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Kleists Autorschaft

  • Frank Haase

Zusammenfassung

Kleists Leben ist Literatur. Seine Literatur ist der Versuch, den Text seiner medial initiierten Einstimmung zu verbalisieren. Aber wer sein Schrei ben als die Übersetzung eines kulturellen Codes versteht, dessen Resonanzpunkte das bewußtseinsmäßige Sprechen befehlen, der schreibt, was üblicherweise hinter Texten vermutet wird. Dem Appell Friedrich Schlegels, Texte „philologisch (zu) lesen“ (1), versagen sich deshalb Kleists Texte. Der Anachronismus ist eklatant. In jenen Tagen, da Leser auf das Lesen zum „absoluten Verstehen“ (2) von Texten eingeschworen wurden, maßte sich ein ehemaliger Reserveleutnant an, diese Aufgabe seinen Lesern abzunehmen und das Ergebnis gleich selbst zu schreiben.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1986

Authors and Affiliations

  • Frank Haase

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