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Stabilität der Geldnachfrage in der Bundesrepublik Deutschland

  • Helmut Lütkepohl
Chapter
Part of the Nordrhein-Westfälische Akademie der Wissenschaften book series (NWAWVN, volume 437)

Zusammenfassung

Die Bundesbank hat den gesetzlichen Auftrag, den Geldumlauf und die Kreditversorgung der Wirtschaft mit dem Ziel der Sicherung der Währung zu regeln. Da die Bundesbank keinen unmittelbaren Einfluß auf das Preisniveau hat, verwendet sie als Zwischenziel eine Variable, auf die sie Einfluß nehmen kann und die zudem in enger Beziehung zum Preisniveau bzw. der Inflationsrate steht. Seit gut 20 Jahren benutzt sie hierfür ein Geldmengenaggregat. Diese Wahl des Zwischenziels beruht auf von der Quantitätstheorie postulierten Zusammenhängen. Die Quantitätsgleichung besagt, daß der Output einer Ökonomie multipliziert mit dem Preisniveau, also der nominale Output, gleich dem Produkt aus Geldmenge und Umlaufgeschwindigkeit ist. Die Geldmenge steht also in enger Beziehung zum Preisniveau und erscheint in dieser Hinsicht als Zwischenziel geeignet. Ist die Geldmenge jedoch auch von der Bundesbank hinreichend gut kontrollierbar? Vor dem Zusammenbruch des Bretton-Woods-Systems fester Wechselkurse war dies sicher nur in begrenztem Maße der Fall. Mit der Einführung flexibler Wechselkurse Mitte der siebziger Jahre hat sich dies jedoch geändert. Die Bundesbank hat folgerichtig Mitte der siebziger Jahre mit einer Geldmengensteuerung begonnen. Eine Reihe anderer Zentralbanken hat in der Folgezeit ebenfalls eine Politik der Geldmengensteuerung aufgegriffen.

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Literatur

  1. 1.
    Genaue Angaben zu den Daten und ihren Quellen finden sich in Wolters & Lütkepohl (1997).Google Scholar

Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen/Wiesbaden 1998

Authors and Affiliations

  • Helmut Lütkepohl
    • 1
  1. 1.BerlinDeutschland

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