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Zusammenfassung

In vielen Bereichen der theoretischen Physik spielt die Struktur „reelle Mannigfaltigkeit“ eine hervorragende Rolle. Dies wird deutlich, wenn man an die Bedeutung der Tensorrechnung denkt, die eigentlich nur eine bequeme Rechentechnik für reelle differenzierbare Mannigfaltigkeiten ist. Es soll hier der Frage nachgegangen werden, welche Eigenschaften physikalischer Messungen die Verwendung der genannten mathematischen Struktur verursachen. Wenn man fragt, was man bei einem physikalischen Versuch macht, kann man im allgemeinen feststellen: Es wird ein Gerät gebaut. Dieses Gerät hat Skalen, und eine Messung besteht in der Regel darin, die Skalenwerte abzulesen. Um ein konkretes Beispiel vor Augen zu haben, denke man an eine Spannungsmessung. Wenn man versucht, einen kleinen Schritt über das reine Ablesen des Meßinstruments hinauszugehen, erkennt man, daß die Beschreibung dieser physikalischen Messung darin besteht, die abgelesene Zahl (Spannungsdifferenz) den beiden Punkten zuzuordnen, zwischen denen die Spannung gemessen wird. Man kann auch davon sprechen, daß diese Zahl der Kurve (dem Drahtstück) zugeordnet wird, die von den beiden Punkten berandet wird. Man kann auch Spannungs-messungen an geschlossenen Drahtschleifen machen, indem die in-duzierte Umlaufspannung gemessen wird.

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1977

Authors and Affiliations

  • Gerhard Gerlich
    • 1
  1. 1.Lehrstuhl B für Theoretische PhysikTechnischen Universität BraunschweigDeutschland

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