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Die Situation der Entwicklungsländer

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini
Chapter
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Part of the Studienbücher zur Sozialwissenschaft book series (STBS, volume 26)

Zusammenfassung

Ein zentrales Problem des Großteils der Entwicklungsländer besteht darin, daß ihre mühsam errungenen „wirtschaftlichen Erfolge“ immer wieder durch das Bevölkerungswachstum aufgezehrt werden. Dieses Wachstum hatte zur Folge, daß der Lebensstandard langsamer stieg, als erwartet werden konnte. So nahm das Bruttoinlandsprodukt (BIP) pro Kopf wesentlich langsamer als das gesamte BIP zu.

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Literatur

  1. 1.
    Vgl. auch Punkt 9 dieses Kapitels.Google Scholar
  2. 2.
    C. E. A. Winslow, The Cost of Sickness and the Price of Health, Genf 1952, S. 9, zitiert in: Stucken, R.: Der „Circulus Vitiosus“ der Armut in Entwicklungsländern, in: Entwicklungspolitik, Handbuch und Lexikon, a.a.O., S. 53.Google Scholar
  3. 3.
    R. Nurkse, Problems of Capital Formation in Underdeveloped Countries, Oxford 1953, S. 4 ff., zitiert in: R. Stucken, a.a.O., S. 53.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Stucken, R., a.a.O., S. 53 f.Google Scholar
  5. 5.
    H. W. Singer, Neue Tendenzen im wirtschaftlichen Denken über die Entwicklungsländer, Außenwirtschaft 18 (1963) 79, zitiert in: R. Stucken, a.a.O., S. 54.Google Scholar
  6. 6.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 56.Google Scholar
  7. 7.
    Vgl. Weltbank/IDA Jahresbericht 1973, Tabelle S. 105.Google Scholar
  8. 8.
    Vgl. World Population Prospects, United Nations, Population studies 41, New York 1966, Annex Table A 3.1 und A 3.2, S. 133 ff.Google Scholar
  9. K.C Zachariah, I.E. Gholl, Trends bis zum Jahr 2000, in: Finanzierung und Entwicklung, 10. Jg. 1973, Nr. 4, S. 22 ff.Google Scholar
  10. 9.
    Vgl. K.C. Zachariah, I.E. Gholl, a.a.O., S. 23.Google Scholar
  11. 10.
    Nach dem Demographischen Jahrbuch der Vereinten Nationen für 1972 liegt die Geburtenrate in den meisten Entwicklungsländern zwischen 39 und 45 pro Tausend. In den großen Industrienationen macht sie nur 17 bis 19 pro Tausend aus. Auch ist die Sterberate trotz medizinischer Fortschritte in vielen Entwicklungsländern (zwischen 16 und 27 pro 1000) noch höher als in den Industriestaaten (9–11 pro 1000).Google Scholar
  12. 11.
    Vgl. Vereinigung deutscher Wissenschaftler. Welternährungskrise oder ist eine Hungerkatastrophe unausweichlich? RoRoRo aktuell 1147, Reinbek 1968, S. 35.Google Scholar
  13. 12.
    Vgl. Welternährungskrise, a.a.O., S. 36 f.Google Scholar
  14. 13.
    Vgl. Pearson Report, a.a:O., S. 57.Google Scholar
  15. 14.
    Vgl. ebenda, S. 57.Google Scholar
  16. 15.
    Errechnet nach UN, Demographic Yearbook 1972, a.a.O., Table 5/6, S. 158 ff.Google Scholar
  17. 16.
    So stellte man z.B. in einigen Regionen Indiens Fehlanwendungen der Pille bei 80 % der Benutzerinncn fest. Vgl. F. Warau, Familienplanung zwischen Wunsch und Wirklichkeit, in: Entwicklung und Zusammenarbeit, Nr. 6/7, 1973, S. 25.Google Scholar
  18. 17.
