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Museen, Archive und Geschichtsschreibung

  • Wolfgang Horn

Zusammenfassung

Um der Militärregierung auf deren Anfrage hin einen möglichst vollständigen Überblick über die Situation des rheinischen Ausstellungswesens vermitteln zu können, forderte der Oberpräsident der Nord-Rheinprovinz am 24. September 1945 bei den Städten und Gemeinden Informationen über die von ihnen unterhaltenen Museen an. Die Stadt Düsseldorf nannte daraufhin außer den Kunstsammlungen die Geschichtlichen Sammlungen, das Löbbecke-Museum, das Benrather Heimatmuseum sowie das Freimaurermuseum.4 9 2 Die Einrichtung des Düsseldorfer Freimaurermuseums war von Heinrich Himmler am 18. August 1935 nach dem Verbot des Freimaurerwesens neben ähnlichen Instituten in Breslau, Chemnitz, Erlangen und Hannover zu Propagandazwecken angeordnet worden. Das Ausstellungsgut setzte sich aus dem beschlagnahmten Vermögen und Inventar verschiedener aufgelöster Logen zusammen. Nach dem Krieg wurde dieses Düsseldorfer Museum nicht wieder eröffnet, die Exponate überließ die Stadt den früheren Besitzern, soweit sie auffindbar und interessiert waren.4 9 3 Die übrigen drei Museen wurden während der Nachkriegszeit ergänzt durch das zum Landesmuseum „Volk und Wirtschaft“ umbenannte frühere Reichswirtschaftsmuseum, das Goethe-Museum sowie das Dumont-Lindemann-Archiv. Auch das in den ersten Nachkriegsjahren der Kulturverwaltung unterstehende Stadtarchiv gehört in diesen Zusammenhang.

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© Leske Verlag + Budrich GmbH 1981

Authors and Affiliations

  • Wolfgang Horn

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