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Die Dispositive der Macht: Wodurch die Fixer dazu gebracht werden, das zu sein, was sie sind16

  • Peter Noller

Zusammenfassung

Im Alltag ist der Fixer einerseits konfrontiert mit Einrichtungen der sozialen Kontrolle, mit Institutionen des Rechts, der Gesundheit, des Sozialwesens, andererseits mit Verhaltensweisen der 》Normalbürger《 gegenüber der Szene und dem sozialen Bild von Drogen und Sucht, wie es in der Medienöffentlichkeit produziert wird. Zwischen diesen unterschiedlichen Systemen der Öffentlichkeit und des gesellschaftlichen Lebens besteht eine spezifische Ordnung von Beziehungen. Es handelt sich dabei um eine komplexe strategische Situation, welche konkrete Bedingungen der Ausübung von Macht hervorbringt, die Michel Foucault (1978) als 》Dispositive der Macht《 beschrieben hat. Diese produzieren durch Ausschließung, Invalidation und Disqualifikation, bezogen auf den Untersuchungsgegenstand dieser Arbeit, einen Diskurs über die Wahrheit der Drogenszene und das 》wahre Leben《 in der bürgerlichen Gesellschaft. Der Drogendiskurs übt dabei konkrete Macht insofern aus, als er die praktische Anwendung von herrschenden Normen, Werten und Rechtsformen in den Institutionen der sozialen Konkrolle bestimmt.

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© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1989

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  • Peter Noller

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