 206 vermutet einen anderen Entstehungsgrund: Die Dorica sei vielleicht wegen Armuth schlechter gemachet worden und habe sich so zur Toscana entwickelt. Nur die drei griechischen Ordnungen bei Wagner 1728, S. 57; Laugier 1756, S. 30; Reinhold 1784a, 1. Bd. 5. S. der Einl.; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 104; LeCamus 1789 ff., 1. Bd. 1. Abschn. S. 126; Schauff 1790, S. 51 f.; Anfangsgründe 1797, S. 270 s. auch Forssman 1956, S. 215Google Scholar
  158. 158.
    Böckler 1663, 1. S. der Vorr. zum Modus-Problem s. unten S. 107 f.Google Scholar
  159. 159.
    Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 287 f. Zur Verbindung zwischen Griechenland und Italien stellt schon Goldmann 1696, S. 85 Überlegungen an: Ist Tyrrhenus [griechischer Stammesfürst; U.S.] in Italien kommen/und hat seine Völker nach seinen eigenen Nahmen Tyrrhenier genannt/welche hernach Tusci und Etrusci seyn genennet worden. S. auch Decker (o.J.), 1. T. S. 6; Caylus 1766, S. 81; ders. 1768, 1. Bd. S. 370; Vignola 1804, S. 13Google Scholar
  160. 160.
    S. Böttiger 1811, S. 29Google Scholar
  161. 161.
    Gedanken 1792, S. 33Google Scholar
  162. 162.
    Weinlig 1782 ff., 2. T. S. 58Google Scholar
  163. 163.
    Ebenda 3. T. S. 43. Weinlig verweist auf Goguets Vom Ursprung der Gesetze, Künste und Wissenschaften (1760 ff.). Goguet 1760 ff., 3. T. S. 174 behauptet, daß Vitruvs Auffassung im mindesten nicht wahrscheinlich sey. Er thut kein Genügen und belehret noch viel weniger. Es ist viel besser zu gestehen, daß man nicht wisse, wie und um welche Zeit eigentlich diese Ordnungen der Baukunst erfunden worden seyn. Wie wichtig die ersten Publikationen über die griechischen Altertümer sind, zeigt eine Bemerkung Lessings zu Stuart und Revetts Alterthümer von Athen (1762): Aus ihrem Werke hat man zuerst die wahre, unverfälschte Form der griechischen Säulenordnungen (...) kennen (gelernt)...; Lessing, aus dem Nachlaß (1768–75), 1974, S. 817. Zu Stuart und Revett s. Lawrence 1938 f. Zur Auseinandersetzung zwischen den Anhängern der griechischen und der römischen Antike s. Wittkower 1938; Pevsner 1948; Gaus 1971, S. 30; Oechslin 1979/80Google Scholar
  164. 164.
    Izzo 1773, S. 124Google Scholar
  165. 165.
    S. Schütte 1979, S. 272 Anm. 171 Gelegentlich wird das Postament nicht zu den Hauptteilen gerechnet; s. Wolff 1750 ff. 1. Bd. S. 339; Laugier 1768, S. 31 (gegen Laugier ausdrücklich Izzo 1773, S. 125); Anfangsgründe 1797, S. 259; Stieglitz 1801, 1. Bd. S. 150; Weinbrenner 1809, S. 5Google Scholar
  166. 166.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 34 f.Google Scholar
  167. 167.
    Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 338; s. oben S. 47Google Scholar
  168. 168.
    Anfangsgründe 1797, S. 258 s. auch Sturm, J. 1702, S. 970; Sturm, L.C. 1710, S. 201 ff.; ders. 1716, 3. S.; Laugier 1768, S. 180; Milizia 1784 ff., 1. T. S. 35 ff.; Vignola 1804, S. 5 ff.Google Scholar
  169. 169.
    Goldmann 1696, S. 73; ähnliches versucht Kraft 1759, S. 12 ff. für die Triglyphen.Google Scholar
  170. 170.
    S. oben S. 55Google Scholar
  171. 171.
    Hederich 1772, S. 294Google Scholar
  172. 172.
    Sturm, L.C. 1745, S. 9; s. auch Penther 1749, S. 25: Glieder heissen die einzelne Theilchen oder Leisten, woraus eine Ordnung bestehet; Succov 1751, S. 71: Diejenigen Theile, welche in ihrer Verknüpfung mannigfaltig abwechseln sollen, werden die Glieder der Baukunst genennet; Hederich 1756, S. 63: Die 6. Ordnungen sind 6. Arten Säulen, welche aus den Gliedern (...) zusammengesetzet werden..., Erste Linien 1790, S. 166: Damit alle diese Theile [Architrav, Fries, Gebälk; U.S.] ein besseres Ansehen bekommen, sezt man sie aus kleinern Stücken zusammen, die man Glieder nennt; Stieglitz 1792 ff., 2. Bd. S. 472 f.: Glieder sind in der Baukunst die kleinern Theile, aus deren Zusammensetzung die Verzierung der Gebäude, und der den wesentlichen Theilen derselben gehörigen Haupttheile entstehen (...)so entstehen aus der verschiedenen Zusammensetzung der Glieder eine große Mannichfaltigkeit der Gesimse, Füße und Kränze, wodurch sowohl die verschiedenen Ordnungen sich von einander unterscheiden, als auch die Gebäude überhaupt ihren Charakter des Reichthums, oder der Einfalt bekommen. Synonyma zu Glieder bei Schütte 1979, S. 273 f. Anm. 178Google Scholar
  173. 173.
    Goldmann 1696, S. 12 ff. Benennungen der Glieder in den Quellen s. Schütte 1979, S. 274 Anm. 179Google Scholar
  174. 174.
    Vignola 1782, S. 5; s. auch Daviler 1747 S. 9; Vignola/Fäsch (o.J.), S. 5; Hederich 1756, S. ll;Belidor 1758, 5. B. S. 10Google Scholar
  175. 175.
    Belidor 1758, 5. B. S. 10Google Scholar
  176. 176.
    Eberenz 1761m, S. 63 f. Zum varietas-Gebot s. S. 195, Anm. 509Google Scholar
  177. 177.
    Daviler 1747, S. 9; gerade, runde und zusammengesetzte Glieder auch bei Sturm, L.C. 1710, S. 204 und Vignola 1804, S. 11 f.; s. Schütte 1979, S. 275, Anm. 183Google Scholar
  178. 178.
    So z.B. bei Sturm, L.C. 1745, S. 9 f.; Penther 1749, S. 25; Succov 1751, S. 71 f.; Voch 1778b, S. 13; Cancrin 1792a, S. 298 ff.Google Scholar
  179. 179.
    Goldmann 1696, S. 12Google Scholar
  180. 180.
    Scamozzi 1678, S. 3Google Scholar
  181. 181.
    Penther 1749, S. 45; ähnlich Wagner 1728, S. 57: Demnach bestehe aller Unterscheid der Ordnungen darinen, daß eine immer über die andere zärter seyn soll. Weitere Hinweise bei Schütte 1979, S. 275 Anm. 187Google Scholar
  182. 182.
    Belidor 1758, 5. B. S. 12Google Scholar
  183. 183.
    Schauff 1790, S. 20; ähnl. Wagnerl728, S. 66Google Scholar
  184. 184.
    Goldmann 1696, 4. S. der Vorr. So auch bei Sturm, J. 1702, S. 204; Sturm, L.C. 1710, S. 203; ders. 1714, 17. S.; ders. 1716, 4. S. der Vorr.; Indau 1727, S. 1; Daviler 1747, S. 9; Hederich 1756, S. 11; Vignola 1804, S. 11; Weinbrenner 1810 ff., 2. T. 2. Heft, S. 15Google Scholar
  185. 185.
    Goldmann 1696, S. 80; s. auch Schütte 1979, S. 276 Anm. 191Google Scholar
  186. 186.
    Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 358Google Scholar
  187. 187.
    Wagner 1728, S. 49Google Scholar
  188. 188.
    Reinhold 1784, S. 79; so auch Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 45: Insgemein sieht man zuerst auf das Kapitäl, um die Art der Ordnung und den Geschmack der Architekten daraus zu erkennen, ob es gleich nicht das einzige unterscheidende Kennzeichen eine Ordnung ist. Büsch 1800, S. 470 spricht vom sichtlichsten Teil. Zum Kapitell als dem wichtigsten Kennzeichen s. auch Böckler 1663, 5. S. der Vorr.; Schübler 1741, S. 11; Succov 1751, S. 93; Hederich 1756, S. 102; Cancrin 1792a, S. 336; Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 286; Cleinow 1797a, S. 758Google Scholar
  189. 189.
    Eine funktionale Begründung der Kapitellform bei Schauff 1806, S. 43: Der Knauf entsteht aus der Verfestigung und Verstärkung des Traglagers, und hierzu ist die aufsteigende Form des Wulstes am schicklichsten. Auch die Vorstellung, das Kapitell leite sich von einem Gefäß her, gehört in diesen Zusammenhang; s. dazu Seyler 1696, S. 54; LeClerc 1759, 1. T. S. 36; Vogel 1792, S. 295; Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 28. Zur Geschichte des Kapitells s. Pococke 1771, 1. T. S. 323; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 456 ff.Google Scholar
  190. 190.
    Stieglitz 1801, 1. T. S. 170Google Scholar
  191. 191.
    Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 456Google Scholar
  192. 192.
    So ist bei Daviler 1747, S. 311 der Knauf die vornehmste Zierath der Säule; s. auch Vignola 1620, S. 60; Anweisung 1752, S. 24; s. auch Schütte 1979, S. 277 Anm. 198Google Scholar
  193. 193.
    Cleinow 1797a, S. 758 zur Kapitellverzierung s. Dieussart 1697, S. 71; Sturm, L.C. 1710, S. 224; Jugel 1744, S. 294 f.; Daviler 1747, S. 300, 308; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 357; Anweisung 1752, 10. S. der Vorr.; Vogel 1792, S. 295 f.; Anfangsgründe 1797, S. 260; Büsch 1800, S. 469; Schauff 1806, S. 43 f.Google Scholar
  194. 194.
    Sturm, J. 1702, S. 1058 f.; s. auch Sturm, L.C. 1716, S. 12 ff.; Daviler 1747, S. 20 f.; Penther 1749, S. 24; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 397; Anfangsgründe 1797, S. 263 ff. Zu den Triglyphen s. die Texte von Kraft 1759 und Kästner 1748, sowie Auszug eines Schreibens 1749. Die von Eberenz 1761, 3. s. der Widmung angegebene Schrift desselben Verfassers zu diesem Thema konnte ich nicht nachweisen. Kraft 1759, S. 14 referiert die geläufige Meinung: Die Triglyphen sind die eigentlichen Kennzeichen und Merkmale der Dorischen Ordnung, und werden daher nur uneigentlich und gar nicht schicklich den übrigen Säulenordnungen zugeeignet. S. auch Eberenz 1761, S. 79; nur L.C. Sturm 1708, S. 19 führt sie bei der Jonica an. Voch 1779 moniert, daß die Kolonnaden von St. Peter, die er als dorisch bezeichnet, keine Triglyphen aufweisen. Er vermutet, selbst der geschickte und berühmte italiänische Baumeister (habe) sich nicht getraut, da das Gebäude rund sei. Er selbst macht einen Vorschlag, wie man das Problem lösen könnte; ebenda S. 25 f. und Tab. I. Bei Eberenz 1761, S. 72, 90; Laugier 1768, S. 73; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 672 werden die Triglyphen als Verzierungen bezeichnet. Für Paw 1774, 2. Bd. S. 80 f. sind sie keine Nachahmung der Balkenköpfe. Sie besitzen damit seiner Meinung nach auch einen besonderen schmückenden Charakter: Die Dreischlitze sind bloß willkührliche Zierathen, die von den Bildhauern oder Baukünstlern in Ägypten ersonnen worden, welche nie in Holz haueten... Zum ägyptischen Ursprung s. Pococke 1771, 1. T. S. 326. Zum Triglyphenkonflikt äußern sich Laugier 1756, S. 59 ff.; Eberenz 1761, S. 90; Weinbrenner 1809, S. 6; zur Konstruktion der Triglyphen im Winkel Schübler 1741, S. 54; zum Schmuck in den Metophen Seyler 1696, S. 30; Winckelmann 1756a, S. 122; ders. 1756b, S. 73; Sulzer 1792 ff., 1. T. S. 704. Die Voluten werden häufig beschrieben, vor allem die jonischen; so z.B. bei Person 1691, S. V; Decker (o.J.), 1. T. S. 12; LeClerc 1758, 1. T. S. 32; Voch 1781, S. 153; Poppe 1802, S. 212 ff.; Vignola 1804, S. 23 ff. Die Autoren verweisen meist auf die Konstruktionen von Vignola und Goldmann. Letzterer hatte in der Vitruv-Ausgabe des De Laet (Amsterdam 1649, S. 265–72) einen eigenen Vorschlag gemacht. Auf die unterschiedliche Stellung der Voluten der Berliner Hedwigskirche geht Voch 1780 ff., 4. T. S. 18 ein.Google Scholar
  195. 195.
    Goldmann 1696, 4. S. der Vorr.; noch spezifischere Angaben ebenda S. 80 f.; s. auch Sturm, J. 1702, S. 1036, 1058; Sturm, L.C. 1706, S. 28 ff.; ders. 1716, 5. S.; Hederich 1756, S. 67 f.; Wagener 1768, 1. T. S. 8 f.; Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 147 f.Google Scholar
  196. 196.
    Sturm, L.C. 1710, S. 204, 212Google Scholar
  197. 197.
    Penther 1749, S. 25Google Scholar
  198. 198.
    Goldmann 1696, 4. S. der Vorr.Google Scholar
  199. 199.
  200. 200.
    Wagner 1728, S. 61Google Scholar
  201. 201.
    Wagener 1768, 1. T. S. 11Google Scholar
  202. 202.
    Anweisung 1752, S. 32Google Scholar
  203. 203.
    LeRoy 1763 f., 2. T. S. 6Google Scholar
  204. 204.
    Home 1775, 2. Bd. S. 644Google Scholar
  205. 205.
    S. Schütte 1979, S. 279 f. Anm. 211Google Scholar
  206. 206.
    Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 351Google Scholar
  207. 207.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 54. Er nennt als Beispiel die Kranzleiste im Gesims. s. auch Jugel 1744, S. 363; Daviler 1747, S. 364; Penther 1749, S. 45; Hederich 1756, S. 68 ff.Google Scholar
  208. 208.
    Goldmann 1696, S. 81Google Scholar
  209. 209.
    Penther 1749, S. 46Google Scholar
  210. 210.
    S. Schütte 1979, S. 280 Anm. 216Google Scholar
  211. 211.
    Goldmann 1696, 2. S. der Vorr.; Sturm, L.C. 1716, 2. S. der Vorr.; Penther 1749, S. 49; Succov 1751, S. 85; Izzo 1773, S. 126; Anleitung 1776, S. 113 Verschiedentlich werden Meinungsunterschiede darüber sichtbar, ob man es bei einem Architekturteil mit einem wesentlichen oder zufälligen Glied zu tun habe. So schreibt Schübler 1732 ff., 2. T. S. 3 f. zum Schlußstein:... es ist vor Verständige klar, daß z.E. die grosse sehr übel in die Augen fallende Schluß-Steine in der Mitte der Fenster-Gesimse, Haupt-Gesimse oder Giebel kein essentiales Glied eigentlich aus machen. Google Scholar
  212. 212.
    Sturm, L.C. 1710, S. 205; ders. (o.J.), S. 10 Bei Grimm 1854 ff. wird die Wendung unter einander versetzen nicht aufgeführt. Gemeint ist wohl versetzen im Sinne von anordnen. Google Scholar
  213. 213.
    Anleitung 1776, S. 115Google Scholar
  214. 214.
    Belidor 1758, 5. B. S. 11 s. auch Vignola/Fäsch (o.J.), S. 6: Die Ausladung eines Gliedes/darff selten seine Höhe übertref fen/ausser an dem Krantz-Leisten... Zu den Proportionsangaben der Glieder s. S. 180, Anm. 261Google Scholar
  215. 215.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 49 Zur Abwechslung s. auch Penther 1744 ff., 2. T. S. 5; Laugier 1756, S. 56 f.; Reinhold 1784, S. 28; Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 355; Büsch 1800, S. 508Google Scholar
  216. 216.
    Schübler 1740, 1. S. an den LeserGoogle Scholar
  217. 217.
    Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 2. Heft S. 10Google Scholar
  218. 218.
    Wagner 1728, S. 123Google Scholar
  219. 219.
    Sturm, L.C. 1710, S. 204 Zur Zusammensetzung durch Glieder s. auch Schübler 1740, Vorw.; Daviler 1747, S. 9; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 355; Succov 1751, S. 73; Anweisung 1752, 9. S. der Vorr.; Hederich 1756, S. 66; Günther 1791, S. 63Google Scholar
  220. 220.
    Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 333 f. gebraucht bezeichnenderweise den Ausdruck Vergliederungder Gesimse; s. auch Sturm, L.C. 1710, S. 13: Vergliederung/das ist/die Zusammensetzung der zu jeder Ordnung gehörigen Gesimße. S. auch Schütte 1979, S. 281 Anm. 226Google Scholar
  221. 221.
    Winckelmann 1756a, S. 55; s. auch Schütte 1979, S. 282 Anm. 227Google Scholar
  222. 222.
    Sturm, L.C. 1706, S. 28; s. auch Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 34 f.Google Scholar
  223. 223.
    Stieglitz 1792 ff., 2. Bd. S. 409Google Scholar
  224. 224.
    Reinhold 1784, S. 28 Zur Beziehung zwischen Gesims und Gebälk s. Izzo 1773, S. 171: Es [das Gesims; U.S.] ist sehr einfach, und besteht aus wenigen Gliedern. Wenn es aber zugleich der höchste Theil eines Gebäudes seyn soll: folget es den Gesetzen der nämlichen Säulenordnung. Ja an sehr hohen Gebäuden wird anstatt dieses Gesimses zuweilen das Gebälk selbst gesetzet, und zwar ebenso hoch, als wenn eine Ordnung da wäre: aber den Unterbalken, und den Fries kann man demnach weglassen, wenn man es für gut befindet. s. auch Schütte 1979, S. 282 Anm. 230Google Scholar
  225. 225.
    LeClerc 1759, 2. T. S. 6; so auch bei Vignola/Fäsch (o.J.), S. 6,... daß die allgemeinste Regul sey/glatte Glieder unter geschnitzte zu mischen... Laugier 1756, S. 87 f. schreibt: Ich habe schon gesagt, daß man, Verwirrung zu vermeiden, sie niemals alle behauen solle, und daß es am besten sey, sie wechselweise zu behauen. Ähnlich Hederich 1756, S. 12.Google Scholar
  226. 226.
    Vignola/Fäsch (o.J.), S. 6 f.; fast wörtlich so auch bei Daviler 1747, S. 13 und Anweisung 1752, S. 142.Google Scholar
  227. 227.
