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Die Planung und Steuerung der Einheit

  • Michael Rein

Zusammenfassung

Unter dem Begriff Planung kann mit Kuhn “die vorausschauende, d. h. gedankliche Festlegung der Unternehmung für die Zukunft (Zitat im Original in Gänze Fettdruck)” verstanden werden. Sie ist ein Merkmal wirtschaftender Tätigkeit.2 Als prospektives Denkhandeln stellt Planung eine Form geistiger Betätigung3 dar, mit der zukünftiges Tathandeln vorweggenommen werden soll4. Einhergehend mit der Kennzeichnung als geistige Tätigkeit, kann auch der informationeile Charakter der Planung hervorgehoben werden: Verbunden mit der Planung ist die Gewinnung, Aufnahme, Speicherung, Verarbeitung und Übertragung von Informationen.5

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Hinweise

  1. 1).
    Kuhn, A.: Unternehmensführung; 2., völlig überarbeitete Auflage, München 1990, S. 7; zu anderen Begriffsfassungen vgl. Koch, H.: Planung, betriebswirtschaftliche; in: Grochla, E.; Wittmann, W. (Hrsg.), HWB, Bd. 2, Stuttgart 1975, Sp. 3002Google Scholar
  2. 4).
    Vgl. Kosiol: Zur Problematik der Planung in der Unternehmung, in: ZfB, 37. Jg., 1967, S. 79Google Scholar
  3. 6).
    Kilger: Industriebetriebslehre, Bd. I, Wiesbaden 1986, S. 102Google Scholar
  4. 1).
    Vgl. Hax, K.: Planung und Organisation als Instrumente der Unternehmensführung, in: ZfhF, N. F., 11. Jg., 1959, S. 605Google Scholar
  5. Grochla: Führung, Führungskonzeptionen und Planung, in: Szyperski, N. (Hrsg.), HWPlan, Stuttgart 1989, Sp. 542;vgl. dazu auch Steinmann, H.; Schreyögg, G.: Management; 2., durchgesehene Auflage, Wiesbaden 1991, S. 9 f.Google Scholar
  6. 1).
    Vgl. Mag, W.: Planung, in: Bitz, M.; Dellmann, K.; Domsch, M.; Egner, H. (Hrsg.), Vahlens Kompendium der Betriebswirtschaftslehre, Bd. 2; 2., überarbeitete und erweiterte Auflage, München 1990, S. 6Google Scholar
  7. 5).
    Zur Beründung der Notwendigkeit von Koordination durch das Vorhandensein von Interdependenzen vgl. Frese: Koordination, in: Grochla, E.; Wittmann, W. (Hrsg.), HWB, Bd. 2, Stuttgart 1975, Sp. 2265Google Scholar
  8. 1).
    In der Literatur wird die Entscheidung abweichend von der hier vertretenen Auffassung häufig zu den Planungsphasen gezählt; vgl. dazu die Übersicht bei Fandel, G.: Begriff, Ausgestaltung und Instrumentarium der Unternehmensplanung, in: ZfB, 53. Jg., 1983, S. 482Google Scholar
  9. 1).
    Zu den Gliederungskriterien vgl. Rühli: Unternehmensführung und Unternehmenspolitik, Bd. 2; 2., überarbeitete Auflage; Bern, Stuttgart 1988, S. 58–61Google Scholar
  10. 1).
    Vgl. Schweitzer, M.: Planung und Kontrolle, in: Bea, F. X.; Dichtl, E.; Schweitzer, M. (Hrsg.), Allgemeine Betriebswirtschaftslehre; 4., durchgesehene Auflage, Bd. 2 — Führung; Stuttgart, New York 1989, S. 26Google Scholar
  11. 2).
    Beste: Wirtschaftsplanung, in: Nicklisch, H. (Hrsg.), HWB, 2. Auflage, Bd. II — 2. Halbband, Stuttgart 1939, Sp. 2342Google Scholar
  12. 5).
    Kosiol: Planung als Lenkunqsinstrument der Unternehmungsleitung, in: ZfB, 35. Jg., 1965, S. 394Google Scholar
  13. 1).
    Vgl. dazu insbesondere Albach, H.: Die Koordination der Planung im Großunternehmen, in: ZfB, 36. Jg., 1966, S. 795 f.Google Scholar
  14. Kern, We.: Kennzahlensysteme als Niederschlag interdependenter Unternehmensplanung, in: ZfbF, 23. Jg., 1971, S. 701–703Google Scholar
  15. 1).
