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Das interpretative Programm -Symbolischer Interaktionismus und Phänomenologie (Mead, Blumer, Husserl, Schütz, Berger/Luckmann)

  • Annette Treibel
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Part of the Universitätstaschenbücher book series (2809, volume 3)

Zusammenfassung

Die Analyse von Interaktions-Prozessen ist das Hauptinteresse der Ansätze, die in dieser Lektion vorgestellt werden. ‚Interaktion ‘bedeutet Wechselbeziehung; es sind mindestens zwei Personen notwendig, die sich durch ihr Verhalten (sei es auch nur durch einen Blick) aufeinander beziehen, damit man von Interaktion sprechen kann (vgl. auch den Begriff der Wechselwirkung von Georg Simmel; siehe Bd. 2, Lektion V.3.2). Die an einer Interaktion Beteiligten, die Interagierenden, teilen eine Menge mit — direkt und indirekt, bewußt und unbewußt. Dies bezieht sich nicht nur auf Sprache, Tonfall, Mimik oder Gesten, sondern die Beteiligten setzen jeweils ein bestimmtes Vorwissen des Gegenübers und eine voraussehbare Reaktion voraus. Man teilt immer wesentlich mehr mit als das, was man tatsächlich spricht und/oder durch körpersprachliche Signale zum Ausdruck bringt.

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Primärliteratur

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© Springer Fachmedien Wiesbaden 1997

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  • Annette Treibel

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