    LeClerc 1759, 2. T. S. 6; er fordert darum Verzierungen nur an bestimmten Gliedern. Hierbei mag allerdings neben optischen Gründen die Gewohnheit eine Rolle spielen. So betont Weinlig 1782 ff., 2. Bd. S. 44 anläßlich eines antiken Gebälkrestes ausdrücklich, daß es sich hier um den einzigen Fall handle, bei dem die mittlere Architravfascie mit Laubwerk geschmückt sei. Für Goldmann 1696, S. 163 muß beim Gliederschmuck das decorum beachtet werden; optische Argumente nennt er nicht.Google Scholar
  228. 228.
    LeClerc 1759, 2. T. S. 6: ohne eine solche Einfältigkeit würde die reichen Verzierungen gewiß nichts als Unordnung in der Architectur bewürken... Ähnlich Sturm, L.C. 1720, S. 13; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 54 f.; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 298.Google Scholar
  229. 229.
    Sturm, L.C. 1716, 6. S. Von Schnitzwerck sprechen in diesem Zusammenhang auch Sturm, L.C. 1718c, S. 28; ders. 1720, S. 13; Vignola/Fäsch (o.J.), S. 7; Anfangsgründe 1797, S. 261.Google Scholar
  230. 230.
    Zum Sparsamkeitspostulat siehe Daviler 1747, S. 13; Anweisung 1752, S. 82; Eberenz 1761, S. 44; Laugier 1768, S. 43; Izzo 1773, S. 131; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 55 Zur Pracht durch Gliederschmuck s. Vignola/Fäsch (o.J.), S. 7:... wo ein sonderlicher Pracht der Gesimse erfordert wird/wie an denen Verzierungen der Altäre/daran man alle Glieder/biß auf die Riemlein/mit Schnitzwerck zieren kan. Google Scholar
  231. 231.
    S. Goldmann 1696, S. 163; Sturm, L.C. 1720, S. 13; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 298; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 56; Stieglitz 1801, S. 274Google Scholar
  232. 232.
    S. Schütte 1979, S. 284 Anm. 238Google Scholar
  233. 233.
    Daviler 1747, S. 13 f.; so auch in Anweisung 1752, S. 142. Vogel 1792, S. 296 äußert sich zu den symbolischen und emblematischen Vorstellungen an den Gliedern der ägyptischen Gebäuden.Google Scholar
  234. 234.
    Eine ähnliche Einteilung macht Belidor 1758, 5. B. S. 12. Er unterscheidet zwischen Symbolischen Zieraten (Significatifa) und gleichgültigen Verzierungen. Google Scholar
  235. 235.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 56; ähnlich auch Algarotti 1769, S. 38 f.Google Scholar
  236. 236.
    Izzo 1773, S. 130; s. auch Schütte 1979, S. 284 Anm. 242Google Scholar
  237. 237.
    Fünck 1747, S. 415; ebenda S. 419 reine Glieder: die einzigen und wahren Zierrathen der Baukunst Google Scholar
  238. 238.
    Eberenz 1761, S. 36; s. auch Schütte 1979, S. 284 Anm. 244Google Scholar
  239. 239.
    Cleinow 1797a, S. 758Google Scholar
  240. 240.
    Zu den Hauptteilen der Säulenordnungen als Verzierung: In den Vignola-Ausgaben wird das Gebälk als Ornament oder Verziehrung einer Säule bezeichnet; s. Vignola 1687, S. 3, 9; ders. 1735, S. 2; ders. 1739, S. 9. Dasselbe gilt für Vitruv 1757, S. 96. Glieder als Verzierungen: s. Anm. 242 Kennzeichen als Verzierungen: s. S. 177, Anm. 192 Gliederverzierungen: s. S. 78 ff.Google Scholar
  241. 241.
    Dies dient Weinbrenner 1809, S. 15 als Argument dafür, der Toscana den Rang einer eigenen Ordnung abzusprechen; denn diese sei bloß durch unbedeutende Weglassung oder Hinzusetzung von Verzierungen entstanden.Google Scholar
  242. 242.
    Von den aus den Ordnungen entspringenden Verzierungen redet Voch 1780b, 1. S. des Vorher.; auch ebenda S. 197: Aus diesen Ordnungen müssen alle architektonischen Verzierungen genommen werden. Für L.C. Sturm 1718c, S. 83 sind die Genera der Grund und das Behältnuß aller guten architectonischen Außzierungen. s. auch Laugier 1768, S. 79: Wo sich eine Säulenordnung befindet, da müssen sich bloß architektonische Zierrathen zeigen. S. Schütte 1979, S. 285 Anm. 248Google Scholar
  243. 243.
    Sturm, L.C. 1708, S. 10; s. auch Schütte 1979, S. 286 Anm. 249Google Scholar
  244. 244.
    So — neben den zuvor erwähnten Schriften von Goldmann und Sturm — bei Penther 1749, S. 50; Günther 1791, S. 74 ff.; Büsch 1800, S. 53Google Scholar
  245. 245.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 29 S. auch Goldmann 1696, S. 75; Loen 1751 ff., 3. T. S. 12 f.; Laugier 1756, S. 71, 84 ff.; Belidor 1758, 5. B. S. 76; Le Clerc 1759, 1. T. S. 33; LeRoy 1763 f., 2. T. S. 12 f.; Laugier 1768, S. 26, 184, 185; Reinhold 1786, S. 374.Google Scholar
  246. 246.
    Günther 1791, S. 74. Ob nun architectonische Verzierungen oder Bey-Zierden, beide Verzierungsarten sollen sich — wie die Glieder — nach dem Charakter der Ordnungen richten; s. Schütte 1979, S. 287 Anm. 252Google Scholar
  247. 247.
    Büsch 1800, S. 509 f.Google Scholar
  248. 248.
    Succov 1751, S. 79; Hinweise auf ähnliche Definitionen bei Schütte 1979, S. 287 Anm. 254Google Scholar
  249. 249.
    Proportionen nach der Last: Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 258; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 336; Succov 1751, S. 78; Laugier 1756, S. 48 Proportionen nach den Bäumen: Winckelmann 1762, S. 20 f.; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 213; LeRoy 1763, S. 2 f. spricht sich ausdrücklich gegen diese Theorie aus.Google Scholar
  250. 250.
    Vignola 1687, S. 4; s. auch ders. 1739, S. 3Google Scholar
  251. 251.
    Izzo 1773, S. 132 f. S. auch den Abschnitt ‚Bedeutungen der Genera‘ S. 89 ff.Google Scholar
  252. 252.
    Home 1775, 2. Bd. S. 628Google Scholar
  253. 253.
    Moritz 1793, S. 20 Schauff versucht die dem Entzwecke gemäße Wirkungen der Genera mit einer genauen Maßangabe der Proportionen zu verbinden; s. Schauff 1790, S. 11 f. und Tab. II, Die Bestimmung des Charakters durch Proportionen auch bei Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 22; Sulzer 1792 ff., 3. T. S. 618; Cleinow 1797a, S. 754; ders. 1800, S. 276Google Scholar
  254. 254.
    Anweisung 1752, S. 9, ähnlich ebenda 13. S. der Vorr. Diese Ableitung auch bei Vignola 1620, S. 10; ders. 1687, S. 4; Goldmann 1696, 4. S. der Vorr.; Heinecken 1727, S. 17; Wagner 1728, 3. S. der Vorr.; Schübler 1741, S. 18, 36; Penther 1744 ff., 3. T. S. 2 ff.; Kraft 1759, S. 16, 19; Izzo 1773, S. 115 f.; Anleitung 1776, S. 115; zur Kritik dieser These s. Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 312; Home 1775, 2. Bd. S. 617; Schauff 1806, S. 31 f.Google Scholar
  255. 255.
    Büsch 1800, S. 45 Schübler 1734; ders. 1741, S. 16 ff., 24 ff.Google Scholar
  256. 256.
    Vogel 1708, Problemata S. 1Google Scholar
  257. 257.
    Bergmüller 1752, Tab Q Er gibt auch seine Intentionen an: Mein Absehen war nur, einen innern und wesentlichen Grund der Verhältniße aller Hauptteile der fünff Ordnungen anzugeben, und dabey einige neue Verzierungen anzubringen; ebenda Tab. Z.Google Scholar
  258. 258.
    Ebenda Tab. A und QGoogle Scholar
  259. 259.
    Milizia 1784 ff., 1. T. S. 61 Goldmann 1696, S. 81 weist darauf hin, daß Vitruv nur bei der Dorica den Halbmesser der Säule als Modul genommen habe, sonst aber den Durchmesser. Während Serlio und Palladio ihm darin gefolgt seien, wolle er — im Anschluß an Vignola — durchgehend den Halbmesser annehmen. Ich habe für den hier zu befragenden Zeitraum keine andere Meinung gefunden; mit zwei Ausnahmen: Scamozzi 1678, S. 4 f. und Dieussart 1697, S. 43. Zur Moduldefinition s. Schütte 1979, S. 288 Anm. 266Google Scholar
  260. 260.
    Toscana und Dorica in 12 Teile, die anderen Genera in 18 Teile bei Vignola und Voch 1778b; alle Genera in 36 Teile bei Branca, Stettner (o.J.); alle Genera in 60 Teile bei Palladio und Scamozzi; alle Genera in 360 Teile bei Goldmann und z.T. bei L.C. Sturm Der 30teilige Modul ist jedoch nach der Methode der meisten alten und neuen Baumeister; so Schübler (o.J.), 1. T. S. 3 f. L.C. Sturm 1716, 2 S. am Ende des 3. Kapitels stellt in zwei Tabellen die Proportionen der Genera nach dem 60teiligen und dem 360teiligen Modul gegenüber. Zur Moduleinteilung s. Böckler 1648, S. 31 f., 35 ff.; Goldmann 1696, S. 81 f.; Seyler 1696, Tab. 2; Stettner (o.J.), 3. und 4. S. der Vorr.; Izzo 1773, S. 128 f.; Anfangsgründe 1797, S. 261 Zur geometrischen Konstruktion der Modulteile s. Cammermeier 1678, S. 1 ff., Fig. 1; Succov 1751, S. 102, 154 ff., Tab. XX Fig. 1; Anweisung 1752, S. 83 ff., Fig. 49; Hederich 1756, S. 13 ff., Tab. I. Fig. 1, 2; Izzo 1773, S. 129 ff., Tab. 10 Fig. 8; Anleitung 1776, S. 109, Fig. 50Google Scholar
  261. 261.
    Das Maß der Ausladung ist meist auf den Abbildungen der Säulenordnungsteile angegeben; selten in Tabellen wie bei Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 149. Hinweise auf die Proportionsangaben der Genera und Glieder bei Schütte 1979, S. 289 Anm. 268Google Scholar
  262. 262.
    S. Schütte 1979, S. 289 Anm. 269Google Scholar
  263. 263.
    Lambert 1772, S. 338 ff. und Fig. 2, hier Abb. 17, s. dazu auch hier S. 122Google Scholar
  264. 264.
    S. dazu Mönnich 1784, S. 346 f. und Clemm 1777, S. 323 ff. Die Stelle bei Kraft, auf die sich diese beiden Autoren beziehen, habe ich nicht ermitteln können. Mönnich äußert allerdings bei dieser Proportionsreihe Bedenken: Am wenigsten mögten wol die Reste der alten Baukunst diese Theorie bestätigen. Google Scholar
  265. 265.
    Lauterbach 1706, S. 15; Indau 1722 (erste Auflage 1686), S. 3 und Tab. zu fol. 3 Tos. Dor. Jon. Cor. oberer Durchmesser 6 5 4 4 unterer Durchmesser 7 6 5 ½ 5 (in Zoll) Damit ändert sich auch das Verhältnis zwischen den Hauptteilen: Zwischen Postament — Säule — und Gebälk herrscht eine Proportion von 1 ½: 4:1Google Scholar
  266. 266.
    Stettner (o.J.), 4. S. der Vorr.Google Scholar
  267. 267.
    Auf die Vergleiche der Genera bezieht sich auch der Autor der Architectura von 1720: Die Membra derer Ordnung muß ein Angeber verstehen, und dahero fleißig aus denen Paralellis und bewährten Autoribus studiren; damit es ieder Sache seine gehörige Maasse und selbige denen Werck-Meistern geben könne, zumal die Ordnung der Höhe und Breite nach, wenig bey denen Autoribus differiret; Architectura 1720, S. 17. Wie wenig die letzte Bemerkung stimmt, werden wir noch sehen. Folgende Parallelen konnten ermittelt werden: Böckler 1648, S. 35 ff., 40 ff., 47 ff., 52 ff., 57 ff. vergleicht Palladio, Vignola, Serlio und Scamozzi. Nach Seyler 1696, 1. S. an den Leser hat Böckler mit diesem Parallelismus den Anfang gemacht. Dieussart 1697 (erste Ausgabe 1682), S. 41 ff. vergleicht: Cataneo, Palladio, Serlio, Vignola, Branca, Scamozzi; die Angaben sind allerdings unvollständig; Seyler 1696 vergleicht: Vitruv, Alberti, Serlio, Cataneo, Palladio, Vignola, Scamozzi, Branca, Goldmann; L.C. Sturm in Goldmann 1696, S. 164 ff. vergleicht: Serlio, Palladio, Vignola, Scamozzi, Goldmann; Pozzo (o.J.), 1. T. Fig. 53 vergleicht: Palladio, Scamozzi; Schübler 1741, S. 24 f. vergleicht: A. Bosse, Goldmann, L.C. Sturm; Penther 1744 ff., 3. T. S. 49, 65, 77, 86 vergleicht: Vignola, Palladio, Scamozzi, Blondel, Goldmann, L.C. Sturm; Stettner (o.J.), besonders Tab. 1–6 vergleicht: Palladio, Cataneo, Vignola, Serlio, Scamozzi, Branca; Mönnich 1784, Tabellen zu S. 342 vergleicht: Palladio, Scamozzi, Serlio, Goldmann; Cleinow 1797a, S. 756 vergleicht: Goldmann, L.C. Sturm, Palladio, Cataneo, Vignola, Serlio, Scamozzi, BrancaGoogle Scholar
  268. 268.
    Schübler 1741, S. 24. Er führt nur die Grundmaße der Genera an. Seine Quelle ist Sandrart 1675, S. 12 und die TafelnGoogle Scholar
  269. 269.
    Goldmanns Proportionen unterscheiden sich nicht sehr von denen Vignolas. Sie sind ein wenig schlanker, delicater wie Sturm, L.C. 1710, S. 215 sagt, und vor allem einfacher zu gebrauchen, da er nur zwei verschiedene Proportionen benutzt: für die Toscana, Dorica und Jonica 26 Modul, für die Corinthia und Composita 30 Modul. Das Postament ist in jedem Genus 6 Modul hoch. Goldmanns Proportionen nennen Schübler 1741, S. 25; Hederich 1756, S. 73; Günther 1791, S. 68 ff.; Anfangsgründe 1797, S. 271 f. Übernahme der Maße von Vignola bei Rieger 1756, S. 154; Wagener 1768, 1. T. S. 9 ff.; Izzo 1773, S. 133 ff.; Anleitung 1776, S. 109 ff.; Anfangsgründe 1797, S. 271Google Scholar
  270. 270.
    Z.B. die Proportionen von Heinecken 1727; Wolff 1750 ff.; Clemm 1777Google Scholar
  271. 271.
    Bergmüller 1752, 1. S.Google Scholar
  272. 272.
    Home 1775, 2. Bd. S. 622 Wenn selbst die Proportionen Vignolas unterschiedlich wiedergegeben werden, so mag dies vor allem auf Flüchtigkeits- und Umrechnungsfehlern beruhen. Besonders die unterschiedliche Moduleinteilung bei den Genera erweist sich als hinderlich, wie Izzo 1773, S. 129 und Mönnich 1784, S. 345 ff. bemerken.Google Scholar
  273. 273.
    Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 146Google Scholar
  274. 274.
    Person 1691, S. XVIIIGoogle Scholar
  275. 275.
    So meint Wolff 1750 ff., 1. T. S. 312, Blondel habe Perrault mit Recht wiedersprochen: Aus der Ursache, die ich gebe, ist klar, warum einerley Verhältnisse überall gefallen müssen: nemlich überall gefallen diejenigen, die man leicht wahrnehmen kann. Die Seele hat Lust an dem, was sie leicht begreifen kan; aber Mißfallen daran, was sie verwirret. Schon J. Sturm 1702, S. 1021 referiert die Meinung Perraults, ohne jedoch dessen Streit mit Blondel zu erwähnen. Seiner Meinung nach seien die Proportionen durch ein Vorurtheil und Gewohnheit schon angenommen worden/welches eines von den vornehmsten Gründen der Schönheit seye. Izzo 1773, S. 115 äußert sich negativ über Perrault. Zur Kontroverse zwischen Blondel und Perrault s. Kask 1971, besonders S. 31 ff.; Brönner 1972; Kambartel 1972.Google Scholar
  276. 276.
    Wagner 1728, S. 120; s. auch ebenda S. 11 der Vorr. und S. 16 ff.Google Scholar
  277. 277.
    Ebenda S. 123. Er verweist auf Vitruv V, 7. Dort heißt es:... vielmehr muß der Baumeister sein Augenmerk darauf richten, hei welcher Proportionen er [d.h. der Baumeister; U.S.] die Symmetrie befolgen und hei welcher sie im Hinhlick auf die Beschaffenheit des Ortes oder die Größe des Bauwerks abgeändert werden muß; Vitruv 1976, S. 233. Symmetrie meint hier die durch Proportionsangaben bestimmbare Harmonie; s. Schütte 1979, S. 292 Anm. 284Google Scholar
  278. 278.
    Laugier 1768, S. 32. Er möchte für jedes Genus drei Möglichkeiten angeben.Google Scholar
  279. 279.
    Home 1775, 2. Bd. S. 620Google Scholar
  280. 280.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 98. Er will die Proportionen nicht aus einem abstrakten, formalen System ableiten, sondern aus der Natur selbst. Seine Toleranzgrenze: zwei Modul; ebenda S. 99. Für Home 1775, 2. Bd. S. 622 f. war Perrault der einzige Scribent (...), der in ein entgegengesetztes Extrem fällt. Weitere Stellen, an denen die Veränderung der Proportionen zugestanden wird: Für Milizia 1784 ff., 3. Bd. S. 42 machen abweichende Proportionen und Verzierungen keinen so wesentlichen Unterschied, als man ihn bey verschiedenen Ordnungen zu denken berechtigt ist. Schauff 1806, S. 16 erlaubt Abänderungen und Zusätze. Der Verfasser der Gedanken 1792, S. 35 hält feste Proportionen für bloß einbildnerisch; so sei auch eine Toscana mit jonischen Verhältnissen denkbar. Es käme nur darauf an, das Verhältnis zwischen Stütze und Last annähernd zu berücksichtigen. Nach Cleinow 1797a, S. 755 haben die verschiedenen Säulenordnungen keine so bestimmte Verhältnisse, dass man nicht davon abweichen könnte. Für Sulzer 1792 ff., 1. Bd. S. 321 gelten bei den Verzierungen und Proportionen die zufälligen Regel, die Änderungen erlauben, und nicht die nothwendigen Regeln. Selbst in die Vignola-Ausgabe von 1804 wird dieser Gedanke übernommen. So können die Verhältnisse eines korinthischen Kapitells nach Gefallen von den Baukünstlern abgeändert werden, dürfen sich aber nicht merklich von den allgemeinen hier angegebenen Proportionen entfernen; Vignola 1804, S. 29.Google Scholar
  281. 281.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 98 und 99; s. auch Schütte 1979, S. 293 Anm. 288Google Scholar
  282. 282.
