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Adjuvante Therapie bei femoro-distaler Bypasschirurgie

  • J. D. Gruß

Zusammenfassung

Der Trend in der modernen Gefäßchirurgie geht eindeutig in die Peripherie. Während Eingriffe an der Aorta, den Beckenarterien und den supraaortalen Ästen heute keine technischen Probleme mehr bieten, nehmen diese umgekehrt proportional zum Gefäßkaliber am Unterschenkel und Fuß immer mehr zu. Zur Gliedmaßenerhaltung werden heute Bypasses auf Fußarterien und Unterschenkelarteriensegmenten angelegt. Für alle infragenualen Rekonstruktionen ist die körpereigene Vene das Transplantatmaterial der ersten Wahl. Sowohl bei Verwendung der körpereigenen Vene, bei kritischer Ausstrombahn als auch bei der Notwendigkeit zur Verwendung eines Transplantatmaterials der zweiten Wahl kommt der adjuvanten medikamentosen Therapie eine ausschlaggebende Bedeutung zu. Die präoperative Vorbehandlung mit einem Thrombozytenaggregationshemmer, etwa Acetylsalicylsäure, die intraoperative lokale und systemische Heparinisierung sowie die Gabe von niedermolekularem Dextran ebenso wie postoperative Antikoagulation mit einem Kumarinabkömmling oder Kombinationen dieser Therapiemaßnahmen haben ihre Verfechter. Das Zieljeder adjuvanten Therapie ist die Verhütung des häufig deletären Sofortverschlusses und damit auch die Verbesserung der Langzeitergebnisse.

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Copyright information

© Friedr. Vieweg & Sohn Verlagsgesellschaft mbH, Braunschweig 1991

Authors and Affiliations

  • J. D. Gruß
    • 1
  1. 1.Krankenhaus des Kurhessischen DiakonissenhausesKasselDeutschland

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