    Vgl. Umfang und Struktur des vierten Fünfjahresplans, in: India, Wirtschafts-Bulletin, Vol. VII, Nr. 5, 1969. Hrsg. Informations Service, Economic Mission of India, Brüssel, S. 10.Google Scholar
  19. 18.
    Vgl. hierzu u.a. K. Davis, Will Family Planning Programs Succeed? in: Development Digest, Vol. VI, Nr. 2, April 1968, S. 20 ff.Google Scholar
  20. 19.
    Vgl. FAO, Indicative World Plan for Agricultural Development, FAO 69/4, Vol. 3 vom 21.8.1969, im folgenden IWP, S. 2. Der Anteil der Erwerbstätigen in der Landwirtschaft betrug 1970 (1960) in Afrika 72 % (77 %), Asien 67 % (73 %), Lateinamerika 42 % (49 %), der BRD 10 % (15 %) und den USA 4 % (7 %). Vgl. DIW, Wochenbericht 21/74, 41. Jg., 22.5. 1974.Google Scholar
  21. 20.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 33. In Mexiko wurde durch die Anwendung von hochleistungsfähigem Saatgut der Weizenertrag von 0,88 t auf 2,67 t je Hektar erhöht. In den Philippinen ist durch die Einführung des Reissaatgutes IR8 der Durchschnitt je Hektar von 1490 kg auf 3960 kg gestiegen. Vgl. hierzu: Die grüne Revolution, in: Neue Zürcher Zeitung vom 13.11.1968, abgedruckt in Materialien zum Welternährungsproblem der Deutschen Welthungerhilfe, Nr. 1, 1969; vgl. auch F. Baade, Kampf dem Hunger, in Weltblick (BMZ), Nr. 2, 1969.Google Scholar
  22. 21.
    Die Agrarproduktion der Entwicklungsländer stieg von 1961 bis 1972 durchschnittlich um 2,6 % pro Jahr. Damit sind ihre Wachstumsraten zwar absolut höher als die der Industrieländer (1,8 %), in bezug auf das Bevölkerungswachstum (2,4 %) und das niedrige Ausgangsniveau aber zu gering. Vgl. Weltbank/IDA, Jahresbericht 1973, Tabelle 5.Google Scholar
  23. 22.
    Vgl. G. Fritz, Entwicklungspolitik als Aufgabe, 3. Aufl., Bonn, 1962, S. 57 ff.; vgl. auch F. Baade, Der Wettlauf zum Jahre 2000, Oldenburg und Hamburg 1960.Google Scholar
  24. 23.
    In vielen Entwicklungsländern verfügen rund 20 % der Grundeigentümer über mehr als die Hälfte der Anbauflächen, z.B. in Venezuela 82 %, Kolumbien 56 %, Brasilien 53 % und den Philippinen, Indien und Pakistan 50 %. Vgl. hierzu und im folgenden R. McNamara, Präsident der Weltbankgruppe, Ansprache an die Gouverneure, Nairobi, 24.9.1973, S. 17 ff.Google Scholar
  25. 24.
    Vgl. W. Kraus, H.O. Cremer, Bevölkerungswachstum, Nahrungsmittelversorgung und wirtschaftliche Entwicklung, in: Die Landwirtschaft in der wirtschaftlichen Entwicklung, Stuttgart 1967, S. 16 f.Google Scholar
  26. 25.
    Fritz, a.a.O., S. 59.Google Scholar
  27. 26.
    Vgl. ebenda, S. 59; vgl. auch IWP, a.a.O., S. 5 ff.Google Scholar
  28. 27.
