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Die Zielsetzungen der Industrieländer

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini
Chapter
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Part of the Studienbücher zur Sozialwissenschaft book series (STBS, volume 26)

Zusammenfassung

Die Analyse der Zielsetzungen der Industrieländer in der Entwicklungshilfe und -politik stellt einen besonders „heiklen“ Punkt dar. Denn auf diesem Gebiet verbinden und überschneiden sich unterschiedliche weltanschauliche, politische und wirtschaftliche Interessen.1 Sie formen die politischen, wirtschaftlichen und humanitären Ziele.

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Literatur

  1. 1.
    L. Pearson, Für eine Stärkung der internationalen Zusammenarbeit, in: Wirtschaftsdienst, 50. Jg. 1970, H. 1, S. 66 f.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. R.F. Behrendt, Vorstellungen über die Entwicklungshilfe aus Sicht der Geberländer, in: Entwicklungspolitik. Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 702 f. Gutachten des wissenschaftlichen Beirats beim BMZ, Grundsätze für eine deutsche Kapitalhilfe an die Entwicklungsländer, in: Bulletin des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung, Bonn, Nr. 163 vom 18.12.1968, (im folgenden: Kapitalhilfe), S. 1430.Google Scholar
  3. 3.
    Vgl. hierzu J.W. Howe and the Staff of the Overseas Development Council, The US and the Developing World, Agenda for Action 1974, New York, Washington, London 1974.Google Scholar
  4. 4.
    1945 wurden mit der Abwertung des Franc zwei neue Kolonialwährungen geschaffen. Seit dieser Zeit spricht man von der Franc-Zone oder den CFA-Staaten (Colonies françaises d’Afrique, jetzt: Communauté Financière Africaine). Heute gehören der Franc-Zone neben Frankreich und seinen überseeischen Provinzen (mit Ausnahme von Djibouti) die früher zu Afrika gehörenden Staaten (mit Ausnahme von Marokko, Algerien, Tunesien und Guinea) und Madagaskar an. Diese Staaten haben sich durch Kooperationsverträge zur währungspolitischen Zusammenarbeit verpflichtet.Google Scholar
  5. 5.
    In Frankreich ist die einseitige Bevorzugung der ehemals französischen Kolonien abgebaut worden. Auf sie entfielen 1969/71 35 % der Gesamthilfe (1965/68: 86,6 %). Im gleichen Zeitraum erhielten die Commonwealth-Länder 98 % der gesamten Hilfe Großbritanniens (1965/68: 81,8 %). Vgl. OECD, Development Co-operation, Review, versch. Jge.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Kapitalhilfe, a.a.O., S. 1430.Google Scholar
  7. 7.
    Zitiert in der Rede von W. Brandt vom 26.6.1969 bei der Friedrich-Ebert-Stiftung, abgedruckt in: Entwicklungspolitik, Pressemitteilung, Sondernummer (BMZ) Bonn 1969, S. 7.Google Scholar
  8. 8.
    E. Eppler, Pressemitteilung (BMZ), Nr. 12, 1968, S. 2.Google Scholar
  9. 9.
    Vgl. R.F. Pauls, Außenpolitik und Entwicklungshilfe, in: Handbuch der Entwicklungshilfe. II A 30, Hrsg. H.A. Havemann, W. Kraus, Baden-Baden, 43. Lieferung, 1965, S. 242.Google Scholar
  10. 10.
    Heute scheint sich bei der Vergabe der Mittel ein Wandel anzubahnen. Denn 85 % der deutschen Entwicklungshilfeleistungen konzentrieren sich auf 15 Staaten.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Kapitalhilfe, a.a.O., S. 1430.Google Scholar
  12. 12.
    E. Eppler, Kraftspritze für die Dritte Welt, in: Die Zeit, Nr. 14 vom 4.4.1969.Google Scholar
  13. 13.
