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Beeinträchtigungen der Sprachverarbeitung

  • Anke Werani

Zusammenfassung

Durch den Paradigmenwechsel in der kognitiven Neuropsychologie wurden keine syndromorientierten Gruppenuntersuchungen, sondern vermehrt modellorientierte Einzelfallstudien durchgeführt (Caramazza & McCloskey, 1988). Um die modellorientierte Einzelfallstudie nochmals hervorzuheben, seien ihre Vorteile wiederholt. Erstens können aufgrund der Modellannahme qualitativ unterschiedliche Leistungsmuster vorausgesagt werden; die Beschreibung der Leistungsmuster ist sehr detailliert und kann daher nicht zu Syndromen zugeordnet werden. Zweitens sind die Verarbeitungsmodelle aus Experimenten mit sprachgesunden und aphasischen Probanden abgeleitet worden; somit ist gewährleistet, daß das Sprachverarbeitungsmodell umfassend ist und den Annahmen der kognitiven Neuropsychologie (insbesondere bezüglich der Modularitätsannahme) gerecht wird. Drittens wird durch die Grundannahme des Modellansatzes, daß jede Komponente ein funktionell eigenständig arbeitendes System darstellt, die bisherige Annahme des Syndromansatzes, daß die Schriftsprache von der Lautsprache abhängig sei, verworfen. Hiermit tritt eine offensichtliche Differenzierung vom Syndromansatz zu Tage. Diese Annahme ist es letztendlich, die ermöglicht, innerhalb dieser Arbeit detailliert nur auf die gesprochene Sprache einzugehen und die Schriftsprache außer acht zu lassen.

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Copyright information

© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1997

Authors and Affiliations

  • Anke Werani

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