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Der Umfang des Verzierungs-Begriffs

  • Ulrich Schütte

Zusammenfassung

Um den Umfang und die Art des Wortfeldes Verzierung zu ermitteln, ist es nicht nur notwendig, sinnverwandte Wörter nebeneinanderzureihen. Die Struktur dieses Feldes und die Bedeutung des Begriffs wird nur in der Darstellung dessen deutlich, was als Auszierung, Beyzierde, Verzierung etc. bezeichnet wird. Dies wiederum hängt ab von der Stellung, die die Verzierung innerhalb einer bestimmten Theorie einnimmt. Auch für das ganze 18. Jahrhundert gilt die Triade von Dauerhaftigkeit, Brauchbarkeit und Ansehnlichkeit bzw. Schönheit als Ausgangspunkt für die Gliederung des gesamten Materials der Architekturtheorie, wobei unter Zierlichkeit/Schönheit alle ästhetischen und ornamentalen Fragestellungen fallen.

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Literature

  1. 1.
    Vitruv I, 3 s. Vitruv 1976, S. 44 f.Google Scholar
  2. 2.
    Palladio 1698, S. 1 Böckler übersetzt hier Palladios. ’vtile, ò commodità, la perpetuità, & la bellezza; s. Palladio 1570, S. 6Google Scholar
  3. 3.
    Vitruv 1757, S. 10Google Scholar
  4. 4.
    Vitruv 1796, S. 31Google Scholar
  5. 5.
    Goldmann 1696, S. 1Google Scholar
  6. 6.
    Polack 1734, S. 167; fast wörtlich diese Definition auch bei Wagener 1768, 1. T. S. 1 und Andre 1797, S. 1Google Scholar
  7. 7.
    Erste Linien 1790, S. 1Google Scholar
  8. 8.
    Schütte 1979, S. 234–236, Anm. 8–10Google Scholar
  9. 9.
    Kraft 1759, S. 3 f.; Eberenz 1761, S. 2 Loen 1751 ff., 4. T. S. 142 spricht sogar von der Gesundheit als dem vornehmste(n) Stück der Baukunst, will sich damit aber vor allem gegen ein rein ornamentales Architekturverständnis aussprechen.Google Scholar
  10. 10.
    S. Analytische Tafel 1796; Die fast gleichzeitigen Definitionen von Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 83 f. bringen auf den Begriff, was auf der Analytischen Tafel als Gegenstandsbereiche genannt wird; so z.B. bei der Bequemlichkeit: Die Bequemlichkeit eines Gebäudes (...) besteht darin, daß das ganze Gebäude und die einzelnen Theile so angeordnet sind, daß man die Geschäfte, zu denen es bestimmt ist, gemächlich und ohne Hinderniß darin verrichten kann. Schon knapp einhundert Jahre früher schreibt Goldmann 1696, S. 26: Durch die Bequemlichkeit/verstehen wir eine solche Außtheilung eines Baues/daß alles zu seinem Gebrauche wohl gelegen und bey der Hand/und in keinem Stücke keine Verhinderung im wege sey...Google Scholar
  11. 11.
    Succov 1751, 2. und 3. S. der Vorr.Google Scholar
  12. 12.
    André 1797, S. 86 ähnlich auch Sturm, L.C. 1710, S. 190; Erläuterungen 1760, 4. S. des Vorberichts; Lüder 1788 ff., 1. T. S. 212Google Scholar
  13. 13.
    s. Schütte 1979, S. 237 Anm. 15Google Scholar
  14. 14.
    Succov 1751, S. 71Google Scholar
  15. 15.
    Stieglitz 1792 ff., 1. Bd. S. 83 so auch Polack 1734, S. 171; Sturm, L.C. 1745, S. 25; Eberenz 1761, S. 2; Birkner 1794, S. 3; Rumohr 1813, S. 233Google Scholar
  16. 16.
    Penther 1749, S. 5; s. auch Eberenz 1761, S. 12Google Scholar
  17. 17.
