Steuerlicher Ausgleichsposten in der von der Handelsbilanz abweichenden Steuerbilanz

  • Hans Schöning
  • Rolf Lembcke

Zusammenfassung

Der steuerliche Ausgleichsposten kommt vor, wenn Handelsgesellschaften in der Rechtsform von Kapitalgesellschaften neben ihrer Handelsbilanz eine besondere Steuerbilanz aufstellen, in der nicht alle Wertansätze denen der Handelsbilanz entsprechen. Dadurch ist in der Steuerbilanz das Kapital höher oder niedriger als in der Handelsbilanz; die bestehende Differenz zwischen dem Kapital in der Handelsbilanz und dem steuerlichen Kapital ist in der Steuerbilanz besonders kenntlich zu machen. Die in der Handelsbilanz gebildeten Kapitalposten (Grund- oder Stammkapital, offene Rücklagen, Bilanzgewinn und ein Gewinnvortrag im Bilanzgewinn) entstehen durch Satzung oder aufgrund von Beschlüssen der Gesellschaftsorgane. Sie dürfen daher auch in einer neben der Handelsbilanz aufgestellten Steuerbilanz nicht verändert werden, was oft nicht beachtet wird. Um nun die Kapitalposten der Handelsbilanz auch in der Steuerbilanz unverändert auszuweisen, ist die Kapitaldifferenz zwischen dem Kapital in der Handelsbilanz und dem Kapital in der Steuerbilanz in einen besonderen Kapitalposten einzustellen, der als „steuerlicher Ausgleichsposten“ bezeichnet wird.

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References

  1. 1).
    Bis 31. 12. 1976 waren sie nach dem BFH-Urteil vom 18. 7. 1973 (BStBl 1973 II S. 790) in voller Höhe abzugsfähig. Die Einschränkung des § 11 Nr. 1 a KStG a. F. galt nur für Gesellschaften mit beschränkter Haftung, nicht für Aktiengesellschaften.Google Scholar

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1982

Authors and Affiliations

  • Hans Schöning
  • Rolf Lembcke

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