    Voch 1780b, S. 195 f.Google Scholar
  283. 283.
    Vitruv I, 2 und IV, 1; s. Vitruv 1976, S. 40 ff., 168 ff.Google Scholar
  284. 284.
    Serlio 1608, 4. B. fol. 2r schreibt, daß die Alten ihre Gebäude den Göttern geweiht und nach deren Art vnd Natur ihnen die starcke oder schweche/dicke oder dünne angeordnet hätten. Auch er ordnet die Genera und deren Eigenschaften den einzelnen Göttern zu. Bei Blum 1596a, 1. S. d. Widmung heißt es: Also hat der vrsprung vnd erste erfindung der columnen zeyfachen vnderscheid gehabt/als die/so nach menschlichem cörper einer mannsperson bloß vnd ohn alle zierd/vnd die/so nach weyhlichem cörper reiner in der Symetrey gemachet wurden. Google Scholar
  285. 285.
    S. Forssman 1956, S. 62 ff., 181 ff. und passim; Brzoska 1931, S. 68 ff.; Koch 1951, S. 15, 19, 22, 37, 41, 63; Klaiber 1959, S. 3 ff.; Kask 1971, S. 32 ff.Google Scholar
  286. 286.
    Fünck 1747, S. 413. Es schließt sich eine Bestimmung der drei griechischen Genera an. Auch Wolff schreibt 1752:... wenn alle Theile einer Ordnung untereinander und gegen die Säule, oder auch die gantze Ordnung eine geschickte Verhältnis haben sollten, so musten diese mit denen übereinkommen, welche an dem Leibe eines wohlgebildeten Menschen anzutreffen; Anweisung 1752, S. 10 f. der Vorr. Daß der Charakter der Genera von den Göttern abzuleiten sei, wird im Laufe des Jahrhunderts gelegentlich erwähnt, jedoch ohne daß so weitreichende Konsequenzen wie im 17. Jahrhundert gezogen werden. Meist beschränkt man sich darauf, Vitruv zu referieren; z.B. bei Heinecken 1727, S. 17; Daviler 1747, S. 50; Stettner (o.J.), S. 19; Magazin für Freunde 1795 ff., 2. Bd. Nr. 3, 4. S.; Vignola 1804, S. 4; Arnold 1812, S. 10 f.Google Scholar
  287. 287.
    Anweisung 1752, S. 10 f. der Vorr. s. auch Schübler 1732 ff., 3. T. S. 22; ders. 1741, S. 16 ff.; Anweisung 1752, S. 22, 23; LeRoy 1763 f., 2. T. S. 3 f.; Vignola 1782, S. 2Google Scholar
  288. 288.
    Scamozzi 1678, S. 2 Auf diese Stelle bezieht sich wahrscheinlich auch das folgende Zitat aus der Anweisung 1752, S. 13:... Säulen-Stühl, Säulen und Gebälk, diese 3. Stück zusammen, machen einen vollkommenen Cörper, so man in der Architectur eine Ordnung nennet, ob gleich ein jeder von denen 3. Stücken (...) ein absonderlich vollkommener Cörper ist... Ähnlich lautet die Säulenordnungsdefinition Osios bei Wagner 1728, S. 9: Die Ordnung wird beschrieben, daß sie sey eine Zusammenstimmung und Vereinigung vieler wohl verhaltender oder sich zusammenschickdender Theile, welche als Glieder verbunden, eines gantzen Leibes Gestalt ausmachen...Google Scholar
  289. 289.
    Wagner 1728, S. 66; er setzt sich mit Alberti, Serlio, Scamozzi, Goldmann und Daviler auseinander; s. ebenda S. 14, 58 ff.Google Scholar
  290. 290.
    Winckelmann 1759, S. 227; s. auch Belidor 1752 f., 5. B. S. 29Google Scholar
  291. 291.
    Wagener 1768, 1. T. S. 5Google Scholar
  292. 292.
    Algarotti 1769, S. 37; allerdings wendet er sich nicht prinzipiell gegen eine Ableitung der Ordnungsteile. So glaubt er das Vorbild für die Kanneluren in der Baumrinde zu sehen und eben nicht in den Kleiderfalten.Google Scholar
  293. 293.
    Betrachtungen 1757, S. 248; der Verfasser wendet sich vor allem gegen das Naturnachahmungspostulat in der Architektur.Google Scholar
  294. 294.
    Izzo 1773, S. 125Google Scholar
  295. 295.
    Vignola 1787, S. 9: Inzwischen sind doch diese Dinge sehr willkührlich, und selbst in der Antiquität an keine gewisse Ordnung gebunden...Google Scholar
  296. 296.
    Rösch 1802, S. 81Google Scholar
  297. 297.
    Huth 1789, S. 71 gegen die Vermutung Weinligs, die Theorie könnte vielleicht noch bei den altgriechischen Ordnungen zutreffen; s. Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 93Google Scholar
  298. 298.
    Schauff 1806, S. 31Google Scholar
  299. 299.
    Schauff 1790, S. 12 f.; s. hier Abb. 21Google Scholar
  300. 300.
    Ebenda S. 11Google Scholar
  301. 301.
    Duden 1976 ff., 1. Bd. S. 457Google Scholar
  302. 302.
    Diese Bedeutung geht auf den griechischen und lateinischen Ursprung des Begriffs (ασδγηπ) zurück, der später durch das französische caractère — amtliche Eigenschaft, Rang — erweitert wird. ‚Über Kennzeichen wird die sittliche Bedeutung Haupteigenschaft... erreicht...‘; alles nach Kluge 1975, S. 116. S. auch Zedier 1732 ff., 5. Bd. (1733), Sp. 2003: Character, Kennzeichen, Merckmal, solche sind nichts anders als von denen Künstlern erdichteten Figuren, die etwas bedeuten. Allerdings konnte schon das lateinische character neben Zeichen oder Merkmal auch die Art zu reden, die jemanden eigen ist, der Styl bedeuten; s. Scheller 1792, Sp. 419. Nach Gottsched 1760, Sp. 370 wird das Wort Charakter... in der Schreibart von den verschiedenen Gattungen gebrauchet. Zu der Beziehung zwischen Kennzeichen und Charakter s. auch oben S. 71; zum Problembereich der Rhetorik s. unten S. 108Google Scholar
  303. 303.
    Wagener 1768, 2. T. S. 2 Noch Büsch 1800, S. 470 bezeichnet die Blätter und Schnörkel der Kapitelle, sowie die Triglyphen als Charaktere. Google Scholar
  304. 304.
    Der Begriff taucht zwar auch bei Decker 1711 ff., 1. T. 1. S. der Vorr. und L.C. Sturm 1718a, S.15 auf. Dort ist jedoch der Character der Fürsten gemeint.Google Scholar
  305. 305.
    S. Sturm, L.C. 1716, 11. S.; Wagner 1728, S. 200; Bergmüller 1752, 4. S.Google Scholar
  306. 306.
    Goldmann 1696, S. 72 f.Google Scholar
  307. 307.
    Untersuchungen 1788, S. 11Google Scholar
  308. 308.
    Ebenda S. 12, An dem Beispiel der jonischen Volute demonstriert der Verfasser, wie die unterschiedliche Form eines Bauteils jeweils unterschiedliche Wirkungen hervorruft: Diese Säule hat, nach der verschiedenen Stellung ihrer Voluten, einen mannigfaltigen Character. Wenn sie nicht zu stark auslaufen, und noch ein freyer Raum zwischen ihnen und dem untersten Ringe des Capitals übrig bleibt, so ist die Säule leicht und gefällig. Hingegen scheint sie drohend und gebieterisch, wenn die Voluten mit starker Auslaufung aus ihren Axen hervorquillen. Und gehen sie so, wie man es an den ältesten Säulen dieser Ordnung sieht, horizontal aus der Säule hervor, um sich merklich herunter zu senken, so hat die ganze Säule eine traurige und melancholische Gestalt, ebenda S. 88Google Scholar
  309. 309.
    Ebenda S. 17Google Scholar
  310. 310.
    Ebenda S. 92 f.Google Scholar
  311. 311.
    Ebenda S. 50Google Scholar
  312. 312.
    Ein Beispiel für die üblichen Bestimmungen: Cleinow 1797a, S. 763 schreibt: Ein jedes Gebäude, das mit Säulen verziert werden soll, muss mit den Säulen einerley Charakter haben; denn sonst wird die Einheit des Charakters verletzt. Wie neu diese Überlegungen sind, äußert sich auch in der Übersetzung von Le Camus‘ Le genie de l’Architecture (Paris 1780): Noch niemand hat über das, worin die Verhältnisse in der Baukunst mit unsern Empfindungen übereinstimmen, geschrieben; wir finden davon nur sparsame Fragmente, die eben nicht tief auf den Grund geben, und, so zu sagen, zufällig hingeworfen sind; Le Camus 1789 f., 1. T. S. 100 Dies wird von dem deutschen Herausgeber bestätigt, der allerdings auf die inzwischen erschienenen Untersuchungen (1788) verweisen kann. Er macht auch einen kritischen Einwand: Le Camus’ Schrift sei auch noch keine vollständige Theorie über die Wirkungen; ebenda S. 99. Generelle Einwände gegen diese neuen Gedanken kommen von Schmidt 1790 ff., 3. T. 1. Abschn. S. 85: Man spricht und schreibt jetzt sehr viel über den Total-Eindruck, welcher ein Gebäude machen, und über den Character der Gebäude, welcher die Absicht und Beschaffenheit derselben jedesmal auf den ersten Blick darstellen soll. Er stellt fest, daß es auch in der Architektur eine Art von Dichtkunst geben kann, welche die Einbildungskraft eine Zeitlang beschäftigt, deren schöne Bilder aber meistens verlohren gehen, sobald man aus dem süßen Traum geweckt wird, und wahrnimmt, daß man sich noch in der wirklichen Welt befindet. Weitere Angaben bei Schütte 1979, S. 297 f. Anm. 319Google Scholar
  313. 313.
    Erste Linien 1790, S. 169. Daß sich die Genera durch den Charakter und durch die Verzierungen unterscheiden s. auch bei Vitruv 1757, S. 74; Stieglitz 1801, 1. T. S. 140Google Scholar
  314. 314.
    Wagner 1728, S. 57; ähnlich auch Scamozzi 1678, S. 4; s. auch Daviler 1747, S. 22Google Scholar
  315. 315.
    Scamozzi 1678, S. 3; s. auch Schütte 1979, S. 299 Anm. 322Google Scholar
  316. 316.
    Welche Verzierungen bei den einzelnen Genera vorkommen, soll hier nicht erörtert werden. Dies kann bei den in Kap. 4 Anm. 246 angeführten Quellen nachgelesen werden.Google Scholar
  317. 317.
    Person 1691, S. III; fast wortidentisch auch bei Leuthner (o.J.), Taf. I und Schöfferle 1671, S. 1. Person, Leuthner und Schöfferle beziehen sich — unausgesprochen — auf Blum.Google Scholar
  318. 318.
    Mit einem Bauern wird die Toscana bei folgenden Autoren verglichen: Krammer 1610, S. 5 mit Abb. auf der 3. Tafel; Meyer 1659, 1. Taf.; Leuthner (o.J.), Taf. I; Schöfferle 1671, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Person 1691, S. III; Gruber 1697, S. 185; Sturm, J. 1702, S. 1059; Sturm, L.C. 1716, 11. S.; Heinecken 1727, S. 11; Wagner 1728, S. 61; Vignola 1787, S. 9; Vignola 1804, S. 4 Von einer bäurischen Ordnung sprechen: Böckler 1648, S. 32; Böckler 1663, 3. S. der Vorr.; Böckler 1684, 3. S. der Vorr.; Füllisch 1691, S. 3; Sturm, L.C. 1720, S. 17; Vignola 1739, S. 29; Daviler 1747, S. 23; LeClerc 1759, 1. T. S. 15; Vignola 1804, S. 4 Von einer rusticalen Ordnung schreiben: Böckler 1648, S. 32; Vignola 1804, S. 4Google Scholar
  319. 319.
    Heinecken 1727, S. 11Google Scholar
  320. 320.
    Die Nachweise bei Schütte 1979, S. 300 Anm. 327–329Google Scholar
  321. 321.
    Sturm, J. 1702, S. 1059Google Scholar
  322. 322.
    Vignola 1804, S. 13 Aus dem Aufzug der Tischlergesellen in Lübeck (1768), zitiert bei Forssman 1956, S. 155: Schaut, meiner Glieder Pracht ist simpel, stark und schlecht, In Bauren-Kleidung folgt das Muster mir mit Recht. Google Scholar
  323. 323.
    Die Nachweise bei Schütte 1979, S. 301 Anm. 332 f.Google Scholar
  324. 324.
    Mann: Sturm, L.C. 1716, 11. S.; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 261; Wagner 1728, S. 61; LeClerc 1759, 1. T. S. 18; Rösch 1802, S. 81Google Scholar
  325. 325.
    riesenhafft: Heinecken 1727, S. 11; Daviler 1747, S. 20; Bergmüller 1752, 4. S.; Vignola 1787, S. 9Google Scholar
  326. 326.
    Sturm, L.C. 1716, 11. S.Google Scholar
  327. 327.
    Anfangsgründe 1797, S. 263Google Scholar
  328. 328.
    Sturm, L.c. 1716, 1. S. Daß die Toscana ohne Schmuck bleiben soll, auch bei Böckler 1648, S. 32; Füllisch 1691, S. 2; Palladio 1696, S. 33; Wolff 1716, Sp. 997; Sturm 1720, S. 13; Belidor 1758 f., 5. B. S. 6; Eberenz 1761, S. 45; Izzo 1773, S. 136; voch 1779, S. 11; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 298; Erste Linien 1790, S. 170; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 147Google Scholar
  329. 329.
    Anweisung 1752, S. 32Google Scholar
  330. 330.
    Nonnenmacher 1751, S. 2Google Scholar
  331. 331.
    Anweisung 1752, S. 13 Auch Böckler 1663, 5. S. der Vorr. denkt, daß deren Solidität den zierlichen Zierrathen widerstehet/vnd in der einfältigen Regularität ihrer Proportionen weit herrlicher erscheinet als die Toscana. Sandrart 1675, 1. T. S. 14 spricht von einer Ordnung mit mehrere Kunst und Zierde. Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 286 f. schreibt: Die Dorische Säulenart besitzt fast den nehmlichen Charakter der Stärke, wie die Toskanische; doch ist diese Stärke durch eigenthümliche Zierrathen gemildert. Google Scholar
  332. 332.
    Laugier 1756, S. 52Google Scholar
  333. 333.
    Baumgärtner 1781, S. 16 Auch für den Verfasser der Vignola Ausgabe von 1804 stellt sie ein Gepräge männlicher Festigkeit dar und ist die Königin der Säulenordnungen, ganz der Helden würdig; Vignola 1804, S. 18Google Scholar
  334. 334.
    Zum Vergleich mit dem Bürger siehe Seyler 1696, S. 31; Gruber 1697, S. 185; Sturm, L.C. 1716, S. 1; Hederich 1756, S. 92. Von einem geehrten Mann sprechen Goldmann 1696, S. 79; Sturm, J. 1702, S. 1059; Sturm, L.C. 1716, 11. S. und Wagner 1728, S. 61 f. Nur J. Sturm 1702, jS. 1056 f. versucht eine Begründung zu geben: Er unterscheidet zwei Hauptgattungen von Gebäuden, deren Extreme die mannlichen und schlechteren sowie die zärteren und zierlicheren sind. Ihnen wird die Toscana bzw. Corinthia zugeordnet. Die Dorica entspricht einer dritten Gattung, welche zwischen diesen beyden die Mittel-Stelle hielten/mittelmäßige Auszierung hatten/und darinnen einem geehrten Mann gleichten/ der sein ernsthafftes Ansehen beobachtet... die Jonica sei im Laufe der Zeit aus einer Kombination von Dorica und Corinthia entstanden, die Composita aus einer Zusammensetzung von Jonica und Corinthia. J. Sturm scheint der einzige Theoretiker zu sein, der eine solche Systematik versucht. Ganz ungewöhnlich ist der Vergleich L.C. Sturms 1716, 11. S. mit einer Bürger-Frau. Er rührt aus seiner Einteilung der Genera her, die der Toscana einen Bürger, der Dorica eine Bürgerin, der Jonica einen jungen Hofmann, der neuen Ordnung eine Hofdame, der Composita einen adeligen Jüngling und der Corinthia ein adeliges Fräulein zuordnet.Google Scholar
  335. 335.
    Die Nachweise bei Schütte 1979, S. 302 ff. Anm. 345–348Google Scholar
  336. 336.
    S. das Zitat von Vignola 1804 in Anm. 333Google Scholar
  337. 337.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 62; Sulzer 1792 ff., 1. T. S. 702Google Scholar
  338. 338.
    Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 261; Voch 1779, S. 12; Voch 1781, S. 79; Stieglitz 1788, S. 10; Anfangsgründe 1797, S. 265; Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 67Google Scholar
  339. 339.
    Sturm, L.C. 1720, S. 16 Positive Beispiele bei Sturm, L.C. 1708, S. 20; Vignola 1804, S. 18 ff.Google Scholar
  340. 340.
    S. Stettner (o.J.), S. 20; Füllisch 1691, S. 3; Palladio 1698, S. 35; Sturm, J. 1702, S. 1083; Caylus 1768, 2. T. S. 11; Weinlig 1782 ff., 1. Bd. S. 14; Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 292 Bei Winckelmann 1759 herrscht ganz das archäologische Interesse vor; s. auch Neue Bibliothek 6 (1768), S. 299–313; ebenda 10 (1770), S. 182–184; Brydone 1777, 2. T. S. 8Google Scholar
  341. 341.
    Wolzogen 1798, S. 79 Zur altgriechischen Dorica s. auch Stieglitz 1792, S. 287; Rösch 1800, S. 405; Genelli 1801 ff., 2. Heft S. 13, 67; Weinbrenner 1809, S. 4; Rumohr 1813b, S. 468; s. auch Pevsner/Lang 1948; Rosenblum 1967, S. 141 ff.; Gaus 1971, S. 30Google Scholar
  342. 342.
    LeClerc 1759, 1. T. S. 6 f.Google Scholar
  343. 343.
    Böckler 1663, 5. s. der Vorr.; weitere Angaben bei Schütte 1979, S. 304 Anm. 356Google Scholar
  344. 344.
    Ebenda S. 304 ff. Anm. 357Google Scholar
  345. 345.
    Laugier 1756, S. 67Google Scholar
  346. 346.
    Racknitz 1796 ff., II Nr. 5 S. 9Google Scholar
  347. 347.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 86Google Scholar
  348. 348.