    Ebenda Polack 1734, S. 167 schreibt: Die Bau-Kunst ist eine Wissenschafft, alle Arten der Gebäude durch einen Raum nach unserer Bequemlichkeit und Nothdurfft einzuschliessen, und in ihrer Vollkommenheit anzugeben: Es sind aber die Gebäude vollkommen, wenn sie dauerhafft, bequem und zierlich seyn. Google Scholar
  18. 18.
    Succov 1751, 2. S. der Vorr.Google Scholar
  19. 19.
    Mönnich 1784, s. 275 Sulzer 1759, S. 59 definiert die Theorie der Baukunst als die Kunst(,) den Gebäuden, ohne Schaden ihrer wesentlichen Eigenschaften, so viel Schönheit zu geben, als möglich ist. Google Scholar
  20. 20.
    Zum Themenkomplex Architektur als freie Kunst s. Baeumler 1972, S. 68 ff.; Horn-Oncken 1967, S. 118 ff.; Kristeller 1951 ff., S. 505–14; Wittkower 1969, bes. S. 58 ff.Google Scholar
  21. 21.
    S. Horn-Oncken 1967, S. 118 f., 126Google Scholar
  22. 22.
    In den deutschsprachigen Traktaten finden sich sehr häufig Hinweise auf die Notwendigkeit, den Beruf des Architekten von dem des Handwerkers abzugrenzen und die Architektur als Wissenschaft zu deklarieren; s. Böckler in Palladio 1698, 4. S. d. Vorbereitung: Bestehet also die Baukunst mehr in der Speculation/dann in der Arbeit. L.C. Sturm 1710, S. 135: Was hegreiffet die Civil-Bau-Kunst in sich? Eine wohlgegründete Wissenschaft durch gute und deutliche Vorrisse Handwerck-Leute zu dirigiren/daß sie ein jedes Gebäude nach Proportion der Unkosten/starck/beqvehm und schön aufführen. Ähnliche Definitionen bei Goldmann 1696, S. 1; J. Sturm 1702, S. 880–82; Penther 1744, 1. T. S. 8 Die Klagen über die Unwissenheit der Handwerker sind weit verbreitet; s. Böckler 1678, S. 12; Anweisung 1752, S. 8 f.; Erläuterungen 1760, 6. S. d. Vorher.; Steingruber 1765, 1. T. 5. S. an d. Leser; Scheyb 1774, 2. T. S. 263; Stieglitz 1788, S. 25; Gedanken 1792, S. 39; Seiz 1792, S. 24 f.; Schauff 1806, S. 18 ff. Zur Überlegenheit der Architekten s. auch Stieglitz 1788, S. 5; Grillo 1796, S. 264; Riedel 1797, S. 15; Gedanken 1799, S. 8Google Scholar
  23. 23.
    Sulzer 1759, S. 56 Auch in der Übersetzung von Reynolds 1788, S. f. und bei Cleinow 1797a, S. 741 taucht die Wendung freie Künste in dieser neuen Bedeutung auf.Google Scholar
  24. 24.
    Batteux 1762, 1. Bd. S. 10; ähnlich Lindner 1771 ff., 1. Bd. S. 98Google Scholar
  25. 25.
    Sulzer 1759, S. 57 f.Google Scholar
  26. 26.
    S. Baeumler 1972, S. 85 f. und ders. 1975, S. 18–84Google Scholar
  27. 27.
    Natürlich gibt es hier schon Vorläufer in der Renaissance; etwa bei Alberti, s. Baeumler 1972, S. 72 f. Zur Kritik an mathematisch begründeten Regeln s. Panofsky 1975, S. 41 ff.Google Scholar
  28. 28.
    Sulzer 1759, S. 61 Zu den Vorläufern dieser von Sulzer formulierten Position gehört Perrault; s. dazu S. 102 f.Google Scholar
  29. 29.
    Kunstzeitung Augsburg 1772, S. 5Google Scholar
  30. 30.
    Batteux 1762, 1. Bd. S. 10 f.Google Scholar
  31. 31.
    S. Kristeller 1951 ff., 2. T. S. 17 ff.Google Scholar
  32. 32.
    S. Cleinow 1797a, bes. S. 741 f.; Anfangsgründe 1797, S. 149Google Scholar
  33. 33.
