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Fazit und Folgerungen: Die Realisierung prinzipiengestützter und interessenorientierter Grundkonzepte fordert Strategisches Management

  • Claus Steinle
Chapter

Zusammenfassung

Die Überlegungen zur Entwicklung einer ganzheitlich geprägten Managementvorstellung haben gezeigt, dass hierbei eine Orientierung anhand von Grundprinzipien nützlich sein dürfte. Damit kann einerseits den Anforderungen an ein „evolutionäres Funktionieren“, andererseits aber auch Aufforderungen zur handelnden Beeinflussung des Unternehmungsgeschehens Rechnung getragen werden. Dabei kommt der Unternehmungsphilosophie als einem vernünftigen, gesellschaftlich verantwortbaren und interessenbezogenen Wertekanon, der unternehmerisches Handeln induziert und anleitet, eine hohe Bedeutung zu. Weitere Orientierungsfelder gestaltungs- und steuerungsorientierten Handelns in der Unternehmung zeigen sich aus dem Bereich der Unternehmungsethik als einer verpflichtenden Kraft für Management- und Mitarbeiterhandeln. Die zentrale Frage „Ist das moralisch?“ — oder im Kantschen Sinne — „Kann ich Wollen, daß alle so handeln, wie ich dies tue?“ zeigt sich als klare Basis für ein Verantwortungsprinzip, das Managemententscheidungen in Bezug auf Auswirkungen und Folgen für Stakeholder und weitere Akteure analysieren helfen kann. Weitere Anforderungen an Managementhandeln zeigen sich aus dem Bereich der vorhandenen Unternehmungskultur, der Gesamtheit von Grundannahmen, Werten und Normen, die in einer Unternehmung gemeinsam akzeptiert und gelebt werden. Gerade in diesem Feld resultieren aber auch vielfältige Möglichkeiten für ein symbolbewusstes Managementhandeln, mit dessen Hilfe eine — sicherlich zeitaufwendige — erfolgreiche Kulturveränderung zu erreichen ist.

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler/GWV Fachverlage GmbH, Wiesbaden 2005

Authors and Affiliations

  • Claus Steinle
    • 1
  1. 1.Abteilung für Unternehmensführung und OrganisationUniversität HannoverDeutschland

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