    Anfangsgründe 1797, S. 271Google Scholar
  349. 349.
    Goldmann 1696, S. 93Google Scholar
  350. 350.
    Humbert 1752, S. 406Google Scholar
  351. 351.
    S. die Angaben bei Schütte 1979, S. 306 Anm. 351Google Scholar
  352. 352.
    Voluten aus Frauenhaaren: Sturm, J. 1702, S. 1058 f., 1095; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740) Sp. 1820; De Humbert 1752, S. 406; Belidor 1758, 5. Bd. S. 23; Krubsacius 1759, S. 96; Izzo 1773, S. 119; Vignola 1804, S. 6 Gegen diese Theorie äußern sich Schübler 1741, S. 57 (s. S. 48) und Stieglitz 1801, S. 267. LeClerc 1759, 1. T. S. 32 ist unentschieden. Kanneluren aus Kleiderfalten: Sturm, L.C. 1706, S. 35; Wolff 1716, Sp. 996; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740) Sp. 1820; Hederich 1756, S. 115; Krubsacius 1759, S. 96Google Scholar
  353. 353.
    Vitruv I, 2 s. dazu auch das Zitat von Krammer 1610 bei Forssman 1961, S. 77; ähnlich Sturm, L.C. 1716, 11. S. ein junger geschmückter Hoff-Mann; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 261 junger rüstiger Mann; Stieglitz 1792, S. 284 ernste und männliche Schönheit; Cleinow 1800, S. 276 Würde und Männlichkeit; Stieglitz 1801, 1. T. S. 140Google Scholar
  354. 354.
    LeClerc 1759, 1. T. S.; Izzo 1773, S. 179; Anleitung 1776, S. 125;Google Scholar
  355. 355.
    Böckler 1663, 5. S. der Vorr.Google Scholar
  356. 356.
    Stieglitz 1788, S. 10; Poppe 1802, S. 181Google Scholar
  357. 357.
    Anweisung 1752, S. 13; Stieglitz 1788, S. 10; zur Verzierung s. auch Vignola 1787, S. 25 und Weinbrenner 1809, S. 3Google Scholar
  358. 358.
    Vitruv IV, 1 s. Vitruv 1976, S. 172 f. Die Bedeutung dieser Erzählung erschöpft sich nicht in der Bereitstellung eines allegorischen Themas. Auch eine Begründung für Form und Teile des Kapitells soll anschaulich gegeben werden; ist doch die Grundform des Kapitells aus dem Korb und dem Ziegelstein ableitbar, die auf dem Grab abgestellt und von der Akanthuspflanze umwachsen wurden. s. dazu auch Dietterlin 1598, 4. B. fol. 2r; Serlio 1608, 4. B. fol. 45r; Krammer 1610, S. 7; Dieussart 1697, S. 71 und Tab. XXXXVII; Fäsch 1713, 1. T. S. 66; Decker (o.J.), 1. T. S. 14; Wolff 1716, Sp. 993; Wagner 1728, S. 157; Penther 1744 ff., 3. Bd. Tab. VI; Anweisung 1752, S. 3; Laugier 1756, S. 75; Paw 1774, 2. Bd. S. 80; Voch 1781, S. 67; Vignola 1804, S. 6Google Scholar
  359. 359.
    S. Schütte 1979, S. 307 Anm. 371Google Scholar
  360. 360.
    Vignola 1804, S. 26Google Scholar
  361. 361.
    Nur der Vollständigkeit halber sei erwähnt, daß Bergmüller 1752, 4. S. und Tab. U — bestrebt, die Genera mit den Tugenden zu parallelisieren — sie als die Kluge bezeichnet.Google Scholar
  362. 362.
    Laugier 1756, S. 72; ebenda S. 52:... man hat deswegen derselben Proportion dermassen eingerichtety daß man ihr die allergröste und nur mögliche Niedlichkeit und Zierlichkeit giebt, ohne davon die Stärke auszuschliessen. Google Scholar
  363. 363.
    Milizia 1784 f., 1. Bd. S. 85 f. s. auch Anfangsgründe 1797, S. 267 f.: Die ganze Ordnung ist durch die Verhältnisse der Theile, die Einheit der Verzierungen, und die Übereinstimmung des Mannigfaltigen, ein vollendetes Muster der arhcitektonischen Schönheit. Google Scholar
  364. 364.
    So z.B. Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 261Google Scholar
  365. 365.
    S. die Nachweise bei Schütte 1979, S. 308 f. Anm. 378Google Scholar
  366. 366.
    Sayer 1782, S. 7; ähnlich Magazin für Freunde 1795 ff., II Nr. 3, 4. S.Google Scholar
  367. 367.
    Stieglitz 1792, S. 284; ders. 1801, 1. T. S. 140; s. auch Laugier 1756, S. 72; Bibliothek 4. Bd. 1. St. (1758), S. 451; Dalberg 1792, S. 52; Vignola 1804, S. 26 ff.Google Scholar
  368. 368.
    Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 22Google Scholar
  369. 369.
    Stieglitz 1788, S. 11Google Scholar
  370. 370.
    Vitruv IV, 1; s. Vitruv 1976 S. 174 capitolorum genera variis vocabulis nominata; s. auch hier S. 62Google Scholar
  371. 371.
    S. Schütte 1979, S. 309 f. Anm. 384Google Scholar
  372. 372.
    Ebenda S. 310 Anm. 385Google Scholar
  373. 373.
    Für die Composita spricht sich Stieglitz 1801, 1. T.S. 150 aus, für die Corinthia Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 23; s. auch oben S. 61 ff.Google Scholar
  374. 374.
    Bezeichnend, daß Wagner 1728, S. 96 kritisch feststellt, diese Ordnung werde bald die Composita (...) bald die Welsche, bald die Römische, bald die Unbestimmte genannt. Auch für Büsch 1800, S. 456 ist sie ein Zwitter (...), welcher der Architekt von reinem Geschmack nimmer den Vorzug vor der Korinthischen geben wird. Zur Verzierung stellen die Autoren zwar gelegentlich fest, daß sie mit zärterem Schnitzwerck ausgezieret sein sollte als die Corinthia — so z.B. bei J. Sturm 1702, S. 1116. Einen spezifischen Schmuck besitzt sie jedoch nicht:... die Römer haben ihre Verzierung von der Jonischen, und Corinthischen Saule hergeholt...; Eberenz 1761, S. 53. Hierfür nennt Füllisch 1691, Composita 5. S. den Grund: damit sie so viel Zierlichkeit oder Schönheit als müglich möchten in ein Werck zusammen bringen... Zur Beschreibung der Eigenschaften der Composita s. die Quellennachweise bei Schütte 1979, S. 311 Anm. 387Google Scholar
  375. 375.
    Laugier 1768, S. 191 f. Auch Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 287 sieht nichts Besonderes bei der Composita:... thut dieselbe Wirkung [wie die Corinthia; U.S.], nur daß der Zusatz der neuen jonischen Volute in dem Capitäl ihm einen kühnern Vorsprung giebt. S. auch Anm. 374 mit den Zitaten von Wagner, Eberenz und Büsch.Google Scholar
  376. 376.
    Serlio 1608, 4. B. fol. 61vGoogle Scholar
  377. 377.
    So z.B. bei Laugier 1756, S. 79. Die Wendungen nach eigen gutdünken (Liser 1673, Composita 1. S.), auß eigener Genie (Dieussart 1697, S. 62), deren Werckmeister Fürnehmen gemäß (Vignola 1735, S. 14) und den Werckmeistern selbsten in ihrem Fürnehmen (Vignola 1739, S. 24) meinen immer dasselbe: Beliebigkeit, Freiheit von der Regel.Google Scholar
  378. 378.
    Böckler 1663, 3. S. der Vorr.; er will die Composita nur unter bestimmten Bedingungen zulassen. Am liebsten wäre ihm jedoch, man würde sich auf die drei griechischen Genera beschränken; s. auch ebenda S. 56; ders. 1684, 3. S. der Vorr.; Palladio 1698, 6. S. der Vorr.Google Scholar
  379. 379.
    Belidor 1758, 5. B. S. 5; ähnlich ebenda S. 35. Auch der Autor der Anweisung 1752, S. 53 meint, daß unter dem Namen Compositus gar zu viel Freyheit steckt... Google Scholar
  380. 380.
    Sturm, J. 1702, S. 1038Google Scholar
  381. 381.
    LeClerc 1759, 1. T. S. 8Google Scholar
  382. 382.
    Vitruv I, 2 s. Vitruv 1976, S. 38 Vitruvs Definition: Decor autem est emendatus operis aspectus probatis rebus conpositi cum auctoritate. Is perficitur, quod graece δδδδδδδδδδδ dicitur, seu consuetudine aut natura. S. dazu Horn-Oncken 1967, vor allem S. 72 ff., 29 ff.Google Scholar
  383. 383.
    Andere antike Autoren benutzen das Wort aptus. Zum ganzen Thema s. Horn-Oncken 1967Google Scholar
  384. 384.
    S. Mühlmann 1969, S. 154 Eine Anwendung des dreiteiligen Schemas findet sich noch gelegentlich im 18. Jahrhundert; allerdings in seiner abstrahiertesten Form. So, wenn Schauff 1806, S. 71 und der Autor der Untersuchungen 1788, S. 170 f. die Wohngebäude in noble, bürgerliche und gemeine einteilt. Batteux bietet ein weiteres Beispiel dafür, daß der Zusammenhang zwischen Rhetorik und Baukunst noch gesehen wird. Beide Gattungen werden in einer Klasse der Künste zusammengefaßt und bilden das Mittel zwischen der Klasse der mechanischen und der der schönen Künste; dann Beredsamkeit und Architektur haben den Nutzen und das Ergetzen zugleich zur Absicht; Batteux 1762, 1. Bd. S. 10 f.Google Scholar
  385. 385.
    S.Alberti (1972) 7.–9. BuchGoogle Scholar
  386. 386.
    Vitruv II, 4 Fensterbusch übersetzt: Decor ist das fehlerfreie Aussehen eines Bauwerks, das aus anerkannten Teilen mit Geschmack geformt ist. Google Scholar
  387. 387.
    S. Horn-Oncken 1967, S. 74 ff.Google Scholar
  388. 388.
    S. Horn-Oncken 1967, S. 74 ff. Die deutsche Theorie lehnt sich — soweit sie nicht unmittelbar an die Tradition der antiken Rhetorik anknüpft — an die französischen Theoretiker an. Bei diesen ist bienséance der entsprechende Begriff zum vitruvianischen decor; s. die bei Röver 1977, S. 77 angegebenen Definitionen von F. Blondel (1675) und Cl. Perrault (1674). Decor und decorum kann aber auch mit convenance übersetzt werden; s. Fremin (1702), J.F. Blondel (1737), Boffrand (1745), Soufflot (1755), Patte (1769) bei Röver 1977, S. 81, 105, 107, 122 und Cassirer 1909, S. 62. Bienséance und convenance werden in den Texten offensichtlich synonym gebraucht. Röver sieht jedenfalls keine Notwendigkeit, bei den Architekturtheoretikern zwischen beiden Begriffen zu unterscheiden. Auch Knabe 1972, S. 100 weist auf den häufig synonymen Wortgebrauch hin, glaubt allerdings für die Zeit nach 1700 Bedeutungsunterschiede feststellen zu können: In der allgemeinen Kunst- und Literaturtheorie würde gelegentlich zwischen beiden Begriffen in der Hinsicht unterschieden, daß bienséance vor allem die Relation Kunstwerk-Rezipient thematisiere, convenance die werkimmanente ‚Stimmigkeit‘.Google Scholar
  389. 389.
    Zum ganzen Problemkreis s. Horn-Oncken 1967, S. 74–91, 111 ff. mit den Zitaten von Ryff auf S. 97 Böckler übersetzt Palladios decoro 6 convenienza mit Zierde und Übereintreffung; s. Palladio lib. II cap. 1 und Palladio 1698, S. 68. Zum rhetorischen ornatus s. Horn-Oncken 1967, S. 107 ff., 112Google Scholar
  390. 390.
    Darauf weisen auch alle A rchitektur-Definitionen der Zeit hin; s. z.B. Wolff 1772, S. 619: Die Vollkommenheit eines Gebäudes bestehet in einer völligen Übereinstimmung desselben mir den Hauptabsichten des Bauherrns. (...) Die Schönheit ist die Vollkommenheit, oder ein nöthiger Schein derselben, in so weit so wol jene als dieser wahrgenommen wird, und ein Gefallen in uns verursachet. S. auch oben S. 28Google Scholar
  391. 391.
    S. oben S. 32Google Scholar
  392. 392.
    Im Universal-Lexikon wird decorum mit Wohlanständigkeit, Höflichkeit, Zierlichkeit, Manierlichkeit gleichgesetzt; s. Zedier 1732 ff., 58. Bd. (1748), Sp. 82. Zum deutschen Wortgebrauch Horn-Oncken 1967, Anm. 33, 34, 239 und Schütte 1979, S. 314 Anm. 405 Allgemein zum decorum in der Archtektur s. Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 215 ff.; Wagner 1728, S. 26; Reinhold 1773, S. 231; Keferstein 1776, S. 137; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 55; Stieglitz 1788, S. 27 f.; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 131.Google Scholar
  393. 393.
    Sturm, J. 1702, S. 1038. Er übersetzt den ersten Satz der vitruvschen Definition:... sie [die Geziemenheit; U.S.] seye ein annehmliches Aussehen/da ein Gebäu nach der Zusammensetzung seiner Glieder wohl in die Augen falle...; ebenda S. 1023.Google Scholar
  394. 394.
    Ebenda S. 1039Google Scholar
  395. 395.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 207 f. Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 2 beruft sich direkt auf dieses Zitat. Milizias Kriterien für die Conve-nienz sind: Nachahmung der schönen Natur und Gewohnheit. Während in dem Begriff der Gewohnheit die vitruvsche statio und conseutudo aufgegangen sein dürften, hat der Natur-Begriff eine Erweiterung erfahren. Natur soll nicht mehr nur berücksichtigt — wie bei Vitruv I, 2 -, sondern auch nachgeahmt werden; s. dazu oben S. 52 f.Google Scholar
  396. 396.
    Cleinow 1797a, S. 763Google Scholar
  397. 397.
    Anleitung 1776, S. 124 So auch Wagener 1768, 1. T. S. 2: Wir nennen es ein schönes Gebäude, wenn an demselben die gute Symmetrie, eine wohlausgesuchte Proportion der Haupt- und besondern Theile, eine zu deßen Character sich schickende Bau-Ordnung beobachtet, und alles überhaupt nach dem zu der Zeit gewöhnlichen Geschmack eingerichtet ist. Milizia 1784 ff., 2. Bd. S. 143 hat vor allem die Ordnungen im Auge, wenn er schreibt: Ohne einen bestimmten Charakter für jedes Gebäude giebt es kein schönes Werk in der Baukunst. Ähnlich äußert sich Büsch 1800, S. 468: Dem zufolge sehen sie [die Theoretiker; U.S.] als den Hauptgrund zur Auswahl in deren Anwendung den Charakter und den Zweck des Gebäudes an, welchem sie sollen angefüget werden. Google Scholar
  398. 398.
    Sturm, L.C. 1718a, S. 15; s. auch Schütte 1979, S. 315 Anm. 411Google Scholar
  399. 399.
    Penther 1749, S. 11Google Scholar
  400. 400.
    Voch 1780, S. 197Google Scholar
  401. 401.
    Zum Ganzen s. Habermas 1971Google Scholar
  402. 402.
    Zedier 1732 ff., 29. Bd. (1741), Sp. 583Google Scholar
  403. 403.
    Ebenda Bd. 25 (1740), Sp. 551; zu diesen politischen Kategorien s. Schütte 1984 passimGoogle Scholar
  404. 404.
    S. Habermas 1971, S. 28 ff.Google Scholar
  405. 405.
    Diese Auffassung wird z.T. schon von den ‚aufgeklärten Despoten‘ formuliert; s. Walder 1974, bes. S. 124 f., 127Google Scholar
  406. 406.
    Untersuchungen 1788, S. 167Google Scholar
  407. 407.
    Cleinow 1797a, S. 762; nach Sulzer 1792 ff., 4. T. S. 620Google Scholar
  408. 408.
    Naumann 1736, S. 14Google Scholar
  409. 409.
    Goldmann 1696, S. 86Google Scholar
  410. 410.
    Landgebäude: Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, 3. S. der Vorr.... daß die Tuscana nicht die erste/sondern als die letzte arme vnd bäurische Art auß den Stätten verbannet/vnd auff das Land verwiesen/als vnwürdig sie in den Tempeln vnd Pallästen zu finden/darumb sie schier vor die vnge-bräuchlichste geachtet worden.; Goldmann 1696, S. 86; Anweisung 1752, S. 32; Belidor 1758, 5. B. S. 39; LeClerc 1759, 1. T. S. 5; Voch 1779, S. 11; Cleinow 1797a, S. 762; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620Google Scholar
  411. 411.
    Wasserkünste: Goldmann 1696, S. 86 Brücken: Krammer 1610, S. 5; Goldmann 1696, S. 86; Seyler 1696, S. 21; Anweisung 1752, S. 32; Voch 1779, S. 11 Dämme: Seyler 1696, S. 21 Mühlen: Goldmann 1696, S. 86 Wasserwehr: Krammer 1610, S. 5Google Scholar
  412. 412.
    starke Gebäude: Böckler 1648, S. 83; LeClerc 1759, 1. T. S. 6 Militärgebäude: Krammer 1610, S. 5; Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Sturm, J. 1702, S. 1056; Naumann 1736, S. 14; Büsch 1800, S. 456 Tore: Krammer 1610, S. 5; Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Goldmann 1696, S. 86 an Pforten der Schanzen; Seyler 1696, S. 21; Sturm, J. 1702, S. 1056; Sturm, L.C. 1706, S. 29; Naumann 1736, S. 14; Anweisung 1752, S. 32; Voch 1779, S. 11; Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 147; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 Zeughäuser: Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Goldmann 1696, S. 86; Sturm, J. 1702, S. 1056; Sturm, L.C. 1706, S. 29; Anweisung 1752, S. 32; Voch 1779, S. 11; Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 147 Türme: Böckler 1648, S. 33 Gefängnisse: Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Seyler 1696, S. 21; Sturm, J. 1702, S. 1056; Anweisung 1752, S. 32; Voch 1779, S. 11 Zucht- und Arbeitshäußer, Gefängnisse Google Scholar
  413. 413.
    Kornhäuser: Sturm, J. 1702, S. 1056; LeClerc 1759, 1. T. S. 6 Öffentliche Gebäude: Schmidt 1790 ff., 1. Bd. S. 147 an öffentlichen Gebäuden, welche eine gewisse Stärke und Festigkeit vermuthen lassen sollen. Platzarchitektur: Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; LeClerc 1759, 1. T. S. 6 an den Bogen-Lauben der öffentlichen Plätze und Märkte Google Scholar
  414. 414.
    fürstliche Gebäude: Anweisung 1752, S. 32 absonderlich, wo es die Standhaftigkeit und Gemächlichkeit auch Zufälle der Zeit, und des Wetters erfordert. Paläste: LeClerc 1759, 1. T. S. 6 an den untern Stockwerken, an den Bewohnungen der Bedienten, Ställe Schlösser: Krammer 1610, S. 5; Böckler 1648, S. 33 In den Schloßbereich gehören auch die Grotten: Sturm, L.C. 1720, S. 17; Voch 1779, S. 11.Google Scholar
  415. 415.