    Sulzer 1792 ff., 1. T. S. 314Google Scholar
  34. 34.
    Heydenreich 1798, S. 163 Sulzer 1792 ff., 1. T. S. 314 ff. will die Baukunst nur insofern als schöne Kunst behandeln, als sie vom Geschmack bestimmt ist. Ausgegrenzt wird das Mechanische und das Wissenschaftliche, das der Baumeister aus der Mathematik schöpfen muß. Google Scholar
  35. 35.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 69Google Scholar
  36. 36.
    ebenda 1792 ff., 1. Bd. S. 84Google Scholar
  37. 37.
    ebenda 1792 ff., 5. Bd. S. 71Google Scholar
  38. 38.
    Heydenreich 1798, S. 161Google Scholar
  39. 39.
    Büsch 1800, S. 401Google Scholar
  40. 40.
    ebenda 1800, S. 415Google Scholar
  41. 41.
    ebenda 1800, S. 407Google Scholar
  42. 42.
    Ebenda S. 409 Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 69 spricht von der Schönheit als einer Nebenabsicht der Baukunst.Google Scholar
  43. 43.
    S. dazu Baeumler 1972, S. 80 f.; zum Sittlich-Schönen s. Kristeller 1951 ff., 1. T. S. 499 f., 509 Büsch argumentiert natürlich auch innerhalb der deutschen Architekturtheorie nicht voraussetzungslos. Aber bezeichnenderweise lassen sich ähnliche Gedanken weniger bei seinen Zeitgenossen als im frühen 18. Jahrhundert nachweisen. So bei Chr. Wolff, der den Unterschied zwischen wahrer und falscher Schönheit von der Befolgung der Haupt-Absichten des Gebäudes und Absichten der Theile abhängig macht; s. Wolff 1750 ff., 1. T. S. 308. Wagner 1728, S. 23 meint das gleiche: Wie nun alle Dinge gut seyn in ihrem Wesen, also sind sie auch alle wesentlich schön, wenn sie nur das sind, was sie seyn sollen. Von dieser Schönheit ist hier nicht eigentlich die Rede, denn sonst wären alle Schwein-Ställe, Galgen und Raben-Steine schöne. Google Scholar
  44. 44.
    Die Begriffe ‚funktional‘, ‚Funktionalismus‘ usw. werden hier in dem heute üblichen Sinne benutzt: ‚Funktionalismus‘ als Theorie einer rein zweckgebundenen Architektur; wobei unter ‚Zweck‘ statisch-konstruktive Erfordernisse und solche der Raumdistribution verstanden werden. Diese Theorie ist insofern Ideologie, als die menschliche Bedürfnisstruktur als äußerst reduziert begriffen wird. Man übersieht z.B., daß auch die von dieser Theorie kritisierte Architektur Zwecke verfolgt; z.B. die der Repräsentation. Auf den ideologischen Gehalt der Begriffe mögen die Anführungszeichen hinweisen.Google Scholar
  45. 45.
    Rezension von Hirt (1804) 1805, S. 742Google Scholar
  46. 46.
    Decker 1711, 1. T. 1. S. der Vorr. s. auch Miri 1709, S. 56Google Scholar
  47. 47.
    Stieglitz 1792, S. 4; ähnlich Roppelt 1786, S. 11 Baumeister 1784, S. 6Google Scholar
  48. 48.
    Krubsacius 1759, S. 99; Mengs (1843), S. 84; Stieglitz 1801, 1. T. S. 5Google Scholar
  49. 49.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 69; ähnlich ebenda 1. Bd. S. 84Google Scholar
  50. 50.
    Penther 1744 ff., 1. T. S. 1 fast wörtlich übernommen bei Eberenz 1761, S. 12 und Birkner 1794, S. 3Google Scholar
  51. 51.
    Helfenzrieder 1787, S. 550; s. auch Schütte 1979, S. 241 Anm. 53Google Scholar
  52. 52.
    Voch 1780b, 2. S. d. Vorr.Google Scholar
  53. 53.
