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Grundprobleme der Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik

  • Hans-Hermann Hartwich
  • Nina Laatsch-Nikitin
  • Monika Schaal

Zusammenfassung

Langfristige Arbeitsmarkt- und Beschäftigungspolitik muß davon ausgehen, daß offizielle Statistiken die realen Gegebenheiten der Arbeitslosenziffern und -struktur nur tendenziell erfassen können. Zur Situation von 1967 machte der Sachverständigenrat (Lit. 25, 41 f.) einige wichtige Anmerkungen, die von grundsätzlicher Bedeutung für das Arbeitslosenproblem und seine Erfassung sind:
„Die Statistik der Arbeitslosen weist nur einen Bruchteil der tatsächlichen Beschäftigungseinbußen aus. Entsprechend mangelhaft zeigen die üblichen Arbeitslosenquoten die Zunahme der Unterbeschäftigung an. Der nicht ausgenutzte Teil des Arbeitskräftepotentials und damit die Unterbeschäftigung nimmt auch zu,
  • wenn ausländische Arbeitskräfte keine Beschäftigung mehr finden und zeitweilig in ihre Heimatländer zurückkehren;

  • Wenn Betriebe zu (angemeldeter oder unangemeldeter) Kurzarbeit übergehen;

  • wenn Arbeitswillige mangels Beschäftigung aus dem Erwerbsleben ausscheiden, ohne sich arbeitslos zu melden, weil ihr Lebensunterhalt anderweitig gesichert ist oder durch vorzeitige Pensionierung gesichert wird;

  • wenn jemand seinen Arbeitsplatz rezessionsbedingt verliert und daraufhin eine Arbeit annimmt, die eine geringere Qualifikation erfordert;

  • wenn jemand, der bisher nicht erwerbstätig war, von der Arbeitssuche abgehalten wird, weil offenkundig Arbeitsgelegenheiten fehlen.“

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Copyright information

© Leske Verlag + Budrich GmbH, Opladen 1975

Authors and Affiliations

  • Hans-Hermann Hartwich
  • Nina Laatsch-Nikitin
  • Monika Schaal

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