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Die Strategie der Entwicklungspolitik

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini
Chapter
Part of the Studienbücher zur Sozialwissenschaft book series (STBS, volume 26)

Zusammenfassung

Auf der Suche nach den günstigsten Möglichkeiten zur Verwirklichung ihrer entwicklungspolitischen Ziele stehen die Länder der Dritten Welt vor der Entscheidung für eine bestimmte Wirtschaftsordnung und vor der Wahl der geeigneten Planungsmodelle und -methoden. Bei allen Fragen, die das strategische Vorgehen betreffen, kann die Entwicklungstheorie — oder besser gesagt die zahlreichen Entwicklungstheorien — Hilfestellung leisten. Aus der umfangreichen Literatur sollen im folgenden — ohne Anspruch auf Vollständigkeit — einige wichtige Ansätze skizziert werden, bevor vor diesem Hintergrund auf die Problematik der Wirtschaftsordnung und Planung eingegangen wird.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. M. Bohnet, Wissenschaft und Entwicklungspolitik, in: Ifo-Studien, 1969, H. 1/2, S. 79.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. M. Bohnet (Hrsg.), Das Nord-Süd-Problem, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. G. Myrdal, The Need of Critical View and a Reorientation of our Theoretical Approaches in Regard to the Problems of Underdeveloped Countries, in: Entwicklungstheorie und Entwicklungspolitik, E. Boettcher (Hrsg.), Tübingen 1964, S. 507 f.Google Scholar
  4. 4.
    Die ‚Erste Welt ‘wird von den USA dominiert, einschließlich der Verbündeten in Westeuropa, die ‚Zweite Welt ‘ist die Domäne der Sowjetunion und erstreckt sich auf deren Verbündete und Satelliten Osteuropa. Die Entwicklungsländer in Asien, Afrika und Lateinamerika fallen in die Kategorie der ‚Dritten Welt‘. Vgl. Horowitz, Three Worlds of Development, New York 1966.Google Scholar
  5. 5.
    Vgl. M. Bohnet, Das Nord Süd-Problem, a.a.O., S. 49.Google Scholar
  6. 6.
    Ebenda, S. 10.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. P. Baran, On the Political Economy of Bachwardness, in: Manchester School, Vol. 20, Januar 1952.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. R. Luxemburg, Die Akkumulation des Kapitals, Berlin 1923, S. 379.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. W.J. Lenin, Der Imperialismus als höchstes Stadium des Kapitalismus, Berlin 1916.Google Scholar
  10. 10.
    Lenin weist hier auf die Gefahr der Bestechung des Proletariats durch die Oberschicht und der dadurch bedingten Durchdringung der Arbeiterklasse von der imperialistischen Ideologie. Vgl. J.W. Lenin, a.a.O., S. 113 ff.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. C. Schuhler, Zur politischen Ökonomie der Armen Welt, München 1968. S. 47.Google Scholar
  12. 12.
    Danach sollte die Revolution in den am weitesten entwickelten Ländern beginnen und sich dann auf die weniger entwickelten ausdehnen, wobei in den vorkapitalistischen Ländern zunächst eine kapitalistische Phase eintreten würde, bevor auch hier die endgültige sozialistische Umwälzung durch das Industrieproletariat erfolgt. Vgl. P. Gäng, R. Reiche, Modelle der kolonialen Revolution, Frankfurt 1967, S. 26.Google Scholar
  13. 13.
    Vgl. P. Gäng, R. Reiche, a.a.O., S. 143.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. Das neue Parteiprogramm der KPdSU, Köln 1962, S. 50. Zitiert bei: P. G—ng, R. Reiche, a.a.O., S. 141.Google Scholar
  15. 15.
    P. Gäng, R. Reiche, a.a.O., S. 140.Google Scholar
  16. 16.
    Die sowjetische Theorie ist kein unmittelbares Ergebnis der Revolution, sondern Apologie einer postrevolutionären Phase. Die chinesische Theorie dagegen ist das Ergebnis der chinesischen Revolution, sie hat deren Erfahrungen aufgenommen, verarbeitet und neu bestimmt. P. Gäng, R. Reiche, a.a.O., S. 143.Google Scholar
  17. 17.