    Ebenda. Vgl. auch E. Eppler, Wenig Zeit für die Dritte Welt, Stuttgart, Berlin, Köln, Mainz 1971, S. 94 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Vgl. E. Eppler, Der Deutsche Beitrag zur Zweiten Entwicklungsdekade, in: Wirtschaftsdienst. 50 Jg. 1970, H. 1, S. 71 ff., siehe auch BMZ, Entwicklungspolitische Konzeption der Bundesrepublik Deutschland und die Internationale Strategie für die Zweite Entwicklungsdekade, Bonn 1971. Vgl. auch K.-H. Sohn, Entwicklungspolitik, Theorie und Praxis der deutschen Entwicklungshilfe, München 1972.Google Scholar
  15. 15.
    Vgl. Wissenschaftlicher Beirat beim BMZ, Rohstoff-und Entwicklungspolitik (Veröffentlichung in Vorbereitung) und D. Kebschull, H.-G. Schoop, Rohstoffsicherung und Entwicklungsländer, in: Wirtschaftsdienst, 54. Jg., 1974, H. 3, S. 121 ff.Google Scholar
  16. 16.
    Vgl. vor allem W. Michalski, Export und Wirtschaftswachstum — Schlußfolgerungen aus der Nachkriegsentwicklung der Bundesrepublik Deutschland, Hamburg 1970, S. 89 ff.Google Scholar
  17. 17.
    H.J. Wischnewski, Antwort auf die großen Anfragen der CDU/CSU, SPD und FDP (1967), Deutscher Bundestag, 5. Wahlperiode, 124. Sitzung, S. 6247-6255 in: Handbuch der Entwicklungshilfe, II A 30 12, a.a.O., 61. Lieferung, 1968, S. 36.Google Scholar
  18. 18.
    H.J. Wischnewski, Antwort auf die großen Anfragen, a.a.O., S. 36 f.Google Scholar
  19. 19.
    A. Al-Ani, Deutsche Direktinvestitionen in Entwicklungsländern, in: Wirtschaftsdienst 49. Jg. 1969, H. 4, S. 203 ff.Google Scholar
  20. D. Kebschull, Direktinvestitionen im Ausland — Ansatzpunkte und Förderungsinstrumente, in: Wirtschaftsdienst, 49. Jg., 1969, H. 9, S. 481 ff. Vgl. auch D. Kebschull, O.G. Mayer, Deutsche Investitionen in Indonesien, Hamburg 1974.Google Scholar
  21. 20.
    E. Eppler, Rede auf der Landessynode der evangelischen Kirchen im Rheinland am 6.1.1969 in Bad Godesberg.Google Scholar
  22. 21.
    Vgl. H.J. Wischnewski, Entwicklungshilfe und Wissenschaft, in: Schriften der J. Liebig Universität, H. 7, Gießen, 1968, S. 7 und E. Eppler, Kraftspritze für die Dritte Welt, a.a.O.Google Scholar
  23. 22.
    Kardinal Frings vor der Jahresversammlung der deutschen Bischöfe in Fulda, 1958, in Auszügen veröffentlicht, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, a.a.O., II. A 33 1, 29. Lieferung 1964, S. 2.Google Scholar
  24. 23.
    Vgl. Allgemeines zur Arbeit der christlichen Kirchen in den Entwicklungsländern, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, a.a.O., II A 91, 26. Lieferung, 1964, S. 1 und H.-L. Dornbusch, Kirchliche Entwicklungshilfe der Bundesrepublik Deutschland (Diss.), Hamburg 1973.Google Scholar
  25. 24.
    Personelle Hilfe leistet die evangelische Kirche durch die Organisation „Dienste in Übersee, e.V.“; die katholische Kirche durch die Arbeitsgemeinschaft für Entwicklungshilfe.Google Scholar
  26. 25.
    Die Kirchen erhalten seit 1962 jährlich 42–90 Mill. DM aus dem Bundeshaushalt. Entgegengenommen und abgewickelt werden diese Mittel über die „Evangelische Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V.“ und die „Zentralstelle für Entwicklungshilfe e.V.“ der katholischen Kirche. Die Zentralstellen haben ferner die Aufgabe, „Anträge kirchlicher Stellen zur Förderung von Hilfsmaßnahmen auf den Gebieten des Gesundheitswesens, der Information, der Erziehung und der Berufsausbildung in den Entwicklungsländern aus öffentlichen Mitteln zu sammeln und soweit vorzubereiten, daß sie den zuständigen staatlichen Stellen vorgelegt werden können.“ Vgl. K. Osner, a.a.O., S. 60 und S. 66 und H.L. Dornbusch, a.a.O., S. 30.Google Scholar
