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Die Stimme und das Bild

  • Frank Haase
Chapter

Zusammenfassung

Die nächsten Monate nach Kleists Rückkehr aus Würzburg stehen ganz im Zeichen seiner neuen Identität (1). Von der Sehnsucht erfüllt, das auf Kanal ‚Liebe’ empfangene Programm ‚Sphärenmusik’ in sich darstellen zu können, beginnt er systematisch die Ausmessung seines mütterlichen Erbteils ‚Innerlichkeit’, wobei das väterliche mit einer Anstellung im preußischen Staatsdienst immer mehr in den Hintergrund rückt. Intensive Studien werden in der Hoffnung gemacht, Fingerzeige aus der vergleichenden Naturbertachtung zu erhalten. Die Anlegung eines „Ideenmagazins“ soll dabei das Material jener Momente enthalten, wo er in der Begegnung mit der Natur von jenem bedeutungsschwangeren Rauschen erfüllt wird. Kleists Wunsch, Schriftsteller zu werden, entspringt dem Glauben, seine Einheit der Mannigfaltigkeit in der „Geschichte meiner Seele“ niederschreiben zu können. Neben seinen Selbst-Studien in und an der Natur ist der Briefwechsel, ist Wilhelmine die zweite Quelle seiner Sphärenmusik-Übersetzung (2).

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1986

Authors and Affiliations

  • Frank Haase

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