    Sturm, J. 1702, S. 1056 einfachste Gebäude: Cleinow 1797a, S. 762 gemeine Gebäude: Böckler 1663, S. 1; Böckler 1684, S. 1; Voch 1779a, S. 11; Cleinow 1797a, S. 762 niederträchtige Gebäude: Seyler 1696, S. 21 schlechte Gebäude: Sturm, J. 1702, S. 1056Google Scholar
  416. 416.
    S. dazu Stammler 1961, S. 360, 366 ff.Google Scholar
  417. 417.
    Privatgebäude: Sturm, J. 1702, S. 1056 für die Privat-Häuser der Handwerker und anderer geringerer Burger gilt die Regel, daß sie ohne alle Säulen-Ordnungen bleiben müssen und nur mit dem Bäurischen Werck ausgestattet werden dürfen. Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 nennt gemeine Wohngebäude als Anwendungsbereich.Google Scholar
  418. 418.
    Palladio 1698, S. 37Google Scholar
  419. 419.
    Heinecken 1727, S. 13Google Scholar
  420. 420.
    Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 schreibt: Sie schiket sich für Gebäude, die vorzüglich den Charakter der Stärke und des Massiven, aber mit einer etwas ernsthaften Pracht anzeigen sollen. ansehnlich: Palladio 1698, S. 37 Gebäude mit Einfalt: LeClerc 1759, 1. T. S. 6 trotzige und noble Einfalt männliche Gebäude: Goldmann 1696, S. 88; Sturm, J. 1702, S. 1056 schlechte Gebäude: Sturm, J. 1702, S. 1056 vornehme Gebäude: Böckler 1648, S. 33; Stettner (o.J.), S. 19Google Scholar
  421. 421.
    innen: Anweisung 1752, S. 43 nur in Räumen z.B. zum Exercitio, als Reuthen; DeHumbert 1752, S. 406 f. in Gardesählen Google Scholar
  422. 422.
    Arsenale: Naumann 1736, S. 14; Anweisung 1752, S. 43; LeClerc 1759, 1. T. S. 6; Cleinow 1800, S. 276 Kirchen: Serlio 1608, 4. B. fol. 15v; Böckler 1648, S. 33; Daviler 1747, S. 50; Anweisung 1752, S. 43; Hederich 1756, S. 92; Voch 1779, S. 12 Rathäuser: Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 4; Hederich 1756, S. 92; Schauff 1790, S. 18; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 147; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 Tempel: Böckler 1663, S. 4; Palladio 1698, S. 37; Schauff 1790, S. 18 Tore der Städte: Goldmann 1696, S. 88; Palladio 1698, S. 37; Sturm, L.C. 1708 zitiert bei Forssman 1956, S. 155; Naumann 1736, S. 14; Anweisung 1752, S. 43; De Humbert 1752, S. 406 f.; Hederich 1756, S. 92; LeClerc 1759, 1. T. S. 6; Voch 1779, S. 12; Schauff 1790, S. 18; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 147; Sulzer 1972 ff., 3. Bd. S. 620 Zeughäuser: Böckler 1748, S. 33; DeHumbert 1752, S. 406 f.; Stettner (o.J.), S. 19; LeClerc 1759, 1. T. S. 6; Schauff 1790, S. 18; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620Google Scholar
  423. 423.
    Akademien: Hederich 1756, S. 92; Voch 1779, S. 12 Bürgerhäuser: Goldmann 1696, S. 88 bei besonderen Bürgerlichen Wohnungs-Bäuen; Hederich 1756, S. 92 bei angesehenen Burger Häuser; Stettner (o.J.), S. 19 bei vornehmen und bürgerlichen Gebäuden Ehrenpforten: Hederich 1756, S. 92 Festungen: Serlio 1608, 4. B. fol. 23v; Palladio 1698, S. 37 Gartengebäude: Schauff 1790, S. 18 Gerichtsgebäude: Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 Grabbauten: Goldmann 1696, S. 88 Hauptwachen: LeClerc 1759, 1. T. S. 6 an Haupt-Wachen vor Prinzen; Voch 1779, S. 12 Jagdhäuser: Anweisung 1752, S. 43 Komödienhäuser: Anweisung 1752, S. 43 Landgebäude: Untersuchungen 1788, S. 140 die Dorica würde ungefähr den Grad der Festigkeit andeuten, der dem Gebäude zukommt, und durch ihre begreifliche Bedeutung die ländliche Bescheidenheit am wenigsten verletzen. Landständehäuser: Hederich 1756, S. 92 Land-Häuser; Sendschreiben 1776, S. 161 Land-Haus; Voch 1779, S. 12 Landhäußer, s. auch Sendschreiben an einen Freund, das in Dresden neuerbaute Land- und Steuerhaus betreffend (1776). Der Altan an der Hauptfassade dieses von F.A. Krubsacius 1770–76 errichteten Gebäudes wird von sechs freistehenden toscanischen Säulen getragen; s. Abb. bei Löffler 1956, Abb. 280. Last-Gebäude [?]: Goldmann 1696, S. 88 an den Last-Gebäuden der Helden Marställe: Hederich 1756, S. 92; Voch 1779, S. 12 bey Marställen eines Fürsten oder angesehenen Grafen Magazine: Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 620 Münzgebäude: Stettner (o.J.), S. 19 Paläste: Böckler 1663, S. 4 Plätze: Palladio 1698, S. 37 Schulen: Goldmann 1696, S. 88; Voch 1696, S. 88; Hederich 1756, s. 92 Waagegebäude: Goldmann 1696, S. 88Google Scholar
  424. 424.
    Goldmann 1696, S. 93; ähnlich LeClerc 1759, 1. T. S. 7; Vignola 1804, S. 4Google Scholar
  425. 425.
    LeClerc 1759, 1. T. S. 7Google Scholar
  426. 426.
    Altäre: Heinecken 1727, S. 15 Brunnen: Hederich 1756, S. 96 öffentliche Brunnen; ebenso Voch 1779, S. 13 Bürgerhäuser: Goldmann 1696, S. 93; Hederich 1756, S. 96 Wohnungen der Frauen-Zimmer von mittlem Stande; Voch 1779, S. 13 Wohnungen vom mittein Stand; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 147 Gartengebäude: Hederich 1756, S. 96; Voch 1779, S. 13 Gerichtsgebäude: LeClerc 1759, 1. T. S. 7 Grabmäler u.ä.: Sturm, L.C. Erste Ausübung 1699, S. 10; zitiert bei Forssmann 1956, S. 232 Gedächtniß-Bilder und Grabmahle Adelicher Frauen; Heinecken 1727, S. 15 Epitaphien; Hederich 1756, S. 96 an Grabmahlen adelicher Frauenzimmer Kirchen: Böckler 1648, S. 33; Böckler 1663, S. 15; Böckler 1684, S. 15; Heinecken 1727, S. 14 zu denen Kirchen kan sie dienen/die insonderheit denen H. Matronen/als der Jungfr. Mariae, S. Catharinae, und dergleichen gewidmet sind.; Naumann 1736, S. 14; Hederich 1756, S. 96; Stettner (o.J.), S. 25; LeClerc 1759, 1. T. S. 7; Voch 1779, S. 13; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Klöster: Sturm, L.C. 1708 zitiert bei Forssman 1956, S. 232; Heinecken 1727, S. 15 Jungfrauen- und Nonne-Clöster; Daviler 1747, S. 50 Landgebäude: Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Landschlösser: Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 23 Lustgebäude: Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Lusthäuser großer Herren Marktgebäude: Sturm, L.C. 1708 zitiert bei Forssmann 1956, S. 232 Galanterie-Märkte Paläste: Heinecken 1727, S. 15; LeClerc 1759, 1. T. S. 7 Portale: Böckler 1648, S. 33; Voch 1779, S. 13 Spielhäuser: Goldmann 1696, S. 93 Spitäler: Böckler 1663, S. 15; Böckler 1684, S. 15; Goldmann 1696, S. 93 Spitale/besonders welche vor Weiber gestifftet seyn. Google Scholar
  427. 427.
    Untersuchungen 1788, S. 142Google Scholar
  428. 428.
    Goldmann 1696, S. 99 Für Hederich 1756, S. 111 sollen die Gebäude, bei denen die Corinthia zur Anwendung kommt, mehr schön als starch sein. Hederich 1756, S. 111, LeClerc 1759, 1. T. S. 81, Caylus 1768, 1. T. S. 323 und Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 148 sprechen von den prächtigsten Gebäuden, der Autor der Anweisung 1752, S. 125 von den Prachtgebäuden. Google Scholar
  429. 429.
    Sulzer 1792 ff., 1. Bd. S. 587Google Scholar
  430. 430.
    Sturm, J. 1702, S. 1056Google Scholar
  431. 431.
    Von der Zuordnung dieser Ordnung zu Gebäuden von Leuten hohen Standes schreiben Böckler 1663, S. 35 Fürstliche Palläste; Böckler 1684, S. 35 Fürstliche Palläste; Goldmann 1696, S. 99 Herren Höffe; Sturm, J. 1702, S. 1056 Palläste; Sturm, L.C. 1706, S. 33 Palläste; Stettner (o.J.), S. 36 Fürstliche Palläste, grosser Herren Häuser; Hederich 1756, S. 111 in großer Herren Zimmer und Säälen; Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 23 Residenzschlösser in StädtenGoogle Scholar
  432. 432.
    Altäre: Hederich 1756, S. 111; Voch 1779, S. 14 Epitaphien: Serlio 1608, 4. B. fol. 45r Innenräume: Hederich 1756, S. 111; Voch 1779, S. 14; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 148; Sulzer 1792 ff., 1. Bd. S. 587, 3. Bd. S. 621 Kapellen: Böckler 1648, S. 34; Böckler 1663, S. 35; Böckler 1684, S. 35; Sturm, J. 1702, S. 1056 Kirchen: Serlio 1608, 4. B. fol. 45r; Böckler 1648, S. 34; Böckler 1663, S. 35; Böckler 1684, S. 35; Goldmann 1696, S. 99; Sturm, L.C. 1706, S. 33; Naumann 1736, S. 14; Stettner (o.J.), S. 36; Voch 1779, S. 14; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 148 Rathäuser: Stettner (o.J.), S. 36; Voch 1779, S. 14 Theater: Böckler 1648, S. 34; Böckler 1663, S. 35; Böckler 1684, S. 35; Stettner (o.J.), S. 36; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Triumphbögen: Böckler 1648, S. 34; Böckler 1663, S. 35; Böckler 1684, S. 35; Stettner (o.J.), S. 36; voch 1779, S. 14 Versammlungs-Gebäude: Stettner (o.J.), S. 36Google Scholar
  433. 433.
    Anleitung 1776, S. 125Google Scholar
  434. 434.
    LeClerc 1759, 1. T. S. 8Google Scholar
  435. 435.
    Goldmann 1696, S. 95 Besondere Wohnungsbäue meint die privaten Wohnungsgebäude. Etymologisch geht dieser Terminus auf die Particular-Häuser, particular auf das französische particulier zurück. besondere Gebäude: Goldmann 1708, 4. S. d. Inhalts; Izzo 1773, S. 114 besondere Bürger: Sturm, L.C. 1745, S. 12 Particular-Häuser: Vitruv 1757, S. 12 Particular-Person: Belidor 1757, 4. B. S. 76Google Scholar
  436. 436.
    Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621Google Scholar
  437. 437.
    Altäre: Böckler 1648, S. 34; Hederich 1756, S. 106; Voch 1779, S. 13 Grabmale: Goldmann 1696, S. 95; Hederich 1756, S. 106; Voch 1779, S. 13 Kirchen: Böckler 1648, S. 34; Naumann 1736, S. 14; Hederich 1756, S. 106; Voch 1779, S. 13; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Hauptkirchen in großen Städten Paläste: Böckler 1648, S. 34; Böckler 1684, S. 56; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621 Rathäuser: Böckler 1648, S. 34; Goldmann 1696, S. 95 Schlösser: Goldmann 1696, S. 95; Hederich 1756, S. 106; Voch 1779, S. 13; Hirschfeld 1779 ff., 3. Bd. S. 23 Triumphbögen: Serlio 1608, 4. B. fol. 60v; Böckler 1648, S. 34; Böckler 1684, S. 56; Hederich 1756, S. 106; Voch 1779, S. 13; Sulzer 1792 ff., 3. Bd. S. 621Google Scholar
  438. 438.
    Böckler 1648, S. 33Google Scholar
  439. 439.
    L.C. Sturm in Goldmann 1696, S. 161 Ähnlich summarisch verfährt Naumann 1736, S. 14 f. Er ordnet die Toscana und Dorica den martialischen Gebäuden zu, Jonica, Corinthia und Composita den Geistlichen Gebäuden und Herren-Gebäuden. Google Scholar
  440. 440.
    Öffentliche Gebäude mit Säulenordnungen: Sturm, L.C. 1718d, S. 10; Penther 1744 ff., 2. T. 4. S.; Penther 1749, S. 11; Anweisung 1752, S. 16; Laugier 1756, S. 89; Schreiben 1759, S. 24; Anleitung 1776, S. 124; Christ 1776, S. 67; Voch 1780, S. 197; Roppelt 1786, S. 9; Anfangsgründe 1797, S. 274; Stieglitz 1801, 1. T. S. 139 f. Ökonomiegebäude ohne Säulenordnungen: Sturm, L.C. 1718a, S. 15; Petrasch 1764, S. 124 f.; Keferstein 1776, S. 136; Mönnich 1784, S. IX; Neue Bibliothek 21. Bd. (1778), S. 113; zum ges. Thema s. Schütte 1979, S. 203 ff., ders. 1984Google Scholar
  441. 441.
    S. das Zitat von L.C. Sturm auf S. 106Google Scholar
  442. 442.
    Sturm, L.C. 1718d, S. 10Google Scholar
  443. 443.
    S. dazu auch Schütte 1979, S. 215 Prachtgebäude, Palläste, Herren-Gebäude etc. sollen mit Säulenordnungen ausgeziert werden: Lauterbach 1706, S. 41; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 350; Naumann 1736, S. 13; Penther 1749, S. 11; Voch 1779, S. 13; Milizia 1784 ff., 2. Bd. S. 143; Schauff 1806, S. 72 s. auch S. 184, Anm. 314Google Scholar
  444. 444.
    Zedier 1732 ff., 29. Bd. (1741), Sp. 583Google Scholar
  445. 445.
    Sturm, J. 1702, S. 1056Google Scholar
  446. 446.
    S. oben S. 99 ff.Google Scholar
  447. 447.
    Bialostocki 1961, besonders S. 130 ff.Google Scholar
  448. 448.
    Vitruv I, 2 s. Vitruv 1976 S. 40; dazu Horn-Oncken 1967, S. 103. Zum rhetorischen Ursprung der vitruvianischen Kategorien s. S. 119 f.Google Scholar
  449. 449.
    S. oben S. 96 f.Google Scholar
  450. 450.
    S. Zedier 1732 ff., 40. Bd. (1744) Sp. 1475: STYLUS MEDIOCRIS, ist eine Schreib-Art, so zwischen der Sublimi und Humili das Mittel hält und mithin (...) weder zu viel noch zu wenig thut. Zur Jonica als mittelmäßiger Ordnung s. S. 185, Anm. 343 f.Google Scholar
  451. 451.
    Laugier 1756, S. 72Google Scholar
  452. 452.
    Scheyb 1774, 2. T. S. 276. Dieser Satz geht fast wörtlich auf die Algarotti-Übersetzung von 1769 zurück:... (die) Ordnungen (...), die in der Architectur dasselbige sind, was der verschiedene Styl in der Rhetorik oder die verschiedene Modulationen in der Musik; Algarotti 1769, S. 21. Ein Beispiel für die Anwendung der Rhetorik auch bei Winckelmann 1762, S. 50:... das Einerley oder die Monotonie kann in der Baukunst, so wie in der Schreibart und in anderen Werken der Kunst, tadelhaft sein. Weitere Quellen bei Horn-Oncken 1967, S. 157.Google Scholar
  453. 453.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 6 Auf diesen Gedanken von Milizia bezieht sich Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft S. 10.Google Scholar
  454. 454.
    Zumindest teilweise wird im 18. Jahrhundert der Begriff des Stiles auf die Genera bezogen. Die Stelle bei Scheyb (1774) wurde schon angeführt — s. Anm. 452. Am deutlichsten wird dieser Gedankengang bei Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 331 f., der — an die antiken Autoren anknüpfend — im Zusammenhang mit den Kennzeichen der Genera schreibt: Und erinnere ich anbey noch/wie eine Seule nicht unrecht stylus s. σδασδ heisse; daher es gekommen/ daß gleiches Wort in Oratoriis gebraucht/und Tullius (...) selbst den stylum nennet/und hernächst Quintilianus andeutet... Den Begriff des Styl verwenden bei den Ordnungen noch Stieglitz 1788, S. 10, 34; Untersuchungen 1788, S. 90; Vogel 1792, S. 291; Rez. von Hirt 1805, S. 741.Google Scholar
  455. 455.
    So Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 6Google Scholar
  456. 456.
  457. 457.
    Schauff 1806, S. 71 Nach einer systematischen Behandlung der Kunstregeln sollen sich die Wohngebäude nach den Begriffen von noble, bürgerlich und gemein unterscheiden; diese Unterscheidung entspringt also lediglich aus der Beschaffenheit ihrer Bauart in allgemeiner Beziehung auf eine Kultur des Menschen nach verschiedenen Klassen oder Ständen, ohne Rücksicht auf die besondere Eigenschaft des Besitzers oder Bewohners. Google Scholar
  458. 458.
    Kunstzeitung Augsburg 1772, S. 11Google Scholar
  459. 459.
    Nach Voch 1780b, S. 197 soll man nicht an gemeine oder andere in mehrerem Ansehen stehende Bürgershäusern ganze Ordnungen anbringen. S. auch die Kritik an dem palladianischen Bauprogramm Friedrichs II für Berlin im Allgemeinen Magazin Bd. 2, 1 (1797), S. 258: So entstanden aus Bürgerhäusern Palläste en miniature, die an andern Orten colossalisch aufgeführt stehen. Als eine Alternative zu den Ordnungen schlägt Voch 1780b, S. 197 vor, man solle sich besserm Ansehen halber, der Bossagen oder Tafeln bedienen. In die gleiche Richtung zielen Schauffs 1806, S. 74 Vorschläge: Den gemeinen Wohnhäusern pflegt man ganz platte Wände mit einer gemeinen Simsdecke, oder nur mit einer großen Hohlleiste zur Verbindung mit dem Dache, und platte Fensterrahmen zu geben, sie mögen nun größere oder kleinere Häuser seyn. Bürgerhäuser ohne Säulenordnungen fordern: Sturm, L.C. 1721a, 1. S.; Daviler 1747, S. 192; Penther 1749, S. 11; Belidor 1758, 4. B. S. 76; Laugier 1768, S. 46, 66; Voch 1780 ff., 1. T. S. 13; Mönnich 1784, S. IX; Milizia 1784 ff., 2. Bd. S. 143; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 151; Allgemeines Magazin 1792, S. 258; Schauff 1806, S. 73Google Scholar
  460. 460.
