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Bildende Kunst

  • Wolfgang Horn
Chapter

Zusammenfassung

Die Kunstakademie hat den gern zitierten Ruf Düsseldorfs als Kunststadt begründet. Entstanden aus der privaten Zeichenschule Johann Lambert Krahes, die 1776 durch Kurfürst Karl Theodor zur Zeichenakademie erhoben wurde, nahm die auch Architektur und Bildhauerei umfassende Schule im 19. Jahrhundert unter ihren Direktoren Peter Cornelius (1821 – 1824) und Wilhelm Schadow (1826 – 1859) großen Aufschwung.4 0 9 Hatte bis zu ihrer Neugründung als Staatliche Kunstakademie im rheinischen Preußen 1819 das Fach Architektur den führenden Platz in der Akademie eingenommen, so trat an diese Stelle in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts die Malerei; die „Düsseldorfer Malerschule“ wurde zu einem festen Begriff der Kunstwissenschaft. 1933 fielen mit dem Direktor Dr. Walter Kaesbach sowie 12 Professoren und Lehrern viele Dozenten der Säuberungswelle zum Opfer. Die kommenden Jahre waren in der Akademie von nationalsozialistischen Kunstvorstellungen, etwa der Blut- und Bodengebundenheit sowie einem starken Antiindividualismus, geprägt.4 1 0 Die Ausgangssituation für die Wiederaufnahme des Lehrbetriebes erwies sich 1945 als denkbar ungünstig: Mehr durch Artilleriebeschuß als durch Bombenangriffe war die im Stil der Italienischen Renaissance erbaute Akademie nahe der Oberkasseler Brücke stark beschädigt worden, von 90 Räumen konnten nur 5 benutzt werden.411 Von den zum Teil emigrierten Dozenten kehrten einige schon bald zurück, unter ihnen Professor Ewald Mataré, der 1933 nach nur einjähriger Lehrtätigkeit entlassen worden war und sich seitdem als freiberuflicher Künstler durchgeschlagen hatte.4 1 2

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© Leske Verlag + Budrich GmbH 1981

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  • Wolfgang Horn

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