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Grundlegende Überlegungen zur Effizienzsteigerung von Finanzinnovationen durch Modelle der Unternehmensforschung

  • Jürgen Cramer

Zusammenfassung

Im ersten Kapitel sollen die Grundlagen gelegt werden, die für einen effizienten Modelleinsatz im Rahmen der Kalkulation von Finanzinnovationen Voraussetzung sind.

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Notes

  1. 1.
    Helmstädter (1983), S. 5, definiert Effizienz als “günstiges Verhältnis zwischen Aufwand und Ertrag”, während der fälschlicherweise häufig äquivalent benutzte Begriff der Effektivität nur die “allgemeine Tauglichkeit eines Mittels zur Erfüllung eines bestimmten Zweckes” bezeichnet (ebenda).Google Scholar
  2. 2.
    Dies setzt natürlich voraus, daß die Grundsatz-Kontingente voll ausgeschöpft und Knappheitspreise zur Steuerung mithin notwendig sind.Google Scholar
  3. 1.
    Als Finanzinnovationen können CP nur im Euromarkt bzw. sonstigen außeramerikanischen Märkten aufgefaßt werden, da das Instrument “Commercial Paper” bereits im vergangenen Jahrhundert zur Finanzierung des Handels in den USA bekannt war. Vgl. Linss (1986), S. B 16.Google Scholar
  4. 2.
    Vgl. de Oliveira/Marston/Fleming (1986), S.78. In den USA liegt die Laufzeit i.d.R. zwischen 30 und 50 Tagen; vgl. Zahn (1986), S.23.Google Scholar
  5. 1.
    Vgl. Brützel (1985), S. 211 f. Zu den nachfolgenden Ausführungen vgl. auch Dierolf/Lechner (1985) und die dort angegebene weiterführende Literatur.Google Scholar
  6. 2.
    Vgl. Büschgen (1986), S.303; Perridon/Steiner (1988), S. 247.Google Scholar
  7. 3.
    Vgl. Perridon/Steiner (1988), S. 247.Google Scholar
  8. 4.
    Vgl. Büschgen (1986), S.303.Google Scholar
  9. 5.
    Vgl. Storck (1986), S. 14.Google Scholar
  10. 1.
    Vgl. u.a. Beckstrom (1986), S. 39; Bock (1986), S. 218 ff.Google Scholar
  11. 2.
    Vgl. auch Lerblnger (1985a), S. 247.Google Scholar
  12. 3.
    Zur Beurteilung ist hier vereinfachend eine Addition währungsverschiedener Zinssätze vorgenommen worden. Eine genauere Rechnung müßte auch die Absicherung von Zinszahlungsdifferenzen berücksichtigen: Würde im Beispiel der Vorteil von 50 Basispunkten in der Weise (Fortsetzung s. nächste Seite) aufgetellt, daß die Weltbank 5,75% sfr-Zinszahlungen an IBM leistet und von IBM 8% US-$-Zinszahlungen an die Weltbank fließen, muß IBM aufgrund seiner Zahlungsverpflichtung von 6,5% Zinsen auf die sfr-Kapitalaufnahme eine sfr-Zinssatz-Differenz von 75 Basispunkten (6,5% — 5,75%) ggf. absichern.Google Scholar
  13. 1.
    Vgl. Antl (1986b), S. 71.Google Scholar
  14. 2.
    Häufig findet die Bank nicht sofort einen Gegenpartner bei Abschluß eines Swap-Geschäfts und muß die Swap-Position zunächst als offene Position in die Bücher nehmen. In diesem Fall spricht man von “Swap-Warehousing”.Google Scholar
  15. 3.
    Vgl. Büschgen (1986), S. 322.Google Scholar
  16. 4.
    Vgl. Levedag (1986). S. B 8; Layard-Liesching (1986), S. 108.Google Scholar
  17. 1.
    Vgl. Zahlenangaben in Deutsche Bundesbank (1990), S. 97.Google Scholar
  18. 2.
    Vgl. Palm (1984), S. 1.Google Scholar
  19. 3.
    Vgl. Nowack (1984), S. 1134. Nach Ross/Clark/Talyeb (1987), S. 127, werden weniger als 2% der Kontrakte physisch ausgeübt.Google Scholar
  20. 1.
    Vgl. Dresdner Bank (1989), S. 26. Die Formel zur Berechnung der Ausgleichszahlung ist in Kapitel 1.231 näher erläutert.Google Scholar
  21. 2.
    Sogenannte “american option”; bei der “european option” steht das Optionsrecht dem Optionskäufer nur zu einem bestimmten Zeitpunkt zu.Google Scholar
  22. 3.
    Vgl. Fischer-Erlach (1985), S. 104. Die Bewertung längerfristiger Optionen (z.B. nach dem Black-Scholes-Modell) ist problematisch, da — insbesondere falls die Optionen out of the money sind — die Fehlerhäufigkeit bei der Bestimmung des Zeitwerts sehr hoch ist; vgl. Partridge-Hicks/Hartland-Swann (1988), S. 35.Google Scholar
  23. 4.
    Damit handelt es sich um eine Mischform (“Hybrid”) zwischen Kredit-und Kapitalmarktfinanzierung. Vgl. Kremer (1985), S. 40.Google Scholar
  24. 5.
    Euronotes sind nicht börsennotierte, aber voll übertragbare Zahlungsversprechen in Form von Inhaberschuldverschreibungen, die entweder mit einem variablen Zinssatz ausgestattet sind (dieser orientiert sich an einem Referenzzinssatz wie z.B. Libor) oder als abdiskontierte Papiere in Umlauf gebracht werden. Vgl. Bruckermann (1986), S. 30.Google Scholar
  25. 1.
    Vgl. Abschnitt 1.111.Google Scholar
  26. 2.
    Vgl. Zahn (1986), S. 148 f.; Büschgen (1986), S. 332 f.; Henderson/Scott (1988), S. 106 ff. Die TLI haben Wertpapiercharakter und werden durch Zession übertragen. TLC haben keinen Wertpapiercharakter — ein Gläubigerwechsel erfolgt durch Novation (d.h. Neugestaltung des Vertrags); vgl. Henderson/Scott (1988), S. 107 f.Google Scholar
  27. 3.
    Vgl. Rosenthal/Ocampo (1988), S. 3; Benner (1988), S. 403.Google Scholar
  28. 4.
    Vgl. Beelitz (1990), S. B 4.Google Scholar
  29. 1.
    Die Grundsatz II/III-Regelungen sind zwar Aktiv-Passiv-übergreifende Regelungen, im allgemeinen ist aber der Engpaß bzw. die “Reparaturmöglichkeit” auf der Passivseite gegeben.Google Scholar
  30. 2.