    Schauff 1806, S. 73 Zu den architektonischen Verzierungen s. S. 34 f. Teile der Ordnungen auch an Bürgerhäusern erlauben Voch 1780, S. 197 und Birkner 1794, S. 128Google Scholar
  461. 461.
    S. Voch 1780 ff., 1. T. S. 107 Lesinen; Hederich 1756, S. 216 l’Assine. Er hält Lassine für ein Mau[r]er- Wort. Google Scholar
  462. 462.
    Klaiber 1959, S. 7, 57–59; Gamer 1966, S. 130 Anm. 26 schlägt den Begriff der ‚reduzierten Ordnung‘ vor; Winter 1973 passim, vor allem S. 80–102; ders. 1973a, S. 210–12; Hagen in Kat. Schlaun 1973, S. 43 Anm. 46 kritisch zu Winter. Ausführlich zu diesem Thema jetzt Schütte 1981Google Scholar
  463. 463.
    Blondel, J.-Fr. 1771 ff., 1. Bd. S. 474–478, 3. Bd. S. 35–37 Vordre est absent ebenda Bd. 1 S. 474 l’absence de Vordre ebenda Bd. 1 S. 475, 476 les ordres sont supprimés ebenda Bd. 1 S. 475 supprimer Vordre ebenda Bd. 3 S. 35 suppression de Vordre ebenda Bd. 3 S. 36 Herrn R. Reith verdanke ich den Hinweis auf eine frühere Stelle bei Daviler 1720, 1. Bd. S. 5. Dort ist die Rede von den Bastimens sans Ordre de Colonnes & qui ne laissent pas d’en recoir le noms, parce qu’ils ont quelques parties qui en sont les caractere... Google Scholar
  464. 464.
    Die Differenz wird auch von Gamer 1966 und Winter 1973 gesehen, was letzteren jedoch nicht hindert, den Begriff der ‚ordre absent‘ häufig zu verwenden.Google Scholar
  465. 465.
    Häufig genug wird in der architekturhistorischen Literatur mit dem allgemeinen Ordnungs-Begriff in beliebiger Weise umgegangen und mit dem Begriff der Säulen-Ordnung vermischt; so z.B. bei Winter 1973a, S. 211.Google Scholar
  466. 466.
    Voch 1780b, S. 197. In gleicher Weise äußern sich Sturm, J. 1702, S. 1056; Sturm, L.C. 1718d, S. 10; ders. 1721a, 8. S.; Penther 1744 ff., 1. T. S. 1–23; Laugier 1756, S. 89–96; Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 498; Säulenordnungen sollen auch nicht bei Landgebäuden (s. S. 191, Anm. 440), bei Nebengebäuden der Palläste (Sturm, L.C. 1718c, S. 40), bei Zeughäusern (Schauff 1806, S. 54) und Getreidespeichern (ebenda S. 55) benutzt werden.Google Scholar
  467. 467.
    Birkner 1792, S. 134 Ähnlich Keferstein 1776, S. 138; Anfangsgründe 1797, S. 274Google Scholar
  468. 468.
    Goldmann 1696, 1. S. der Vorr. S. auch Laugier 1756, S. 89: Man kan artige und zugleich sehr schöne Gebäude aufführen, ohne daß man das Gebälke und die Säulen darzu gebrauchet. Auch Steingruber 1773, Text zu Tab VIII meint, daß Gebäude ohne Ordnungen kein übles Ansehen zu haben brauchten.Google Scholar
  469. 469.
    Birkner 1794, S. 134Google Scholar
  470. 470.
    S. oben S. 108 ff.Google Scholar
  471. 471.
    Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740) Sp. 1799Google Scholar
  472. 472.
    Für das Gebälk sprechen sich aus: Seyler 1696, S. 55; Daviler 1747, S. 216 f.; Succov 1751, S. 92; Wagener 1768, 2. T. S. 7 meint von ‚architravirten Gebälken‘: Man kann unter dieselben Säulen, Pylaster und Lassinen setzen, oder auch ohne Säulenwerk zu Crönung der Facaden brauchen. Ein Gesims verlangen: Dieussart 1697, S. 99; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 348; Anweisung 1752, 14. S. der Vorr. Es wird von den Ordnungen gefordert, daß daraus alle Gesimse in allen vorkommenden Fällen müssen genommen werden, wenn gleich ein Baue nicht mit Säulen ausgezieret wird... Ähnlich ebenda S. 106; Sendscheiben 1776, S. 169; Cancrin 1792, S. 307. Wahlweise Gebälk oder Gesims fordern: Dieussart 1697, S. 99; Izzo 1773, S. 171; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 151; Birkner 1794, S. 132; Belidor 1758, 5. B. S. 13 f. führt zusätzlich Portale an.Google Scholar
  473. 473.
    Milizia 1784 ff., 2. Bd. S. 46 Ähnlich bei Fäsch 1713, 2. T. S. 66 und in den Anfangsgründen 1797, S. 275. Bestimmte Formen sind dagegen in Bezug auf die Genera neutral; s. Daviler 1747, S. 325Google Scholar
  474. 474.
    Fäsch 1713, 2. T. S. 66Google Scholar
  475. 475.
    Anfangsgründe 1797, S. 275Google Scholar
  476. 476.
    Izzo 1773, S. 168 Auch ohne Säulenordnungen verschafft schon die Gestalt, und eine geschickte, und nach den Regeln des Ehenmaaßes und der Wohlgereimtheit gemachten Anordnung des Ganzen und der Theile dem Gebäude ein Ansehen...; Sendschreiben 1773, S. 169 Es wird für erwiesen angesehen, daß ein Haus auch ohne Säulenordnungen schön seyn kann, wenn nur gute Verhältnisse und eine edle Einfalt daran herrschen; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 193 Bey Fassaden ohne Säulenordnungen ist es ein wesentliches Stück, daß die Theile ein richtiges Verhältniß zum Ganzen haben; Cleinow 1800, S. 29Google Scholar
  477. 477.
    Wagner 1728, S. 197Google Scholar
  478. 478.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 193 f. Der gleiche Gedanke auch bei Laugier 1768, S. 29 f.Google Scholar
  479. 479.
    Cleinow 1800, S. 276 Es ist fraglich, ob bei L.C. Sturm 1721, 1. S. dasselbe gemeint ist. Sturm bespricht zwei Methoden der Fassadenanlage. Die erste bestehe darin, daß man den Platz in Modul eintheilet/eben/als wolte man durchgehende Säulen daran gebrauchen/ob man schon die Säulen oder Pfeiler würcklich nicht daran machet/sondern wohl gar an statt derselben in gleicher Breite Fenster anordnet (...). Bei der zweiten — der gemeinen Methode — suchet man insgemein ohne Methode oder gewisse Ordnung/ wo man die Scheid- Wände/Thüren/Fenster u. hinsetzen will/daß sie den allgemeinen Reguln der Bau-Kunst nicht zuwider/hingegen des Bau-Herren Absicht gemäß seyen...Google Scholar
  480. 480.
    Gamer 1966, S. 130 Anm. 26Google Scholar
  481. 481.
    Daviler 1747, S. 19; s. auch Kask 1971, S. 64Google Scholar
  482. 482.
    S. das Sturm-Zitat S. Anm. 479Google Scholar
  483. 483.
    Winter 1973a, S. 211; s. auch ebenda S. 196 ‚die Ausbildung der spezifischen Streifengliederung Schlauns (,Ordre absent‘)‘ Zeitgenössische Quellen werden von Winter 1973, S. 4 mit dem Hinweis übergangen: ‚Es gibt von SCHLAUN keine theoretischen Äußerungen über seine oder andere Architekturen.‘ Der Nachsatz — ‚weshalb das Bedeuten seiner Werke ausschließlich aus diesen selbst entnommen werden muß, also aufgrund des in seinen Werken veranschaulichte Gestaltungsprinzips.‘ — offenbart die Crux dieser Art von Analysen. Da man ausschließlich um ‚eine Geschichte... des autonomen Formbildens‘ bemüht ist (ebenda S. 2), begreift man die geistigen, geschweige denn die sozialen und ökonomischen Voraussetzungen der Bauwerke nicht. Geschichtliche Prozesse werden auf die Rezeption von Architekturmotive reduziert; das Auge des heutigen Betrachters wird zur Voraussetzung der Formanalyse, die in keiner Weise das für uns vergangene und den zu analysierenden Gebäuden zeitgenössische Denken als kritisches Korrelat akzeptiert. Die Begrifflichkeit dient nur dazu, Sichtbares zu systematisieren, nicht aber, zugleich die Motive der Erbauer zu begreifen.Google Scholar
  484. 484.
    Winter 1973, S. 211Google Scholar
  485. 485.
    Fäsch 1713, 2. T. S. 66 ähnlich formuliert Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 151: Man sagt auch von manchen Gebäuden, daß sie nach dieser oder jener Ordnung gebaut wären, ohne daß wirkliche Pfeiler oder Säulen angebracht sind. Dieses ist der Fall, wenn das Dachgesims aus dem Gebälke einer gewissen [d.h. bestimmten; U.S.] Ordnung besteht, und die Fenstereinfassung und andere Theile mit mehr oder weniger Simsgliedern verziert sind, [je] nachdem man eine starke, zierliche oder prächtige Ordnung gewählt hat...Google Scholar
  486. 486.
    Sturm, L.C. 1720, S. 3 s. auch oben S. 79Google Scholar
  487. 487.
    Ders. 1718c, S. 83Google Scholar
  488. 488.
    Laugier 1768, S. 79Google Scholar
  489. 489.
    Außer in den Vitruv-Kommentaren — Vitruv 1757, Rösch 1802, Rode 1796 — nur bei Palladio 1698, S. 53.Google Scholar
  490. 490.
    Vitruv IV, 6Google Scholar
  491. 491.
    Sturm, L.C. 1708, S. 11; s. auch Sturm, J. 1702, S. 204. Noch ganz in diesem Sinne besteht Jester 1785, S. 309 darauf, daß alle Fenstergewände unter einander mit der Hauptverzierung in einem gewissen Verhältnisse stehen, damit man keine altväterische Abweichung und Buntwerk anbringe, welches den Handwerkern oft eigen und beliebig isty und wodurch das Ganze oft sehr verstellt wird und ein lächerliches Ansehen erhält. Google Scholar
  492. 492.
    Im Gegenteil, die häufige Verwendung von Säulenordnungen an allen möglichen Gegenständen wird heftig kritisiert; s. S. 124 ff.Google Scholar
  493. 493.
    Palladio 1698, S. 53Google Scholar
  494. 494.
    S. die Nachweise bei Schütte 1979, S. 330 Anm. 508Google Scholar
  495. 495.
    Penther 1744, ff., 3. T. S. 98 f., 99 ff., 101 f., 103 f. dazu Tab. XLIII, XLII s. auch Hederich 1756, S. 139 und Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 291 zum Schlußstein.Google Scholar
  496. 496.
    Daviler 1747, S. 316–19, hier S. 318; auf Tab. S. 317 wurden die Stiche der französischen Ausgabe kopiert.Google Scholar
  497. 497.
    Succov 1751, S. 124 f. und Fig. 4–6 auf Tab. XVI; bei Hederich 1756, Tab. XXI sind sowohl Baluster nach dem Schema Davilers, als auch nach dem Succovs dargestellt. zum Baluster: Sturm, L.C. 1708, S. 22; Sturm, L.C. 1714, 17. S.; Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 340 ff.; Schübler 1734, S. 177 und Tab. 30; Penther 1744 ff., 3. T. S. 92 und Tab. XLI; Le Clerc 1759, 2. T. S. 42; Izzo 1773, S. 148; Reinhold 1784, S. 28; Birkner 1794, S. 138 zum Bogen: Sturm, L.C. 1710, S. 219; Stieglitz 1792 ff. 1. Bd. S. 290 f. zum Giebel: Sturm, L.C. 1702, S. 1069; Sturm, L.C. 1714, 17. S. zum Kämpfer: Sturm, L.C. 1708, S. 22; Sturm, L.C. 1710, S. 219; Sturm, L.C. (o.J.), S. 17; Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 340 ff.; Penther 1744 ff., 3. T. S. 99 f. und Tab. XLII; Anweisung 1752, Fig. 53 ff.; Voch 1783, S. 62; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 152; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 290 f.Google Scholar
  498. 498.
    Schübler 1734, S. 139 schreibt zu seinen Entwürfen Tab. 17–22:... in welchen Tabellen ich nach 6. Ordnungen der heut zu Tag nach dem Goldmannischen Fundament verbesserten Civil-Bau-Kunst sechserley moderne Gefäß in zierlicher Figurirung proportionirt/aus dem Diagrammate quadrangulariy oder aus einem gegebenen Quadrat inventirt (...) habe... S. auch Voch 1783, S. 59 und Tab. XXXGoogle Scholar
  499. 499.
    Voch 1783, S. 32; ähnlich L.C Sturm 1720, S. 16 f.Google Scholar
  500. 500.
    Hederich 1756, S. 271 Sturm, L.C. 1720, S. 17: Es pflegen die Baumeister auch aus Muscheln Gehäncke zu bereiten/in welchem Fall doch Aufsicht von nöthen ist/denn die Toscanische Art will schlechte glatte Muscheln haben. Die andere Ordnungen erfordern mehr krumme und ausgehöhlete/je endlich gar hornigte/die wie ein gewunden Horn aussehen/wiewohl wir auch nicht zuwider seyn wollen/so jemand diesen Unterschied vor gar zu subtil ansehen/und lieber allerhand Arten von Muscheln durcheinander gebrauchen wolte/weil solche Muschel-Gehäncke ohne dem solten aus der Toscanischen Ordnung in den Grotten gebrauchet werden. Google Scholar
  501. 501.
    Über eine neue Ordnung äußern sich: Böckler 1663, 2. S. d. Vorr.; Böckler 1684, 2. S. d. Vorr.; Goldmann 1696, S. 79; Palladio 1698, 5. S. d. Vorr.; Pozzo (o.J.), 2. T. Fig. 75, 76; Sturm, L.C. 1706, S. 28, 31; Sturm, L.C. 1708, S. 11, 13–25; Sturm, L.C. 1710, 14. S. d. Vorr, S. 205–208; Rohr 1713, S. 7; Sturm, L.C. 1714, 1. S. d. Vorr.; Küffner 1716, S. 68; Sturm, L.C. 1716, 5. S. d. Vorr, S. 8; Wolff 1716, Sp. 988 ff.; Sturm, L.C. 1718a, S. 15; Sturm, L.C. 1718c, S. 83; Wagner 1728; Schübler 1732 ff., 4. T. S. 59 f.; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740) Sp. 1807; Schübler 1734, S. 139; Schübler 1740, Tab. I, Sp. 2; Schübler (o.J.), 1. T.S. 14 f., 2. T. S. 8 f.; Penther 1744 ff., 1. T. S. 114; Daviler 1747, S. 363 ff., 300; DeHumbert 1747, S. 66; Penther 1749, S. 24, 33 ff.; Succov 1751, 4. S. d. Vorr, S. 160 f.; Anweisung 1752, S. 14; Bergmüller 1752, 2. S, Tab. D, N, O, X; Hederich 1756, S. 63; Laugier 1756, S. 51 f., 49, 83, 84, 90; Belidor 1757 f., 5. B. S. 5; LeClerc 1759, 1. T. S. 11, 41 ff., 2. T. S. 58; Bibliothek 6. Bd. 1. St. (1760), S. 78; Petrasch 1764, S. 91; Caylus 1766, S. 81; Neue Bibliothek 7 (1768), S. 356, 9 (1769), S. 138, 17 (1775), S. 292, 51 (1793), S. 42 f.; Laugier 1768, S. 192 ff.; Wagener 1768, 1. T. S. 7; Beurtheilung 1770, S. 149 f.; Lambert 1772, S. 338; Izzo 1773, S. 121; Paw 1774, 2. Bd. S. 12 f.; Home 1775, 2. Bd. S. 644; Clemm 1777, S. 323; Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 64, 2. Bd. S. 418; Voch 1781, S. 203; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 104 ff.; Mönnich 1784, S. 347; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 395; Schauff 1790; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 146; Günther 1791, S. 268; Cancrin 1792a, 1. Bd. S. 315, 465; Riedel 1792a, S. 57; Stieglitz 1792, S. 284; Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 123 f., 126, 127 f.; Racknitz 1796, III. Heft 1. Abt. S. 4 f., 6; Cleinow 1797a, S. 757; Anfangsgründe 1797, S. 260; Büsch 1800, S. 473, 474, 470 f., 475, 476 f., 479, 484, 539; Rösch 1800, S. 401; Stieglitz 1801, 1. T. S. 141; Vignola 1804, S. 5; Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft, S. 3. Zum gesamten Thema jetzt Pérouse de Montclos 1977Google Scholar
  502. 502.
    Zur brandenburgischen Ordnung s. Anm. 532 zur brittischen Ordnung s. Neue Bibliothek 7 (1768), S. 356 zur deutschen Ordnung s. S. 118 ff. zur französischen Ordnung s. ebenda zur schlesischen Ordnung s. S. 196, Anm. 532 zur spanischen Ordnung s. Penther 1744 ff., 1. T. S. 114; LeClerc 1759, 1. T. S. 11, 41 ff.; Izzo 1773, S. 121; Milizia 1784, 1. Bd. S. 106; Cancrin 1792a, S. 315; Büsch 1800, S. 473 zur ungarischen Ordnung s. S. 121 f.Google Scholar
  503. 503.
    Sturm, L.C. 1708, S. 25 Zur Entwicklung der neuen Ordnungen aus der Composita s. Serlio 1608 f., 4. B. fol. 23v; Laugier 1756, S. 51 f.; Bibliothek 6. Bd. 1. St. (1760), S. 78; Neue Bibliothek 7 (1768), S. 356; Beurtheilung 1770, S. 149; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 106; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 395; Racknitz 1796, III. Heft, 1. Abt. S. 6; Vignola 1804, s. 5Google Scholar
  504. 504.
    LeClerc 1759, 1. T. S. 11: Diese Ordnung hat nicht die Schwehre und Einfachheit, als die er-stere. Sie hat eine männliche Schönheit, und einen guten Geschmack. Am Fries soll man sie mit runden Kugeln (Tourteaux) auszieren, welche Toscana in seinem Wappen führet; ebenda S. 18 f.Google Scholar
  505. 505.
    Bergmüller 1752, 2. S. und Tab. D Er entwirft auch eine Geometrische Säulen Ordnung, die eine neue Säule ohne Capitäl darstellt und deren Proportionen von der Dorischen Verhältnis hergenomen und also angewendet wird; ebenda Tab. XGoogle Scholar
  506. 506.
