Advertisement

Plädoyer für sozialwissenschaftliche Bildung

  • Peter Derschka
  • Adolf Stöber
Chapter
  • 19 Downloads
Part of the Studienbücher zur Sozialwissenschaft book series (STBS, volume 37)

Zusammenfassung

Der noch heute gültige, wenn auch umstrittene Bildungsbegriff geht auf die deutsche Klassik und den philosophischen Idealismus zurück. Schiller schreibt in einem Brief an Körner im Jahre 1801: „... der Weg zum Vortrefflichen geht nie durch die Leerheit und das Hohle, wohl aber kann das Gewaltsame, Heftige zur Klarheit und die rohe Kraft zur Bildung gelangen“ (Schiller 1952, Bd. 1, S. 117). Und Goethe äußert sich im Jahre 1807 gegenüber Riemer: „Die Bildung wird zwar von einem Wege angefangen, aber auf ihm nicht vollendet. Einseitige Bildung ist keine Bildung“ (Goethe o. J., S. 94). Wilhelm von Humboldt entwickelte eine Bildungstheorie, die, der deutschen Klassik und dem philosophischen Idealismus verpflichtet, sich eine Menschheitsbildung zum Ziel setzte. Bildung galt als ein universales und begründbares Handlungsprinzip, auf das hin der Mensch sozialisiert werden müßte.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Literatur

  1. (20).
    Seit R. W. Tyler, Basic Principles of curriculum and Instruction, Chicago 1950, ein konzeptionelles Schema für die Curriculumentwicklung vorgelegt hat, sind seine Fragen für die gesamte Curriculumdiskussion wegweisend geblieben: Welche Ziele werden mit dem Curriculum verfolgt und mit welchen Lernerfahrungen sind diese Ziele zu erreichen? Wie müssen Lernerfahrungen geplant und organisiert werden, um einen effizienten Unterricht zu gewährleisten? Und wie ist schließlich eine Evaluation des Curriculums, die Überprüfung der Zielerreichung, zu bewerkstelligen?Google Scholar
  2. (20a).
    Die Unterscheidung zwischen Lernzielen und Lehrinhalten wird nicht deutlich (z. B. bei C. H. Reisse, Vorschläge zur Verwendung der Termini „Curriculum” und „Curriculum forschung”, in: Mitteilungen der Berufsbildungsforschung, 1/1972;Google Scholar
  3. (20b).
    oder bei H. A. Hesse, W. Manz, Einführung in die Cur-riculumforschung, Stuttgart 1972). Kein Lernziel kann verständlich werden, wenn nicht zugleich jene Inhalte entwickelt werden, die zur Realisierung des Lernzieles bereitstehen müssen. Warum ein bestimmtes Unterrichtsthema ausschließlich ein Lehrinhalt sein soll, und ein intendiertes Lernziel ausschließlich ein Ziel sein soll, und wie Ziel und Inhalt miteinander vermittelt sind, bleiben vorerst ungelöste Probleme der Curriculum-diskussion.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1978

Authors and Affiliations

  • Peter Derschka
  • Adolf Stöber

There are no affiliations available

Personalised recommendations