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Burnout, Stress und Arbeits(un)zufriedenheit

  • Michael Bodin
Part of the Journalistik book series (JFP)

Zusammenfassung

Der Begriff Burnout erlebt seit Ende der 70er Jahre in den USA und spätestens seit Mitte der 80er Jahre auch in Deutschland Hochkonjunktur. Das aus der Technikersprache stammende Wort scheint eine offensichtlich äußerst zutreffende Metapher für das Gefühl vieler Menschen zu sein, die erschöpft und müde sind, sich leer fühlen, keinen Sinn mehr in ihrer Arbeit sehen oder sich „ausgebrannt fühlen“. Der amerikanische Psychoanalytiker Herbert Freudenberger brachte 1974 als erster den Begriff in die wissenschaftliche Diskussion ein (vgl. Burisch 1994: 4; Kleiber 1993: 3; Maslach & Schaufeli 1993: 2). Freudenberger arbeitete in den 60er Jahren am Projekt der ehrenamtlich betriebenen freien Kliniken mit und erlebte während dieser Arbeit selbst eine Burnout-Entwicklung. Das motivierte ihn, das Phänomen bei Patienten und Klinikpersonal genauer zu untersuchen. Er fand „gewisse Muster“ von Erschöpfung und Desillusionierung. Seine Beobachtungen beschrieb er als „Burnout“, ein Begriff, der bis dahin für die Folgen chronischen Drogenmissbrauchs verwendet wurde. Als er den Betroffenen gegenüber von Burnout sprach, stieß er auf sofortige Identifikation (Freudenberger 1980: 14 f.). Burisch bemerkt: „Burnout [scheint] als bildhafte Vokabel etwas in der Luft liegendes auszudrücken“ (Burisch 1994: 5).

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Wiesbaden 2000

Authors and Affiliations

  • Michael Bodin

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