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Einleitung

  • Stephanie Hanrath
Chapter
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Part of the Hallesche Schriften zur Betriebswirtschaft book series (HSBW, volume 6)

Zusammenfassung

Die Konzeption operativer Kostenrechnungssysteme und die Entscheidungsrelevanz bzw. -Irrelevanz von fixen Kosten für operative Planungsrechnungen, insbesondere unter Berücksichtigung von Unsicherheit, ist ein nach wie vor aktuelles Thema des betrieblichen Rechnungswesens. Seit der erstmaligen Erwähnung des Direct Costing in der amerikanischen Literatur durch Harris im Jahre 1936 und der Entwicklung und Einführung der Grenzplankostenrechnung in der deutschen Praxis durch Plaut zu Beginn der 50er Jahre wird die Ausgestaltung von Kostenrechnungssystemen in Theorie und Praxis heftig diskutiert.1 Insgesamt ist dabei festzustellen, daß die Konzeption von Kostenrechnungssystemen als Teil- oder Vollkostenrechnungssysteme vor allem im Hinblick auf operative Planungsrechnungen ein bis heute nicht vollständig geklärtes Problem ist.2

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Literaturverzeichnis

  1. 1.
    Vgl. Harris (1936) sowie Plaut (1952) und Plaut (1953). Zu einem Literaturüberblick siehe Abschnitt 2.5. und Anhang A sowie die dort angegebenen Quellen.Google Scholar
  2. 2.
    Vgl. Kloock (1995), S. 52 f. Die Konzeption von Kostenrechnungssystemen wird jedoch nicht nur unter Planungsaspekten, sondern auch unter Koordinations-und Anreizaspekte bei Informationsasymmetrien sowie unter Kapitalmarktaspekten diskutiert. Siehe zu den Ausgestaltungen von kalkulatorischen Rechnungssystemen zur Erfüllung von Koordinations-und Anreizaufgaben z. B. Pfaff (1994a), Krahnen (1994) und zur Beurteilung der Entscheidungsrelevanz von Fixkosten bei Risiko aus kapitalmarkttheoretischer Sicht Ewert (1996).Google Scholar
  3. 3.
    Siehe Börsig (1993), S. 89; Laux (1995), S. 3, 5 und 131 ff.Google Scholar
  4. 4.
    Vgl. Kloock/Maltry (1998), S. 86.Google Scholar
  5. 5.
    Siehe z. B. Münstermann (1966), S. 31 oder Kloock/Maltry (1998), S. 86.Google Scholar
  6. 6.
    Zwar beschäftigt sich Küpper mit seiner “investitionstheoretisch fundierten Kostenrechnung” seit langem mit genau dieser Integration von Investitions-und Produktionsplanung, grundlegender Gedanke ist dabei jedoch die Definition von Kosten und Leistungen als Kapitalwertänderungen, also eine Tendenz zu zahlungsorientierten Rechnungsgrößen auch für operative Rechnungssysteme. Siehe hierzu Küpper (1985), S. 28 oder Küpper (1990), S. 258. Im folgenden wird allerdings weiterhin von der Notwendigkeit einer Kosten-und Leistungsrechnung als eigenständiges und für operative Planungsrechnungen geeignetes System ausgegangen, weshalb in dieser Arbeit grundsätzlich nicht näher auf die Ansätze von Küpper eingegangen wird. Kritisch zur Bezeichnung von Küppers zahlungsorientiertem Rechnungssystem als “Kostenrechnung” siehe auch Kloock/Maltry (1998), S. 105.Google Scholar
  7. 7.
    Siehe Kloock (1995), S. 66 ff. zu einer Untersuchung abweichender Kostengrößen in risikoneutralen operativen Entscheidungsmodellen sowie die Hinweise von Schiller/Lengsfeld (1998), S. 541 f. zu abweichenden Rechnungsgrößen in operativen Planungsrechnungen auf Basis einer Prozeß-kostenrechnung.Google Scholar
  8. 8.
    Es finden sich in Kloock (1995) ausführliche Untersuchungen für ein monopolistisches Unternehmen, für den Fall der vollständigen Konkurrenz werden jedoch lediglich Hinweise angeführt. In Kloock (1997a), S. 81 ff. findet man eine kurze Abhandlung für den Dyopolfall.Google Scholar
  9. 9.
    Auch Schiller/Lengsfeld (1998) analysieren ausschließlich die Eignung von Prozeßkostenrechnungen für strategische und operative Entscheidungen eines Monopolisten. In ähnlicher Weise beschränkt Anctil (1996) ihre Untersuchungen zur Kapazitätsplanung auf Basis des “Economic value added”-Konzepts auf unvollständigen Wettbewerb.Google Scholar
  10. 10.
    Eine risikoorientierte Untersuchung der Entscheidungsrelevanz von Fixkosten wird bei Kloock (1995), S. 69 ff. zwar anhand eines Zahlenbeispiels, nicht jedoch modelltheoretisch vorgenommen. Anctil (1996) und Schiller/Lengsfeld (1998) behandeln ausschließlich den Fall der Sicherheit bzw. Risikoneutralität.Google Scholar
  11. 11.
    Vgl. Brealey/Myers (1996), S. 13; Copeland/Weston (1992), S. 88; Schmidt (1990), S. 130 und S. 243 ff.; Weston/Brigham (1993), S. 153Google Scholar
  12. 12.
    Es wird unterstellt, daß die Unternehmen an der Kenntnis der Kapazitätsbeanspruchung bzw. ihrer Bewertung interessiert sind. Daher ist es von Bedeutung, daß die kurzfristigen Planungsansätze, insbesondere bei von der Investitionsplanung abweichenden Rechnungsgrößen, in der Lage sind, diese Bewertungsansätze investitionszielkonform im Rahmen der Produktionsplanung zu ermitteln.Google Scholar
  13. 13.
    Siehe Kloock (1995), S. 59 ff. oder Kloock (1997a), S. 76 ff.Google Scholar
  14. 14.
    Kloock (1997a), S. 80.Google Scholar

Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden, und Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Stephanie Hanrath

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