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Fazit und Ausblick

  • Utz Schäffer
Part of the Schriften des Center for Controlling & Management (CCM) book series (SCCM, volume 1)

Zusammenfassung

Ausgangspunkt der vorliegenden Arbeit war der als Paradoxon der Kontrolle bezeichnete Sachverhalt, dass die Relevanz von Kontrolle einerseits offensichtlich ist, andererseits aber in Theorie und Praxis vielfach implizit oder explizit geleugnet wird. Durch die Ableitung einer Theorie der Kontrolle gelang es, einen Beitrag zur Auflösung des Paradoxons zu leisten. Dabei setzte die Arbeit vor allem an vier Punkten an:
  • Kontrolle wird in der betriebswirtschaftlichen Literatur bislang vernachlässigt. Entsprechend liegt über die Eigenständigkeit dieser Führungsfunktion, ihren Wesenskern und ihre Abgrenzung zu anderen Begriffen kein hinreichender Konsens vor. Im Rahmen dieser Arbeit wurde deutlich, dass Kontrolle eine spezifische, eigenständige Führungshandlung darstellt und dass das Kontrollverständnis weiter Teile der betriebswirtschaftlichen Literatur nur (mehr oder weniger große) Ausschnitte des Aufgabenfelds der Kontrolle umfasst.

  • Die Literatur zu Kontrolle kann als fragmentiert und heterogen bezeichnet werden. Daher wurde ein integrativer Ansatz entwickelt, der es erlaubt, relevante Erkenntnisse aus verschiedenen Bereichen, insbesondere der Betriebswirtschaftslehre sowie Verhaltens- und Kognitionswissenschaft, zusammenzuführen.

  • Der Zusammenhang von Kontrolle und Unternehmenserfolg wurde in der Literatur bislang eher stiefmütterlich behandelt. Vor diesem Hintergrund interpretiert die vorliegende Arbeit Kontrolle explizit als spezifische Fähigkeit von Akteuren, die einen nachhaltigen Wettbewerbsvorteil der Unternehmung konstituieren kann.

  • Die Kontrollliteratur nimmt ganz überwiegend eine statische Betrachtung vor. Interpretiert man Akteure als zielorientiert, erscheint diese jedoch zu kurz gegriffen. Das tendenziell expansiv angelegte Wollen und die begrenzend wirkenden Fahigkeiten des Akteurs bewirken — sofern kein Moment das andere nachhaltig dominiert — die Fortentwicklung des akteursbezogenen Handelns im Zeitablauf. Akteurseigenschaften definieren dabei nicht nur das Handlungspotenzial des Akteurs, sondern werden auch ihrerseits durch sein Handeln beeinflusst. Gleichgewicht besteht nur in einem dynamischen Sinne, als Fließgleichgewicht in Spannungsfeldern aus komplementären und substitutiven Beziehungen der Elemente.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2001

Authors and Affiliations

  • Utz Schäffer

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