    Zur Boden-und Agrarreform vgl. u.a. IWP, Vol. 2, a.a.O., S. 395 ff.Google Scholar
  29. F. Kuhnen, Die Bedeutung der Agrarreform im Rahmen der wirtschaftlichen Entwicklung, in: Zeitschrift für ausländische Landwirtschaft, Jg. 7, 1968, H. 1, S. 22 ff. Zum Genossenschaftswesen vgl. u.a. H. Wilbrandt, Gedanken über die Rolle und den Aufbau landwirtschaftlicher Genossenschaften in den Entwicklungsländern, in: Genossenschaften und Genossenschaftsforschung, Göttingen 1968, S. 332 ff.Google Scholar
  30. 28.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 33.Google Scholar
  31. 29.
    Vgl. Kraus/Cremer, a.a.O., S. 10 ff.Google Scholar
  32. 30.
    Vgl. hierzu u.a.: Pearson Bericht, a.a.O., und R. McNamara, Ansprache an die Gouverneure vom 24.9.1973, a.a.O., FAO, Toward A Strategy For Agricultural Development, FFHL Basic Study, Nr. 21, Rom 1969.Google Scholar
  33. 31.
    IWP, a.a.O., S. 5 ff.Google Scholar
  34. 32.
    Die Schließung der Proteinlücke erfordert insbesondere eine Steigerung der tierischen Nahrungsmittelproduktion. So wird beispielsweise die Nachfrage nach Fleisch um jährlich 4,2 % und nach Milch um 4,8 % steigen. Realisierbar hält die FAO aber nur Produktionssteigerungen von 4,1 % bzw. 2,9 %. Vgl. hierzu: IWP, a.a.O., S. 26 ff. Zum Ernährungsproblem vgl. u.a. J. Heinrichs, Hunger und Zukunft, Göttingen 1969 und P. von Blanckenburg, Die Eiweißversorgung als Kern des Welternährungsproblems. Möglichkeiten einer Proteinstrategie, in: Zeitschrift für ausländische Landwirtschaft, Jg. 9, 1970, H. 1, S. 1 ff.Google Scholar
  35. 33.
    Allein die Verwirklichung des Zieles einer ausreichenden Nahrungsmittelversorgung würde eine Entlastung der Zahlungsbilanz der Entwicklungslänger um 15 Billionen US-$ bedeuten — für den Zeitraum 1962 bis 1985, gerechnet in Preisen von 1962. Vgl. IWP, a.a.O., S. 60.Google Scholar
  36. 34.
    So wird beispielsweise der Anteil der Agrarbevölkerung an der Gesamtbevölkerung von 67 % auf 55 % sinken. Vgl. IWP, a.a.O., Appendix, Table 2, S. 69.Google Scholar
  37. 35.
    Kraus/Cremer, a.a.O., S. 12.Google Scholar
  38. 36.
    Vgl. IWP, a.a.O., S. 3.Google Scholar
  39. 37.
    So betrugen die Zuwachsraten der Industrieproduktion in den Jahren 1961— 1972 in den Entwicklungsländern im Durchschnitt 8,5 %, in den Industrieländern dagegen 5,0 %. Vgl. Weltbank/IDA Jahresbericht 1973, Tabelle 1.Google Scholar
  40. 38.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 37.Google Scholar
  41. 39.
    Vgl. u.a. J. V. Bethke, K.W. Menck, unter Mitarbeit von A. Borrmann, Ermittlung des Bedarfs an Führungskräften in einem Entwicklungsland (Indonesien), HWWA-Report Nr. 26, Hamburg 1974.Google Scholar
  42. 40.
    Vgl. G. Fritz, a.a.O., S. 62.Google Scholar
  43. 41.
    Vgl. G. Fritz, a.a.O., S. 60 f.Google Scholar
  44. 42.
    Vgl. Kraus/Cremer, a.a.O., S. 11.Google Scholar
  45. 43.
    Vgl. Kraus/Cremer, a.a.O., S. 11 f.Google Scholar
  46. 44.
    Vgl. C. Clark, The Conditions of Economic Progress, London, 1. Aufl. 1940, 2. Aufl. 1951.Google Scholar
  47. 45.