    Ebenda In diesem Sinne ist die Fassade eine Vor-Wand. Dieser Begriff taucht auf bei Sturm, L.C. 1745, S. 4; Belidor 1758, 5. B. S. 73; Voch 1783, S. 9 Bei Voch 1780 ff., 1. T. S. 107 heißt es vordere Wand. Google Scholar
  54. 54.
    Scheyb 1774, 2. T. S. 262: Zwo Sachen erfordern in jedem Gebäude eine besondere Aufmerksamkeit. Die innerliche Dauerhaftigkeit, und die äußerliche Schönheit. Google Scholar
  55. 55.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 71 Schon Böckler 1648, S. 5 spricht von der Schönheit/oder lieblichem Anschawen eines solchen Gebäwes/welche entspringt auß einer ordentlichen schönen Form vnnd Gestalt... Google Scholar
  56. 56.
    Riedel 1797, S. 20Google Scholar
  57. 57.
    Home 1775, 2. Bd. S. 571Google Scholar
  58. 58.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 72Google Scholar
  59. 59.
    Milizia 1784 ff., 1. T. S. 5Google Scholar
  60. 60.
    Zur Tradition des Symmetrie-Begriffs s. Kambartel 1972, bes. S. 18, 36Google Scholar
  61. 61.
    Succov 1751, S. 9 An diesen Gedanken knüpft direkt Cancrin 1792a, S. 55 an. Zur Abhängigkeit der Schönheit von decorum: Sturm, J.C. 1702, S. 1020, 1022; Liebknecht 1724 ff., 2. Bd. S. 212; Eberenz 1761, S. 5, 29; Izzo 1773, S. 114; Home 1775, 2. Bd. S. 610; Helfenzrieder 1787, S. 550; Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 71; Sulzer 1792 ff., 1. T. S. 315Google Scholar
  62. 62.
    Anweisung 1752, S. 11 f. der Vorr. Gegen Perrault argumentiert auch Eberenz 1761, S.7 f.Google Scholar
  63. 63.
    Lüder 1788 f., S. 216 f.Google Scholar
  64. 64.
    Sturm, J.C. 1702, S. 1019 f.Google Scholar
  65. 65.
    Rohr 1713, S. 6 f. so auch Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 213; Helfenzrieder 1787, S. 551; Untersuchungen 1788, S. 176; André 1797, S. 86Google Scholar
  66. 66.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 70 André 1797, S. 86 spricht von Acribie, oder Beobachtung des Winckelmaaßes, der senkrechten und wassergleichen Linien als dem zweiten Kriterium der wesentlichen Schönheit. Google Scholar
  67. 67.
    Anleitung 1776, S. 105Google Scholar
  68. 68.
  69. 69.
    Izzo 1773, S. 114; s. auch Schütte 1979, S. 242 Anm. 71Google Scholar
  70. 70.
    Zum Verhältnis Teile — Ganzes: Böckler 1648, S. 5; Böckler 1684, 2. S. der Vorr.; Palladio 1698, S. 2; Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 318; Succov 1751, S. 9; Wagener 1768, 1. T. S. 2; Izzo 1773, S. 6; LeCamus 1789 f., S. 115; Günther 1791, S. 8, 61; Moritz 1793, S. 42; Cleinow 1797a, S. 743Google Scholar
  71. 71.
    Mönnich 1784, S. 227Google Scholar
  72. 72.
    Büsch 1800, S. 412; s. auch Schütte 1979, S. 242 Anm. 74Google Scholar
  73. 73.
    Ebenmaaß in der Bedeutung von Symmetrie bei Izzo 1773, S. 114; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 381; Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 72Google Scholar
  74. 74.
    Eberenz 1761, S. 10Google Scholar
  75. 75.
    Birkner 1784, S. 124 f.Google Scholar
  76. 76.
    Böckler 1684, 2. S. der Vorr.Google Scholar
  77. 77.
    Fäsch 1713, 1. T. S. 37, 2. T. S. 41, 59; s. auch Schütte 1979, S. 243 Anm. 79Google Scholar
  78. 78.
    Vitruv I, 2 s. Vitruv 1976, S. 38 f. zur französischen Diskussion s. Kambartel 1972, S. 18 ff.; Kask 1971, S. 15 ff.Google Scholar
  79. 79.