    Wagener 1768, 1. T. S. 6 f.Google Scholar
  507. 507.
    Pozzo (o.J.), 2. Text bei Fig. 75; zitiert bei Schütte 1979, S. 333 Anm. 521. S. Kerber 1971, S. 135 f.; Kambartel 1972, S. 34Google Scholar
  508. 508.
    Ebenda Text zu Fig. 76Google Scholar
  509. 509.
    Er bezieht sich ausdrücklich auf Borromini und steht damit — wie wir sehen werden — völlig konträr zur zeitgenössischen rationalistischen Architekturkritik; s. dazu weiter unten S. 130 Das Recht, Änderungen vornehmen zu können, bedeutet selbst noch kein Abweichen von der architekturtheoretischen Norm. Es steht in der Tradition des varietas-, bzw. Mannigfaltigkeits-Postulat, wie es die italienische und französische Architekturtheorie ausgebildet hat. Dieses Postulat ist in der Ästhetik des 18. Jahrhunderts weit verbreitet; s. zu diesem Thema Cassirer 1909, S. 70 ff.; Gosebruch 1957; Kambartel 1972, S. 123 f.; sowie oben S. 32 Der Hinweis auf Borromini läßt sich mit dieser Tradition nicht begründen.Google Scholar
  510. 510.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 395Google Scholar
  511. 511.
    Sturm, L.C. 1708, S. 13 Zum Zusammenhang zwischen Composita und der augusteischen Epoche s. auch das Zitat von Murr/Kilian (1777) unten S. 127 Zur Beschreibung der französischen Ordnung in den deutschen Traktaten s. die Angaben bei Schütte 1979, S. 333 f. Anm. 525Google Scholar
  512. 512.
    Die ausführlichsten Äußerungen von L.C. Sturm in folgenden Schriften: Goldmann 1696, S. 79; Sturm, L.C. 1708, S. 13–25; Sturm, L.C. 1710, S. 205–208; Daviler 1747, S. 363–369; s. auch Sturm, L.C. 1706, S. 28, 31; Sturm, L.C. 1714, 1. S. der Vorr.; Sturm, L.C. 1716, 5. S. der Vorr, 8. S.; Sturm, L.C. 1718a, S. 15; Sturm, L.C. 1718c, S. 83 Einige Auswirkungen auf die architektonische und kunsthandwerkliche Praxis hat P. Zubeck 1971 zusammengetragen.Google Scholar
  513. 513.
    Zu Sturms Plänen und anderen Entwürfen zur deutschen Ordnung s. die Nachweise bei Schütte 1979, S. 334 Anm. 527Google Scholar
  514. 514.
    Sturm, L.C. 1708, S. 13. Er nennt einen weiteren Einwand: Indeme sie [die Franzosen; U.S.] an den Vignola allein hengen/und Palladio samt Scamozzi negligirten/lerneten sie das Divinum der Architectur nicht erkennen/ohne welches keiner in dergleichen Erfindung etwas praesentiren kan; Sturm, L.C. 1710, S. 207. Zur Bekräftigung seiner Ablehnung übersetzt er ein Kapitel aus F. Blondels Cours dArchitecture. Dort wird die französische Ordnung kritisiert; s. Sturm, L.C. 1708, S. 25.Google Scholar
  515. 515.
    Sturm bei Daviler 1747, S. 364Google Scholar
  516. 516.
    Sturm, L.C. 1718a, S. 15Google Scholar
  517. 517.
    Sturm, L.C. 1708, S. 19 Sturm ist der Meinung, man könne an jeder Ordnung Triglyphen anbringen.Google Scholar
  518. 518.
    Ebenda S. 20 mit einer Darstellung auf Tab. I; die Kennzeichen der deutschen Ordnung auch bei Goldmann 1696, S. 79; Sturm, L.C. 1706, S. 31 f.; Sturm, L.C. 1716, 8. S.; Sturm bei Daviler 1747, S. 364 ff.; Penther 1749, S. 24; Beurtheilung 1770, S. 149 f.; Mönnich 1784, S. 347; Cleinow 1797a, S. 757Google Scholar
  519. 519.
    Sturm, L.C. 1708, S. 23 f. und Tab. XIXGoogle Scholar
  520. 520.
    Wanger 1728, bes. S. 26 ff. Historia der sechsten Ordnung s. dazu auch Schädlich 1957, S. 190.Google Scholar
  521. 521.
    Wagner 1728, S. 74Google Scholar
  522. 522.
    Ebenda S. 43. Wagner bezieht sich hier auf Alberti Lib. VII, cap. 6, wo Form und Entwicklung der Kapitelle mit den Nationalitäten verknüpft werden.Google Scholar
  523. 523.
    Wagner 1728, 4. S. der Vorr.Google Scholar
  524. 524.
    Ebenda S. 79 f. Er bezweifelt auch das Argument der Vorbildhaftigkeit der salomonischen Ordnung: Demnach thue ich keine Sünde, wenn ich die Erfindung nicht der unmittelbaren Offenbahrung, sondern der gesunden und geübten Vernunfft zuschreibe; ebenda S. 73 f. Kein Wunder, wenn Wagner sich in dem Vorwort als ein Schüler Wolffs bezeichnet. Einen ähnlichen frühaufklärerischen Gedanken hatte dieser schon vorher geäußert; s. oben das Zitat von Wolff auf S. 45.Google Scholar
  525. 525.
    Besonders ebenda S. 57, 61. Auf S. 66 f. schreibt er:... hat hr. Blondel schon die symbolischen Allusiones an den Capitalen für unächt erkannt, daß solche den Säulen besondere Art und Nahmen anweisen sollen. Google Scholar
  526. 526.
    Ebenda S. 157Google Scholar
  527. 527.
    Ebenda S. 169;Google Scholar
  528. 528.
    Ebenda S. 149 Er will an dem Gebälk keine Triglyphen sehen: aus Ursachen, daß es mehr ein Ansehen der Stärke als der Zierlichkeit giebet, wenn man diejenigen Theile sichtbar machet, welches etwas schweres stützen oder tragen; ebenda S. 157Google Scholar
  529. 529.
    Ebenda S. 200Google Scholar
  530. 530.
    Ebenda S. 145 Nach gemeiner Zahl bedeutet, daß Wagner sich hier nach der konventionellen Zählweise richtet. Er selbst will eigentlich außer der neuen nur die drei griechischen Genera gelten lassen; s. auch ebenda S. 85.Google Scholar
  531. 531.
    Hederich 1756, S. 64 Erwähnt wird die Schrift Wagners von DeHumbert 1747, 3. St. S. 66; Wagener 1768, 1. T. S. 8; Stieglitz 1792 ff., 4. B. S. 122.Google Scholar
  532. 532.
    So schreibt Schübler (o.J.), 1. T. S. 14: so habe ich doch nach unpartheyischer Erwegung mich entschlossen, diese Ordnung weder zu verachten noch zu vertheidigen. Sturms Vorbild wirkt nach: Daß Hederich von einer schlesischen Ordnung spricht, wurde soeben erwähnt. Der Mathematiker Rohr berichtet, der verstorbene Postmeister in Halle/Madewers habe sich in einer Brandenburgischen Ordnung versucht; Rohr 1713, S. 7. Steingruber 1773, 3. S. an den Leser erwähnt Gebäude nach Celtischer Ordnung. Die deutsche Säulenordnung wird offensichtlich auch in der Praxis benutzt. Wagner 1728, S. 80 hat die deutsche Ordnung an der Ritterakademie in Liegnitz würcklich gebauet gefunden und Büsch 1800, S. 479 verweist auf St. Michael in Hamburg. Aber dies dürften Ausnahmen sein; denn ansonsten wird in der Literatur nur von Baurissen mit einer deutschen Ordnung berichtet. So erwähnt L.C. Sturm 1708, S. 21 und ders. 1714, 1. S. der Vorr. einen Palast und einen Triumphbogen und auch von einem Kirchturm ist 1770 anläßlich einer Ausstellungsbesprechung die Rede; s. Beurtheilung 1770, S. 148. Weitere Beispiele bei Schübler 1732 ff., 4. T. S. 59 f.; Succov 1751, S. 160 f. und Schädlich 1957, Anm. 236; Zubek 1971.Google Scholar
  533. 533.
    Schauff 1790, S. 20Google Scholar
  534. 534.
    Ebenda S. 21Google Scholar
  535. 535.
    Ebenda S. 25Google Scholar
  536. 536.
    Ebenda S. 21 f.; s. dazu Tab. III, IV und das Titelkupfer, Schauff hebt die neue Form des Kapitells hervor: Der Knauff(...) ohne Rücksicht der bedeutenden Verzierung ist seiner Natur nach als mit eisernen Schienen beschlagen zu betrachten, mit einem hölzernen oder metallenen runden Deckel. Er gibt auch den Vorteil dieser Gestaltung an: Diese bisher in der Architektur vermißte, so bequeme runde Form im Schaft und Knauf wird in verschiedenen Säulenstellungen nach stumpfen Winckeln und Ecken, oder in die Runde die beste Wirkung thun, wo die gewöhnliche viereckigte und Hornartige Formen allezeit etwas Unangenehmes und Unschickliches wahrnehmen lassen; ebenda S. 23 f.Google Scholar
  537. 537.
    S. 183, Anm. 308Google Scholar
  538. 538.
    Schauff 1790, S. 25Google Scholar
  539. 539.
    Ebenda S. 24 f.Google Scholar
  540. 540.
    Negativ über die neue Ordnung schreiben: Palladio 1698, 5. S. der Vorr.; Rohr 1713, S. 7; Wolff 1716, Sp. 989; Wagner 1728, S. 63; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740), Sp. 1799; Petrasch 1764, S. 92; Izzo 1773, S. 120; Paw 1774, 2. Bd. S. 12 f.; Neue Bibliothek 17 (1775), S. 192; Home 1775, 2. Bd. S. 644; Clemm 1777, S. 323; Volkmann 1777, 1. Bd. S. 64, 2. Bd. S. 418; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 104 ff.; Cancrin 1792a, S. 315; Stieglitz 1792, S. 284; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 465, 4. Bd. S. 123f., 126; Neue Bibliothek 51 (1793), S. 42 f.; Racknitz 1796, III. Heft 1. Abt. S. 6; Anfangsgründe 1797, S. 260; Riedel 1797a, S. 57; Büsch 1800, S. 470 f., 475 ff., 539; Vignola 1804, S. 5; Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft S. 3Google Scholar
  541. 541.
    Wagener 1768, 1. T. S. 9. Er weist darauf hin, daß Sturm selbst sich über diese Reaktionen beklagt; s. Sturm, L.C. 1710, S. 6. Aber immerhin wird Sturm mit seiner Ordre allemand in der Encyclopedie 1778 ff., 23. Bd. S. 969 f. erwähnt.Google Scholar
  542. 542.
    Z.B. Vignola 1739, S. 24: Man findet unter den Römischen Antiquitäten schier unzählbare unterschiedliche Sorten von Capitälen, so eigentlich keinen eigenen Namen haben, aber alle insgesammt wohl mögen genennet werden nach dem allgemeinen Wort Composita... Veränderungen am Kapitell werden erwähnt won: Krammer 1610, S. 8; Pozzo (o.J.), 2. T. Fig. 31; Indau 1722, S. 5; Wagner 1728, S. 63; Daviler 1747, S. 296, 300, 311; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 358; Bergmüller 1752, Tab. N; Hederich 1756, S. 102; Laugier 1756, S. 84, 90; Winckelmann 1762, S. 57; Frisi 1773, S. 122; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 105; Gedanken 1792, S. 36; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 465; Cleinow 1797a, S. 758 S. auch hier die nach Indau 1722, fol. 15. Der Gedanke geht — wie wir schon oben auf S. 98 gesehen haben — auf Vitruv zurück. Daß ein neues Kapitell und eine neue Verzierung keine neue Ordnung begründen bei: Sturm, L.C. 1708, S. 13; Wagner 1728, S. 63, 74; Home 1775, 2. Bd. S. 644; Clemm 1777, S. 323; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 105, 107; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 465; Anfangsgründe 1797, S. 260; Büsch 1800, S. 470 f.; Stieglitz 1801, 1. T. S. 141; Vignola 1804, S. 5 Wagener 1768, 1. T. S. 7 f. will darum seine erste und zweite Composita nicht als neue Genera, sondern nur als Derivate von Toscana und Dorica angesehen wissen.Google Scholar
  543. 543.
    Hogarth 1754, S. 22 2. Tafel Fig. 48 Auf dieses Kapitell beziehen sich noch Büsch 1800, S. 471 und Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft S. 3. Zu Hogarth s. Dobai 1974 f., 2. Bd. S. 639 ff.Google Scholar
  544. 544.
    Lambert 1772, S. 340 Für Lambert ist die Höhe einer Säule durch das Produkt aus Gebälkhöhe und Postamenthöhe zu bestimmen. Er kann deshalb leicht folgende Proportionsreihe aufstellen: Gebälk 2 2 2 3 2 3 2 3 2 4 2 3 2 4 3 2 Säule 4 6 8 9 10 12 12 15 14 16 16 18 18 20 21 20 Postament 2 3 4 3 5 4 6 5 7 4 8 6 9 5 7 10 Gesamthöhe 8 11 14 15 17 19 20 23 23 24 26 27 29 29 31 32 s. Lambert 1772, S. 338 und Tab. XII; s. Abb. 17Google Scholar
  545. 545.
    Allgemeine deutsche Bibliothek 18. Bd. 2. St. (1773), S. 495 ff., hier S. 500. Schon Succov 1751, 4. S. der Vorr. hält viele Ordnungen für möglich, falls man nicht — was erforderlich ist — annimmt, daß die Ordnungsteile in einem bestimmten Verhältnis stehen.Google Scholar
  546. 546.
    Home 1775, 2. Bd. S. 644Google Scholar
  547. 547.
    Sturm, L.C. 1708, S. 14 Kritik an der französischen Ordnung auch ebenda S. 25 und an den Entwürfen ders. 1710, S. 206: der meiste Theil mit abentheuerlichen und Gothischen Grillen oder abgeschmackten Vergleichungen angefüllet (ist). Gegen die Kapitellallegorien wendet sich auch Paw 1774, 2. Bd. S. 12. Hahnenköpfe und Lilien sind für ihn die matteste und abgeschmackteste Anspielung auf die Nation.Google Scholar
  548. 548.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 104; ähnlich Home 1775, 2. Bd. S. 645Google Scholar
  549. 549.
    Büsch 1800, S. 477 zu L.C. Sturm: Das Ganze ist äusserst geschmackwidrig und die Erfindung armselig. Wolff 1716, Sp. 989 abgeschmacktes Zeug; Hederich 1756, S. 63 Absurda Google Scholar
  550. 550.
    Fünck 1747, S. 426 Schon Böckler 1663, 2. S. der Vorr. äußert sich ähnlich: Diese seynd wol arme vnd einfältige Leute/in deme sie sich einbilden/wann sie eine newe Art oder dergleichen fantastische Grillen ersinnen/vermeynen sie eine newe Invention vnd Ordnung erfunden zu haben... Man solle statt dessen lieber den Regeln der Antike nachfolgen.Google Scholar
  551. 551.
    Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 64. Zu diesem Thema auch Schütte 1979, S. 340 f. Anm. 565Google Scholar
  552. 552.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 106 Auch für Belidor 1757 f., 5. B. S. 5 gehören Composita, Freyheit in der Erfindung, Gotik und Liebe zum Neuen zusammen.Google Scholar
  553. 553.
    Laugier 1756, S. 49Google Scholar
  554. 554.
    Eine Zusammenstellung der häufigsten Fehler bei Goldmann 1696, S. 75; Laugier 1768, S. 55 ff.; Büsch 1800, S. 513 ff., 537 ff.Google Scholar
  555. 555.
    Zu St. Peter s. Laugier 1768, S. 181: Der prächtige Altar in der Peterskirche zu Rom brachte diese neue Mode recht in den Gang. Zum salomonischen Tempel und zur salomonischen Ordnung s. Goldmann 1696, S. 35 ff., 42 ff., 77 f. und passim; Dieussart 1697, S. 67, 68; Sturm, J.C. 1702, S. 896 ff., 1015 ff., passim; Lauterbach 1706, S. 41 und Tafel B.b. 33; Goldmann 1708, S. 3 f und 5. s. der Widm.; Miri 1708, S. 165 ff.; Sturm, L.C. 1708, S. 19, 23, 26; Sturm, L.C. 1710, S. 200, 205; Fäsch 1713, 1. T. S. 4 f., 64, 66; Küffner 1716, S. 66; Sturm, L.C. 1716, 9. S.; Wolff 1716, Sp. 993; Sturm, L.C. 1720b passim; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 207, 318 f.; Fischer v. Erlach 1725, 1. B. 1. S. der Erl. zu Tab. I/II; Wagner 1728, S. 48; Schübler (o.J.), 1. T. S. 18; Sturm, L.C. 1745, S. 7; Daviler 1747, S. 353, 121 ff.; Loen 1751 ff., 3. T. S. 4 f., 4. T. S. 148; Anweisung 1752, 5. und 8. S. der Vorr, S. 3, 91, 145; Bergmüller 1752, S. 2; Hederich 1756, S. 111; Caylus 1768, 1. Bd. S. 312; Izzo 1773, S. 118, 122; Steingruber 1773, 2. und 3. S. an den Leser; Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 67; Baumeister 1784, S. 6; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 38; Sammlung nützlicher Aufsätze 1. Jg. 1. Bd. (1789), S. 15 ff.; Vogel 1792, S. 318 ff.; Stieglitz 1792 ff., 4. Bd. S. 328 ff.; Racknitz 1796, IV. Heft 7. Abt. s. 8 ff.; Büsch 1800, S. 440; Rösch 1800, S. 409 ff.; Rösch 1802, 1. und 5. S. der Vorr, S. 68, 78, 91; Vignola 1804, S. 4. Zum gesamten Thema s. Lechner 1979; Oechslin in: Architekt und Ingenieur 1984, S. 127 ff.Google Scholar
  556. 556.
    Vignola 1804, S. 39 zu Tab. 35. Es sind besonders die Vignola-Ausgaben, die die Konstruktion dieser Säule verbreiten, obwohl der von den Herausgebern formulierte Text nicht selten vor dieser Säule warnt; s. z.B. Vignola 1787, S. 46 f. LeClerc 1759, 2. T. S. 8 möchte sie nur dort benutzt sehen, wo ein besonderer Pracht herfürleuchten soll. Sie darf jedoch nichts Schweres tragen. Zum gesamten Problem s. Schmidt, H.-W. 1978.Google Scholar
  557. 557.
    Nonnenmacher 1751, S. 4; s. auch Izzo 1774, S. 122Google Scholar
  558. 558.
    Dieussart 1679, S. 31; Goldmann 1696, S. 76; Sturm, L.C. 1716, 7. S.; Voch 1778, S. 90Google Scholar
  559. 559.