    Vgl. J. Fourastié, Die große Hoffnung des zwanzigsten Jahrhunderts. Aus der französischen Originalausgabe: Le grand espoir du XXe. siècle. Progrès technique — progrès économique — progrès social, Paris 1952, übertragen von B. Lutz, Köln-Deutz 1954.Google Scholar
  48. 46.
    Vgl. H. Bobek, Erwerbstätigenstruktur und Dienstquote als Mittel zur quantitiven Erfassung regionaler Unterschiede der sozialwirtschaftlichen und-kulturellen Entwicklung, in Münchner Studien zur Sozial-und Wirtschaftsgeographie, Hrsg. Ruppert, K., und Thiel, E., Bd. 4, Regensburg 1968, S. 119 ff.Google Scholar
  49. 47.
    Vgl. J. Fourastié, a.a.O., S. 119 ff.Google Scholar
  50. 48.
    Vgl. u.a. H. Bobek, a.a.O., S. 122 und Statistisches Bundesamt, Länderkurzberichte, Wiesbaden, versch. Jge.Google Scholar
  51. 49.
    Vgl. A. M. Schahin, Rolle und Bedeutung von Geld und Banken in unterentwickelten Ländern, Institut für Sozialwissenschaften/Institut für angewandte Wirtschaftsforschung der Universität Basel, 1970, S. 20 f.Google Scholar
  52. 50.
    S. Helander, Das Kreditproblem in den unterentwickelten Ländern, in: Wirtschaftsdienst, 41. Jg., 1961, H. 1, S. 514.Google Scholar
  53. 51.
    Vgl. A. M. Schahin, a.a.O., S. 46.Google Scholar
  54. 52.
    UN-Economic and Social Council.Google Scholar
  55. 53.
    Die Entwicklungsländer produzieren lediglich zwei Drittel der benötigten Konsumgüter, 40–50 % der Halbfabrikate und 20–30 % der Kapitalgüter. Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 37.Google Scholar
  56. 54.
    Vgl. Maßnahmen der Handelshilfe und Stabilisierung der Exporterlöse durch Rohstoff-Abkommen.Google Scholar
  57. 55.
    R. Prebisch, Exportsteigerung als Voraussetzung des Wirtschaftswachstums in Entwicklungsländern, in: Wirtschaftsdienst, 45. Jg. 1965, H. 10, S. 525 f.Google Scholar
  58. 56.
    Vgl. C. R. Moser, Excellent prospects in developing countries, in: Intereconomics, 1970, H. 8, S. 241 f. und C. R. Moser, Tourismus und Entwicklungspolitik, Hamburg 1972.Google Scholar
  59. 57.
    Vgl. K. Frentrup, Die ökonomische Bedeutung des internationalen Tourismus für die Entwicklungsländer, in: Probleme der Weltwirtschaft, Hrsg. A. Predöhl, Hamburg 1969, S. 51 f.Google Scholar
  60. 58.
    Vgl. hierzu Nature extent cargo and manpower requirements training, United Nations, Conference on Trade and Development, Trade und Development Board, Genf 1970 (Vervielf.) und K. Fasbender/W. Wagner in collaboration with J. V. Bethke and H.L. Dornbusch, Shipping Conferences, Rate Policy, and Developing Countries, Hamburg 1973.Google Scholar
  61. 59.
    Die Ausgaben für Forschung und Entwicklung liegen in den Entwicklungsländern zwischen 0,1 und 0,5 % des Bruttosozialproduktes, in Afrika sogar darunter. Die Vergleichszahlen liegen in Europa zwischen 1 und 2 %, in den USA 3.2 % und in der UdSSR bei 4,2 % des BSP. Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 66.Google Scholar
  62. 60.
    F. W. Meyer, Zahlungsbilanzprobleme der Entwicklungsländer, in: Jahrbuch für Sozialwissenschaften, Bd. 14, 1963, H. 3, S. 361 ff.Google Scholar
  63. 61.