    S. Sturm, J.C. 1702, S. 1002; Sturm, L.C. 1710, S. 135; Liebknecht 1724 ff., 2. T. S. 213; Penther 1744 ff., 2. T. S. 2; Penther 1749, S. 1; Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 313; Eberenz 1761, S. 79 f.; Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 197 ff.; Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 381; Stieglitz 1788, S. 22; Günther 1791, S. 9Google Scholar
  80. 80.
    Vitruv I, 2 s. Vitruv 1976, S. 38 f. Diesen Sachverhalt kritisiert bereits Sturm, J.C. 1702, S. 1023Google Scholar
  81. 81.
    Eurhythmie als Spiegelsymmetrie: Wolff 1750 ff., 1. Bd. S. 313; Hederich 1756, S. 251 ff.; Eberenz 1761, S. 19 f.; Izzo 1773, S. 117; Birkner 1794, S. 127 Eurhythmie als Proportion: Vitruv 1757, S. 159; Helfenzrieder 1787, S. 551; Anfangsgründe 1797, S. 224Google Scholar
  82. 82.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 2; s. auch ders. 1788, S. 22 f.Google Scholar
  83. 83.
    Birkner 1794, S. 126Google Scholar
  84. 84.
    Zu Unrecht beruft er sich auf Vitruv, wenn er schreibt: Vornehmlich wird verstanden durch die Zierlichkeit/dasjenige Theil/welches Virtuvius Euryhtmiam nennet...; Goldmann 1696, S. 28. Ähnlich äußert sich auch Sturm, L.C. 1745, S. 30Google Scholar
  85. 85.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 197Google Scholar
  86. 86.
    Ebenda S. 198 f.Google Scholar
  87. 87.
    André 1797, S. 86; ebenda S. 87 eine entsprechende DefinitionGoogle Scholar
  88. 88.
    Izzo 1773, S. 113Google Scholar
  89. 89.
    LeCamus 1789 ff., 1. Bd. S. 115Google Scholar
  90. 90.
    Succov 1751, 3. S. der Vorr.; fast wörtlich auch bei Günther 1791, S. 61 ff. Die Übereinstimmung des Mannigfaltigen, wie Kraft 1759, S. 4 formuliert, ist auch von den Verzierungen zu fordern, die an dem Gebäude angebracht sein können: Eine größere Mannigfaltigkeit in der Bildung der Theile, die dem Auge angenehm ist, sonst aber nicht nothwendig wäre, macht die Zierrathen aus...; Mönnich 1784, S. 277Google Scholar
  91. 91.
    Mönnich 1784, S. 346 f.Google Scholar
  92. 92.
    Anweisung 1752, S. 10, 11Google Scholar
  93. 93.
    Anweisung 1752, S. 10 Ebenfalls in den beiden folgenden Zitaten von Jugel 1744, S. 260 und Izzo 1773, S. 6 ist diese generelle Bedeutung gemeint: Die größte Zierlichkeit eines Gebäudes bestehet hauptsächlich darinnen, daß eine gute Symmetrie an demselbigen wohl in acht genommen wird...; Machen endlich die Theile kein Ganzes aus: ist keine Zierlichkeit, keine Übereinstimmung zwischen ihnen und dem Ganzen... Google Scholar
  94. 94.
    So besteht für Cancrin 1792a, S. 295 die Zierlichkeit in einer künstlichen Verknüpfung vieler mit einander abwechselnden Bauzierrathen. Google Scholar
  95. 95.
    Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 387 Derselbe Verfasser schreibt schon 1773: Zierlichkeit (Elegance) man sagt es von Gegenständen, wo alles Überflüßige gemieden ist, so das sie dadurch gefallen; Reinhold 1773, S. 245. Elegans und Elegantia als Synonyma für Zierlichkeit bei Anweisung 1752, S. 10 und Sulzer 1792 ff., 4. Bd. S. 758Google Scholar
  96. 96.
    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 5 s. auch Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 350: Verzierung, Zierlichkeit, besteht darin, daß den großen Theilen der Gebäude noch kleine Theile hinzugefügt werden, die ihnen zum Schmuck dienen, und dem Ganzen ein angenehmes und einnehmendes Ansehen geben sollen. s. auch Schauff 1806, S. 14Google Scholar
  97. 97.
