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Interkulturelles Bankmanagement

  • Leo Schuster
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Zusammenfassung

„Andere Länder, andere Sitten“ ist ein geläufiger, jedoch im unternehmerischen Alltag noch unzulänglich berücksichtigter Spruch. Zu sehr scheinen auch ökonomisch agierende Menschen vom sozialen Normierungsprozeß der eigenen Landeskultur geprägt, als daß sie ihre Denk- und Handlungsmuster ohne große Mühe auch auf andere Kulturkreise auszurichten in der Lage wären. Die fortschreitende Globalisierung der Wirtschaft verlangt jedoch für deren möglichst friktionslose Abwicklung nach Kenntnissen der „Sitten und Gebräuche“ auch anderer Kulturkreise, also nach interkulturellem Wissen. Dieses muß über das Verständnis für die kulturbestimmenden Normen und durch praktische Erfahrungen über deren Wirkungen und Konsequenzen erworben werden. Daß diesbezüglich sowohl die Wissenschaft als auch die direkt betroffenen, grenzüberschreitend tätigen Unternehmen noch große Defizite aufweisen, wird sowohl in der einschlägigen praxisorientierten wie auch wissenschaftlichen Literatur kritisiert. So fordert Eberhard Martini Mitarbeiter als „Dolmetscher“ zwischen mehreren Kulturen und räumt diesbezüglich noch erheblichen Lernbedarf ein. Ähnlich äußert sich Hans-Ulrich Doerig2, der im Anforderungsprofil eines jeden zukünftigen Managers interkulturelle Fähigkeiten anmahnt. Zu lange sei das Management der Globalisierung nur als Organisations- und Kontrollproblem diskutiert worden - so Georg Schreyögg3 - und erst in jüngerer Zeit habe sich die Wissenschaft mit Fragen der Landes- und Unternehmungs- bzw. Managementkultur und deren Interdependenzen auseinandergesetzt.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1999

Authors and Affiliations

  • Leo Schuster

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