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Ethische Prinzipien für Führende in Hierarchien

  • Baldur Kirchner
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Zusammenfassung

Erläuterung: Schon in der frühen Zeit des christlichen Abendlandes wurden an die Persönlichkeit des Führenden hohe seelisch-sittliche Anforderungen gestellt. Ein Blick in die Ordensregel des Gründers des Benediktinerordens, Benedikts von Nursia (480–547), zeigt uns, welches Persönlichkeitsprofil der Abt vorweisen muß: „Der eingesetzte Abt bedenke immer, welche Last er übernommen hat und wem er über seine Verwaltung Rechenschaft ablegen muß. Er soll wissen, daß er mehr zum Helfen als zum Befehlen da ist. Er muß sich also im göttlichen Gesetz auskennen, damit er das nötige Wissen hat, um daraus Neues und Altes hervorzuholen. Er muß keusch, nüchtern, barmherzig sein. Und immer soll er lieber Erbarmen walten lassen als strenges Gericht, damit ihm selbst das gleiche zuteil werde. Er hasse das Böse und liebe die Brüder. Muß er zurechtweisen, handle er klug und gehe nie zu weit, damit das Gefäß nicht zerbricht, wenn er es allzu sauber vom Rost reinigen will…Und er suche mehr geliebt als gefürchtet zu werden. Er sei nicht aufgeregt und überängstlich, nicht maßlos und eigensinnig; nicht eifersüchtig und nicht argwöhnisch, sonst kommt er ja nie zur Ruhe. Bei seinen Befehlen sei er umsichtig und überlegt.“42

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© Betriebswirtschaftlicher Verlag Dr. Th. Gabler GmbH, Wiesbaden 1991

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  • Baldur Kirchner

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