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Ideen haben

  • Valentin Braitenberg

Zusammenfassung

Die Zeit ist gekommen, sich zurückzulehnen und die sonderbare Gesellschaft der Wesen zu betrachten, die unser Laboratorium bevölkern. Sie gehen ihren Geschäften nach und folgen dabei Gesetzen, die wir zum Teil verstehen, weil wir sie selbst erfunden haben, zum Teil nicht, weil sie sich über eine Art Darwinschen Prozeß entwickelt haben. Die Dinge, für die sie sich interessieren, sind durch einfache Eigenschaften wie Geruch und Farbe gekennzeichnet, oder durch abstraktere Definitionen wie die Periodizität der Färbung oder die Symmetrie des Umrisses. Diese formalen Eigenschaften können sogar für noch abstraktere Definitionen stehen, wie im Fall der bilateralen Symmetrie, die die Situation „Jemand will etwas von mir“ bedeutet. Einige unserer Vehikel bewegen sich auf glatten Bahnen umher, als würden sie von den Quellen verschiedener, sich überlagernder Kräftefelder angezogen und abgestoßen. Andere scheinen Entscheidungen zu fällen, die sie plötzlich aus einem phlegmatischen Zustand reißen und sie veranlassen, sich in gelegentliche Abenteuer zu stürzen, wonach sie in ihren Ruhezustand zurückfallen. Sie scheinen ihre Umgebung ziemlich gut zu kennen, da sie manche Objekte sozusagen mit geschlossenen Augen erreichen, so daß man bei ihnen wohl eine innere Landkarte annehmen muß, auf der die Lage der Gegenstände verzeichnet ist. Im Ganzen sind diese Wesen überraschend geschickt, besonders wenn man die begrenzte Intelligenz bedenkt, die wir selbst, ihre Schöpfer, in sie investiert haben.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1986

Authors and Affiliations

  • Valentin Braitenberg

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