    Grundsätzlich ist eine Abstimmung mit dem Aktiv-Passiv-übergreifenden Management der Währungs-und Zinsänderungsrisiken notwendig, das eher auf Gesamtbankebene angesiedelt ist. Die Realisierung von Währungs-und Zinsgewinnen ist allerdings auch isoliert auf der Aktiv-oder Passivseite (auf Micro-Ebene) möglich: Betreibt z.B. ein dezentral geführtes Profit Center Zinsdifferenzgeschäfte, in deren Rahmen es sich über die Zentraldisposition in DM festverzinslich refinanziert und das “aufgenommene” Geld in US-Dollar angelegt hat, so kann dieses Profit Center bei gesunkenem US-Zinssatz einen Cash-down-Gewinn bei grundsätzlicher Beibehaltung des Zinsdifferenzgeschäfts realisieren.Google Scholar
  31. 3.
    Vgl. Schierenbeck (1991), S. 725.Google Scholar
  32. 1.
    Eine Streuung kann z.B. nach Volumina, Schuldnerbranchen, Ländern usw. er-folgen; vgl. Schierenbeck (1991), S. 676 ff.Google Scholar
  33. 2.
    Das Management von Währungs-und Zinsänderungsrisiko ist zwar weitestgehend ein Aktiv-Passiv-übergreifendes Problem, dennoch lassen sich Teilbereiche dieses Risiko den Bilanzseiten isoliert zuweisen. Besonders deutlich wird dies beim Abschreibungsrisiko auf festverzinsliche Wertpapiere, das sich bei steigendem Zinsniveau auch dann realisiert, wenn Aktiv-und Passivseite fristenäquivalent aufgebaut sind. Zu erwähnen ist auch das Umrechnungsrisiko (“translation risk”), das aus der aus Bilanzierungsgründen notwendigen Umrechnung von Fremdwährungspositionen und daraus resultierenden (rein bu-chungsmäöig bedingten) Verlustpotentialen resultiert; vgl. Abschnitt 3.22.Google Scholar
  34. 3.
    Hierunter soll auch die Umgehung von Regulationen und die Nutzung steuerlicher, rechtlicher und buchungsmäßiger Vorteile subsumiert werden.Google Scholar
  35. 4.
    Vgl. o.V. (1990e), S. 16. Zu nennen sind ferner die Grundsatz I-Eigenkapital-anforderungen für die bilanzunwirksamen Euronote-Fazilitäten.Google Scholar
  36. 1.
    Ein Plus-Zeichen steht für einen unmittelbaren Einfluß auf die betrachtete Aufgabe; ein eingeklammertes Plus-Zeichen für einen mittelbaren oder (z.B. durch Regulationen) eingeschränkten Einfluß. Auf eine gesonderte Aufführung des Wachstumsziels wurde in Abb. 3 verzichtet, da es übergreifend für alle Instrumente gilt.Google Scholar
  37. 2.
    Die G III-Steuerung war im wesentlichen der Passivseite zugeordnet worden; vgl. Abschnitt 1.121.Google Scholar
  38. 3.
    Die EG-Solvabilitätsrichtlinie erfaßt auch die Wertpapiere; vgl. o.V. (1990e), S. 16.Google Scholar
  39. 1.
    Dies ist auch allgemeine Markteinschätzung; vgl. z.B. Vittas (1986), S. 26.Google Scholar
  40. 2.
    Vgl. auch Abschnitt 2.23.Google Scholar
  41. 3.
    Die Diversifikationsmöglichkeit ergibt sich aus der durch Swapgeschäfte erreichten Trennung zwischen Bonitäts-und Wechselkurs-bzw. Zinsänderungsrisiken: Es ist möglich, das Wertpapier eines bestimmten Emittenten unabhängig vom angebotenen Zinszahlungsmodus zu kaufen, um so eine breitere Diversifikation zu erreichen; ein unerwünschter (Fortsetzung s. nächste Seite) fester Coupon kann dann anschließend in eine variable Position getauscht werden et vice versa. Analog lautet die Argumentation für die Passiv-Seite der Bilanz. Auf den Sonderfall der Debt-Equity-Swaps sei nur ergänzend hingewiesen.Google Scholar
  42. 1.
    Swaps weisen — insbesondere bei längeren Laufzeiten — gegenüber Optionen, Forward-und Futures-Kontrakten Transaktionskostenvorteile auf; vgl. Lassak (1988), S. 109.Google Scholar
  43. 1.
    Vgl. Cooper (1987), S. 32. Vgl. auch Gottschalk/Weissenberger (1988), S. 545.Google Scholar
  44. 2.
    Vgl. — auch zu den nachfolgenden Ausführungen — Kopprasch u.a. (1985). Auch andere Autoren greifen auf die Interne Zinsfußmethode zurück; vgl. z.B. Sen (1986), S. 84 und Antl (1986c), S. 97.Google Scholar
  45. 3.
    Werden auf der variablen Seite Zu-oder Abschläge auf den Geldmarktindex vereinbart (“spreads”), müssen diese Abweichungen vom Geldmarktindex mit der festverzinslichen Seite verrechnet werden; der Wert der festverzinslichen Seite umfaßt implizit auch den Wert der Spreads auf der variablen Seite.Google Scholar
  46. 1.
    Vgl. Kopprasch u.a. (1985), S. 4.Google Scholar
  47. 2.
    Unter dem Effective Date (effektiven Datum) ist der Beginn der Zinsverrechnung für die variable und feste Seite zu verstehen; der Trade Date (Handelsdatum) ist der Tag des Abschlusses des Swapgeschäfts, zu dem die Transaktion auch bewertet wird. Ferner sind Maturity Date (Fälligkeitsdatum, damit auch Ende der Zinsverrechnung) und Settlement Date (erster Zahlungstermin, d.h. der Tag, an dem auch ggf. notwendige Nettozahlungen geleistet werden) von Bedeutung. Effective Date und Settlement Date sind in der Regel identisch. Vgl. auch Lassak (1988), S. 96 ff.Google Scholar
  48. 1.
    Auch auf der festverzinslichen Seite eines Swaps kann es zu Abweichungen von der Grundstruktur des “generic swap” kommen; zudem sind Abweichungen in der Zeitspanne zwischen Trade Date und Effective Date (vgl. Tab. 1.1) denkbar. Vgl. dazu Kopprasch u.a. (1985), S. 12 f.Google Scholar
  49. 1.
    Vgl. im einzelnen Kopprasch u.a. (1985), S. 9 ff.Google Scholar
  50. 2.
    Spreads bleiben in diesem Berechnungsschritt außen vor, da sie im Konzept des Generic Equivalent Cash Flow Approach bereits in der festverzinslichen Seite verrechnet werden.Google Scholar
  51. 1.
    Vgl. Kopprasch u.a. (1985), S. 9 ff.Google Scholar
  52. 2.
    Vgl. im einzelnen ebenda.Google Scholar
  53. 1.
    Vgl. Lassak (1988), S. 103.Google Scholar
  54. 2.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  55. 3.
    Vgl. dazu z.B. Blohm/Lüder (1988), S. 99 f.; Schneider (1980), S. 182 ff.Google Scholar
  56. 4.