    Cancrin 1792a, S. 296Google Scholar
  98. 98.
    Architectura 1720, 2. S. der Vorr.Google Scholar
  99. 99.
    Succov 1751, S. 9Google Scholar
  100. 100.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 71 Bei den landwirtschaftlichen Gebäuden fehlt die Zierlichkeit. Gleicher Meinung sind J.C. Sturm 1702, S. 1056; Wagener 1768, 1. T. S. 3; Keferstein 1776, S. 6; Stieglitz 1792 ff., 3. Bd. S. 340; Gilly, D. 1797 ff., 1. T. S. 1Google Scholar
  101. 101.
    Sturm, L.C. 1745, S. 8Google Scholar
  102. 102.
    Vignola 1620, S. 14; ders. 1687, S. 3; ders. 1735, passim; ders. 1739, passim Ornament, bzw. Ornamente im Sinne von Gebälk bei: Böckler 1648, S. 39; Cammermayer 1678, Fig. 1 und 2; Sturm, L.C. 1706, S. 28; Sturm, L.C. 1708, S. 9; Indau 1722, S. 4; Steingruber 1765, 2. T. 2. S. an den leser ornamento bzw. ornamenti gebrauchen im gleichen Sinne: Scamozzi 1678, S. 2; Sturm, J.C. 1702, S. 971; Zedier 1732 ff., 2. Bd. (1732) Sp. 794, 25. Bd. (1740), Sp. 1962; so auch ornamenta bei Wolff 1716, Sp. 1002. Dieser Begriffsinhalt geht auf Vitruv zurück. Er schreibt z.B. von der Stellung der epistylorum et ceterorum ornamentorum der Säulen; s. Vitruv VII, Vorr. s. Vitruv 1976, S. 310; s. auch Vitruv 1796, 1. T. S. 159 ff., 2. T. S. 91.Google Scholar
  103. 103.
    Vitruv I, 1: Historias autem plures novisse oportet, quod multa ornamenta saepe in operibus architecti designant, die quibus argumentis rationem, cur fecerunt, quaerentibus reddere debent. Fensterbusch übersetzt: Mancherlei geschichtliche Ereignisse aber muß der Architekt kennen, weil die Architekten oft an ihren Bauten viel Schmuck anbringen, über deren Bedeutung sie denen, die danach fragen, warum sie ihn angebracht haben, Rechenschaft ablegen müssen; Vitruv 1976, S. 25Google Scholar
  104. 104.
    Felibien 1699, S. 28Google Scholar
  105. 105.
    Le Virloy 1770 f., 2. Bd. S. 350 ähnliche Definitionen bei Gastellier 1753, S. 176; Encyclopedie 177S ff., 24. Bd. S. 50Google Scholar
  106. 106.
    Wolff 1716, Sp. 1001; Penther 1744 ff., 1. T. S. 21; Reinhold 1773, S. 245; s. auch Schütte 1979, S. 246 Anm. 109Google Scholar
  107. 107.
    Zedier 1732 ff., 35. Bd. (1743) Sp. 471Google Scholar
  108. 108.
    Brockhaus Encyclopädie, Wiesbaden 1966 ff. Bd. 13 (1971), S. 814Google Scholar
  109. 109.
    Wie wichtig jedoch gerade die inhaltliche Bedeutung des ornamentum ist, wird sich später — bei der Analyse des decorum-Begriffs — zeigen; s. unten S. 99 ff.Google Scholar
  110. 110.
    S. dazu Grimm 1854 ff., 12. Bd. 1 Abt., Sp. 2624Google Scholar
  111. 111.
