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Risiken

  • Deutsche Terminbörse GmbH

Zusammenfassung

Aufgrund der volatilen Natur von Futures- und Optionsmärkten beinhalten Termin- und Optionstransaktionen ebenso hohe Verlustrisiken wie Gewinnchancen. Jeder Investor muß sich daher die Frage stellen, ob diese Geschäftsformen unter Berücksichtigung seiner finanziellen Möglichkeiten für ihn geeignet sind. Am Termin- und Optionshandel sollten sich nur Personen beteiligen, die einerseits die hohen finanziellen Risiken tragen können, und andererseits die Geschäfte hinsichtlich ihrer ökonomischen Funktion, technischen Ausgestaltung und Gewinn-Verlust-Mechanik genau verstehen. Neben zahlreichen Aspekten sind vor jeder Investition die folgenden Punkte besonders zu beachten:
  • Eine genaue Vorhersage bestimmter Marktbewegungen der den Futures-oder Optionskontrakten zugrundeliegenden Güter ist grundsätzlich nicht möglich. Die Unbestimmtheit des zukünftigen Kursverlaufs ist vielmehr gerade der Grund für das Entstehen und noch heute Existenzbedingung für die Terminoptionsmärkte. Auch die Optionspreismodelle, mit deren Hilfe ein sogenannter fairer Optionspreis errechnet werden kann, sind nicht in der Lage, die zukünftigen Optionspreise zu antizipieren.

  • Der Investor kann durch einen gegenläufigen Kursverlauf einen Totalverlust seines eingesetzten Kapitals erleiden. Der Verlust kann sogar über die Margin hinaus gehen, wenn eine Verlustposition aufrechterhalten werden soll oder wenn ein Marktausstieg aufgrund der Marktsituation nicht möglich ist. Über die Margin hinausgehende Verluste können auch bei einer Zwangsliquidation entstehen, wenn der Investor einem Margin-Call nicht rechtzeitig nachkommt.

  • In bestimmten Marktsituationen kann die Glattstellung einer offenen Position schwierig oder unmöglich sein. Dies kann beispielsweise bei Limit-Bewegungen vorkommen. In solchen Situationen können Order zur Gewinnrealisierung oder aber auch zur Verlustbegrenzung nicht ausgeführt werden; die Verlustposition kann sich mithin vergrößern.

  • Eine Spread-Position kann in bestimmten Marktsituationen nicht weniger riskant sein als eine einfache Long- oder Short-Position.

  • Der durch die relativ geringen Marginerfordernisse große Hebeleffekt kann sowohl für als auch gegen den Investor wirken. Mithin kann er zu hohen Gewinnen, aber auch zu gravierenden Verlusten führen.

  • Ein Investor sollte einen Optionskontrakt nicht kaufen, wenn er nicht in der Lage ist, einen Totalverlust der gezahlten Prämie und Transaktionskosten zu verkraften.

  • Ein Investor sollte einen Optionskontrakt nicht verkaufen, wenn er nicht in der Lage ist, bei einem ungünstigen Kursverlauf zusätzliche Sicherheitsleistungen zu erbringen und dadurch einen hohen finanziellen Verlust zu erleiden. Das Verlustpotential beim Verkauf eines Call ist theoretisch unbegrenzt; beim Verkauf eines Put können Verluste in Höhe des gesamten Basispreises eintreten.

  • Der Käufer einer deep-out-of-the-money-Option sollte sich darüber im klaren sein, daß die Gewinnchance im Regelfall sehr gering ist. Auf der anderen Seite muß der Verkäufer einer solchen Option wissen, daß er gegen Erhalt einer geringen Prämie dem Verlustrisiko vollumfänglich ausgesetzt ist.

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Copyright information

© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1989

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