    Vgl. aber auch die Diskussion bei Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 66 ff.: Wird kein Vergleich zwischen zwei Investitionsalternativen gebildet, liegt keine Wiederanlageprämisse vor. Ein prämissenfreier Vergleich zweier Investitionsalternativen ist möglich, falls der effektive Kapitaleinsatz der Alternativen über die Laufzeit identisch ist (vgl. ebenda, S. 79).Google Scholar
  57. 5.
    Vgl. Schulte (1981), S. 98 ff.Google Scholar
  58. 1.
    Vgl. Cooper (1987), S. 32 f.Google Scholar
  59. 1.
    Vgl. ebenda, S. 33.Google Scholar
  60. 2.
    Zu Synergieeffekten aus Zahlungsstromreihen vgl. insbesondere Abschnitt 1.2243.Google Scholar
  61. 3.
    Vgl. zu dieser Problematik Perridon/Steiner (1988), S. 72 ff. und die dort angegebene weiterführende Literatur. Perridon/Steiner erkennen bei theoretischem Vergleich der Investitionsrechnungsverfahren eine relative Vorteilhaftig-keit der Barwertmethode, sehen jedoch eine “Überforderung” des Kalkulationszinsfußes (ebenda, S. 75) und fordern daher “vereinfachende Pauschalannahmen hinsichtlich Finanzierung und Ertragssituation” (ebenda).Google Scholar
  62. 1.
    Es sind z.B. folgende Fragen zu beantworten: Soll der Zinssatz für die Gesamtbank bestimmt werden oder nur für die betrachtete Abteilung/Produktgruppe? Welcher Zeitraum ist für die Bestimmung relevant? Sind entsprechende kalkulatorische Daten vorhanden?Google Scholar
  63. 1.
    Vgl. Blohm/Lüder (1988), S. 82; Lüder (1977), S. 3 f.Google Scholar
  64. 2.
    Vgl. z.B. Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 109 ff.Google Scholar
  65. 3.
    Vgl. Wondrak (1986), S. 412.Google Scholar
  66. 4.
    Dieser Mangel wird auch der Durationsanalyse — einer auf Barwertüberlegungen basierenden Größe zur Steuerung des Zinsänderungsrisikos — vorgeworfen. Die Zinsänderungsrisiko-Rechnung wird daher bei Wondrak (1986), S. 412, um eine Zinsüberschuörechnung für die nächsten Perioden ergänzt.Google Scholar
  67. 1.
    Zur allgemeinen Bedeutung zeltlich-vertikaler und zeitlich-horizontaler Interde-pendenzen im Bankbetrieb (und der daraus abgeleiteten Forderung nach modellgestützter Gesamtplanung für Banken); vgl. Schmidt (1983), S. 304.Google Scholar
  68. 1.
    Ursache dieser Ergebnisverbesserung ist im Grunde die Erhöhung der durchschnittlichen Laufzeit, definiert als durchschnittliches gebundenes Kapital multipliziert mit der Ursprungslaufzeit, dividiert durch den ursprünglichen Kapitaleinsatz (vgl. Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 60). Im Beispiel ergibt sich eine Erhöhung der durchschnittlichen Laufzeit von 2 Jahren auf 2,0099 Jahre. Diese Erhöhung müßte — normale Zinsstruktur vorausgesetzt — von einer höheren Rendite begleitet werden. Die Effizienz der Märkte ist jedoch nicht so groß, daß ein marginaler Anstieg der durchschnittlichen Laufzeit bereits zu marginalen Renditeverbesserungen führt.Google Scholar
  69. 1.
    Hier drängt sich eine Analogie zum Dean-Modell auf: Bei der Einbeziehung von Projektinterdependenzen läßt sich in einfachen, einperiodischen Fällen eine sinnvolle Lösung durch Definition von Differenzstrategien erreichen. Bei Existenz mehrerer Differenzstrategien ist das Investitions-und Finanzierungs-problem aufgrund der zu großen Zahl von Interdependenzen nur noch mit Hilfe der ganzzahligen Linearen Programmierung bzw. Dynamischen Programmierung zu lösen; vgl. Adam/Brauckschulze (1984), S. 31.Google Scholar
  70. 2.
    Vgl. Henderson/Price (1984), S. 44.Google Scholar
  71. 3.
    So schreiben sie im Zusammenhang mit der Bespielrechnung für einen Swap, der im Rahmen einer Exportfinanzierung eingesetzt wird: “It is not an optimal solution, as no account has been taken of interest earned on surplus balances nor techniques such as reducing or increasing the average life of the various simulated currency liabilities and assets utilised.” Ebenda, S. 66.Google Scholar
  72. 4.
    Vgl. Watts (1985), S.24.Google Scholar
  73. 5.
    Kopprasch u.a. (1985), S. 16.Google Scholar
  74. 6.
    Vgl. Wilson (1985), S.30.Google Scholar
  75. 1.
    Vgl. Hax (1965), S. 16.Google Scholar
  76. 2.
    Vgl. Adam (1983), S. 112.Google Scholar
  77. 3.
    Zur Funktion des Modells als Abbildung eines Originals vgl. Grochla (1969), S. 384; Thlerauf/Klekamp (1975), S. 16; Wagner (1975), S. 7; Bitz (1977), S. 15. Während die Literatur in der Regel die objektive Abbildung der Realität durch das Modell fordert, weist de Moliere (1984), S. 98 ff., darauf hin, daß ein durch ein Modell abzubildendes Problem nicht objektiv, sondern immer nur subjektbezogen existiert — eine allgemeingültige und objektive Wiedergabe des Problems durch ein Modell ist folglich nicht möglich; dieses ist immer subjektiven Einflüssen unterworfen. Dies gilt — wie später ausgeführt wird — insbesondere für die Wahl der Zielfunktion.Google Scholar
  78. 4.
    Berücksichtigt werden hier nur mathematische Modelle, nicht graphische oder physikalische Modelle; vgl. dazu Adam (1983), S. 127 f.Google Scholar
  79. 5.
    Vgl. de Moliere (1984), S. 52.Google Scholar
  80. 6.
    Vgl. Grochla (1969), S. 384.Google Scholar
  81. 7.
    Führbaum (1982). S. 7.Google Scholar
  82. 8.
    Vgl. Kosiol (1961), S. 319.Google Scholar
  83. 9.
    Vgl. de Moliere (1984), S. 101.Google Scholar
  84. 1.
    Die Argumentation konzentriert sich auf Entscheidungsnnodelle.Google Scholar
  85. 1.
    Vgl. Heinen (1983), S. 342.Google Scholar
  86. 2.
    Zu weiteren Anforderungen an ein Zielsystem vgl. Wild (1982), S. 55 ff.Google Scholar
  87. 1.
