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Besteuerung der Unternehmensmittel

  • Dieter Schneider
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Zusammenfassung

Als Unternehmensmittel bezeichnen wir Arbeitsleistungen, Sachen, Rechte und wirtschaftliche Vorteile (z. B. Kenntnisse), die ein Unternehmer beschafft, besitzt oder einsetzt. Meistens spricht man anstelle von Unternehmensmitteln von „Produktionsfaktoren“. Indes wird die Frage, was zu den Produktionsfaktoren zählt, unterschiedlich beantwortet: In der Verteilungs- und Wachstumstheorie trennt man meist nur Arbeit und Kapital als Produktionsfaktoren. In der betriebswirtschaftlichen Kostentheorie geht man sehr viel mehr ins einzelne und erklärt entweder die Bestände an Arbeitern, Werkstoffen und Betriebsmitteln zu Produktionsfaktoren oder nur die Leistungsabgaben der Arbeiter, Werkstoffe und Betriebsmittel. Für die Kostentheorie ist es darüber hinaus zweckmäßig, Geld (Kapital) nicht als Produktionsfaktor anzusehen, sondern nur jene Güter, die beim Herstellungsvorgang unmittelbar mitwirken. Es werden nicht einmal alle Güter als Produktionsfaktoren angesehen. Vielmehr werden die Produktionsfaktoren, die im Herstellungsvorgang selbst verwendet werden, getrennt von den Produktionsvorbedingungen, die Voraussetzung für den Herstellungsvorgang sind.2 Zu den Produktionsvorbedingungen zählen vor allem der Grund und Boden, aber auch Gebäude, Lagerhallen und Rechte (z. B. Patente) sowie wirtschaftliche Vorteile, wie „know how“.

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Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1974

Authors and Affiliations

  • Dieter Schneider

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