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Soziale Öffnung und Chancengleichheit durch die Gesamthochschulen

  • Karl-Ludwig Hesse

Zusammenfassung

Das Gebot des Grundgesetzes, daß niemand wegen seiner Herkunft benachteiligt werden soll, fand relativ spät Anwendung auf das Bildungssystem. Erst Mitte der- 60er Jahre wurde “Bildung als Bürgerrecht” eine zentrale Forderung der Bildungsreformdiskussion. Der deutsche Bildungsrat forderte in seinem ‘Strukturplan für das Bildungswesen’ 1970, daß es allen Staatsbürgern möglich sein soll, “den gleichen Anspruch auf Bildung in verschiedenen Formen und auf verschiedenen Anspruchsebenen zu realisieren.”(1) Ungleichheiten der Bildungschancen wurden diagnostiziert, gleiche Chancen auf Bildung konsequenterweise eingeklagt. Insbesondere der geringe Teil der Studenten aus Arbeiterfamilien von beispielsweise unter 5% der Studenten an Universitäten bei einem Bevölkerungsanteil der Arbeiter von damalig nahezu 50% war ein Indiz für gravierende Defizite und Benachteiligungen.(2)

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Anmerkungen

  1. (1).
    Deutscher Bildungsrat, Strukturplan für das Bildungswesen, Stuttgart 1972, (4.Aufl.), S. 30Google Scholar
  2. (2).
    Vgl. MBBW (Hrsg.): Hochschulausbildung. 22 Orientierungspunkte. Bonn 1978, S, 34 ff.Google Scholar
  3. (3).
    Deutscher Bildungsrat, Strukturplan, aaO., S. 30Google Scholar
  4. (4).
    Vgl. Johannes Wildt, Die Fronten in der staatlichen Studienreform klären sich, in: Demokratische Erziehung, 5/79, S. 543 f.Google Scholar
  5. (5).
    George Turner, Grußworte des Präsidenten der WRK, in: Zehn Jahre Gesamthochschulen in Nordrhein-Westfalen, Düsseldorf 1983Google Scholar
  6. (6).
    Stellungnahme des Senats der Gesamthochschule Siegen zu der Verordnung über die Zugangsvoraussetzungen für Studiengänge an Gesamthochschulen vom 21. August 1973, zit. nach: Verband integrierter Studentenschaften NRW (VIS), Materialien zur Gesamthochschule. Wuppertal-Barmen, o.J. (Mskr.)Google Scholar
  7. (7).
    Kurt-Peter Raezke, in: Zehn Jahre Gesamthochschulen in Nordrhein-Westfalen, aaO., S. 13Google Scholar
  8. (8).
    Vgl. Karl-Ludwig Hesse, Idee und Skizze einer Sommeruniversität im Ruhrgebiet, in: Karl-Ludwig Hesse (Hrsg.), Bericht und Dokumentation des Expertengespräches “Sommeruniversität im Ruhrgebiet”, Essen 1983Google Scholar
  9. (9).
    Jürgen Siebke, Wirtschaftswissenschaft - Fehlender Mut zur Differenzierung, in: Horst-Albert Glaser, Hochschulreform - und was nun? Berichte - Glossen - Perspektiven. Frankfurt/M. 1981, S. 324Google Scholar
  10. (10).
    Vgl. Horst-Albert Glaser, Von der Bildungsreform zur Bildungsmisere, in: H.A. Glaser, Hochschulreform, aaO., S. 27 ff. Vgl. ebenso: Friedhelm-Heinrich Franz, Georg von Landsberg, Studienreform - eine Tonnenreform?, Köln 1981. Eine sachliche Studie des Reformprozesses liegt neben vielen anderen vor durch Hans-Joachim Schabedoth, Hochschulreform - eine verpaßte Chance, Hagen 1982.Google Scholar

Copyright information

© Leske + Budrich, Opladen 1983

Authors and Affiliations

  • Karl-Ludwig Hesse

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