    Vgl. z.B. Adam, der diese Unterscheidung für die Planung aufgreift. Unterscheidungskriterien sind für ihn “Stärke und.. Dauer von Erfolgswirkungen”; Adam (1983), S. 35. Da sich Erfolge auf die Realisierung von Zielen beziehen, kann auf diese Unterscheidungskriterien hier zurückgegriffen werden. Während Adam die operative Planung in den kurzfristigen, die taktische Planung in den mittelfristigen Laufzeitbereich einordnet, finden diese Begriffe bei Koch eine genau umgekehrte Bedeutung. Vgl. Koch (1975), Sp. 3005 f.Google Scholar
  88. 2.
    Vgl. u.a. Dombret (1988), S.54; Zapotocky/Malzer (1984), S. 308; Herrhausen (1971), S. 355.Google Scholar
  89. 3.
    Vgl. z.B. § 5 (5) der Satzung der Westdeutschen Landesbank Girozentrale: “Die Geschäfte der WestLB sind nach kaufmännischen Grundsätzen unter Berücksichtigung des Gemeinwohls zu führen. Die Erzielung von Gewinn ist nicht Hauptzweck des Geschäftsbetriebes.” WestLB (1989), S. 4.Google Scholar
  90. 1.
    Vgl. Moxter (1983), S. 9 ff. Ballwieser unterstellt, “daß der Bewerter allein an finanziellen Entnahmen interessiert ist.” Ballwieser (1987), S. 20. Und weiter, “daß der Bewerter nach der Ertragswertmethode vorgehen möchte.” Ebenda, S. 21. Andersen (1987), S. 18, unterstreicht dies: “…cash flows in the end are what really matters…”Google Scholar
  91. 2.
    “Nowadays it is commonly accepted that the main objective of a business is to maximize its shareholders’ wealth.” Ross/Clark/Taiyeb (1987), S. 39. Zu den Zielen der strategischen Planung ausgewählter US-Banken vgl. Durst-berger (1985), S. 69 ff.Google Scholar
  92. 3.
    Köllhofer (1987), S. 593.Google Scholar
  93. 1.
    Die Frage der Unternehmenswertbestimmung bei Banken kann im Rahmen dieser Arbeit nicht detailliert behandelt werden; zu den damit verbundenen bankspezifischen Problemen vgl. Adolf/Cramer/Ollmann (1989a) und (1989b).Google Scholar
  94. 2.
    Vgl. Adolf/Cramer/Ollmann (1989a), S. 489.Google Scholar
  95. 3.
    Die den Unternehmens wert ebenfalls bestimmenden, zum Betrachtungszeitraum bereits gebundenen stillen Reserven beeinflussen die Maximierungsauf-gabe nicht, da sie grundsätzlich als Konstante des Problems aufgefaßt werden können, wenn man auf Maximlerung der fiktiven Ausschüttung zielt.Google Scholar
  96. 4.
    Vgl. Schierenbeck (1991), S. 20.Google Scholar
  97. 1.
    Vgl. Schierenbeck (1991), S. 422 ff.Google Scholar
  98. 2.
    Vgl. Büschgen (1983), S. 268 ff.; Tanew-Iliitschew (1982), S. 137 ff.Google Scholar
  99. 3.
    Vgl. von Schimmelmann (1983), S. 174 ff.; Degenhart (1983), S. 259 ff.Google Scholar
  100. 4.
    Vgl. Adolf/Cramer/Ollmann (1989a), S. 492.Google Scholar
  101. 5.
    Adam (1983), S. 202.Google Scholar
  102. 1.
    Das Bilanzstrukturmanagement kann sowohl der strategischen als auch taktischen Ebene zugeordnet werden. Die strategische Komponente zeigt sich in der Zielsetzung des Bilanzstrukturmanagements: “Ziel ist die möglichst dauerhafte Sicherung des strukturellen finanziellen Gleichgewichts.” (Schierenbeck (1991), S. 280). Der mittelfristige, taktische Aspekt des Bilanzstrukturmanagements wird z.B. in der Frage einer im Rahmen der Risikosteuerung notwendigen flexiblen Reaktion auf Wechselkurs-oder Zinsvolatllitäten sichtbar; eine solche flexible Reaktion ist durch die neuen Finanzinstrumente (z.B. Swaps) möglich geworden.Google Scholar
  103. 2.
    Vgl. dazu Schierenbeck (1991), S. 277 ff.Google Scholar
  104. 3.
    Vgl. Adam (1983), S. 51.Google Scholar
  105. 4.
    Vgl. hierzu und zu den folgenden Ausführungen Hax (1965), S. 104 ff.Google Scholar
  106. 1.
    Argumentiert wird im folgenden am Mindestgewinn, da die Ermittlung von Eigenkapitalkosten i.d.R. auf Gewinnbedarfsrechnungen aufbaut; vgl. Schierenbeck (1991), S. 396.Google Scholar
  107. 1.
    Der Faktor reduziert sich für diejenigen Aktivgeschäfte, die einer geringeren Eigenkapitalanforderung unterliegen (z.B. Hypothekengeschäfte, Interbankenge-schäfte). — Nach den neuen Eigenkapitalanforderungen wird es aufgrund der vorgesehen Erhöhung des notwendigen Eigenkapitals auch zu einer Erhöhung der Eigenkapitalkosten kommen.Google Scholar
  108. 1.
    Vgl. z.B. Schierenbeck (1991), S. 772 ff., der die Bilanzstrukturoptimierung über ein lineares Gesamtplanungsmodell anstrebt.Google Scholar
  109. 2.
    Berücksichtigt werden muß zudem eine Kostenmarge, in die Personal-und Sachkosten eingehen; diese Kosten sollten im Bankbetrieb nach den Prinzipien der Standardeinzelkostenrechnung ermittelt werden. Auf die Problematik der Personal-und Sachkostenermittlung und-Umverteilung soll hier nicht weiter eingegangen werden; vgl. hierzu Schierenbeck (1991), S. 261 ff.Google Scholar
  110. 1.
    Vgl. Hering (1992), S. 1.Google Scholar
  111. 2.
    Vgl. ebenda, S. 2.Google Scholar
  112. 3.
    Vgl. ebenda, S. 36.Google Scholar
  113. 1.
    Auf die Darstellung der Alternativplanung sei hier nicht näher eingegangen; vgl. Adam (1983), S. 45 ff.Google Scholar
  114. 2.
    Strategische Aspekte (z.B. Produktneueinführungen mit vergleichsweise geringen Erträgen in der Vergangenheit, aber prognostizierten hohen Ertragszuwachsraten in der Zukunft) und taktische Überlegungen (Bilanzstrukturmanagement, d.h. optimaler Risikomix) müssen bei der Allokationsentscheidung ebenfalls berücksichtigt werden; vgl. folgende Seiten.Google Scholar
  115. 1.