  27. 26.
    Vgl. K. Osner, Kirchen und Entwicklungshilfe, 3. erg. Aufl. Sonderdruck des BMZ, Bonn 1968, S. 11 f.Google Scholar
  28. 27.
    Vgl. E. Eppler, Die Strukturen ändern (Interview), in: Deutsches Allgemeines Sonntagsblatt, Nr. 21 vom 25.5.1969.Google Scholar
  29. 28.
    Die Kirchen sind sich der Gefahr einer staatlichen Einflußnähme bewußt, glauben aber, öffentliche Mittel in Anspruch nehmen zu können, da der Staat mit der Vergabe keine politischen Auflagen verbindet, die Projektplanung nicht beeinflußt und keine Projekte fördert, die der Seelsorge und Verkündigung dienen. Vgl. Der Auftrag der Evangelischen Zentralstelle für Entwicklungshilfe, in: Brot für die Welt — eine Materialsammlung. Hrsg. Evangelische Kirche in Deutschland, Nr. 8, Leinfelden 1969, S. 87.Google Scholar
  30. 29.
    VgL B. K. Nehru, Vorstellungen über die Entwicklungshilfe aus der Sicht der Entwicklungsländer, in: Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 711 ff.Google Scholar
  31. 30.
    G. Myrdal, Politisches Manifest für die Armut in der Welt, a.a.O., S. 356 f. — Myrdal setzt sich in seinem Buch, insbesondere in Kapitel 11, ausführlich mit den Motiven der Entwicklungspolitik (vor allem der USA) auseinander.Google Scholar
  32. 31.
    CDU, Das Berliner Programm, 2. Fassung, verabschiedet auf dem 18. Bun desparteitag im Januar 1971, (Ziffer 19, 20) Hrsg. CDU-Bundesgeschäftsstelle.Google Scholar
  33. 32.
    CDU und Entwicklungshilfe, in: Handbuch der Entwicklungshilfe. II A 32 1, 42. Lieferung, Baden-Baden 1965, S. 2.Google Scholar
  34. 33.
    CSU-Grundsatzprogramm vom 14.12.1968 in: Entwicklung und Zusammenarbeit, H. 7, 1969, S. 7.Google Scholar
  35. 34.
    Beschluß der SPD zur Frage der Entwicklungshilfe vom November 1960, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, II A 32/2, a.a.O., 4. Lieferung, 1961, S. 1.Google Scholar
  36. 35.
    Erklärung der SPD-Regierungsmannschaft, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, II A 32 2, a.a.O., 41. Lieferung, 1965, S. 7.Google Scholar
  37. 36.
    SPD-Regierungsprogramm zur Entwicklungshilfe vom April 1969, abgedruckt in: Bundestagswahl und Entwicklungshilfe, a.a.O.Google Scholar
  38. 37.
    Entschließung der SPD von 1962, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, II A 32 2, a.a.O., 19. Lieferung, 1963, S. 5.Google Scholar
  39. 38.
    SPD-Regierungsprogramm vom April 1969, a.a.O.Google Scholar
  40. 39.
    FDP und Entwicklungshilfe, in: Handbuch der Entwicklungshilfe, II A 32 3, 41. Lieferung, 1965, S. 2.Google Scholar
  41. 40.
    FDP und Entwicklungshilfe, a.a.O., S. 2 f.Google Scholar
  42. 41.
    FDP, die treibende Kraft. Praktische Politik für Deutschland — das Konzept der FDP, verabschiedet vom Bundesparteitag im Juni 1969 (in: Wahlzeitung der FDP).Google Scholar
  43. 42.
    Ebenda. Vgl. auch fdk, Pressedienst der Bundestagsfraktion der F.D.P. vom 5.10.1972.Google Scholar
  44. 43.
    Eine nennenswerte, wenn auch relativ unbedeutende Ausnahme im deutschen Parteiensystem bildet die NPD. Mit unbewiesenen Pauschalbehauptungen verurteilt sie die deutsche Zusammenarbeit mit den Staaten der Dritten Welt. Jeder weitere Kommentar erübrigt sich, wenn es z.B. heißt: „Wir zahlen auf fremdes Geheiß in ferne Länder Milliarden, die weder deutschen noch europäischen Interessen dienen. Dringende Aufgaben unserer eigenen Entwicklung werden dagegen vernachlässigt“. — NPD-Grundsätze V, in: Politik in unserer Zeit. Das Manifest der NPD mit Erläuterungen. Hannover 1967, S. 7.Google Scholar