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    Schauff 1806, S. 14 Zur Schreibweise des Wortes läßt sich nur so viel sagen, daß um 1700 die Form Zierrath die Regel ist, um 1800 dagegen Zieratb. Google Scholar
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    Riedel 1797a, S. 51 Zur Unterscheidung wesentliche — zufällige Schönheit s. S. 208 Anm. 10Google Scholar
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    Belidor 1757 f., 5. B. S. 76 s. auch Scamozzi 1678, S. 128; Stieglitz 1792, S. 321; Riedel 1797a, S. 52Google Scholar
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    Erste Linien 1790, S. 163; der Begriff außerwesentliche Zierathen auch bei Krubsacius 1759, S. 176 und Scheyb 1774, 2. T. S. 291Google Scholar
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    Eberenz 1761, S. 21 Von der Schönheit als der zufälligen oder außerwesentlichen Vollkommenheit schreiben Succov 1751, S. 2, 5 und Günther 1791, S. 6. Mönnich 1784, S. 275 stellt die Schönheit den wesentlichen Eigenschaften eines Gebäudes gegenüber.Google Scholar
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    D.h. Ordnung, Ebenmaß, Schicklichkeit und gute Verhältnisse, so nach Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 350 dieser Begriff auch bei Krubsacius 1759, S. 176; Scheyb 1774, 2. T. S. 291; André 1797, S. 87 In der Vitruv-Ausgabe von 1757 wird sie die positive oder gewisse Schönheit genannt; s. Vitruv 1757,.S. 65.Google Scholar
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    Racknitz 1796, III. Heft 5. Abt. S. 7 ff. s. auch Anweisung 1752, S. 16 ff.; Hederich 1772, S. 321 ff.; Voch 1780b, S. 199 ff.; Jester 1785, S. 339 f.Google Scholar
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    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 350 s. auch Helfenzrieder 1787, S. 469 Büsch 1800, S. 499 schreibt: Der angehängte oder angehefteten Verzierungen ist eine sehr grosse Mannigfaltigkeit. Google Scholar
  131. 131.
    Stieglitz 1792 ff., 5. Bd. S. 350; s. auch Schütte 1979, S. 249 Anm. 135 Der Zustand der Schmucküberladenheit wird auch bezeichnet als: Schönheiteley: Goethe 1773, Ausgabe Stuttgart 1968, S. 99; Schönheitskünstelei: Büsch 1800, S. 410, 411; Ziererey: Reinhold 1784a, 1. Bd. S. 389; Sulzer 1792 ff., 4. Bd. S. 679Google Scholar
  132. 132.
    Goethe 1773, Ausgabe Stuttgart 1968, S. 99 Der Satz wird auch von Costenoble 1812, S. 60 referiert.Google Scholar
  133. 133.
    Sturm, L.C. 1718c, S. 41 In den Untersuchungen 1788, S. 129 heißt es: Sind Einfalt und sparsame Verzierungen eine Vollkommenheit der meisten Gebäude, so sind sie an dem schönen eine wesentliche Eigenschaft. S. auch Stieglitz 1788, S. 26Google Scholar
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    Dalberg 1792, S. 35 Spricht Dalberg von zweckmässig, so Roppelt 1786, S. 14 von Nutzbarkeit: Die Zierathen sind nicht ehe ganz vollkommen, als bis sie die Miene der Nutzbarkeit an sich tragen. Google Scholar
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    Milizia 1784 ff., 1. Bd. S. 55Google Scholar
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    Decker 1711 ff., 1. T. 1. S. der Erkl. des Titelku. verweist bei einer Allegorie der zur Baukunst gehörenden Künste darauf, daß die Bildhauerei eine Statue in der Hand hält, zu bemerken/daß schöne Gebäude durch die Statuen am besten ausgeschmückt und lebendig gemacht werden. Google Scholar
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    S. dazu weiter unten S. 79 f.Google Scholar
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    Izzo 1773, S. 118 Nach Le Roy 1768, S. 259 sehen alle erleuchteten Nationen in Europa... die Säulen als Quellen der größten Schönheiten in der Baukunst an. Eberenz 1761, S. 30 spricht von den Säulen als einem der fürtrefflichsten und ältesten Muster der in der Baukunst erfundenen Schönheiten. Google Scholar
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    Adelung 1774, S. 116Google Scholar
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    Penther 1744 ff., 2. T. S. 4; s. auch Schütte 1979, S. 251 Anm. 146Google Scholar
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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1986

Authors and Affiliations

  • Ulrich Schütte

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