    Ggf. kann überlegt werden, ob auf einem bankinternen “Eigenkapital-Markt” überschüssiges Eigenkapital an andere Abteilungen verkauft werden kann bzw. ob Eigenkapitalengpässe durch Nachkauf von Eigenkapital überwunden werden sollten. Der An-und Verkaufspreis würde auf diesem Markt durch Angebot und Nachfrage reguliert. Abzuwägen ist bei diesem Vorschlag zwischen dem Vorteil der Flexibilität und dem Nachteil negativer Auswirkungen auf die Planungsgenauigkeit, da die Gefahr besteht, daß einzelne Abteilungen darauf spekulieren, zu einem späteren Zeitpunkt Eigenkapital “nachkaufen” zu können. Hirshleifer (1957), S. 100 f., schlägt ein ähnliches System vor, falls dezentralen Verkaufsabteilungen durch die Zentrale Verkaufsquoten zugewiesen werden; auf einem unternehmensinternen Markt sollen dann zu zwischen den dezentralen Bereichen frei ausgehandelten Preisen Verkaufsquoten angekauft und verkauft werden können.Google Scholar
  116. 1.
    Vgl. Adam (1986), S. 104 ff.Google Scholar
  117. 1.
    Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 131.Google Scholar
  118. 1.
    Hax (1965), S. 30. Vgl. auch die dort angegebene weiterführende Literatur.Google Scholar
  119. 1.
    Vgl. Adam (1983), S. 127.Google Scholar
  120. 2.
    Vgl. ebenda. S. 130.Google Scholar
  121. 1.
    Adam (1983), S. 130.Google Scholar
  122. 2.
    Anders Hax (1965), S. 29, dar annimmt, “… daß Datankonstellation und Entscheidung einer Planungsperiode das Ergebnis eben dieser Periode bestimmen, darüber hinaus aber keine weiteren Auswirkungen haben.”Google Scholar
  123. 3.
    Die Aussage, daß keine Entscheidungen bezüglich eines Geschäfts mehr zu treffen sind, wenn einperiodische Entscheidungsmodelle vorliegen, erfährt eine Einschränkung durch die gewählte Zielfunktion der Entnahmemaximierung: Falls der Entscheidungsträger die gegebenenfalls auftretenden Zahlungsstromüberschüsse bzw. Gewinne nicht konsumiert, muß er über ihre Verwendungsrichtung entscheiden.Google Scholar
  124. 1.
    Unter Wertbereich ist der Leistungsbereich der Bank zu verstehen, der die “Annahme, Schaffung und Weitergabe monetärer Verfügungsmöglichkeiten” (Diepen (1982), S. 662) zum Ziel hat und damit im wesentlichen Zinsaufwendungen und-ertrage umfaßt.Google Scholar
  125. 2.
    “In Investitionsrechnungen pflegt man mit ganzen Zinssätzen zu rechnen. Wenn aber die Rendite bzw. Effektivverzinsung doch genauer berechnet werden soll, dann genügen praktisch ein bis zwei Stellen hinter dem Komma.” Schneider (1980), S. 228 f.Google Scholar
  126. 3.
    Opportunitätskosten sind als entgangener Gewinn aus der besten, gerade nicht mehr realisierten Investionsalternative definiert. Vgl. Münstermann (1966), S. 74. Kritisiert wird an diesem Konzept, daß, falls die beste gerade nicht mehr realisierte Alternative bereits bekannt 1st, kein Optimierungskalkül in Form eines Kalkuiationszinsfußes mehr benötigt wird; vgl. Schneider (1980), S. 229 f.Google Scholar
  127. 1.
    Vgl. Perridon/Steiner (1988), S. 125.Google Scholar
  128. 2.
    Wie später gezeigt wird, gilt dies allerdings nur für den Fall identischer Anlage-und Refinanzierungssätze.Google Scholar
  129. 1.
    Unter Forward-Geschäften sollen im folgenden die Geschäfte verstanden werden, die zum Betrachtungszeitpunkt abgeschlossen werden, um synthetische Geschäfte für zukünftige Perioden zu bilden.Google Scholar
  130. 2.
    Vgl. Abschnitte 1.2241 und 2.3.Google Scholar
  131. 1.
    Beispiel in Anlehnung an Gottschalk/Weissenberger (1988), S. 545.Google Scholar
  132. 1.
    Vgl. Partridge-Hicks/Hartland-Swann (1988), S. 35 ff.Google Scholar
  133. 2.
    Vgl. Gottschalk/Weissenberger (1988), S. 544 f.Google Scholar
  134. 1.
    “Arbitrage ist die auf Gewinnmaximierung oder Kostenrninimierung gerichtete Ausnutzung der im gleichen Zeitpunkt auf mindestens zwei Teilmärkten eines homogenen Gutes existierenden Preisunterschiede” (Bender (1977), S. 325). Arbitrage ist jedoch selten als risikolose Gewinnerzielung möglich (z.B. können Zinsänderungsrisiken aus der Refinanzierung einer Arbitrageoperation entstehen), so daß insofern keine trennscharfe Unterscheidung zwischen Arbitrage und Spekulation möglich ist; vgl. Kuhner (1988), S. 7.Google Scholar
  135. 1.
    Schferenbeck/Rolfes (1988), S. 115, gehen von dieser engeren Definition der Arbitrage aus.Google Scholar
  136. 2.
    Am Markt sind mehrere dieser Arbitragemögiichkelten zwischen verwandten Produkten bekannt: Die “box arbitrage” ist ein Arbitragegeschäft, das auf unterschiedlichen Kursen verwandter Terminkontrakte basiert (vgl. Zahn (1986), S. 15); unter dem “cross hedge” versteht man die Sicherung einer Kassabzw. Grundposition durch einen Terminkontrakt, der auf einer von der Kassabzw. Grundposition verschiedenen, aber mit dieser verwandten BasisgröBe beruht (vgl. Groß (1982), S. 449). Für die Bestimmung “der” Marktopportuni-tät bedeutet das, daß grundsatzlich alle miteinander verwandten Instrumente “Opportunität” sein können — die Interdependenzen zwischen den Instrumenten müssen daher berücksichtigt werden.Google Scholar
  137. 3.
    Bewertungsunterschiede zwischen den Märkten für Kuponanleihen und Zero-Bonds werden schon länger beim sog. “Stripping” von Kuponanleihen ausgenutzt; vgl. Raettig/Reinhardt (1989), S. 52.Google Scholar
  138. 1.
    Die Berechnung der einzelnen Volumina kann Über einen LP-Ansatz oder über die Lösung eines einfachen Gleichungssystems erfolgen.Google Scholar
  139. 1.
    Aufgrund der bei Ratentilgung geringeren durchschnittlichen Kapitalbindung wird der Effektivzins jedoch auf effizienten Märkten unter der Rendite endfälliger Wertpapiere gleicher Laufzeit liegen (normale Zinsstruktur vorausgesetzt).Google Scholar
  140. 1.