  45. 44.
    Vgl. zur Entwicklungspolitik der kommunistischen Staaten die ausführliche Studie von V. Vassilev, Policy in the Soviet Bloc on Aid to Developing Countries, Development Centre Studies, OECD-Development Centre, Paris 1969. Vgl. auch Forschungsinstitut der Friedrich-Ebert-Stiftung, Entwicklungspolitische Aktivitäten kommunistischer Länder (Monatsberichte), Bonn-Bad Godesberg, November 1973 und K. Müller, Die Entwicklungshilfe Osteuropas — Konzeption und Schwerpunkte, Hannover 1970.Google Scholar
  46. 45.
    S. Skackov, Die Wirtschaftliche Zusammenarbeit der Sowjetunion mit den Entwicklungsländern, in: Kommunist (Moskau), Nr. 12, 1973, S. 41 ff. — übersetzt in: Friedrich-Ebert-Stiftung, Monatsberichte, November 1973, a.a.O., S. 445 ff.Google Scholar
  47. 46.
    Vgl. G. Stavenhagen. Kommunismus, in: Entwicklungspolitik, Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 1304 f., vgl. auch K. Billerbeck, Die Auslandshilfe des Ostblocks für die Entwicklungsländer, Hamburg 1960, S. 14 ff.Google Scholar
  48. 47.
    Vgl. hierzu u.a. H.-L. Dornbusch, D.W. Vogelsang, Ein Vergleich der entwicklungspolitischen Aktivitäten von BRD und DDR, HWWA-Report Nr. 16, Hamburg, März 1973.Google Scholar
  49. 48.
    Vgl. H. Bräker, Die Entwicklungsländer, in: Aus Politik und Zeitgeschichte. Beilage zur Zeitung Das Parlament. B 41/68 vom 12.10.1968, S. 11 ff.Google Scholar
  50. 49.
    S. Skackov, a.a.O., S. 445.Google Scholar
  51. 50.
    Vgl. H. Bräker, a.a.O., S. 28 f.Google Scholar
  52. 51.
    Vgl. L. Köllner, Gestalt und Wandel westlicher und östlicher Entwicklungshilfe, in: Aus Politik und Zeitgeschichte, a.a.O., B 4/65 vom 27.1.1965, S. 20 ff. Bis Anfang 1973 hatte die UdSSR 45 Abkommen über wirtschaftliche und technische Zusammenarbeit abgeschlossen. Vgl. hierzu o.V., UdSSR, Entwicklungshilfe übersteigt 5 Mrd. Rbl, in BfA/NfA, Nr. 85 vom 2.5.1974.Google Scholar
  53. 52.
    Vgl. G. Stavenhagen, a.a.O., S. 1304 ff.Google Scholar
  54. 53.
    Vgl. H. Bräker, a.a.O., S. 29 ff.Google Scholar
  55. 54.
    Vgl. L. D. Black, The Strategy for Foreign Aid, Princeton-N.J., Toronto, Melbourne, London, 1968, S. 105 f.Google Scholar
  56. 55.
    Vgl. o.V., China: Moskau beutet die Dritte Welt aus, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 252 vom 31.10.1973 und o.V., Kampf um die Gunst der Dritten Welt, in: Finanz und Wirtschaft, Nr. 5 vom 19.1.1973.Google Scholar
  57. 56.
    Zu berücksichtigen ist allerdings auch die ‚Blockinterne Hilfe ‘an Kuba, die Mongolei, Nordkorea, Nordvietnam sowie früher auch an die VR-China. Diese Hilfe machte von 1947 bis 1969 etwa 7,7 Mrd. $ aus.Google Scholar
  58. 57.
    Vgl. hierzu und im folgenden u.a. o.V., Die Entwicklungshilfe des Ostblocks und Chinas, in: Neue Zürcher Zeitung, Nr. 4 vom 6.1.1973, o.V., Entwicklungshilfe Moskaus stagniert, in: FAZ, Nr. 66 vom 19.3.1973, P. Kuntze, Pekings gezielte Entwicklungshilfe, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 133 vom 13.6.1972, o.V., Entwicklungshilfe der sozialistischen Staaten, in: Süddeutsche Zeitung, Nr. 184 vom 11.8.1973, H.-A. Siebert, Peking hat im Ostblock jetzt die führende Rolle übernommen, in: Die Welt, Nr. 195 vom 23.8.1972 und W. Hoffmann, Hilfe von Mao, in: Die Zeit, Nr. 50 vom 28.7.1972.Google Scholar

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Authors and Affiliations

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini

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