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Grundbegriffe der Kooperationslehre

  • Hans-Otto Schenk

Zusammenfassung

Der Begriff „Kooperation“, insbesondere der Begriff „Kooperation im Handel“, ist noch recht jung, jedenfalls in seiner üblichen wettbewerbsrechtlichen Verwendung. Die organisierte Zusammenarbeit von Handelskaufleuten als solche kann freilich auf eine lange Tradition und auf die unterschiedlichsten Organisationsformen zurückblicken. Es sei nur an vier berühmte historische Formen der Zusammenarbeit der Kaufmannschaft erinnert:
  • die mittelalterlichen Krämerinnungen und Krämerzünfte, später die Kaufmannsgilden (12. bis 14. Jh.), die sich auch im Ausland herausbildeten (z.B. die Gilde der deutschen Kaufleute in Riga, 1354);

  • den norddeutschen Städtebund der „Hansa“ (oder „Hanse“, ursprünglich „Die stede van der dudischen Hense“) und seine vier „Quartiere“ — das wendische (Lübeck), das rheinisch-westfälische (Köln), das sächsische (Braunschweig) und das preußisch-livländische (Danzig) — mit dem Zweck des Schutzes der Hansekaufleute an den auswärtigen Handelsplätzen (13. bis 17. Jh.) (vgl. hierzu Karl Pagel: Die Hanse, neu bearbeitet von Friedrich Naab, Braunschweig 1983, ein Farbbildband mit ausführlicher Bibliographie);

  • die seit dem 14. Jh. an den bedeutenden Handelsplätzen gegründeten genossenschaftlichen „Kaufmanns-Compagnien“ (z.B. in Lübeck die „Fahrer-Compagnien“ der Schonen-, Bergen-, Nowgorod- und Flandernfahrer, später auch „Korporationen“ oder „commercierende Kollegien“ genannt) sowie die mit dem überseeischen Verkehr (und den Kolonisierungsbestrebungen!) im 17. und 18. Jahrhundert aufkommenden großen nationalen „Handelskompagnien“ in den Niederlanden, in England und Frankreich;

  • die im Jahre 1665 von „alhie zu Hamburg zur See handelnden“ Kaufleuten gegründete „Commerz-Deputation“, die Vorläuferin der seit ihrer Gründung am 1. Januar 1867 so bezeichneten „Handelskammer“ in Hamburg.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1991

Authors and Affiliations

  • Hans-Otto Schenk
    • 1
  1. 1.Universität-GH-DuisburgDeutschland

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