    Bei Vorliegen identischer Anlage-und Refinanzierungssätze ist bei den im folgenden verwendeten einfachen Beispielen grundsätzlich ein Ansatz der Linearen Programmierung nicht zwingend erforderlich (anders verhält es sich bei voneinander abweichenden Anlage-und Refinanzierungssätzen, vgl. Abschnitt 1.224). Dennoch soll bereits hier auf LP-Ansätze zurückgegriffen werden, um die Beweisführung zu erleichtern und den Aufbau der Arbeit zu vereinheitlichen.Google Scholar
  141. 1.
    Hat sich am Markt der Ausgleichspreis herausgebildet, ist eine gleichzeitige Einbindung in den Ansatz unschädlich, aber auch Überflüssig.Google Scholar
  142. 1.
    Vgl. Kosmider (1986), S. 205 ff.Google Scholar
  143. 2.
    Die DEZ-Methode ist entwickelt worden, um eine im Rahmen der Marktzinsmethode notwendige, ökonomisch richtige Bewertung der Aktiv-und Passivgeschäfte mittels eines von Wiederanlageprämissen freien Effektivzinses gewährleisten zu können. Auf diesen Aspekt soll hier nicht weiter eingegangen werden. Zur Beschreibung der DEZ-Methode und Kritik an dem Konzept im Zusammenhang mit der Effektivzinsermittlung vgl. detaillierter Schieren-beck/Rolfes (1988), S. 113 ff.Google Scholar
  144. 3.
    Vgl. Kosmider (1986), S. 214.Google Scholar
  145. 4.
    Die Argumentation gilt analog für Wertpapiere.Google Scholar
  146. 1.
    Zur Vereinfachung der Argumentation sei hier der Endwert betrachtet; die Überlegungen gelten analog für Entnahmewertberechnungen.Google Scholar
  147. 1.
    Allerdings Ist ihre Marktbreite für Großanleger und institutionelle Anleger am deutschen Markt immer noch nicht hinreichend groß (vgl. z.B. Braunberger (1990), S. 13).Google Scholar
  148. 2.
    Die Preissetzung eines Instruments orientiert sich an der Preissetzung eines verwandten Instruments, falls dessen Markt liquider Ist. Der deutsche Rentenmarkt, der aufgrund seiner Anlage-und Refinanzierungsmöglichkeiten Bedeutung bei der Absicherung von Zahlungsstrominkongruenzen hat, verliert jedoch zunehmend die Rolle des Preissetzers für derivative Instrumente, da er verstärkt durch die Notierung der Bund-Zinsfutures an der LIFFE beeinflußt wird. Bund-Futures haben inzwischen einen so starken Einfluß auf die Umlaufrendite am deutschen Kapitalmarkt, daß der Kapitalmarkt nicht mehr ohne weiteres als Meßlatte für die Preissetzung der Zinsfutures betrachtet werden kann, sondern umgekehrt häufig die Notierung der Bund-Futures in London den Rentenhandel in Deutschland bestimmt.Google Scholar
  149. 1.
    Vgl. Partridge-Hioks/Hartland-Swann (1988), S. 33.Google Scholar
  150. 2.
    “In practice, swaps market makers use a combination of these techniques depending on the availability of instruments and their own particular circumstances.” (Ebenda, S. 34). Konsequenterweise berechnen Partridge-Hicks/ Hartland-Swann die Zero-Coupon-Rendlten auch nicht durch Bezugnahme auf ein fest definiertes Instrument, sondern sprechen nur allgemein von Instrumenten (vgl. ebenda, S. 35).Google Scholar
  151. 3.
    Auf den Aspekt der Genauigkeit einer Absicherungsstrategie wird in Abschnitt 1.23 noch eingegangen werden.Google Scholar
  152. 1.
    Vgl. — auch zu den folgenden Ausführungen — Schlerenbeck (1991), S. 78 ff.Google Scholar
  153. 1.
    Vgl. Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 49.Google Scholar
  154. 2.
    Vgl. ebenda.Google Scholar
  155. 1.
    Weiters Steuerungsprobleme resultieren u.a. aus den gesetzlichen Bestimmungen, denen Banken unterliegen, und der Schwierigkeit, fristenkongruente Opportunitätszinssätze für variable Produkte, wie z.B. Spareinlagen oder variable Hypothekenkredite, zu identifizieren. Auf diese Probleme kann im Rahmen dieser Arbeit nicht eingegangen werden; vgl. dazu Schierenbeck (1991), S. 128 ff. und S. 136 ff.Google Scholar
  156. 2.
    Vgl. Fußnote 2 auf S. 55.Google Scholar
  157. 1.
    Verrechnungszinsen müssen die relative Knappheit der Mittel widerspiegel; vgl. Djebbar (1990), S. 927.Google Scholar
  158. 2.
    Vgl. Banken (1987), S. 195 ff.; Schierenbeck/Rolfes (1988), S. 43 ff. Nicht weiter betrachtet werden soll der Fall, daß die Anlagezinssätze von Geld-und Kapitalmarktgeschäften höher sind als die laufzeitäquivalenten Refinanzierungssätze (vgl. ebenda); dieser Fall, der bei Zentralinstituten im Geschäft mit ihren Mitgliedsbanken auftritt, kann als Kundengeschäft der Zentralinstitute interpretiert werden. Ist vor der Optimierung nicht bekannt, welche Seite der Bilanz Engpaß sein wird, muß die oben definierte Gesamtgewinnfunktion für beide denkbaren Fälle (Aktiv-und Passivengpaß) definiert werden.Google Scholar
  159. 1.
    Vgl. Schlerenbeck/Rolfes (1988), S. 45 f.Google Scholar
  160. 2.
    Auf weitere Anpassungen der Marktzinsmethode, die z.B. aufgrund der Liqui-dftätsgrundsätze und Mindestreservebestimmungen notwendig sind, soll hier nicht weiter eingegangen werden; vgl. dazu Schierenbeck (1991), S. 98 ff. und S. 728 ff., sowie Gnoth (1991), S. 214 ff.Google Scholar
  161. 3.
    Hier zeigt sich ein entscheidender Unterschied zur Ergebnisteilung im Industriebetrieb wie z.B. bei Hax (1965), S. 215 ff., beschrieben: Im Industriebetrieb soll ein Gesamtgewinn auf einzelne Fertigungsbereiche aufgeteilt werden, deren Produktionsdaten (Absatzpreis, Produktionskoeffizienten, variable und fixe Kosten) deterministisch sind. Im Bankbereich ist demgegenüber der Strukturbeitrag ein stochastischer Wert, dessen Höhe von der zukünftigen Entwicklung der Zinssätze und Wechselkurse abhängt.Google Scholar
  162. 1.
    Indem man z.B. einen LP-Ansatz anwendet oder ein zum LP-Ansatz analoges Gleichungssystem löst.Google Scholar
  163. 1.
    Bzw. durch Lösung des zum Ausgangsproblem dualen Problems.Google Scholar
  164. 2.
    Vgl. Hax (1965), S. 154 f.Google Scholar
  165. 3.
    Vgl. ebenda, S. 159 ff.Google Scholar
  166. 4.