    Vgl. Weltbank/IDA, Jahresbericht 1973, Tabelle 7, S. 113.Google Scholar
  64. 62.
    Die Netto-Hilfe betrug demgegenüber 1973 ca. 19,7 Mrd. $ und der Export 93 Mrs. $Google Scholar
  65. 63.
    Argentinien, Brasilien, Chile, Kolumbien und Mexiko vereinen ca. 22 % der ausstehenden Schulden aller Entwicklungsländer auf sich. Vgl. Weltbank/ IDA, Jahresbericht 1973, S. 45, Tab. 5, S. 111 u. Tab. 8, S. 114.Google Scholar
  66. 64.
    Vgl. hierzu W. Guth, Zum Rückzahlungsproblem der Entwicklungsländer — Ansatzpunkte für eine realistische Entwicklungspolitik, in: Jahrbücher für Nationalökonomie und Statistik. Bd. 178. 1965. S. 158 ff., und in: Entwicklungsländer, a.a.O., S. 400 ff.Google Scholar
  67. 65.
    K. Nölder, Föderalismus und Unitarismus im Bundesstaat, dargestellt am Beispiel der Finanzverfassung, in: Wirtschafts-und Sozialpolitik, H.D. Ortlieb und F.W. Dörge, 2. Aufl., Opladen 1965, S. 235.Google Scholar
  68. 66.
    Vgl. u.a. F. Voigt, Die volkswirtschaftliche Bedeutung des Verkehrssystems, Berlin 1960 und G.W. Heinze, Der Verkehrssektor in der Entwicklungspolitik, München 1967.Google Scholar
  69. 67.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 39.Google Scholar
  70. 68.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., Table 2–10, S. 41.Google Scholar
  71. 69.
    Vgl. DIW, Wochenbericht 21/74, a.a.O.Google Scholar
  72. 70.
    Vgl. E.E. Boesch, B. Joerges, H.J. Koebnick, S. Paul, Das Problem der Alphabetisierung in Entwicklungsländern — unter besonderer Berücksichtigung des Weltprogramms der UNESCO. Wissenschaftliche Schriftenreihe des BMZ, B 12, Stuttgart 1965, S. 25 ff.Google Scholar
  73. 71.
    Vgl. W. Sombart, Die drei Nationalökonomien, München — Leipzig 1930, S. 86.Google Scholar
  74. 72.
    Vgl. R. Stucken: Der „Circulus Vitiosus“ der Armut in Entwicklungsländern, a.a.O., S. 57 ff.Google Scholar
  75. K. Schiller, Möglichkeiten einer rationalen Entwicklungspolitik, in: Wirtschaftsdienst, Jg. 44, 1964, H. 10, S.417 ff.Google Scholar
  76. 73.
    Im Vergleich dazu geben die entwickelten Staaten etwa 7 % des Volkseinkommens aus.Google Scholar
  77. 74.
    Die Vergleichszahlen für die Industriestaaten liegen bei 6,3 bzw. 11,6 %.Google Scholar
  78. 75.
    UNESCO, Statistical Yearbook 1972, Lourain 1973, Tabl 2-1.Google Scholar
  79. 76.
    Vgl. J. Friedman, The Role of Education in Development Strategy, Deutsche Stiftung für Entwicklungsländer, II-IT 7/70, Doc. 3, und Pearson Report, a.a.O., S. 67.Google Scholar
  80. 77.
    Ein Alphabet ist nach der UNESCO-Definition von 1958 „a person who can with understanding both read and write a short simple statement on his everyday life“. Ein Halbalphabet besitzt nur die Lesefähigkeit. Den meisten Erhebungen liegt allerdings lediglich die Zensurfrage „can you read and write“ zugrunde. Diese Frage umfaßt die weite Spanne vom Schreiben des eigenen Namens bis zum Schreiben von schwierigen Texten. Vgl. Das Problem der Alphabetisierung in Entwicklungsländern, a.a.O., S. 16 f. — Die Analphabetenquote ist in den einzelnen Ländern stark unterschiedlich. Sie betrug 1969 beispielsweise 93 % im Senegal, 95 % in Mauretanien, 61 % in Indonesien, 16 % in Costa Rica und 10 % in Uruguay. Zu den Analphabetenquoten der Entwicklungsländer vgl. u.a. UNESCO, Statistical Yearbook, versch. Jge., a.a.O. und BMZ (Hrsg), Bericht zur Entwicklungspolitik der Bundesregierung, o.O., November 1973.Google Scholar
  81. 78.
