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Grundlegung

  • Hermann Nink
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Zusammenfassung

Eine Reihe von Gründen spricht dafür, daß die Informationsvermittlung als benutzerorientierte und problemadäquate Informationsversorgung stark wachsen wird. Dazu lassen sich einige Hypothesen formulieren, die im folgenden weiter untersucht werden:
  • Die Kosten je Outputeinheit der problemadäquaten Informationsbereitstellung sinken im Laufe der Zeit. Dieses wird insbesondere durch Automatisierung (Elektronische Datenverarbeitung, Telekommunikation usw.) erreicht. Deswegen können Problemlösungen durch Informationsvermittlung zu abnehmenden Kosten unterstützt werden.

  • Es besteht ein noch aktivierbares, großes Nutzenpotential für Konsumenten und Produzenten, indem sie ihre Konsum- oder Produktionsentscheidungen durch vermehrten Informationseinsatz effizienter als bislang gestalten. Daß dieses Potential noch nicht aktiviert wurde, liegt an mangelndem Informationswertbewußtsein, derzeit noch hohen Mormationsbeschaffungskosten, geringem Benutzungskomfort der Informationsressourcen usw.

  • Die zunehmende Informationsflut empfiehlt den verstärkten Einsatz von Methoden der Informationsvermittlung, um die vielen und sehr unterschiedlichen Informationsressourcen effektiver zu nutzen.

  • Der wirtschaftliche Wettbewerb nimmt zu, z.B. durch die Liberalisierung des Welthandels sowie durch die zunehmende Mobilität der Produzenten und Konsumenten. Die Produzenten sind folglich gezwungen, ihre Entscheidungseffizienz ständig zu erhöhen. Sie ist z.B. durch eine bessere Informationsversorgung erreichbar.

  • Für den Konsumenten zahlt sich eine eingehende Informierung immer mehr aus. Anzahl und Komplexität der ihm angebotenen Waren nehmen ständig zu, und eine produktwertbetreffende Unterscheidungsfähigkeit macht sich für den Konsumenten immer positiver bemerkbar. Kann er den Wert der angebotenen Produkte für sich durch eine intensivere Informierung besser erkennen, hilft Informationsvermittlung, mit seinem Einkommen eine höhere Bedürfnisbefriedigung zu erzielen.

  • Die Produktlebenszyklen werden kürzer. Damit nehmen Produktinnovationen je Zeiteinheit zu. Innovationen erfordern aber eine intensive Informationsversorgung, z.B. in Form von Markt-, Patent-, Werkstoff-, Experten-, Technologie- und Herstellerrecherchen. Das fuhrt zu einem steigenden Bedarf an entscheidungsunterstützenden Informationen.

  • Informationsvermittlung stellt ein hohes und umweltschonendes Wertschöpfungs- und Beschäftigungspotential dar.

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Notes

  1. 1).
    Bezugsrahmen erfüllen “primär heuristische Funktionen.… In erster Linie dient ein theoretischer Bezugsrahmen dazu, das Denken über komplexe reale Systeme zu ordnen und exploratorische Beobachtungen zu leiten, die mit der Zeit eine genügend große Zahl von Beobachtungsaussagen erbringen, um konkrete Modelle mit konkreten Gesetzeshypothesen zu formulieren … Bezugsrahmen erleichtern es dem Praktiker, akzeptable Problemdefinitionen zu formulieren, komplexe Probleme in einfachere Teilproblerne zu zerlegen und hierfür Lösungshypothesen zu generieren.” (Kirsch 1971, S. 241–242).Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Hermann Nink

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