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Die Theorie der Dienstleistungsgesellschaft und ihre Grenzen

  • Peter Gross
Chapter

Zusammenfassung

Daß hochentwickelte Länder wie die Bundesrepublik Deutschland im Begriffe sind, Dienstleistungsgesellschaften zu werden, ist heute ein nahezu selbstverständlicher Befund. Seit Beginn des 19. Jahrhunderts nimmt die Bedeutung des Dienstleistungsbereichs in allen Industrieländern offensichtlich ständig zu: gemessen an der Zahl der Erwerbstätigen in den entsprechenden Wirtschaftszweigen und gemessen am Beitrag des tertiären Sektors zum Bruttosozialprodukt. Diese Feststellungen sind mittlerweile Lehrbuchwissen.1 Die Strukturkrise des Arbeitsmarktes und das sog. Wegrationalisieren von Arbeitsplätzen auch im Dienstleistungssektor hat naturgemäß zu einigen Zweifeln an der Unumstößlichkeit dieser Entwicklung Anlaß gegeben. Die wirtschaftspolitischen Auseinandersetzungen kreisen häufiger um den sektoralen Strukturwandel. Insbesondere der Einbruch der Mikroprozessoren in den tertiären Sektor hat die Frage nach den Rationalisierungspotentialen und der Produktivität der Dienstleistungen neu wachgerufen. Der Kostendruck im öffentlichen Dienstleistungsbereich hat auf die besondere volkswirtschaftliche Problematik der Dienstleistungen, was die Messung ihrer Kosten, ihrer Effizienz und Effektivität und ihrer Qualität betrifft, aufmerksam gemacht. Eine wachsende Zahl von wissenschaftlichen Publikationen, Expertisen und Projekten begleitet das Vordringen der Dienstleistungsgesellschaft und die damit verbundenen Probleme. Die Ökonomie, die bisher die Frage der Dienstleistung, wie es Herder-Dorneich noch vor wenigen Jahren pointiert ausgedrückt hat, „entweder überhaupt nicht wahrgenommen oder sie als gängige“ angesehen hat, beginnt die sie interessierenden Probleme aufzuspüren und im Rahmen einer „Dienstleistungsökonomik“ zu bearbeiten.2

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© Westdeutscher Verlag GmbH, Opladen 1983

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  • Peter Gross

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