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Abschließende Erörterung

  • Thomas Hartge

Zusammenfassung

Wie ist es denkbar, die Beschäftigung mit autobiographischen Texten pädagogisch relevant, wirksam oder zu einem Bestandteil erziehungswissenschaftlicher Theoriebildung werden zu lassen? Gibt es neben jener Wirksamkeit, die Theodor Schulze (1985) darin sieht, “lebensgeschichtlich bedeutsame Ereignisse” als Erfahrung und Kompetenz des Verstehens über “die Integration in eine Person” zu bewahren, noch eine eigenständige Perspektive einer erziehungswissenschaftlichen Autobiographieforschung (1) ? Oder muß sich die Erziehungswissenschaft damit abfinden, daß Autobiographien “kasuistisch bedeutsames Wissen” vermitteln, dieses sich jedoch “kaum zu konsistenten Theorien” (H.-E. Tenorth, 1986) verallgemeinern läßt (2)? Wie wäre dann vorstellbar, daß die in autobiographischen Texten bewahrte Erfahrung die pädagogische Theorie korrigiert? Und wie verhält sich, wenn dies möglich sein soll, die Einzigartigkeit der autobiographischen Erfahrung zum Allgemeinheitsanspruch der Theorie? Und wie fügen sich, im Rückblick auf diese Untersuchung, Neurobiologie, Hermeneutik und Erziehungswissenschaften zusammen? Wie könnte überhaupt die Bilanz einer Untersuchung aussehen, die am Beispiel autobiographischer Texte gerade nach der noch nicht verallgemeinerten, noch nicht ‘auf den Begriff gebrachten’ Erfahrung fragt?

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Copyright information

© Deutscher Universitäts-Verlag GmbH, Wiesbaden 1989

Authors and Affiliations

  • Thomas Hartge

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