    Lin Piao, Es lebe der Sieg im Volkskrieg, in: Peking Rundschau, 1956, Nr. 37, S. 59.Google Scholar
  18. 18.
    Die Theorie der Dörfer und Städte ist die Folge sowohl theoretischer Überlegungen als auch historischer Erfahrungen in China, Kuba und Algerien. Die Prinzipien der Bauernrevolution (Rückzug-Stillstand-Angriff) entwickelt erstmals Mao Tse-Tung aus der Geschichte des chinesischen Volkskrieges, der mit den Bauernaufständen in Huan begann. Vgl. Mao Tse-Tung, Ausgewählte Schriften, Berlin 1956, Bd. II, S. 16. Auch in den Revolutionstheorien von Che Guevara und Fanon, die Erfahrungen der kubanischen bzw. algerischen Revolution verarbeiteten, ist das agrarische Hinterland der strategische Ausgangspunkt des sozialen Emanzipationskampfes. Vgl. E. Che Guevara, Der Partisanenkrieg — eine Methode, München 1968; F. Fanon, Die Verdammten dieser Erde, Frankfurt 1966.Google Scholar
  19. 19.
    Vgl. Lin Piao, a.a.O., S. 59.Google Scholar
  20. 20.
    Vgl. dazu auch Che Guevara, Schafft zwei, drei, viele Vietnam, Berlin 1967.Google Scholar
  21. 21.
    Vgl. C. Schuhler, a.a.O., S. 54.Google Scholar
  22. 22.
    Kolonialismus wird nicht mehr wie bei Lenin mit Imperialismus gleichgesetzt, sondern lediglich als eine — meist sogar uneffektive Form der imperialistischen Herrschaft aufgefaßt. Das Phänomen, daß ehemalige Kolonien trotz politischer Unabhängigkeit weiterhin starke Abhängigkeitsbeziehungen zu den Industrieländern aufweisen, wird als „Neo-Kolonialismus“ (Nkrumah) oder „Super-Imperialismus“ (P. Jalée) bezeichnet.Google Scholar
  23. 23.
    Vgl. D. Senghaas (Hrsg.), Imperialismus und strukturelle Gewalt, Analysen über abhängige Reproduktion, a.a.O.Google Scholar
  24. 24.
    Vgl. J. Galtung, Eine strukturelle Theorie des Imperialismus, in: D. Senghaas (Hrsg.), a.a.O., S. 35 ff.Google Scholar
  25. 25.
    Vgl. ebenda, S. 95 ff.Google Scholar
  26. 26.
    Vgl. B. Higgins, Economic Development. Principles, Problems and Policies, 2. erw. Auflage, London 1969, S. 188 ff.Google Scholar
  27. 27.
    Die im Rahmen der westlichen Wissenschaft entwickelten Theorien der Unterentwicklung werden vielfach mit Ausdrücken wie „substraction approach“, „ideal typical index approach“ oder „gap approach“ bezeichnet. Vgl. T. Szentes, a.a.O., S. 26.Google Scholar
  28. 28.
    Das Konzept der „functional requisites“ wurde von T. Parsons entwickelt. Er versucht darin nachzuweisen, daß die industriellen, modernen Gesellschaften mit hohen Einkommensniveaus und-Zuwachsraten gleichsam bestimmte soziologische Strukturelemente aufweisen. Als charakteristische Merkmale nennt er z.B. Universalismus, Erfolgsstreben und funktionale Diffusion. Vgl. T. Parsons, The Social System, Glencoe, Illinois, 1951, S. 58 ff.Google Scholar
  29. 29.
    B.F. Hoselitz kennzeichnet die traditionale Gesellschaft in Parsons’ Terminologie mit den entsprechenden Negativmerkmalen wie Partikularismus, Mangel an Erfolgsstreben und funktionaler Diffusion. Vgl. B.F. Hoselitz Sociological Aspects of Economic Growth, a.a.O., S. 30 ff.Google Scholar
  30. 30.