    Koch: Budgetierung, in: Büschgen, H. E. (Hrsg.), HWF, Stuttgart 1976, Sp. 223; Koch gliedert die hierarchische Planung in (langfristige) Grundsatzplanung, strategische Planung, operative Planung und taktische Planung, vgl. derselbe, Planung, a. a. O., Sp. 3005 f.; Koch gebraucht die Begriffe Integration und Koordination synomym, vgl. derselbe: Integrierte Unternehmensplanung, Wiesbaden 1982, S. 9 und S. 28Google Scholar
  16. 7).
    Zu den Begriffen statisch adaptive und dynamisch aggressive Unternehmensphilosophie vgl. Albach: Betriebswirtschaftliche Anforderungen an eine langfristige Unternehmensplanung, in: Gutenberg, E. (Hrsg.), ZfB-Ergänzungsheft 2, 1968, S. 6 f.Google Scholar
  17. 1).
    Vgl. Bleicher, K.; Hahn, D.: Konzernplanung, in: Szyperski, N. (Hrsg.), HWPlan, Stuttgart 1989, Sp. 903; Bleicher/Hahn zählen auch die Organisationsstrukturplanung zur strategischen Konzernplanung. Die Planung der Konzernorganisation soll — wie aus III. 2.1 ersichtlich — wegen ihres die Einheit betreffenden Charakters im Zusammenhang dieser Arbeit unter die Konzerngrundsatzplanung subsumiert werden; zu einer alternativen Auswahl der Inhalte strategischer Konzernplanung vgl. Scheffler: Strategische Planung im Konzern, in: Jacob, H. (Hrsg.), Schriften zur Unternehmensführung, Bd. 30 — Strategisches Management 2, Wiesbaden 1983, S. 18Google Scholar
  18. 1).
    Gälweiler: Unternehmenssicherung und strategische Planung, in: ZfbF, 28. Jg., 1976, S. 371; vgl. dazu auch Winand, U.2 Erfolgspotentialplanung, in: Szyperski, N. (Hrsg.), HWPlan, Stuttgart 1989, Sp. 441Google Scholar
  19. 5).
    Vgl. Szyperski, Winand: Duale Organisation, in: ZfbF, 31. Jg., ZfbF-Kontaktstudium, 1979,, S. 196Google Scholar
  20. 2).
    Arbeitskreis Professor Dr. Krähe der Schmalenbach Gesellschaft, a. a. O., S. 31; vgl. auch Wörn, a. a. O., S. 157; Fixe Kosten sind die Kosten der Betriebsbereitschaft. Sie sind in ihrer Höhe demzufolge davon abhängig, inwieweit ein Unternehmen (ein Konzern) eine eigene Betriebsbereitschaft aufbaut. Der Anteil fixer Kosten an den Gesamtkosten eines Unternehmens kann durch Verfahrensweisen, die als ‘wechselnde Formen der Betriebsanbindung’ bezeichnet werden, vermindert wer den. Fixe Kosten werden durch sie in variable Kosten umgewandelt. Denkbare Vorgehensweisen sind bspw. die Entnahme fertiger Leistungen aus dem Markt oder das Anmieten von Betriebsbereitschaften. (Vgl. Bergner: Der Ersatz fixer Kosten durch variable Kosten, in: ZfbF, 19. Jg., 1967, S. 143, S. 144 ff. und S. 153 ff.) Im Falle der beschriebenen Integration von Fertigungsstufen, und damit der Erweiterung oder dem Aufbau einer vertikalen Konzernstruktur, ist die Betriebsanbindung in Anlehnung an Bergner als fest zu erachten; Marktbeziehungen sind in diesem Rahmen ausgeschaltet.Google Scholar
  21. 2).
    Vgl. Koch: Die zentrale Globalplanung als Kernstück der integrierten Unternehmensplanung, in: ZfbF, 24. Jg., 1972, S. 227 ff.; wörtlich verwendet er diesen Begriff in ebenda, S. 236Google Scholar
  22. 1).
    Vgl. Peisl, A.; Lüttge, B.: Konzeption und Organisation der Unternehmensplanung der Siemens AG, in: ZfbF, 27. Jg., 1975, S. 349 ff.; fernerGoogle Scholar
  23. Greeß, W.; Ziegler, H.: Organisation und Rechnungswesen des Hauses Siemens, in: ZfbF, 33. Jg., 1981, S. 1103 f.Google Scholar

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1993

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  • Michael Rein

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