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Lehren und Forschen in Danzig

  • Andreas Romero
Chapter

Zusammenfassung

Im Herbst 1924 erhielt Karl Gruber einen Ruf an die TH Danzig auf den Lehrstuhl für mittelalterliche Baukunst und Entwerfen. Diesen Lehrstuhl hatte Friedrich Ostendorf bei der Neugründung der TH Danzig 1904 als erster Lehrstuhlinhaber bis 1907 inne. Für Gruber muß es nicht nur eine Ehre, sondern auch eine Verpflichtung gewesen sein, diesem Ruf zu folgen. Tatsächlich scheint man in der Fakultät mit dieser Berufung die Hoffnung verknüpft zu haben, daß gerade Gruber die Tradition der Ostendorfschule weiterführen würde. Diesem Anspruch hat er aber nur zum Teil genügt, was später zu Konflikten führte.

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Anmerkungen

  1. 1.
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  8. 8.
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  13. 13.
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    Brief Karl Grubers an seinen Bruder Otto vom 27. 6. 1926 (NKG, Bestand: Martin Gruber). Gruber spielt hier auf den Wettbewerb zur Bebauung des Ettlinger-Tor-Platzes in Karlsruhe von 1914 an. Theodor Fischer hatte einen Wettbewerbsentwurf eingereicht (W. Nerdinger, Theodor Fischer, Ausstellungskatalog, Berlin 1988, S. 278), den Friedrich Ostendorf heftig kritisierte und gegen den er seinen eigenen Entwurf setzte (Friedrich Ostendorf, Sechs Bücher vom Bauen, Erster Band, Einführung, Berlin 1914, S. 264 ff.). Gruber kritisiert hier den Entwurf Ostendorfs, der eben jenen „halbrunden Ettlinger Vorplatz“ vorgeschlagen hatte. Dies ist seine erste kritische Äußerung Ostendorf betreffend; sie erfolgt sehr vorsichtig und im familiären Rahmen.Google Scholar
  20. 20.
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    Karl Gruber hat das in dieser Form nicht ausgedrückt, aber ich glaube, ihn mit dieser Formulierung nicht überzuinterpretieren, wenn man die Bedeutung des Religiösen in seinem Denken betrachtet.Google Scholar
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    Es war Hermann Rauschning, der 1938 das Buch Die Revolution des Nihilismus im Pariser Exil veröffentlichte und damit zum bestgehaßten Mann des „Dritten Reiches“ wurde. Rauschning war 1933 Danziger Senatspräsident geworden und mußte 1936 nach ständigen Auseinandersetzungen mit Gauleiter Albert Forster fliehen.Google Scholar
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    Dieter Griesbach, Annette Krämer, Mechthild Maisant, Die neue Universität in Heidelberg, Schriftenreihe des Kunsthistorischen Instituts der Universität Heidelberg, Heft 19, Heidelberg 1984. In dieser Studie, die anläßlich der 600-Jahrfeier der Universität Heidelberg erarbeitet wurde, ist die Geschichte des Baus der Neuen Universität mit allen noch verfügbaren Dokumenten ausführlich dargestellt. Dieser Arbeit entnehme ich, wenn nicht anders vermerkt, im folgenden die wiedergegebenen Darstellungen und Daten.Google Scholar
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    Am 16. 10. 1925 wurden in Locarno eine Reihe von Verträgen paraphiert und am 1. 12. 1925 in London unterzeichnet, in denen Deutschland, Frankreich und Belgien auf eine gewaltsame Veränderung der bestehenden gemeinsamen Grenzen verzichteten. Damit wurde eine Friedenspolitik eingeleitet, die schließlich im Herbst 1929 die Schaffung einer „Europäischen Föderalen Union“ anregte. In diesem Zusammenhang wurden im Juni 1929 die Reparationsprobleme Deutschlands im Young-Plan neu geordnet. Die Bundesgenossenschaft der Deutschnationalen mit den Nationalsozialisten im Kampf gegen den Young-Plan muß man als den eigentlichen Start Hitlers zur Machtergreifung ansehen (K.G. Erdmann, Die Weimarer Republik, Stuttgart 1980, S. 196ff.).Google Scholar
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© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1990

Authors and Affiliations

  • Andreas Romero

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