    Vgl. H. Besters, E.E. Boesch (Hrsg.), Entwicklungspolitik. Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 336 f.Google Scholar
  31. 31.
    Vgl. J.H. Boeke, Economics and Economie Policy of Dual Societies, New York 1953.Google Scholar
  32. 32.
    Vgl. D. McClelland, The Achieving Society, Princeton 1961.Google Scholar
  33. 33.
    Vgl. E.E. Hagen. On the Theory of Social Change, How Economic Growth Begins, London 1962.Google Scholar
  34. 34.
    D. Lerner, Die Modernisierung des Lebensstils: Eine Theorie, in: W. Zapf (Hrsg.), Theorien des Sozialen Wandels, Köln, Berlin 1969.Google Scholar
  35. 35.
    Vgl. United Nations, Department of Economic and Social Affairs, Popular Participation in Development: Emerging Trends in Community Development, New York 1971, S. 10.Google Scholar
  36. 36.
    Neuere Ansätze im Zusammenhang mit „community development“-Programmen versuchen ebenfalls die marginalen Gruppen der Stadtbevölkerung in den allgemeinen Entwicklungsprozeß miteinzubeziehen. Vgl. ebenda, S. 16 ff.Google Scholar
  37. 37.
    Vgl. H. Besters, E.E. Boesch (Hrsg.), Entwicklungspolitik, Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 1065.Google Scholar
  38. 38.
    Vgl. ebenda, S. 268 ff.Google Scholar
  39. 39.
    Vgl. hierzu Kapitel 1.1.Google Scholar
  40. 40.
    Vgl. R. Nurkse, Problems of Capital Formation..., a.a.O., S. 4.Google Scholar
  41. 41.
    Vgl. G.M. Meyer und R.E. Baldwin, Economic Development, Theory, History, Policy, New York 1957, S. 319 ff.Google Scholar
  42. 42.
    Vgl. H. Leibenstein, Economic Backwardness and Economic Growth. Studies in the Theory of Economic Development, New York 1963, S. 15 ff.Google Scholar
  43. 43.
    Vgl. B. Higgins, Economic Development. Principles, Problems and Policies, London 1968, S. 303 ff.Google Scholar
  44. 44.
    Higgin’s Dualismustheorie basiert auf Untersuchungen von L.S. Eckhaus hinsichtlich des technologischen Entwicklungsstandards verschiedener volkswirtschaftlicher Sektoren. Siehe dazu: L.S. Eckhaus, „The Factor Proportion Problem in Underdeveloped Areas“, in: American Economic Review, September 1955, S. 539 ff.Google Scholar
  45. 45.
    Vgl. P. Rosenstein-Rodan, Notes on the Theory of the „Big Push“, in: H.S. Ellich und H.C. Wallich (Hrsg.), Economic Development in Latin America, London 1961, S. 57 ff.Google Scholar
  46. 46.
    Vgl. H. Leibenstein, a.a.O., S. 94 ff.Google Scholar
  47. 47.
    Vgl. W.W. Rostow, The Stages of Economic Growth, A Non-Communist Manifesto, Cambridge 1960, S. 36 ff.Google Scholar
  48. 48.
    Vgl. auch W.W. Rostow, The Take-off into Selfsustained Growth, in: The Economic Journal, March 1956.Google Scholar
  49. 49.
    Vgl. R. Nurkse, Problems of Capital Formation in Underdeveloped Countries Oxford 1960.Google Scholar
  50. 50.
    Vgl. A.O. Hirschman, Die Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung, Stuttgart 1967.Google Scholar
  51. 51.
    Vgl. hierzu ausführlich den folgenden Punkt d.Google Scholar
  52. 52.
    Vgl. F. Perroux, Les Pôles de développement et l’economic internationale, in: The Challenge of Development. A Symposium, Jerusalem 1957.Google Scholar
  53. 53.
