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Familie und Haushalt

  • Claus Mühlfeld
Part of the Meinem Patenkind Patrick in herzlicher Verbundenheit gewidmet book series (SG)

Zusammenfassung

Die Entwicklung der Familiensoziologie ist eng verknüpft mit Haus haltsstudien; über das Familienbudget ließ sich der Zusammenhang mit der „sozialen Frage“ im 19. Jahrhundert herstellen, wobei deren Schwerpunkt sich auf die Bedingungen und Auswirkungen der Armut richtete. Die Studie von F. Engels „Die Lage der arbeitenden Klasse in England“ (1845) steht in der Tradition jener politischen Erörterungen der Arbeiterfrage, bei denen in der Armut das Motivationspotential für revolutionäre Veränderungen gesehen wurde. Mit dem Wandel des Armutsbegriffes und seiner materiellen Entsprechungen sollte jedoch das angeschnittene Thema nicht verdeckt werden: die sozialökonomische Lage der Familie. Die Aktualität der Fragestellung ist geblieben, verlagert haben sich Inhalte, Bedingungen, Auswirkungen und Erwartungen, die Lebensformen der Familien sind über weite Strecken eine abhängige Größe ihrer materiellen Bedingungen. Mit der Universalität des Geldmechanismus in entwickelten Industriegesellschaften konzentriert sich das Forschungsinteresse auf Bestimmungsgrößen wie Nettoeinkommen des Familienvaters, Haushaltsnettoeinkommen, Konsumverhalten, Pro-Kopf-Einkommen der Haushalte, Einkommensverwendung in privaten Haushalten, Mietbelastung etc. Über die relativ leicht quantifizierbaren Größen versucht man Korrelationen herzustellen zur sozialen Lebenssituation der Familien, um so aus dem Beziehungsverhältnis von Verteilungsmechanismus und Lebensform Aussagen über das soziale Schicksal von Menschen abzuleiten.

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Weiterführende Literatur

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Claus Mühlfeld

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