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Medienerziehung im Deutschunterricht; Fernsehen

  • Ronald Gräbe
Chapter
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Part of the Schriftenreihe des Instituts Jugend Film Fernsehen book series (SIJFF)

Zusammenfassung

Die doppelte Zielbestimmung von ‘Kommunikationsfähigkeit’ — die Kenntnis der grundlegenden Zusammenhänge massenmedialer Produktion und Rezeption sowie die Befähigung zu einer an den eigenen Interessen orientierten Medienpraxis — erscheint auf der Ebene deutschunterrichtlicher Medienerziehung in zwei deutlich unterscheidbaren Zielvorstellungen: in der Leitidee eines kritisch rezipierenden Fernsehzuschauers und als Qualifizierung zur Handhabung der Fernsehtechnologie mittels Videotechnik. Darstellung und Kritik der unter diesen grundsätzlichen Zielvorstellungen entwickelten Ansätze ist Gegenstand dieses und des folgenden Kapitels. Dabei wird ersichtlich, daß jene beiden dialektisch einander zugeordneten Bestimmungen von Kommunikationsfähigkeit im Deutschunterricht durchweg als völlig getrennte in Erscheinung treten: daß Medienerziehung als Erziehung zur ‘Mündigkeit’ des Fernsehzuschauers entweder als Rezeptionsschulung durch Kommunikat-Analyse oder als praktischer Umgang mit dem Medium Video betrieben wird. Es zeigt sich ferner nicht nur, daß es kaum Ansätze gibt, beide Ebenen aufeinander zu beziehen, sondern auch, daß der Ausbildung analytischer Kritikfertigkeit ein weitaus größerer Stellenwert eingeräumt wird als der Befähigung zur Medienpraxis. In der Vernachlässigung der Praxis gegenüber der Theorie und der Verkehrung ihres Verhältnisses liegt eine der zentralen Unzulänglichkeiten deutschunterrichtlicher Medienerziehung.

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© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1980

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  • Ronald Gräbe

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