    A.O. Hirschman, Die Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung, a.a.O.Google Scholar
  54. 54.
    Vgl. ebenda, S. 22 f.Google Scholar
  55. 55.
    Vgl. A.O. Hirschman, Die Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung, a.a.O., S. 62.Google Scholar
  56. 56.
    Vgl. ebenda, S. 63 ff.Google Scholar
  57. 57.
    Vgl. A.O. Hirschman, Die Strategie der wirtschaftlichen Entwicklung, a.a.O., S. 147.Google Scholar
  58. 58.
    Vgl. ebenda, S. 147.Google Scholar
  59. 59.
    H. Hartmann, Alternativen der Entwicklungspolitik, in: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts-und Gesellschaftspolitik, Jg. 7, 1962, S. 257.Google Scholar
  60. 60.
    Vgl. G. Myrdal, Ökonomische Theorie und unterentwickelte Regionen, Stuttgart 1959, S. 24 ff.Google Scholar
  61. 61.
    Vgl. R. Nurkse, Problems of Capital Formation in Underdeveloped Countries, a.a.O.Google Scholar
  62. 62.
    V. Timmermann, Probleme und Möglichkeiten der Entwicklungsplanung, Stuttgart 1967, S. 10.Google Scholar
  63. 63.
    Vgl. W.A. Lewis, The Theory of Economic Growth, London 1954; N. Kaldor, Crescimento, Equilibrio e Desequilibrio, in: Revista Brasileira de Economia, März 1957.Google Scholar
  64. 64.
    Vgl. V. Timmermann, a.a.O., S. 8.Google Scholar
  65. 65.
    Vgl. R. Nurkse, a.a.O., S.1.Google Scholar
  66. 66.
    Vgl. R. Nurkse, a.a.O., S. 11.Google Scholar
  67. 67.
    G. Myrdal, Internationale Wirtschaft — Probleme und Aussichten —, Berlin 1958, S. 262.Google Scholar
  68. 68.
    Vgl. R. Nurkse, a.a.O., S. 32 ff.Google Scholar
  69. 69.
    Vgl. H. Hartmann, a.a.O., S. 261.Google Scholar
  70. 70.
    Vgl. ebenda, S. 261 ff.Google Scholar
  71. 71.
    Vgl. H. Hartmann, a.a.O., S. 261.Google Scholar
  72. 72.
    Ebenda, S. 262.Google Scholar
  73. 73.
    Vgl. ebenda, S. 262 f.Google Scholar
  74. 74.
    G. Myrdal, Ökonomische Theorie..., a.a.O., S. 77.Google Scholar
  75. 75.
    H.D. Ortlieb, Das Dilemma der Entwicklungsländer, in: Wirtschaftsdienst, 53 Jg., 1973, H. 11, S. 562.Google Scholar
  76. 76.
    Geprägt wurde der Neoliberalismus von der Freiburger Schule, die von W. Eucken, F. Böhm und H. Großmann-Doerth begründet wurde, der Chicago-Schule, von der als führender Vertreter H.C. Simons zu nennen ist, sowie von einzelnen Wissenschaftlern, unter denen besonders W. Röpke hervorzuheben ist.Google Scholar
  77. 77.
    Dieser Begriff wurde von A. Müller-Armack geprägt, propagiert wurde er vor allem von L. Erhard.Google Scholar
  78. 78.
    Vgl. W. Kraus, Entwicklung der Wirtschaft, in: Entwicklungspolitik, Handbuch und Lexikon, a.a.O., Spalte 461 ff.Google Scholar
  79. 79.
    K. Schiller, Möglichkeiten einer rationalen Entwicklungspolitik, in: Wirtschaftsdienst, 44. Jg., 1964, H. 10, S. 418.Google Scholar
  80. 80.
    Vgl. K. Schiller, Möglichkeiten einer rationalen Entwicklungspolitik, a.a.O., S. 418.Google Scholar
  81. 81.
