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Familienzyklus

  • Claus Mühlfeld
Part of the Meinem Patenkind Patrick in herzlicher Verbundenheit gewidmet book series (SG)

Zusammenfassung

Bildet das Gattenpaar die permanente und zentrale Zone von Ehe und Familie, so lassen sich Entwicklungslinien bestimmen, die vom Prozeß der Partnerwahl beginnend bis zur Auflösung durch den Tod eines Ehegatten die Familienbiographie verknüpfen. Partnerwahl und Partnerbindung sind im lebenslaufspezifischen Sozialisationsprozeß an der sozialen Institution Familie orientiert, mit Heirat und Haus haltsgründung, Geburt des (der) Kind(er), deren Ausscheiden aus der familialen Lebenswelt und der sich abzeichnenden erneuten Dominanz der Gattenbeziehungen werden Phasen markiert, die das Gattenpaar und die übrigen Mitglieder mit spezifischen sozialen Anforderungen konfrontieren. Das phasenorientierte Entwicklungsmodell der Familie will idealtypisch auf Zyklen aufmerksam machen, die unterschiedliche Bewältigungskonzepte erforderlich machen. Jeder Zyklus ist mit einer Weichenstellung vergleichbar, es erfolgt eine Wegänderung, eine neue Strecke muß durchlaufen werden. Die Bestimmung der Anzahl von Zyklen ist insofern nicht willkürlich, weil sie durch Zeitabschnitte eine Markierung erhalten, die eine Stetigkeit im Wandel bedingen. Die innere Bezogenheit der Phasen aufeinander muß jedoch zwei Faktoren der familiensoziologischen Analyse genügen, da einmal damit die Inhalts- und Beziehungsebene der familialen Lebenswelt, zum anderen die Gruppenstruktur identifiziert werden soll.

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Weiterführende Literatur

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  5. Levy, R.: Der Lebenslauf als Statusbiographie, Stuttgart 1977.Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Claus Mühlfeld

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