    Erzeugnisse mit positiver wertmäßiger Deckungsspanne werden im maximal möglichen Umfang gefertigt.Google Scholar
  167. 5.
    Denkbar ist allerdings eine iterative Annäherung an die Lenkpreise, deren Vorgehen und Probleme hier jedoch nicht weiter erörtert werden können; vgl. ebenda, S. 162 ff. Zu verweisen ist auch auf die Möglichkeit der Dekomposi-tion linearer Programme; vgl. ebenda, S. 170 ff. sowie Adam (1970), S. 201 ff. Zur Effizienz dezentralisierter Steuerung bei Banken mittels Anwendung des Dekompositionsprinzips vgl. Schmidt (1985).Google Scholar
  168. 1.
    Vgl. Hax (1965), S. 161.Google Scholar
  169. 1.
    Da die Lenkpreise aus der optimalen Lösung des LP-Simultanmodells ermittelt werden, kann von “endogenen Grenzzinsfüßen” gesprochen werden; zum Begriff vgl. Hering (1992), S. 1.Google Scholar
  170. 2.
    Vgl. ebenda, S. 10 ff., mit der Berechnungsformel für einjährige Grenzzinsfüße. Die Berechnungsformel gilt auch für die Endwertmaximierung; vgl. ebenda, S. 7. Je nach verfolgter Zielsetzung können sich jedoch unterschiedliche endogene Zinssätze ergeben. Denn bei der Endwert-oder Bartwertma-ximierung können andere Grenzprojekte als bei der Entnahmemaximierung in der Optimallösung auftreten. So ist denkbar, daß bei der Entnahmemaximierung zusätzliche Kreditaufnahmen zur Finanzierung der Entnahmen notwendig sind; vgl. ebenda, S. 10.Google Scholar
  171. 3.
    Ein solches Forward-Geschäft gegenüber Kunden kann z.B. ein Forward Swap oder ein FRA sein.Google Scholar
  172. 4.
    Hier wird vereinfachend davon ausgegangen, daß der neue Kredit — obwohl nur mit einer Laufzeit von t = 1 bis t = 2 versehen — in das Modell mit dreijährigem Planungshorizont eingebunden wird.Google Scholar
  173. 1.
    Vgl. auch die Diskussion um den pagatorischen und wertmäßigen Kostenbegriff: Während der pagatorische Kostenwert ein Grenznutzenwert ist, der sich aus der gesamten Marktlage (Angebot und Nachfrage) ergibt, stellen wertmäßige Kosten einen betrieblichen Grenznutzenwert dar. Vgl. Adam (1988), S. 98 ff.Google Scholar
  174. 2.
    Vgl. auch Djebbar (1990), S. 925. Diese Differenzierung trifft Hax (1965), S. 131, noch nicht; er unterstreicht pauschal, daß Lenkpreise dann unproblematisch zu bestimmen sind, wenn “… Güter und Leistungen außerhalb des Betriebes einen Marktpreis haben und zu diesem Preis in beliebigen Mengen gekauft oder verkauft werden können. In diesem Fall wird man die internen Lenkpreise den Marktpreisen gleich setzen.”Google Scholar
  175. 3.
    Vgl. auch Hering (1992), S. 2: “Die endogenen Grenzzinsfüße lassen sich stets auf Zahlungsströme der im Optimum realisierten Projekte zurückführen. Steuerungsrelevant sind, …, nur die aus den Zahlungsreihen der gerade noch verwirklichten Grenzprojekte ableitbaren Zinssätze.”Google Scholar
  176. 4.
    Im gewählten einperiodischen Beispiel sind die Auswirkungen auf den Zielwert nur gering. Die angestellten Überlegungen gelten analog für mehrperiodische Geschäfte; der Einfluß auf den Zielwert steigt dann überproportional (vgl. Arbitragebeispiele S. 72 ff. dieser Arbeit).Google Scholar
  177. 5.
    Vgl. Hering (1992), S. 10.Google Scholar
  178. 1.
    Dieser Grenzzinssatz entspricht nun der oben ermittelten Forward Rate.Google Scholar
  179. 1.
    Die Ablösung des reinen Opportunitätskalküls hat zudem praktische Vorteile, da die Opportunität komplexer Swapgeschäfte (insbesondere wenn sie Optionsanleihen einbeziehen; vgl. Beispiel des Abschnitts 2.1131) nur schwer zu bestimmen ist und sich im Grunde erst durch den Optimierungsprozeß selber ergibt.Google Scholar
  180. 2.
    Steuerungsprobleme, die den hier beschriebenen ähnlich sind, können ebenfalls aus der Anwendung von LP-Problemen und Dualwerten erwachsen, wenn die Gesamtbankplanung z.B. gesetzliche Nebenbedingungen und Risikorestriktionen einbezieht. Hierauf kann im Rahmen dieser Arbeit nicht weiter eingegangen werden; vgl. Fußnote 1, S. 87. Die zur Banksteuerung entwickelte Marktzinsmethode ist ein “duales Steuerungsmodelt” (Schierenbeck (1991), S. 137), das die Steuerung des Wertbereichs dezentral auf Basis von Marktpreisen vornimmt, gleichzeitig jedoch zentrale Steuerungskomponenten ergänzend einsetzt. Da kein Simuitanansatz vorliegt, ist auch das Erreichen eines optimalen Ergebnisses nicht möglich; vgl. ebenda. Anzustreben ist jedoch eine genauere Abbildung der gesetzlichen und marktbedingten Restriktionen in der Bankplanung — auch und gerade unter Rückgriff auf Planungsansätze des Operations Research; vgl. Djebbar (1990), S. 930.Google Scholar
  181. 1.
    Vgl. Giersberg (1988), S. 60 f. Durch Anwendung dieser Instrumente kann zudem der Interbankenhandel stark zurückgefahren werden; vgl. Bank for International Settlements (1986a), S. 122 f.Google Scholar
  182. 2.
    Vgl. hierzu und zu den folgenden Ausführungen: Dresdner Bank (1989), S. 26 sowie Adolph u.a. (1987), S. 42.Google Scholar
  183. 3.
    Da der Käufer die Vergütung für den Fall erhält, daß der Vergleichssatz größer ist als der FRA-Satz ist, schützt sich der Käufer also gegen eine Zinssteigerung bzw. spekuliert auf eine Zinssteigerung. Dieser Zusammenhang verhält sich entgegengesetzt zum Zinsfutures-Markt, auf dem sich der Käufer gegen Zinssenkung schützt bzw. auf Zinssenkung spekuliert.Google Scholar
  184. 1.
    Bei genauer Rechnung müßte berücksichtigt werden, daß die Bank die FRA-Vergütung von DM 4.784,69 nicht zum Refinanzierungssatz von 9% (LIBOR), sondern nur zum Einlagesatz von z.B. 8,9% (LIBID) anlegen kann.Google Scholar
  185. 1.
    Vgl. Jeanneau (1989), S. 390.Google Scholar
  186. 2.