    Goldmann 1696, S. 75; so auch Daviler 1747, S. 122; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 349 Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 38 schreibt: Sehr verwerflich sind die spiralförmig gewundenen Säulen. Wer sieht nicht, daß sie eine sich unter ihrer Last sich krümmende Säule vorstellen. Es entsteht dadurch auch ein Widerspruch in den Umrissen, welche indem sie die Wirkung des Bleyrechten unterbrechen, veranlassen, daß die Säule nicht so schlank, sondern schwerfällig scheint. Google Scholar
  560. 560.
    Reinhold 1784, S. 85; ders. 1784a, 1. Bd. S. 386Google Scholar
  561. 561.
    Anfangsgründe 1797, S. 275Google Scholar
  562. 562.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 386Google Scholar
  563. 563.
    Stieglitz 1788, S. 30Google Scholar
  564. 564.
    Laugier 1768, S. 181; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 38Google Scholar
  565. 565.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 38Google Scholar
  566. 566.
    Büsch 1800, S. 538 Negativ auch Böckler 1648, S. 66; Laugier 1756, S. 19; Voch 1778, S. 90; Voch 1780b, S. 206, 207; Helfenzrieder 1787, S. 550; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 171Google Scholar
  567. 567.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 392 f.Google Scholar
  568. 568.
    Laugier 1756, S. 27 f.Google Scholar
  569. 569.
    Voch 1780b, S. 199 Er gibt hier wie auch an anderer Stelle Beispiele an: Ihre [der Fenster; U.S.] Einfassung ist glatt, und die Verdachung wird durch eine Verkröpfung des Bandgesimses gestaltet; ders. 1780 ff., 2. T. S. 25. Zur Kritik an gebrochenen Gebälken s. Scamozzi 1678, S. 135; Schübler 1732 ff., 1. T. S. 27; Naumann 1736, S. 12; DeHumbert 1752, S. 399; Birkner 1794, S. 132Google Scholar
  570. 570.
    Voch 1780a, S. 201 als Beispiel Tab. XIX Fig. 7 Ähnlich Anweisung 1752, S. 82, 141; Kunstzeitung Augsburg 1771, S. 157; Untersuchungen 1788, S. 63; Büsch 1800, S. 515Google Scholar
  571. 571.
    Untersuchungen 1788, S. 62Google Scholar
  572. 572.
    Stieglitz 1788, S. 12 Einen Spezialfall stellen die Eck-Zierrathen, Lat. Versurae, Frantz. Oreillons (Zedier 1732 ff., 62. Bd. (1749), Sp. 670) dar: Eckzierden, nennt man bey Fenstern und Thüren die Verzierung an den Ecken, wenn die Gewände daselbst nicht gerade und in einer Linie fortgehen, sondern herausgebrochen und verkröpft sind. Sie sind eher für einen Misbrauch als für eine Schönheit anzusehen, und man muß sie wenigstens sparsam anbringen; Stieglitz 1792 ff., 2. Bd. S. 4. Ähnlich ebenda 5. Bd. S. 347; Penther 1744 ff., 1. T. S. 48; Schmidt 1790 ff., 1. T. S. 166, 186 und vor allem S. 204Google Scholar
  573. 573.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 515Google Scholar
  574. 574.
    Sturm, L.C. 1716, 5. S. zur ornamentalen Überladenheit s. auch oben S. 169, Anm. 331Google Scholar
  575. 575.
    S. oben S. 79 Goldmann 1696, S. 76 und L.C. Sturm 1716, 7. S. plädieren dafür, die Glieder nicht mit Schnitzwerck (zu) zerkratzen. Laugier 1768, S. 43 formuliert die Regel: Es ist ein großer Fehler, wenn man die Einfassungen mit Gliedern überhäufet, weil man dadurch ohnfelbar ins Kleine fällt. Google Scholar
  576. 576.
    Wagner 1728, S. 195Google Scholar
  577. 577.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 54Google Scholar
  578. 578.
    Büsch 1800, S. 476Google Scholar
  579. 579.
    LeClerc 1759, 2. T. S. 58 In der Anweisung 1752, S. 2 ist von überhäufen die Rede.Google Scholar
  580. 580.
    Laugier 1756, S. 58Google Scholar
  581. 581.
    Izzo 1773, S. 143Google Scholar
  582. 582.
    Goldmann 1696, S. 74; Penther 1744 ff., 1. T. Vorr.; Anweisung 1752, S. 82; Laugier 1756, S. 58; ders. 1768, S. 89; Voch 1779, S. 8; Büsch 1800, S. 477Google Scholar
  583. 583.
    Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 349; Izzo 1773, S. 123; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 36Google Scholar
  584. 584.
    Schreiben 1759, S. 24Google Scholar
  585. 585.
    Offensichtlich werden seine Architekturideale von den Zeitgenossen als altväterisch abgetan, wie er selbst schreibt; s. Sturm, L.C. 1718c, S. 83.Google Scholar
  586. 586.
    Wagener 1768, 1. T. S. 12Google Scholar
  587. 587.
    Büsch 1800, S. 47Google Scholar
  588. 588.
    Sturm, L.C. 1720, S. 13; so auch Daviler 1747, S. 84; Laugier 1756, S. 58, 97 S. auch das Zitat von Wagener auf S. 126Google Scholar
  589. 589.
    Schauff 1806, S. 45Google Scholar
  590. 590.
    Böckler 1684, 5. S. der Vorr.Google Scholar
  591. 591.
    Belidor 1757 f., 5. B. S. 35Google Scholar
  592. 592.
    Sulzer 1792 ff., 4. T. S. 680Google Scholar
  593. 593.
    Anweisung 1752, S. 147Google Scholar
  594. 594.
    Heinecken 1727, S. 16Google Scholar
  595. 595.
    Fünck 1747, S. 417 f.Google Scholar
  596. 596.
    Leuthner (o.J.), S. IXGoogle Scholar
  597. 597.
    Büsch 1800, S. 456Google Scholar
  598. 598.
    Belidor 1757, 5. B. S. 5 In der Anweisung 1752, S. 70 der Ordo Gothico als ein vermischter Orden bezeichnet; zur Gotik-Kritik s. S. 130 Zur Composita als eine vermischte Ordnung s. Schütte 1979, S. 309 f. Anm. 384; zur Composita-Kritik s. auch: Serlio 1608 f., 4. B. fol. 60v, 61v; Böckler 1684, S. 56; Dieussart 1697, S. 62; Anweisung 1752, S. 53Google Scholar
  599. 599.
    Murr/Kilian 1777, 1. T. S. 12 Auch Seyler 1696, S. 46 schreibt — Serlio referierend -, die Römer hätten diese zwei Ordnungen in einander gemenget/es hätte auch solches ihnen frey gestanden/der Griechen ihre Inventiones nach Willen zu endern/zu mahlen sie durch ihre Waffen sich ihnen unterthänig gemacht hätten. S. dazu auch oben S. 116Google Scholar
  600. 600.
    Daviler 1747, S. 86. Auf den Seiten 19 und 285 äußert er sich negativ über die Vermischung der Genera.Google Scholar
  601. 601.
    Vignola/Fäsch (o.J.), S. 26; Vignola 1782, S. 16Google Scholar
  602. 602.
    S. oben S. 119 ff.Google Scholar
  603. 603.
    Anfangsgründe 1797, S. 273 Eberenz 1761, S. 31 verlangt: (Es) kan kein Stütze nur allein der Zierde halben an einem Gebäude angebracht werden; sondern es muß etwas da seyn, was die Stütze aufrecht halten soll... Zur Säulenordnung als Stütze s. oben S. 44Google Scholar
  604. 604.
    L.C. Sturm bei Goldmann 1696, S. 155 Goldmann fordert darum auch, daß man nicht müssige Seulen gebrauche/welche nichts tragen/ sondern man muß den Seulen ihre Last zutheilen; ebenda S. 75.Google Scholar
  605. 605.
    Eberenz 1761, S. 34 s. auch LeClerc 1759, 2. T. S. 1: Die Pfeiler sind viereckigte Saulen... Zum öftern dienen solche Pfeiler nur zum Pracht und zum Schein, wenn sie nemlich in das Gemäuer vertiefet und eingeschlossen zu seyn scheinen... Google Scholar
  606. 606.
    Cleinow 1797, S. 744; s. auch Gedanken 1792, S. 34 Besonders im Innenraum sind deshalb Säulen problematisch; schließlich trägt fast in jedem Fall hier die Wand: Mithin sind sie unnütze Komparsen, die ihre Gegenwart entweder dem unsistematischen Kopf, oder der kühnsten Verschwendung des Architekten zu danken haben; Baumeister 1784, S. 74. Schon Laugier 1768, S. 87 schreibt: Die Säule wird dadurch nur ein Zierrath, da sie doch ein Hauptstück des Gebäudes seyn sollte, das zwar Verzierung leidet, aber nie blos als Verzierung gebraucht werden soll. Und auch für Stieglitz 1788, S. 34 sind sie — besonders in Wohnzimmern — eine unerträgliche Spielerey. Google Scholar
  607. 607.
    Winckelmann 1756a, S. 56Google Scholar
  608. 608.
    Goethe 1773, S. 32Google Scholar
  609. 609.
    Stieglitz 1788, S. 29 In den Gedanken 1792, S. 33 heißt es: Ursprünglich hatte bey jeder Gattung [Mauerbau und Stützenbau; U.S.] jeder Theil seinen wesentlichen Dienst zu leisten; allein vor und nach Zusammensetzung beyder Gattungen wurden oft einige Theile unnöthig, welche sich aber doch aus alter Gewohnheit im Besitzstand hielten. Und dieser Besitzstand dehnte sich endlich so weit aus, daß die Säulenordnung bloß Verzierung wurde. Auch Büsch 1800, S. 440 stelt fest, die Säulen der griechischen Tempel seien nicht zur Zierde, sondern als nothwendige Stützen eines wider den Regen dienenden Obdaches angebracht worden.Google Scholar
  610. 610.
    Rezension von Hirt 1805, S. 741, s. auch oben S. 65Google Scholar
  611. 611.
    S. oben S. 125Google Scholar
  612. 612.
    Weinbrenner 1809, S. 17 Hübsch 1828, S. 21 entwickelt diesen Gedanken weiter und spricht von der römischen Schein- und Parade-Architectur; ähnlich auch Costenoble 1812, S. 63.Google Scholar
  613. 613.
    Scheyb 1774, 1. T. S. 43 S. auch Böckler 1684, 1. S. der Vorr.; Palladio 1698, S. 45; Belidor 1757 f., 5. B. S. 3; Petrasch 1764, S. 94; Voch 1779, S. 8Google Scholar
  614. 614.
    Anweisung 1752, S. 70Google Scholar
  615. 615.
    Den Terminus Ordnung benutzen Schwenter/Harsdörffer 1651, 2. T. S. 540; Sandrart 1675, 2. T. S. 17; Wolff 1716, Sp. 995; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740), Sp. 1809; Penther 1744 ff., 1. T. S. 81Google Scholar
  616. 616.
    Dalberg 1792, S. 52Google Scholar
  617. 617.
    Belidor 1757 f., 5. B. S. 3; s. auch Penther 1744 ff., 1. T. S. 81; Frisi 1773, S. 119: alle wunderlichen kleinen gothischen Zierrathen. Allgemein zu den falschen und zu vielen gotischen Verzierungen s. auch Wolff 1716, Sp. 995; Zedier 1732 ff., 25. Bd. (1740), Sp. 1809; Racknitz 1796, IV. Heft 5. Abt. S. 14 Zu den gotischen Kapitellen: Daviler 1747, S. 311; Frisi 1773, S. 122; Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 465Google Scholar
  618. 618.
    Racknitz 1796, IV. Heft 5. Abt. S. 14Google Scholar
  619. 619.
    Laugier 1768, S. 56; s. auch Weinlig 1782 ff., 2. Bd. S. 1 f.Google Scholar
  620. 620.
    Winckelmann 1762, S. 68Google Scholar
  621. 621.
    Krubsacius 1759, S. 162Google Scholar
  622. 622.
    Weinlig 1782 ff., 2. Bd. S. 2 Negative Äußerungen über Borromini bei: Sturm, L.C. 1706, S. 21; Sturm, L.C. 1708, S. 25; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 358; Neue Bibliothek 16 (1774), S. 110; Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 64; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 60, 64, 106, 231, 295; Mengs (1843), S. 86 Weit weniger als Borromini werden Michelangelo und Bernini kritisiert. Zu Michelangelo s. De-Humbert 1752, S. 392; Clemm 1777, S. 333; Helfenzrieder 1787, S. 570; zu Bernini Sturm, L.C. 1708, 2. S. der Vorr.; Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 64; Weinlig 1782 ff., 1. Bd. S. 58 f., 2. Bd. S. 13, 3. Bd. S. 81, s. auch Anm. 551Google Scholar
  623. 623.
    Eberenz 1761, S. 47Google Scholar
  624. 624.
    S. die Zitate von Volkmann (1777) auf S. 123Google Scholar
  625. 625.
    Zur Verzierung Borrominis s. Schreiben 1759, S. 15; Schreiben 1768, S. 345; Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 64; Frisi 1795, S. 563Google Scholar
  626. 626.
    DeHumbert 1752, S. 389Google Scholar
  627. 627.
    Sturm, L.C. 1706, S. 21Google Scholar
  628. 628.
    So der Autor des Sendschreiben 1779, S. 163: Sie [pilastres mangés, verschluckte Pilaster; U.S.] stammen noch aus der gotischen Bauart her und sind nicht auszurotten, nachdem sie Borromini in Italien wieder aufgewärmet hat. Auch Volkmann 1777 ff., 1. Bd. S. 69 schreibt:...er häuft die Zierrathen und fällt ins Gothische... Zum Gotik-Begriff des Barock s. Haslag 1963Google Scholar
  629. 629.
    Neue Bibliothek 16 (1774), S. 110Google Scholar
  630. 630.
    S. dazu S. 108 ff.Google Scholar
  631. 631.
    Sedlmayr 1962, S. 344Google Scholar
  632. 632.
    Röver 1977, S. 152Google Scholar
  633. 633.
    S.S. 90 ff.Google Scholar
  634. 634.
    S.S. 86 f.Google Scholar
  635. 635.
    S.S. 46 ff.Google Scholar
  636. 636.
    S. S. 127 ff.Google Scholar
  637. 637.
    Koch 1951, S. 22, 35, 52, 55, 57; Borinski 1924, 1. Bd. S. 73; Forssman 1961, S. 112 ff.; Kask 1971, S. 9; Hernandez 1972, S. 20, 118, 122Google Scholar
  638. 638.
    Einige Autoren weisen ausdrücklich darauf hin, wenn sie abweichende Vorschläge machen; so z.B. Schöfferle 1671, S. 24: Diese beygesetzte Stuck sind zwar schön/aber der Lehr Vitruvij etwas zu wider/weil es sich aber offt zuträgt/daß man der Lehr Vitruvij nicht allerdings folgen kan/kan ein Architectus sich heygesetzter Figuren bedienen. Ähnlich auch Serlio 1608 f., 4. B. fol. 37r und Kästner 1748, S. 648 Kritik an Vitruv bringen vor: Lauterbach 1706, S. 9; Hederich 1756, 5. S. der Vorr.; LeClerc 1759, 1. T. S. 14f; Caylus 1768, S. 322, 331; Hirt 1799, S. 3. Abweichungen von Vitruv stellen bei anderen Theoretikern und Architekten fest: Algarotti 1768, S. 12; Scheyb 1774, 2. T. S. 260; Weinlig 1782 ff., 1. Bd. S. 58 f.; Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 365 f.Google Scholar
  639. 639.
    Palladio 1698, S. 28; s. auch Liser 1673, Dorica S. 3 und Jonica S. 3; Le Roy 1763, 2. T. S. 9 Schon Sandrart 1673, 1. T. S. 12 begründet die Abweichungen vom vitruvianischen Text mit der Weiterentwicklung der Baukunst durch Palladio.Google Scholar
  640. 640.
    S. S. 55 ff.Google Scholar
  641. 641.
    Koch 1951, S. 11; s. auch ebenda S. 55 ff. Vitruvs ästhetische Erörterungen sind als Leitfaden der Darstellung unerheblich geworden; s. auch Forssman 1961, S. 120Google Scholar
  642. 642.
    Weinlig 1782 ff., 1. Bd. S. 14. Er bezieht sich auf Winckelmann 1762, S. 21. Bezeichnend für das Weiterleben der traditionellen Auffassung ist die Kritik von Büsch 1800, S. 459 an der Meinung Winckelmanns, die Entasis sei eine überflüssige Künstelei des Vitruvs. Weinlig 1782 ff., 1. Bd. S. 4 über Winckelmann: Er denkt ganz im alten Griechischen und Römischen Styl und gräth über die Neuern leicht in Eifer. Weinlig berichtet einiges aus der Biographie Winckelmanns — s. ebenda 1. Bd. S. 27, 102 — und erwähnt häufig dessen Schriften und Beurteilungen antiker Kunst; s. ebenda 1. Bd. S. 15, 18, 24, 38; 2. Bd. S. 82; 3. Bd. S. 16, 20, 38, 55, 89Google Scholar
  643. 643.
    So kritisiert er schlechte Proportionen, das Fehlen von Sparrenköpfen bei der Composita, das Behängen von Säulen in Kirchen, ovale Säulen u. dgl. mehr; s. ebenda 1. Bd. S. 10, 11, 13, 18, 23, 33, 64, 2. Bd. S. 61.Google Scholar
  644. 644.
    Ebenda S. 66 ff.Google Scholar
  645. 645.
    Ebenda S. 66Google Scholar
  646. 646.
    Ebenda S. 50 ff.Google Scholar
  647. 647.
    Wie er am 25.2.1769 schreibt; ebenda 3. Bd. S. 87Google Scholar
  648. 648.
  649. 649.
    So fordert z.B. Weinbrenner 1810 ff., 3. T. 3. Heft S. 4: einen von verschiedenen Materialien nach statisch-artistischen Gesetzen zusammengesetzten, conventioneilen, ihren [der Bewohner; U.S.] Bedürfnissen in allen Theilen entsprechenden Bauraum. Zu Hübsch s. S. 174, Anm. 110Google Scholar
  650. 650.
    S. S. 173, Anm. 97Google Scholar
  651. 651.
    Goethe 1773, S. 99: Unter die Rubrick Gothisch ... häufte ich alle synonimischen Mißver-ständnisse, die mir von unbestimmten, ungeordnetem, unnatürlichem, zusammengestoppeltem, aufgeflicktem, überladenem, jemals durch den Kopf gezogen waren. Nicht gescheider als ein Volk, das die ganze fremde Welt barbarisch nennt, hies alles gothisch , was nicht in mein System paßte... Auch Weinlig 1782 ff., 3. Bd. S. 78 schreibt: Wir nennen nur gar zu gern alles Gothisch, was wir übelausgedacht oder geschmackos nennen sollten Google Scholar
  652. 652.
    Goethe 1773, S. 99Google Scholar
  653. 653.
    Neue Bibliothek 53 (1794), S. 127Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1986

Authors and Affiliations

  • Ulrich Schütte

There are no affiliations available

Personalised recommendations