    Den Vorsitz dieses Ausschusses hatte zunächst Jan Tinbergen inne. Er gehört zu den bedeutendsten Experten auf dem Gebiet der Planung. Seine Veröffentlichungen sind vor allem wegen ihrer praktischen Anwendungsmöglichkeiten von Bedeutung. Der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften wurde Tinbergen zusammen mit R. Frisch im Jahre 1969 verliehen.Google Scholar
  82. 82.
    Vgl. zu der folgenden Darstellung vor allem B. Knall, Grundlagen und Methoden der Entwicklungsprogrammierung, Wiesbaden 1969, S. 5 ff.Google Scholar
  83. 83.
    Vgl. R.F. Harrod, Towards a Dynamic Economics, London 1948, und E.D. Domar, Essays in the Theory of Economic Growth, New York 1957.Google Scholar
  84. 84.
    Die Kapitalproduktivität ist der Quotient vom Produktionsergebnis (output) zu Kapitaleinsatz.Google Scholar
  85. 85.
    Der Kapitalkoeffizient ist der Kehrwert der Kapitalproduktivität — also das Verhältnis von Kapitaleinsatz zum entsprechenden Output.Google Scholar
  86. 86.
    Vgl. dazu B. Knall, a.a.O., S. 60.Google Scholar
  87. 87.
    Vgl. u.a. A. Kruse, Fehlerquellen in Entwicklungsprogrammen, in: Zeitschrift für die gesamte Staatswissenschaft, 116 Bd., Tübingen 1960, S. 180.Google Scholar
  88. 88.
    Vgl. R.M. Solow, A Contribution to the Theory of Economic Growth, in: Quarterly Journal of Economics, Nr. 70, 1956; vgl. auch G. Bombach, Wirtschaftswachstum, in: HDSW, Bd. 12, S. 763 ff.Google Scholar
  89. 89.
    Vgl. dazu B. Knall, a.a.O., S. 163 f.Google Scholar
  90. 90.
    P.C. Mahalanobis (ehem. erster Vorsitzender der indischen Planungskommission), Some Observations on the Process of Growth of National Income, in: Sankhya, Vol. 12, 1952/53, S. 307 ff.Google Scholar
  91. 91.
    P.C. Mahalanobis, The Approach of Operational Research to Planning in India, in: Sankhya, Vol. 16, 1955, S. 3 ff.Google Scholar
  92. 92.
    Vgl. W. Leontief, Studies in the Structure of the American Economy, New York 1953.Google Scholar
  93. 93.
    Vgl. B. Knall, a.a.O., S. 255 f., vgl. auch J. Tinbergen, H.C. Bos, Mathematical Models of Economic Growth, New York 1962, S. 65 ff.Google Scholar
  94. 94.
    R.F. Behrendt, Soziale Strategie für Entwicklungsländer, Frankfurt/M. 1968, S. 387.Google Scholar
  95. 95.
    Vgl. A.T. Peacok. D. Dosser, The National Income of Tanganyika. 1952–1954, London 1957.Google Scholar
  96. 96.
    Ein Musterbeispiel für ein derartiges Projekt, das obendrein nicht einmal die einfachsten Angebot-Nachfrage-Verhältnisse berücksichtigt, ist das mit englischer Hilfe errichtete Stahlwerk Durgapur: Errichtet auf der grünen Wiese, in unwegsamem Gelände mit einer schlechten Eisenbahnverbindung, über 100 km vom Hafen Kalkutta entfernt, weitab von den Arbeitskraftreserven und mit einem Produktionsprogramm, das kaum verkäuflich ist. Ausschlaggebend war offensichtlich allein der Wunsch der westbengalischen Provinzregierung, die auch ein Stahlwerk haben wollte. Allein die AnlaufVerluste derartiger Fehlplanungen und die zusätzlichen Kosten zur Rettung der Projekte können die Finanzierung des gesamten Entwicklungsplans gefährden. Ständige Kontrollen und Plankorrekturen sind daher unumgänglich. Die damit angestrebte Flexibilität setzt einen personellen und technischen Ausbau der Planungsbehörden voraus, der weit über das bisherige hinausgeht.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini

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