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Statt einer Einleitung: Die Story einer Bekanntschaft

  • Gennady Gorelik

Zusammenfassung

Die Geschichte der sowjetischen Physik in den 30er Jahren sei, so heißt es, mein bevorzugtes Arbeitsfeld. Im großen und ganzen trifft dies auch zu. Diese Geschichte und diese Jahre begannen mich jedoch deshalb zu interessieren, weil mich ein ganz konkreter Mensch zutiefst beschäftigte — Mitja Bronstein, der herausragende sowjetische Physiker Matwej Petrowitsch Bronstein, Matwej — Mitja? Ja, auch der Abt und MP genannt.

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Notes

  1. 1.
    Siehe Kapitel 4.Google Scholar
  2. 2.
    G. E. Gorelik, Die Dimensionen des Raumes. Historisch-methodologische Analyse, Verlag Universität Moskau, 1983, 216 S. (russ.)Google Scholar
  3. 3.
    Deutsche Übersetzung: W. J. Lwow, Albert Einstein — Leben und Werk, Urania-Verlag, Leipzig u. Jena 1957, 180 S.Google Scholar
  4. 4.
    Siehe Anmerkung Nr. 1 in Kapitel 10 und das Kapitel 11.3 [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  5. 5.
    Der sowjetische Personalausweis enthielt eine Rubrik, die sprichwörtliche fünfte (vergl. Kapitel 11), in der die Nationalität eingetragen war. Nicht wenige Juden, auch Deutschstämmige, zogen es vor, sich für die russische Nationalität zu entscheiden. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  6. 6.
    N. Sacco und B. Vanzetti, italienische Einwanderer in die USA, der Anarchistenbewegung angehörend, wegen angeblicher Beteiligung an einem Raubüberfall aufgrund von Indizien 1921 zum Tode verurteilt und 1927 hingerichtet, von kommunistischer Seite gern zitierte Beispiele für Justizmord im Kapitalismus. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  7. 7.
    Das typisch russische rollende (Zungen-)„r“ Lwows kontrastierte zu seinen eher jüdischen Gesichtszügen; vielmehr hätte man ein nichtrussisches „r“ erwartet, typisch einerseits für Juden (gutturales „r“), andererseits für intellektuelle, früher insbesondere russische Adelskreise, die nach französischem Vorbild ein schnarrendes (Zäpfchen-)„r“ sprachen. A. D. Sacharow, der bis zur 7. Schulklasse Hausunterricht erhielt, sprach ein derartiges „französisches r“. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  8. 8.
    Sergej M. Kirow (1886–1934), hochrangiger Parteifunktionär, Parteichef Leningrads, wurde von Stalin durch Mord am 1.12.1934 als Rivale beseitigt. Kirows Ermordung, von Stalin demagogisch als Vorwand für die einsetzenden Säuberungen benutzt, markiert den Beginn des Massenterrors. Als Alarmsignal findet Kirows Ermordung in den folgenden Kapiteln wiederholt Erwähnung. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  9. 9.
    Alexander T. Twardowski (1910–1971), Lyriker, Frontjournalist (bekannt sein Kriegspoem Wassili Tjorkin), setzte sich als Chefredakteur von Nowy mir (1950–54, 1958–70) für neue literarische Themen und Talente ein, 1970 abgesetzt. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  10. 10.
    Groβes Haus — spöttisch-verhüllende Bezeichnung für das NKWD-Gefängnis, weil von ihm aus „Sibirien sichtbar ist“. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  11. 11.
    Leo Trotzkis eigentlicher Familienname war Bronstein. Von Trotzkis Vater stammen die hellsichtigen Worte: Die Trotzkis machen die Revolutionen — die Bronsteins zahlen dafür. [Anm. d. Übers.]Google Scholar
  12. 12.
    Auf dem 20. Parteitag der KPdSU 1956 gab Chrustschow in einer Geheimrede zahlreiche Verbrechen unter Stalin zu und leitete damit eine erste Phase der Entstalinisierung (Tauwetter) ein. Opfer des Terrors wurden postum rehabilitiert. [Anm. d. Übers.]Google Scholar

Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig/Wiesbaden 1995

Authors and Affiliations

  • Gennady Gorelik

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