    Vgl. J. Friedman, a.a.O., S. 3.Google Scholar
  82. 79.
    Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 67 f.Google Scholar
  83. 80.
  84. 81.
    Der Brain-drain aus Europa in die Vereinigten Staaten findet hier eine Parallele in der Abwanderung qualifizierter Kräfte aus Entwicklungsländern in europäische Staaten. Nach UNO-Schätzungen sind bis 1967 ca. 40 000 Fachleute aus den Entwicklungsländern in die Industriestaaten ausgewandert. Vgl. Pearson Report, a.a.O., S. 202.Google Scholar
  85. 82.
    Vgl. G. Jahn, Im Dienste internationaler Gesellschafts-und Friedenspolitik, in: Bulletin des Presse-und Informationsamtes der Bundesregierung, Bonn. Nr. 988 vom 3.7.1969.Google Scholar
  86. 83.
    Vgl. Weltbank/IDA, Jahresbericht 1973, Tabelle 1, S. 104 f. Die Wachstumsraten für das BIP zu festen Preisen lagen in den Jahren von 1961 bis 1972 in den Entwicklungsländern bei durchschnittlich 5,6 % und in den Industriestaaten bei 4,9 %.Google Scholar
  87. 84.
    Vgl. Haltung und Lage der Entwicklungsländer, in: Nachrichten für Aussenhandel, Nr. 21 vom 25.1.1968.Google Scholar
  88. 85.
    Vgl. K. Jacobi, Die menschliche Springflut. Berlin, Frankfurt/M., Wien 1969, S. 46 ff. In der Untersuchungsperiode gab es insgesamt 164 Gewaltaktionen.Google Scholar
  89. 86.
    Vgl. Welternährungskrise, a.a.O., S. 14.Google Scholar
  90. 87.
    Vgl. u.a. A. Naini, Grundfragen der Dritten Welthandelskonferenz, a.a.O. und A. Naini, A. Borrmann, H.-L. Dornbusch, Analyse der Themen und Ergebnisse der Dritten Welthandelskonferenz, Hamburg 1972.Google Scholar
  91. 88.
    Vgl. J. Heß, Hilfe für Habenichtse, in: Industriekurier, Nr. 51 vom 2.4.1968.Google Scholar
  92. 89.
    Zum Thema Neokolonialismus vgl. D. Kebschull, Neokolonialismus durch Entwicklungshilfe, in: Hamburger Jahrbuch für Wirtschafts-und Gesellschaftspolitik, 16. Jahr, Tübingen 1971. G. Myrdal, Politisches Manifest über die Armut in der Welt, Frankfurt 1970, K. Nkrumah, Neo-Colonialism, The Last Stage of Imperialism, London und Edinburgh 1965, J. L. Schmidt, Aktuelle Probleme der Entwicklungsländer (Ost-)Berlin 1968, H.-D. Ortlieb, Kolonialismus gestern und heute — Ideologie und Wirklichkeit, Referat auf der Tagung der Gesellschaft für Wirtschafts-und Sozialwissenschaften des Landbaus am 26.9.1973 (vervielfältiges Manuskript) und D. Senghaas (Hrsg.), Imperialismus und strukturelle Gewalt. Analysen über abhängige Reproduktion, Frankfurt/M. 1972.Google Scholar

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Dietrich Kebschull
  • Karl Fasbender
  • Ahmad Naini

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