    Das Basisinstrument ist das dem Zinskontrakt zugrundeliegende Kassainstrument (“underlying instrument”).Google Scholar
  187. 3.
    Vgl. ebenda, S. 390 f.Google Scholar
  188. 4.
    Vgl. Palm (1984), S. 12 f.Google Scholar
  189. 5.
    Vgl. Jeanneau (1989), S. 392.Google Scholar
  190. 1.
    Pitts/Kopprasch zeigen, daß diese “next contract strategy” nicht unbedingt die optimale Strategie sein muß; vgl. Pitts/Kopprasch (1984), S. 2 ff.Google Scholar
  191. 2.
    Der Tick für diesen Kontrakt beträgt 500.000 · 0,0001 · 90/360 = 12,50 Pfund.Google Scholar
  192. 3.
    Abstrahiert man von englischen Zinstageverrechnungsbesonderheiten, ergibt eine genauere Berechnung für die oben angeführten Beispielzahlen einen Kalkulationszinsfuß von 9,94%, da die notwendige Refinanzierung per 1. Mai nicht mehr 500.000 Pfund beträgt, sondern — aufgrund des Gewinnes aus dem Future — nur noch 497.500 Pfund. Die darauf verrechneten Zinsen belaufen sich auf 497.500 · 12% · (90/360) = 14.925 Pfund. Damit errechnet sich eine effektive Belastung von [ (497.500 + 14.925)/500.000-1] · 4 = 9,94%.Google Scholar
  193. 4.
    Vgl. Palm (1984), S. 81.Google Scholar
  194. 5.
    Vgl. Jutz (1989), S. 52. Rothstein/Little (1984), S. 425; Steinbichler (1982), S. 413, definieren Basis als Differenz zwischen dem Kassakurs des abzusichernden Instruments und dem Wert des Terminkontrakts (Terminkontraktkurs); bei Andersen (1987), S. 96, ist die Basis der Betrag dieser Differenz.Google Scholar
  195. 1.
    Vgl. Palm (1984), S. 85. Die Basis ist der Ausdruck (Wert) der Markterwartungen bezüglich der Entwicklung des Preises. Mit abnehmender Laufzeit spielt die Markterwartung eine immer geringere Rolle (ähnlich wie bei Optionen der Zeitwert abnimmt) und reduziert sich bei Fälligkeit des Kontrakts auf Null. Daher sinkt auch die Basis auf Null. Der Markt spricht vom “phenomenon of convergence” (Andersen (1987), S. 69).Google Scholar
  196. 2.
    Vgl. auch Palm (1984), S. 85, mit einem ähnlichen Beispiel.Google Scholar
  197. 3.
    Vgl. Pitts/Kopprasch (1984), S. 2.Google Scholar
  198. 1.
    Die Unterschiede zwischen Basisinstrument und abzusicherndem Instrument liegen in der Qualität und/oder Laufzeit. Absicherungen, die trotz dieser Unterschiede eingegangen werden, nennt man “cross-hedges”. Vgl. ebenda, S. 1.Google Scholar
  199. 2.
    Vgl. Saurer (1987), S. 209.Google Scholar
  200. 3.
    “In der Regel wird daher ein Sicherungs-Interessent nicht auf die Durchführung eigener aktueller empirischer Studien verzichten können.” Palm (1984), S. 238.Google Scholar
  201. 4.
    Vgl. Palm (1984), S. 230.Google Scholar
  202. 5.
    Auch wenn eine tatsächliche Lieferung nur in maximal 2–5% aller Fälle erfolgt, kann dennoch der Gewinn oder Verlust unter Rückgriff auf einen konkreten Bond ermittelt werden; vgl. Kane/Marcus (1984), S. 56, Fußnote 1. Die folgenden Überlegungen sind insbesondere auch für Arbitrage-Geschäfte wichtig, die z.B. bei Anwendung des dreistufigen Optimierungsprozesses aus Abschnitt 1.2233 eine Rolle spielen.Google Scholar
  203. 6.
    Vgl. Palm (1984), S. 39 f.; Andersen (1987), S. 58 f. Zur Berechnung bei GNMA CDRs vgl. Palm (1984), S. 48 ff.; zur Berechnung von Long Gilt Zins-futures vgl. ebenda, S. 58 ff.Google Scholar
  204. 1.
    Die Zulassung mehrerer Papiere ist zur Vermeidung von möglichen Marktverengungen in einzelnen Papieren notwendig; da die Konditionen der Kassainstrumente nicht “natürlicherweise” den Konditionen des Finanzterminkontrakts (8%iger Kupon, 10 Jahre Laufzeit) entsprechen, ist eine Umrechnung über den CoF erforderlich, die die Vergleichbarkeit der Papiere herstellt (vgl. Andersen (1987), S. 58).Google Scholar
  205. 2.
    Die genaue Formel für die Berechnung des CoF lautet (vgl. Palm (1984), S. 40): \(\textup{CoF}=\frac{\textup{C}}{0,04\cdot 2} \cdot (1-1,04 {-\textup{n}})+1,04 {-\textup{n}}\) In dieser Formel steht C für den Kupon des Lieferpapiers (in Dezimalschreibweise) und n für die Laufzeit in Halbjahren (berücksichtigt die im US-Markt übliche halbjährliche Zinsverrechnung), abgerundet auf volle Quartale. Die Formel läßt sich einfach über geometrische Reihenbildung ermitteln.Google Scholar
  206. 3.
    Vgl. Palm (1984), S. 70 ff. mit einem Berechnungsbeispiel.Google Scholar
  207. 4.
    Vgl. Palm (1984), S. 107.Google Scholar
  208. 5.
    Vgl. Mainz (1987), S. 126 f.Google Scholar
  209. 6.
    Vgl. Dresdner Bank (1989), S. 26.Google Scholar
  210. 7.
    So weist Palm darauf hin, daß bestenfalls Sicherungszeiträume von einem Jahr möglich sind. Vgl. Palm (1984), S. 233. Vgl. auch Andersen (1987), S. 102.Google Scholar
  211. 1.
    Der Arbitragegedanke spielt bei der Auswahl der optimalen Sicherungsinstrumente eine entscheidende Rolle; vgl. Abschnitt 1.2233 zur dreistufigen Optimierung. Eine Arbitrage, die Zinsfutures einbezieht, ist nie vollends risikolos; so können z.B. Arbitragegewinne durch die Refinanzierung zwischenzeitlicher Einschüsse (variation margins) aufgezehrt werden. Vgl. Palm (1984), S. 116.Google Scholar
  212. 2.
    Vgl. Andersen (1987), S. 84 f.Google Scholar
  213. 3.
    Vgl. Palm (1984), S. 135 ff. und die dort angegebene weiterführende Literatur. Zu verweisen ist zudem auf die Fachzeitschrift “The Journal of Futures Markets”, die seit 1981 erscheint.Google Scholar

Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1993

Authors and Affiliations

  • Jürgen Cramer

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