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Klein-Kunst im großen Deutschland oder: Ein show-akademischer Dialog

  • Werner Hay
  • Jürgen Stark

Zusammenfassung

Zwei Seiten einer Medaille. Oder: Fundamentale Gleichgültigkeit im Angesicht des totalen Dilemmas. Es ist Mai 1991, und der HörZu obliegt es, einen Nachruf auf den mißlungenen Versuch der Gründung einer Hochschule für Musik- und Show-Talente zu schreiben. Im Ländle war Lothar Späth gestürzt und riß beim Fallen die geplante Showakademie samt Ideengeberin und Leiterin in spe, Caterina Valente, mit in den Abgrund der Bedeutungslosigkeit. Über 55 Jahre war die Valente auf sämtlichen Bühnen der Welt zu Hause; zweifelsfrei gehört sie zu jenen Künstlern, die mit umfangreichem handwerklichem Können und gründlichen Erfahrungen viel zu vermitteln hätte. Dem Massenblatt gibt sie zu Protokoll: „Da kommt ein Fraktionschef aus dem Landtag namens Oettinger daher und fragt: Was sollen wir an so ’ner Schule denn mit ’ner Sechzigjährigen?“ Die Valente kann beruhigt sein, der uncharmante Umgang mit Unterhaltungskunst hat System, der Mann meinte sie wohl nicht persönlich, sondern hatte eine ganze Zunft im Auge. Und für die Ablehnung auch der konstruktivsten, wohlmeinendsten und letztlich notwendigsten Vorschläge und Konzeptionen muß gelegentlich auch mal der Holzhammer her. Daumen ’runter und die x-te Game-Show an. Wozu braucht der Mensch Kultur? Und die Valente hat doch recht: „Wir brauchen so ’ne Showschule, wir müssen in Deutschland dringend etwas tun.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Werner Hay
  • Jürgen Stark

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