Advertisement

Ehe und Familie im gesellschaftlichen Kontext

  • Claus Mühlfeld
Part of the Meinem Patenkind Patrick in herzlicher Verbundenheit gewidmet book series (SG)

Zusammenfassung

Das Einwirken von Gesellschaft auf Ehe und Familie läßt sich zunächst in der Frage auffangen, welche gesellschaftlichen Einflüsse bzw. welche gesellschaftlichen Strukturen uns bekannt sind, von denen angenommen werden darf, daß sie sich als Anforderungen gegenüber der Gruppe manifestieren. Familie bei monogamer Ehe ist durchgängig in der Bundesrepublik nicht nur ein Rechtsgut, sondern zugleich auch eine ethische Forderung; diese Aussage konfrontiert uns mit einer Fülle von Erkenntnissen und Fragestellungen. Das geltende Recht (BGB § 1353) bestimmt das Zusammenleben in Ehe und Familie anhand der Monogamie, andere Formen des familialen Zusammenlebens (z.B. Polygamie) werden dadurch zumindest rechtlich ausgeschlossen. Gleichzeitig meint monogam den Zusammenschluß heterosexueller Erwachsener mit ihren Kindern in einer Familie, wobei zunächst gleichgültig ist, ob diese Kinder aus der Ehe hervorgegangen, adoptiert oder durch Heirat als ehelich erklärt worden sind. Die Zuordnung von zwei Generationen in einer Gruppe charakterisiert Familie als eine soziale Erscheinungsform besonderer Art. Die Eltern- und die Kindergeneration sind wechselseitig aufeinander bezogen, die Form ihres Zusammenlebens wird durch Artikel 6 des Grundgesetzes als Grundrecht geschützt. Das elterliche Erziehungsrecht wird durch die staatliche Gemeinschaft überwacht und kann nur durch Gerichtsbeschluß entzogen werden.

Preview

Unable to display preview. Download preview PDF.

Unable to display preview. Download preview PDF.

Weiterführende Literatur

  1. Rosenbaum, H. (Hrsg.): Familie und Gesellschaftsstruktur, Frankfurt 1978Google Scholar
  2. Steinkamp, G. / Stief, W.: Lebensbedingungen und Sozialisation, Opladen 1978Google Scholar
  3. Dritter Familienbericht der Bundesregierung, Bonn 1979Google Scholar
  4. Donzelot, J.: Die Ordnung der Familie, Frankfurt 1980Google Scholar
  5. Pross, H. (Hrsg.): Familie - wohin?, Reinbek 1979Google Scholar
  6. Leslie, G.R.: The Family in Social Context, Oxford 1967Google Scholar
  7. Anderson, M. (Ed.): Sociology of the Family, Harmondsworth 1971Google Scholar
  8. Ciaessens, D. / Millhoffer, P. (Hrsg.): Familiensoziologie, Frankfurt 1977Google Scholar
  9. Simitis, S. / Zens, G. (Hrsg.): Familie und Familienrecht, 2 Bde, Frankfurt 1975Google Scholar
  10. Schwägler, G.: Soziologie der Familie, Tübingen 1976Google Scholar
  11. König, R.: Die Familie der Gegenwart, München 1980Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1982

Authors and Affiliations

  • Claus Mühlfeld

There are no affiliations available

Personalised recommendations